Fake-Fotos aus Auschwitz: Warum KI-generierte Bilder in sozialen Medien gefährlich sind

KI-generierte Bilder von KZ-Häftlingen werden über Social Media verbreitet. Die Fake-Fotos verfälschen die Wahrheit und spielen Rechtsextremen in die Hände.

Deutschlandfunk Kultur
Die große Menge gefälschter Marken-Parfums wurden nach einer Verkehrskontrolle sichergestellt. Ein Zufallsfund der Beamten.#WDR #10022026Krefeld #gefälschte #Ware #Verkehrskontrolle #NRW
Skurril: Bei Verkehrskontrolle in Krefeld Parfümflakons im Wert von 150.000 Euro gefunden
Krefelder Polizei findet zufällig hunderte gefälschte Parfüms

Die große Menge gefälschter Marken-Parfums wurden nach einer Verkehrskontrolle sichergestellt. Ein Zufallsfund der Beamten.

wdr.de

Gefälschte Action-Verlosung: Wer diese Gänse zählt, gewinnt kein iPhone

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Faktencheck

Gefälschte Action-Verlosung: Wer diese Gänse zählt, gewinnt kein iPhone

Auf Facebook kommentieren hunderte Nutzerinnen und Nutzer eine angebliche Verlosung mit dem Logo der Discounterkette Action. Wir erklären, warum die Seiten unseriös sind – zu gewinnen gibt es dort nichts.

von Sarah Thust

21. März 2025

Facebook-Seiten verbreiten dieses Bild mit dem Logo der Discounterkette Action – damit sollen Nutzerdaten abgegriffen werden (Quelle: Facebook; Screenshot und Collage: CORRECTIV.Faktencheck) Behauptung

Wer die korrekte Anzahl der Enten beziehungsweise Gänse auf einem Bild erkenne, könne bei einer Verlosung der Discounterkette Action ein Einkaufspaket, ein iPhone oder einen Geldgutschein gewinnen.

Aufgestellt von: Facebook-Beiträgen Datum:
01.03.2025

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Falsch
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Falsch. Für die angebliche Verlosung werben Facebook-Seiten, die nicht seriös sind. Dort fehlen Impressum und Teilnahmebedingungen, die für Gewinnspiele in Deutschland rechtlich notwendig sind. Mit Maschen wie dieser werden persönliche Daten abgegriffen.

„Bisher weiß niemand genau, wie viele Enten auf dem Foto zu sehen sind. Wer es richtig macht, erhält von uns einen Sonderpreis“, locken mehrere Facebook-Beiträge unter dem Logo der Discounterkette Action. Eine Nutzerin kommentiert skeptisch: „Das sind doch Gänse, oder?“ Die meisten Kommentare jedoch – insgesamt rund 2.000 – zeigen, dass etliche dem Versprechen Glauben schenken. Sie kommentieren eine Anzahl von Gänsen unter dem Beitrag und hoffen offenbar auf den Hauptpreis: ein Einkaufspaket, ein iPhone oder einen Gutschein.

Doch was geschieht wirklich? Auch das geht aus den Kommentaren hervor: Eine Nutzerin fragt, ob noch jemand von der Seite eine Nachricht erhalten habe. Eine andere schreibt: „Ich soll wohl gewonnen haben, aber wenn ich mich registrieren will, kommt ein Amazon-Gutschein. Also was denn nun?“ 

Die Auflösung lautet: Mit der Verlosung sollen persönliche Daten abgegriffen werden – zu gewinnen gibt es dabei nichts. 

Einige Nutzer äußern Zweifel an der Seriosität der Verlosung (Quelle: Facebook; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

Woran sich erkennen lässt, dass die Facebook-Seiten unseriös sind

Bei den angeblichen Verlosungen sollten direkt mehrere Faktoren skeptisch machen: Die Seiten auf Facebook haben keinen blauen Haken, das heißt, sie wurden nicht verifiziert. Zudem findet sich dort in der Regel nur der Beitrag mit der Verlosung und sonst nichts. Es gibt auch kein Impressum mit Kontaktdaten. Die Seiten haben kaum Follower und wurden erst vor wenigen Wochen erstellt. Warum all das auf unseriöse Webseiten hindeuten kann, lesen Sie hier.  

