Um Gottes Willen ! #Steinmeier als Bundespräsident war schon oft zum Schämen. Jetzt wird allen Ernstes die Schwurblerin #JuliZeh gehandelt. Hilfeee! 🙈
Soziologin, Personalchefin, Romanautorin: Diese Frauen könnten Bundespräsidentin werden

Die Suche nach einer Nachfolge für Frank-Walter Steinmeier läuft. Eine Frau soll es werden, ohne parteipolitische Erfahrung. Welche Namen gehandelt werden.

DER SPIEGEL

Die #demokratischeIdee ist, Eingriffsbefugnisse des Staates zu beschränken, um den Bürger zu stärken, Mitwirkungsrechte auszuüben. (nach #JuliZeh)

“#Meinungsfreiheit ist für mich etwas, was mich gegen den Staat schützt.
Das heißt dagegen, dass Staatsanwälte nicht verfolgen, dagegen, dass jemand mir eine Meinung verbietet, dagegen, dass jemand sagt, du darfst das zwar vielleicht in deinen vier Wänden, aber nicht mehr draußen sagen.”

#HendrikWieduwilt bei #Ronzheimer

https://podcasts.apple.com/podcast/id1700432142?i=1000745507885&r=1171&t=1207

Meinungsfreiheit: Wo der deutsche Staat zu weit geht. Mit Hendrik Wieduwilt

Podcast Episode · RONZHEIMER. · 01/17/2026 · 55m

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4/ Und das sind die Leserbriefe eine Woche später:

„Liebe Juli Zeh: Nachsicht mit AfD-Nachbarn habe ich nicht! Mag die analysierende Art und Weise auch bestechend sein, mit der Juli Zeh auf das permanente Nachfragen im Interview reagiert, so habe ich mich erfolgreich gewehrt gegen ihren Umgang mit AfD-Nachbarn: Kein noch so großes Enttäuschtsein und Leiden an Politik und gesellschaftlichen Verhältnissen erlaubt, rechtes Gedankengut zu stützen oder damit zu kokettieren und zu protestieren.“

„Wähler:innen, die eine offen rechtsextreme Partei wählen, wollen offensichtlich rechtsextreme Dinge. Wenn man das relativiert, macht man sich mindestens mitschuldig.“

So geht das schon seit Jahren. Und es hat genau dahin geführt, wo wir jetzt sind. Alle, die Nazis wählen, sind Nazis. Ich habe bei 20% gesagt, dass das gefährlicher Unfug ist und bei 40% sage ich es auch. #JuliZeh berichtet aus ihrem Dorf, wo sie die Leute kennt. 54% AfD. Es war nicht immer so. Sind jetzt alle in wenigen Jahren rechtsextrem geworden? Und was will man tun, wenn man außer: „Wenn Ihr die wählt, seid Ihr Nazis!“ kein Argument hat? Das ist einfach für die, die diese Statements ablassen.

„Das ist keine einfache Meinungsäußerung mehr, sondern die offene Verteidigung und Verharmlosung einer rechtsextremen Bewegung. Wir alle wissen, wer diese WählerInnen und Wähler aus sozialpsychologischer Sicht sind. Da spielt immer Gewalt eine Rolle, von verdeckt und verschämt bis hin zu offen sadistisch. Die Verfassung, sofern diese Leute sie überhaupt kennen, ist für sie ein Pamphlet, das gegen die „wahren Interessen des Volkes“ gerichtet ist. Es ist aus meiner Sicht angesichts der Opfer rechtsextremer Gewalt unverantwortlich, solche Propaganda für ein rechtsextremes Dorf unkommentiert und unwidersprochen abzudrucken. Es geht hier nicht um Meinungen, sondern um Kräfte, die an das NS-Regime anknüpfen wollen.

Name der Redaktion bekannt“

„Frau Zeh betont mehrfach, sie sei Juristin. Vielleicht sollte sie sich jedoch bei der Auswahl der von ihr eruierten Gründe, weshalb Menschen diese zum Teil von menschenverachtenden „Monstern“ repräsentierte Gruppierung wählen, von ihrer monokausalen, unwissenschaftlichen Oberflächlichkeit der „Protestwahl“ verabschieden und eher darauf hören, was Psy­cho­lo­g*in­nen zum Thema erarbeitet haben: Hang zum Autoritarismus, tiefsitzende „Rassen“- und Entfremdungsressentiments, oft zum Teil massiv gestörte Verhältnisse zum eigenen Elternhaus (bevorzugt zum Vater), starke monetäre Verlustängste.“

