2026: Ethik ist kein gesellschaftlicher Diskurs mehr, sondern ein Update. Was als richtig oder falsch gilt, wird tĂ€glich neu berechnet. Aussagen, die gestern noch akzeptabel waren, gelten heute als âtoxischâ. Dein Sprachverhalten wird automatisch korrigiert â nicht durch Zensur, sondern durch âEmpfehlungen zur besseren Ausdrucksweiseâ.
#ki #ai #ethik #gesellschaft #meinung #verhalten #algorithmus #zensur #kibrowser #aiagents #kiagenten #apps #ueberwachung #kontrolle #macht
Bequem, effizient, gefĂ€hrlich: Wie KI unser Leben ĂŒbernimmt â und warum wir trotzdem nicht aufhören werden, sie zu nutzen #9vor9
2025 war das Jahr, in dem kĂŒnstliche Intelligenz endgĂŒltig aus der Nische in den Alltag einzog. Nicht nur bei uns Podcastern, die wir bei #9vor9 regelmĂ€Ăig ĂŒber digitale Trends diskutieren, sondern auch Oma Erna und Onkel Klaus nutzen mittlerweile KI â ob bewusst oder unbewusst. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Laut einer aktuellen Bitkom-Studie greift bereits die HĂ€lfte der Deutschen bei der Informationssuche nicht mehr zur klassischen Suchmaschine, sondern zu KI-Chats.
Der bequemste Sack der Podcast-Szene â und warum das die Zukunft ist
Wir haben uns geoutet: Lars bekennt freimĂŒtig, dass er in der Podcast-Produktion âdurchaus viel KI im Einsatzâ hat, was mich zur Bemerkung âEs wirft ein bestimmtes Licht auf dich. Du bist eigentlich schon ein bequemer Sackâ inspiriert. Ok, ich habe nicht bequem gesagt, sondern ein anderes Wort benutzt ⊠Doch genau hier liegt der Kern der Sache: KI erleichtert Standardaufgaben wie inhaltliche Vorbereitung mit NotebookLM, Schnittoptimierung mit Tools wie Riverside oder das Erstellen von Transkripten mit Gemini â eine deutliche Arbeitserleichterung , gerade bei unserem Hobbyprojekt. Wir wollen nicht mehr wie frĂŒher von Scratch anfangen, wenn uns die KI beispielsweise die âShow Notesâ in Sekunden ârein klatschtâ?
Auch deshalb halte ich die gerade der BlogosphĂ€re gefĂŒhrte Diskussion, ob Blogs, in denen KI verwendet wird, nicht gelesen werden sollen, fĂŒr obsolet. Jeder, wie er mag. Viel wichtiger ist das Bewusstsein, dass alle Large Language Models, die ich bisher benutzt habe, von Perplexity ĂŒber ChatGPT und Gemini bis zu Le Chat, halluzinieren, also Fakten verdrehen, dazu dichten. Genau diese Erkenntnis muss bei jedem, der KI derzeit nutzt, in die eigene DNA ĂŒbergehen.
KI ist unterdessen ĂŒberall
KI ist lĂ€ngst mehr als nur eine Suchalternative. Sie durchdringt unseren Alltag auf vielfĂ€ltige Weise: Sandra erstelt ihr Weihnachtsbild fĂŒr Social Media per KI. Ich erstelle meinen Fohlenticker und meine 60Sekunden-Videos mit KI â und die kommt vom TikTok-Konzern. Immerhin kommen die kreativen Ideen, die Inhalte und der Ursprung noch von mir.
Das ist â wenn man den Zahlen traut â schon lange nicht mehr so, denn TikTok und Co werden von KI-generierten Videos ĂŒberflutet , die von Algorithmen produziert werden. âAI Slopâ nennen Kritiker dieses PhĂ€nomen â eine Mischung aus Massentauglichkeit und qualitativ fragwĂŒrdigen Inhalten, die unsere Social-Media-Feeds ĂŒberschwemmen. Die Frage ist nicht mehr, ob KI in unseren Timelines steckt, sondern wie viel davon wir tĂ€glich konsumieren, ohne es zu merken.
Auch im Berufsleben hat sich KI fest etabliert. Tools wie CoPilot oder die KI-Integration in Zoom sparen Zeit und nehmen lĂ€stige Routineaufgaben ab â sei es die Zusammenfassung von Meetings, der Formulierung oder Ăbersetzung von E-Mails oder das Erstellen von PrĂ€sentationen. Und die nĂ€chste KI-Welle rollt schon auf uns zu. 2025 war das Jahr, in dem KI-Agenten in aller Munde waren â autonome Assistenten, die nicht nur Befehle ausfĂŒhren, sondern selbststĂ€ndig handeln sollen. Doch zwischen den groĂen Versprechungen (âAgentic AI wird alles verĂ€ndern!â) und der nĂŒchternen RealitĂ€t klafft noch eine tiefe LĂŒcke.