Wer in der Facebook-Suche nach dem Satz „Bisher weiß niemand genau, wie viele Enten auf dem Foto zu sehen sind“ sucht, der stößt auf mehrere Beiträge, in denen das Suchbild mit den Gänsen zu sehen ist. Einer der ersten Beiträge mit der angeblichen Verlosung wurde am 1. März auf einer Seite namens „Action-Fans“ veröffentlicht. 

Dass die Seite nicht zur Discounterkette Action gehört, lässt sich an verschiedenen Hinweisen erkennen: Sie hat nur 45 Follower und unter dem Abschnitt Seitentransparenz auf Facebook kann man sehen, dass sie am selben Tag, dem 1. März 2025, erstellt wurde. Sie hat nur diesen einen Beitrag veröffentlicht. Für das Gewinnspiel fehlen Kontaktdaten und transparente Teilnahmebedingungen – das ist bei Verlosungen aber gesetzlich vorgesehen

Der Abschnitt Seitentransparenz auf Facebook ist hilfreich, um unseriöse Seiten zu erkennen. Dort erfährt man unter anderem das Erstellungsdatum. (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Ein Blick auf die echte Facebook-Seite von Action zeigt: Sie hat einen blauen Haken, 3,2 Millionen Follower und „Gefällt mir“-Angaben. Die angebliche Verlosung findet sich weder dort noch auf der offiziellen Webseite von Action.

Wer persönliche Daten eingibt, wird auf unseriöse Webseiten gelockt und geht leer aus

Die Masche geht so: Wer den Beitrag auf Facebook kommentiert, erhält eine Nachricht im Postfach – dort soll man seinen Wohnort angeben und wird aufgefordert, die Verlosung zu teilen. Anschließend erhält man einen Link, unter dem persönliche Daten wie die eigene Adresse und Kontaktinformationen angegeben werden sollen. Doch davon ist dringend abzuraten. 

Diese privaten Nachrichten erhielt die Autorin dieses Faktenchecks, nachdem sie den Beitrag mit der Verlosung kommentiert hatte. Sie wird aufgefordert, den Action-Beitrag weiterzuverbreiten. (Quelle: Facebook Messenger; Screenshot und Unkenntlichmachung: CORRECTIV.Faktencheck)

Dass solche angeblichen Verlosungen im Namen von Action regelmäßig auf Facebook kursieren, hat CORRECTIV.Faktencheck bereits mehrfach berichtet. In der Vergangenheit hat die Discounterkette Action uns gegenüber dementiert, dass es dort solche Verlosungen gibt. 

Schon vor Jahren warnte das Unternehmen in einem inzwischen gelöschten Artikel auf seiner Website vor Phishing und Spam. Darin hieß es: „Immer öfter sehen wir Aktionen auf Facebook, per SMS und über Whatsapp, bei denen Action-Geschenkgutscheine in Höhe von 100, 250 oder 500 Euro angeboten werden. Nimm nicht daran teil, da es sich hier um gefälschte Aktionen und somit um Betrug handelt.“

Hinter den Fake-Seiten steckt eine Betrugsmasche

Wie wir bereits in mehreren Faktenchecks berichtet haben, sind solche Angebote Teil einer bekannten Masche. Die Facebook-Seiten verwenden Varianten des Namens „Action Fans“ – mal mit einem Komma oder Punkt am Ende, mal in einer anderen Schriftart. Die Kopien nutzen dabei oft Fotos aus Werbeaktionen der Discounterkette.

Nutzerinnen und Nutzer werden für die Registrierung auf Webseiten gelockt, die vorgeben, von Action zu stammen. An der Internetadresse (URL) lässt sich erkennen, dass es nicht die offizielle Webseite von Action ist, sondern eine „Google Site“. Das ist ein Dienst, mit dem sich kostenlose Webseiten erstellen lassen. Folgt man dem Registrierungsvorgang weiter, landet man schließlich auf einer Seite, auf der angeblich Amazon-Gutscheine verlost werden und in deren Impressum die Zooloo LLC steht, eine Firma, die für Phishing bekannt ist. Gibt man dort seine Daten ein, erhalte man dubiose Vertrags-Angebote, wie etwa der niedersächsische Verbraucherschutz schreibt.