Und diese Die-Ossis-sind-alle-Nazis-weil-ihre-Familien-gewalttätig-sind-These hat uns #AnneRabe eingebrockt. 54% eines Dorfes haben alle traumatische Gewalt-Erfahrungen oder bei ihnen spielt Gewalt eine Rolle. Echt? Ich wüsste zu gern, wo „Name der Redaktion bekannt“ herkommt. Garantiert aus einer Stadt. Er denkt wohl, dass #JuliZeh gerade in einem rechtsextremen Dorf wohnt. Dass es große Stadt-Land-Unterschiede gibt, ist schon länger bekannt. Das ist nicht nur ein Dorf, dass hier „gefeaturet“ wird. Das ist inzwischen die Realität auf dem Land, die weit verbreitet ist. (Ich habe gerade wieder mit jemandem aus Mecklenburg gesprochen.) Und wenn man nicht über diese 54% nachdenkt und vor allem mit diesen Menschen redet, dann wird das immer schlimmer.

Die ganzen anderen Gründe die im Kommentar mit dem Vorwurf der Monokausalität angeführt werden, hängen zusammen. Wären die Menschen zufrieden, hätten sie keine Verlustängste. Bei Merz' Politik kann einem aber Angst und Bange werden. Auch für das Migrationsgerede der AfD wäre niemand anfällig, wenn alle in Fröhlichkeit vor sich hinleben würden. Und sind in den letzten zwölf Jahren nach und nach 50% der Menschen auf dem Lande zu Rassisten geworden? Was ist mit der Welle der Solidarität, mit „Wir schaffen das!“ von Angela Merkel? Die sind jetzt alle plötzlich Rassist*innen geworden?
Wie erklärt man den Zuwachs der AfD über den faschistischen Bodensatz, den es schon immer gegeben hat, hinaus?

https://www.taz.de/!6138541

Irritation über das Interview mit Juli Zeh

Von Zustimmung bis hin zur totalen Ablehnung: Viele Le­se­r*in­nen haben auf das Gespräch mit der Autorin und Juristin reagiert

TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH

1/ Hier Interview mit #JuliZeh. Ich war die letzte Woche mit #WilliBredel beschäftigt, so habe ich das fast verpasst. Aber heute sind erregte Leser*innenbreife in der taz, da hab ich's doch gelesen.

„Sie haben nicht das geringste Vertrauen in die herkömmlichen Parteien, weil es an allen Ecken und Enden an der simplen Grundversorgung fehlt: Bildung, Mobilität, Gesundheit, Pflege, bezahlbarer Wohnraum.“

Jo. Es ist ein bisschen kompliziert, wenn man darüber nachdenkt, wieso die Bahn 2.500 km Strecke im Osten stillgelegt hat. Haben sich halt alle ein Auto gekauft. Aber vor der Wende gab es eine #Oderburchbahn, es gab einen Theaterbus usw.

„Mir hat eine Frau erzählt, dass ihrer Tochter ein Schulplatz zugewiesen wurde, den sie kaum erreichen konnte. Es gibt ja nicht wirklich öffentlichen Nahverkehr bei uns. Das Mädchen musste x-mal umsteigen. Die Mutter wollte nicht, dass ihr Kind alleine bei Kälte und Dunkelheit am Bahnhof steht. Also hat sie es immer gefahren. Deswegen kam die Mutter jeden Tag zu spät zur Arbeit. Nach zwei Wochen wurde ihr gekündigt. Ein halbes Jahr später haben sie doch noch einen Schulplatz etwas näher zum Wohnort bekommen, Gott sei Dank. Aber der Job der Mutter war weg. Dass Menschen, die so etwas erleben, AfD wählen, wundert mich nicht.“

Ich bin in der ersten Klasse von Frankfurter Allee nach Buch in die Schule gefahren, weil klar war, dass wir nach Buch ziehen würden, aber die Neubauten noch nicht fertig waren. Die mütterliche Liebe ist vielleicht etwas übertrieben, aber so einen Nahverkehr möchte man schon haben. Wird leider von der #AfD auch nicht kommen.

„taz: Moment mal. Die AfD-Wähler hier im Dorf erwarten nichts mehr von der liberaldemokratischen Regierung, aber die Demokratie an sich finden sie gut?“

(Lieberaldemokratische Nachtigall ick hör Dir trapsen. Die Frage kam sicher von #PeterUnfried.)