Wir sollen die Agenten loslassen
Unternehmen und der öffentlich Verwaltung wird ein ungeheures Effizienzgewinn versprochen. âAgentic AIâ ist das Buzzword der Stunde. Autonome KI-Agenten, sollen Aufgaben selbststĂ€ndig erledigen, von den Prozessen in der Personalabteilung bis zu den unzĂ€hligen Antragsverfahren in den Ămtern. Ich bin vorsichtig, denn ich habe in meinen ĂŒber 30 Berufsjahren in der IT schon viele SĂ€ue gesehen, die durchs Dorf getrieben wurden: Workflow, BPM, Robotic Process Automation. Immer das groĂe Versprechen der Automatisierung, nur selten saubere und funktionierende Lösungen.
Auch privat sollen wir die Agenten AI nutzen. Die Agenten sollen beispielsweise fĂŒr uns Reisen buchen, von der Buchung der Reise ĂŒber die Hotel- und Restaurant-Reservierung bis zur Planung der Sightseeing-Stationen. Damit das alles funktioniert stellen wir der KI alle Informationen zur VerfĂŒgung, wie sensibel sie auch sein mögen, von unserem Reisepass bis zu den Kreditkarten und unseren Bankverbindungen.
Sicherheitsrisiken â und das nicht nur fĂŒr Unternehmen
Hier ist nicht nur fĂŒr mich eine Grenze erreicht. Auch die Analysten von Gartner oder gar Open AI selbst warnen vor den Sicherheitsrisiken, privat und auch in Unternehmen. Nicht nur wegen des Datenschutzes fallen die neuen KI-Browser Comet von Perplexity oder Atlas von Open AI bei mir durch. Sie sind sie fĂŒr mich nicht alltagstauglich, da die Integrationen mit vielen Tools fehlen, an die ich mich gewöhnt habe.
Doch Datenschutz scheint in bei wirtschaftsliberalen und konservativen Politikerinnen und Politikern und bei WirtschaftsfĂŒhrern nicht mehr en vogue zu sein. Unsere KIs brauchen mehr Daten fĂŒr unsere europĂ€ischen DatenrĂ€ume! Innovation, Innovation und nochmals Innovation. Innovation vor Datenschutz hört man allenthalben. Erst soll einmal alles freigegeben werden, und wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, ĂŒberlegt man vielleicht, ob man es hĂ€tte schĂŒtzen sollen.
Fazit: KI ist da â aber was machen wir damit?
2025 hat gezeigt: KI ist kein Zukunftsthema mehr, sondern lĂ€ngst Gegenwart. Sie entlastet uns, sie unterhĂ€lt uns, sie verĂ€ndert unsere Arbeitswelt. Wir bei #9vor9 bewegen uns zwischen selbstverstĂ€ndlicher und bewusster Nutzung, im Job wie auch privat, und einer skeptischen und kritischen Grundhaltung angesichts von Halluzinationen und Ungewissheit, wer unsere Daten wie nutzt. Auch in 2026 wird das Thema KĂŒnstliche Intelligenz bleiben, wird Berufsbilder verĂ€ndern, wohl auch ArbeitsplĂ€tze weg rationalisieren. Aufzuhalten ist der Einsatz von KI nicht, jedoch ist es unsere Pflicht darauf zu achten, dass die LLMs mit Verstand und kritischem Bewusstsein genutzt werden.
https://9vor9.podigee.io/192-ki-tools-plattformen-jahresrueckblick
Spoiler: Beim Schreiben dieses Blogbeitrags habe ich verschiedene Large Language Models benutzt, die das Transkript unseres Podcasts analysiert und zusammengefasst haben.
#9vor9 #agenticai #ai #automatisierung #datenschutz #fakevideos #ki #kibrowser #llm #podcast #videos
DLF-Podcast â#KIverstehenâ.
â#KĂŒnstlicheIntelligenz und #Surfen -
Wie #KI die #OnlineSuche und #Browser verĂ€ndertâ.
Die Autoren diskutieren Status und Zukunft des #KI-basierten Browsens. Gar nicht mal so schön, um es kurz zu machen. Auch Dirk #Lewandowski von der #HAWHamburg warnt vor einer EinschrĂ€nkung der #Meinungsfreiheit. Gibtâs denn auch Positives?
https://www.deutschlandfunk.de/ki-surfen-online-browser-internet-100.html
#PromptInjection #KIBrowser #BSI #DirkLewandowski #Comet #Atlas
https://www.anildash.com/2025/10/22/atlas-anti-web-browser/
"Die KI-Browser sind die ersten Browser, die aktiv gegen das Web kÀmpfen:
Ich hatte âTaylor Swiftâ in einen Browser eingegeben und die Antwort enthielt buchstĂ€blich null Links zu Taylor Swifts tatsĂ€chlicher Website. Wenn Sie innerhalb dessen bleiben wĂŒrden, was Atlas generiert hat, hĂ€tten Sie keine Möglichkeit zu wissen, dass Taylor Swift ĂŒberhaupt eine Website hat." (Anil Dash)