Wie man Phishing-Versuche erkennt und sich davor schützen kann, ist beispielsweise bei Facebook, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und der Verbraucherzentrale nachzulesen.

Redigatur: Alice Echtermann, Steffen Kutzner

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Author: Sarah Thust

#action #diese #ganse #gefalschte #gewinnt #verlosung #zahlt

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Tausende Nutzerinnen und Nutzer haben im Oktober angebliche Gewinnspiele auf Facebook geteilt und kommentiert. Die Seiten dahinter heißen immer „E-Bike“ – mal mit Punkt am Ende, mal ohne. Auch das Versprechen ist identisch: Wegen kleinerer Kratzer, würden 250 Fahrräder per Zufallsprinzip verlost. Dafür müsse man die Beiträge nur mit „Danke“ kommentieren.

Doch die Facebook-Seiten sind gefälscht. Es gibt nichts zu gewinnen, dafür laufen Nutzerinnen und Nutzer Gefahr, ihre Daten an die unseriösen Betreiber zu verlieren.

Mehr als 1.000 Mal ist dieses gefälschte Gewinnspiel auf Facebook geteilt worden (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Facebook-Seite hat kein Impressum, Gewinnspiel keine Teilnahmebedingungen

Zunächst fällt auf: Die Facebook-Seite gibt keine Teilnahmebedingungen für das angebliche Gewinnspiel an. In den Teilnahmebedingungen regelt der Veranstalter unter anderem, wer teilnehmen kann und wie. Sie sind der „rechtliche Kern“ eines Gewinnspiels.

Die Facebook-Seiten haben zudem alle keine Kontaktdaten und kein Impressum, sprich niemand übernimmt für ihre Inhalte die Verantwortung. Verbraucherzentralen warnen regelmäßig vor Gewinnspielbetreibern ohne Impressum. Hinzu kommt, dass die Facebook-Seiten bis auf das jeweilige Gewinnspiel keine anderen Beiträge veröffentlicht haben. Unter Info in der Rubrik Seitentransparenz lässt sich auf Facebook überprüfen, wann eine Seite erstellt wurde. Hier zeigt sich etwas weiteres Verdächtiges: Die meisten der Facebook-Seiten mit dem Gewinnspiel sind alle erst kürzlich erstellt worden. All das sind Hinweise, dass mit den Seiten etwas nicht stimmt

Kein Impressum, keine Kontaktdaten – fehlen solche Angaben, wie hier bei der Facebook-Seite, sind das Hinweise, dass die Seite gefälscht ist (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Betreiber hinter Facebook-Seiten wollen offenbar Daten abgreifen

Wir haben einige der angeblichen Gewinnspiele kommentiert. Zunächst fragen die Betreiber, in welcher Stadt man lebe, anschließend soll man das Gewinnspiel in 15 Minuten in mindestens fünf Facebook-Gruppen teilen. Angeblich werde das von einem Team überprüft. 

Dass Nutzerinnen und Nutzer aufgefordert werden, den Beitrag schnell weiterzuverbreiten, ist ein typisches Muster bei gefälschten Gewinnspielen (Quelle: Facebook; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

Diese Masche kennen wir bereits von anderen gefälschten Gewinnspielen, die Betreiber wollen dadurch eine möglichst große Reichweite erzielen. Anschließend schicken sie in der Regel in einer weiteren Nachricht den Link zu einer externen Webseite. Hier sollen Nutzerinnen und Nutzer dann persönliche Daten angeben, um den angeblichen Gewinn zu erhalten. Vor diesen Phishing-Versuche warnen unter anderem Facebook, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und die Verbraucherzentrale. 