„Zeh: Ja, selbstverständlich. Das sind doch zwei vollkommen unterschiedliche Dinge. Die Leute, die AfD wählen, die wollen ja zum Teil sogar mehr Demokratie. Die wollen mehr Plebiszite, mehr Einfluss des Volkes. Die sind der Meinung, dass ein großer Teil der Bevölkerung ihre Auffassung teilt, zum Beispiel bei der Kritik an Zuwanderung, und dass die sogenannten Eliten in Wahrheit undemokratische Institutionen sind. Aus dieser Sicht haben die Eliten die Pressefreiheit eingeschränkt und einen homogenen medialen Diskurs geschaffen. Die Eliten treffen angeblich Entscheidungen, die nicht vom Volk getragen sind. Sie machen eine Top-down-Politik im Land, obwohl sie demokratisch gewählt sind.“

Der Soziologe Steffen Mau sagt auch, dass Bürgerräte das Ost-Problem lösen helfen können.

Wir haben diverse verschiedene Mega-Probleme, die alle eventuell durch Bürgerräte, durch Änderungen an unseren demokratischen Strukturen gelöst werden können. Nur will die CDU das gerade nicht mehr. Was irgendwie absurd ist, weil Schäuble und Köhler (beide CDU) große Fans (Schirmherren) waren.

https://www.taz.de/!6137251

Juli Zeh über Nachbarn, die AfD wählen: „Ich bin nicht der Heldinnen-Typ“

Viel wird geredet über die, die für die AfD stimmen, Schriftstellerin Juli Zeh lebt mit ihnen im Dorf. Ein Gespräch über Rechtspopulisten, Talkshows und durchtanzte Nächte.

TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH

@marvinoppong

Das Interview ging ja schon letzte Woche durch die Socialmedia-Kanäle, auch hier auf Mastodon und ich fand es bedrückend, wie energisch Juli Zeh verteidigt wurde: ihre chronische AfD-Bagatellisierung trifft auf soviel Widerhall, dass einem Angst und Bange wird.

#angstundbange #julizeh #afd #relativierung #bagatellisiert #faschismus #dorf #dorfleben #mastodon #sympathie

Ich habe das Interview mit #JuliZeh in der @tazgetroete gelesen. Die meisten Gedanken teile ich nicht - prekäre Lebensumstände sind keine Rechtfertigung dafür, rechtsextrem zu wählen. Trotzdem finde ich die Aufregung um das Interview übertrieben; sie provoziert, stellt ein paar intellektuelle Fingerübungen an, an anderer Stelle ist sie blauäugig, aber es ist kein Angriff auf die Demokratie. Statt sich links an ihr abzuarbeiten, sollten die rechten Feind:innen im Fokus stehen.

@karl

Die meisten AfD-Wähler:innen dürften "keine ideologisch gefestigten Rechtsextremen" sein, so Deine These.

Vermutlich müsste erstmal geklärt werden, was das genau ist, eine "ideologisch gefestigte rechtsextreme" Person. In der Tat vermute ich ebenfalls, dass das eine ideengeschichtliche Kenntnis über den Rechtsextremismus nicht sonderlich verbreitet ist, aber wie heißt es so schön: "Taten zählen mehr als Worte".

Dass die entsprechenden "Worte" vorhanden sind, bestreitet nicht einmal Juli Zeh, und was die Taten angeht, reicht ein Blick in die Lebenswirklichkeit, die Zahl rechtsextremer Angriffe ist schier unüberschaubar.

Wer menschenfeindliche und rechtsextreme Gedanken hegt, diese in Wort und/oder Tat Wirklichkeit werden lässt, ist rechtsextrem. Gleichwie 'ideologisch gefestigt' die Person darin sein mag.

#rechts #rechtsextrem #rechtsextremismus #afd #faschismus #julizeh #zeh #sonntag #ideologie #ideengeschichte #tatensagenmehralsworte #menschenfeinde #menschenfeindlichkeit

@tinderness
Ich stimme zu. Wie wäre es denn mal, die Ansichten von #julizeh sachlich zu kritisieren? Es ist arrogant, sie als 'unreflektiert' abzutun, sie als 'Schicki-Micki' abzuwerten. Meinungsvielfalt scheint da zu enden, wo auch nur das Wort #afd auftaucht.
Und ja, ich bezeichne mich als #antifa, bitte mich jetzt nicht in der Brandmauer grillen.