Redigatur: Viktor Marinov, Matthias Bau

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Author: Paulina Thom

https://www.bachhausen.de/keine-e-bikes-zu-gewinnen-tausende-teilen-gefaelschte-gewinnspiele-auf-facebook/

#bikes #gefalschte #gewinnen #gewinnspiele #keine #tausende #teilen

Keine E-Bikes zu gewinnen: Tausende teilen gefälschte Gewinnspiele auf Facebook

Mehrere Facebook-Seiten versprechen, es gebe bei ihnen E-Bikes zu gewinnen. Doch die Betreiber sind nicht seriös.

correctiv.org

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Das Entenzählen ist eine beliebte Masche bei vermeintlichen Gewinnspielen des Discounters Action auf Facebook. CORRECTIV.Faktencheck klärte bereits mehrfach über die Betrugsmasche auf, doch sie taucht weiterhin auf der Plattform auf – zuletzt im August und September 2024

Die ersten 300 Personen, die die richtige Zahl an Enten auf einem Bild kommentieren, werden angeblich vom Action-Team kontaktiert, lautet die Gewinnspiel-Anleitung. Nutzerinnen und Nutzer können angeblich einen 500-Euro-Gutschein gewinnen. Dutzende teilten den Beitrag. Wer dem Aufruf folgt, dem winkt aber kein Gutschein, sondern läuft Gefahr, in eine Datenfalle zu tappen. 

Vorsicht vor solchen Bildern auf Facebook. Sie sind Teil von gefälschten Gewinnspielen, die erfunden sind und nicht von dem Discounter Action stammen. (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Gefälschte Facebook-Seite verwendet Logo des Discounters Action 

Der Fake ist am Namen der Facebook-Seite erkennbar: „Action fans“. Sie hat nur diesen Gewinnspiel-Beitrag veröffentlicht, obwohl sie schon seit Dezember 2022 existiert. Es sind keine „Kontaktinformationen“ angegeben – es zeigt sich also niemand für die Inhalte der Seite verantwortlich. Seit Erstellung der Facebook-Seite folgen ihr nur etwa hundert Nutzerinnen und Nutzer mit etwa sechzig „Gefällt mir“-Angaben. 

Zum Vergleich: Die offizielle Action-Seite auf Facebook heißt „Action“, sie ist über eine Verlinkung auf der Webseite des Discounters abrufbar und zählt seit August 2012, als die Seite erstellt wurde, drei Millionen Follower und „Gefällt mir“-Angaben. Die offizielle Seite ist auch am blauen Haken erkennbar, mit dem Facebook authentische Seiten verifiziert. 

Die gefälschte Facebook-Seite (oben) hat wenig Follower und keine Kontaktangaben (rote Markierung). Die offizielle Facebook-Seite von Action (unten) gibt hingegen eine E-Mail-Adresse und Telefonnummer an (grüne Markierung) und zählt drei Millionen Follower. (Quelle: Facebook; Screenshot, Collage und Markierungen: CORRECTIV.Faktencheck)

Das Enten-Gewinnspiel befindet sich weder auf der offiziellen Facebook-Seite des Discounters noch auf der Webseite. Vor ähnlichen Gewinnspielen warnte das Unternehmen bereits in der Vergangenheit

Weiteres gefälschtes Gewinnspiel von Action im Umlauf

Im Namen des Discounters wirbt aktuell noch eine weitere Facebook-Seite für ein Fake-Gewinnspiel. Um spezielle Taschen, Mobiltelefone, Bargeld oder Gutscheine zu gewinnen, sollen Nutzerinnen und Nutzer „Happy Birthday“ kommentieren. Wer das macht, erhält eine Nachricht mit der Aufforderung, den Fake-Gewinnspiel-Beitrag zu teilen – in zehn bis fünfzehn Facebook-Gruppen. Ansonsten würde man vom Gewinn ausgeschlossen werden. Das ist eine typische Masche, um die Reichweite des Fake-Gewinnspiels zu erhöhen – offenbar mit Erfolg: Innerhalb eines Tages wurde der Facebook-Beitrag mit dem Fake-Gewinnspiel knapp 300 Mal geteilt. Doch die Seite ist ebenfalls eine Fälschung. Sie existiert erst seit kurzem und gibt keine Kontaktdaten an.

Auch diese Seite gibt sich als der Discounter Action aus und bewirbt ein Fake-Gewinnspiel. Hunderte teilten den Beitrag. (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Ziel solcher gefälschten Facebook-Seiten ist häufig, Daten von Nutzerinnen und Nutzern abzugreifen, wie die E-Mail-Adresse, Anschrift oder Telefonnummer. Dabei wurden auch die Namen anderer Unternehmen genutzt, wie zum Beispiel McDonalds, Hymer, oder Lidl.

Weitere Tipps, um gefälschte Gewinnspiele auf Facebook zu erkennen, hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen auf ihrer Webseite zusammengestellt. Bei CORRECTIV.Faktencheck finden Sie zudem Hinweise, woran man unseriöse Webseiten erkennt. 

Daran kann man unseriöse Facebook-Seiten erkennen: 

  • Ist das Facebook-Profil mit einem blauen Haken verifiziert?
  • Gibt es ein Impressum?
  • Liegt die Follower-Anzahl in einer glaubwürdigen Größenordnung für die Bekanntheit einer Marke oder Person?
  • Welche Art von Beiträgen werden auf dem Facebook-Profil veröffentlicht?
  • Wann wurde die Seite erstellt?

Redigatur: Steffen Kutzner, Sophie Timmermann 

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Author: Kimberly Nicolaus

https://www.bachhausen.de/gefaelschte-action-gewinnspiele-auf-facebook-im-umlauf/

#action #facebook #gefalschte #gewinnspiele #umlauf

Gefälschte Action-Gewinnspiele auf Facebook im Umlauf

Angeblich verschenkt Action Gutscheine oder „exklusive“ Geschenke. Dahinter steckt Betrug.

correctiv.org

Vor einer Weile machte eine gefälschte Grafik über angebliche ideologische Ausrichtungen von Presseclub-Gästen die Runde, die der „ÖRR Blog“ verbreitet hatte. Auch der „WELT“ Chef Ulf Poschardt teilte diesen peinlichen Fake mit ausgedachten Studienergebnissen. Dabei zeigte die Studie, dass der ÖRR ebenso ausgewogen und vielfältig berichtet wie andere.

Die Studie der Universität Mainz mit dem Titel „Fehlt da was? Perspektivenvielfalt in den öffentlich-rechtlichen Nachrichtenformaten“ hat Anfang des Jahres 2024 große Wellen in der Medienlandschaft geschlagen. Sie ist als eine quantitative Inhaltsanalyse angelegt, in der öffentlich-rechtliche und privatwirtschaftlichen Nachrichtenformate analysiert und insbesondere miteinander verglichen werden. Und sie hat herausgefunden: Die Öffentlich-Rechtlichen Medien sind sehr ausgewogen und ebenso vielfältig wie andere Nachrichtenmedien.

Populistische und rechte Medien wie die Bild haben sie aber absichtlich falsch interpretiert und wie immer behauptet, dass ausgerechnet ARD und ZDF einen „Links-Drall“ hätten. Kern der Studie war aber die Fragestellung, ob der öffentlich-rechtliche Rundfunk inhaltlich vielfältiger berichtet als andere Nachrichtenmedien. Das Ergebnis: Der ÖRR hat im Zeitraum vom April bis Juni 2023 genauso vielfältig über die Nachrichtenlage berichtet, wie es private Vergleichsmedien ebenfalls getan haben. Die Studie schlussfolgert sogar buchstäblich, dass man ihnen nicht vorwerfen kann, „einseitig“ zu sein:

Seite 20 der Studie

Dieses Ergebnis hat nicht nur der BILD nicht gefallen, sondern auch dem ÖRR Blog, der seit seiner Gründung auf Twitter (2020) verzweifelt versucht, dem ÖRR eine besonders links-grüne Tendenz unterzujubeln. In der Selbstbeschreibung auf Twitter klingt der Account, der von dem CSU-Mitglied Jonas Müller betrieben wird, seriös. Hier betitelt er sich als „Kritische Beobachter des deutschen Öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Für eine Verkleinerung und Kostenreduzierung. #ReformOerr“. Bei näherer Betrachtung wird aber klar, dass es sich um ein Kampagnenportal handelt, das regelmäßig unter dem Deckmantel einer vermeintlich objektiven Kritik manipuliert, selektiv kritisiert und Desinformation verbreitet. So auch beim Verbreiten dieser gefälschten Grafik:

Die gefälschte Grafik 

Der ÖRR Blog hat sich an der Mainzer Studie bedient und die ideologische Grundpositionierung der 47 untersuchten Medien übernommen. Der Blog hat sich dann offenbar die Gästelisten der 25 Sendungen des Presseclubs (seit Oktober 23) anguckt und entsprechend der Besucherzahlen die Kreise der Grundpositionierung größer oder kleiner gestaltet. Jetzt geht der Fake so richtig los: Der ÖRR-Blog hat anscheinend die Bezeichnung der Grundhaltung abgeändert und die Einordnung „links“ und „rechts“ hinzugefügt, der Ergebnisraum wurde eingekürzt und die Einordnung folgender Medien hat er sich offensichtlich kurzerhand ausgedacht: NZZ, BR, ZDF, NDR, RND, Correctiv.

Seite 17 der Studie

Dabei bleibt es nicht. Der ÖRR-Blog suggeriert mit dieser ausgedachten Grafik, dass die Studie Talkshows in die Analyse einbezogen hat. In der Studie wird nur leider explizit erwähnt, dass Talkshows, wie der Presseclub, NICHT analysiert wurden. Entweder hat Jonas Müller diese Studie überhaupt nicht gelesen oder er hat sie gelesen und die Inhalte bewusst ignoriert. In beiden Fällen muss man von Vorsatz ausgehen.

Seite 20 der Studie

Die gefälschte Grafik ist also durchgängig manipuliert und nachweisbar Unsinn. Dass diese ausgedachte Grafik von Anfang an Unsinn war, wurde sehr früh von einem der Autoren der Studie klargemacht. Der ÖRR-Blog hat die Grafik dann gelöscht und sich entschuldigt.

“Problem: Einordnungen sind teils erfunden (NZZ & Correctiv) und die Achsen sind falsch beschriftet & abgeschnitten. Wer von Medien Sorgfalt fordert, sollte selbst genauer arbeiten!”

Auftritt WELT-Chef

Das alles hält Ulf Poschardt, WELT-Chef, nicht davon ab, etwa zwei Wochen später die ausgedachte Grafik trotzdem zu teilen. Wo er sie herhat, weiß nur er. Auch wenn man von einem Chefredakteur mehr erwarten könnte, zeigt es erneut das problematische Verhältnis von Poschardt zu Fakten.

Auch Poschardt wurde von einem der Studienautoren kritisiert:

“Gleichsam bezeichnend (in vielerlei Hinsicht) und traurig, dass die falsche Grafik des @OERRBlog noch immer weiterverbreitet wird. Gerade von Journalist*innen hätte ich mir mehr Sorgfalt erhofft.”

Zwei Wochen nachdem der Fake des ÖRR Blogs aufgeflogen ist, hat Poschardt die Fake-Grafik dennoch verbreitet und erst nach Kritik kommentarlos und anscheinend ohne Richtigstellung wieder gelöscht. 

Döpfner-Leaks: WELT & BILD wollen dich manipulieren

Poschardt scheint des Öfteren falsche Dinge zu twittern, die er kurz darauf wieder löscht (Die Journalistin kommentiert in WELT-TV).

Es ging um diesen Tweet:

Fazit: Einseitigkeit von Rechts

Am Ende zeigt sich, wie sehr Desinformation im Gewand von vermeintlicher Objektivität blüht. Das Verhältnis von Ulf Poschardt zum Kampagnenportal des ÖRR-Blogs lässt sich abschließend mit einem knapp zwei Jahre alten Tweets zusammenfassen.

Die zitierte Studie hatte gezeigt, dass der ÖRR ebenso ausgewogen und vielfältig berichtet wie andere Medien. Der Vorwurf der Einseitigkeit gegenüber des ÖRRs basiert in sich selbst auf eigener Einseitigkeit und Manipulation. Der Vorwurf der außerordentlichen Einseitigkeit wird durch diese Studie und durch die offenbare Notwendigkeit der Manipulation ihrer Ergebnisse entkräftet. 

Dieser Text wurde vom Volksverpetzer-Team in Kollaboration mit dem ÖRR Blog-Watch erstellt. Das ist ein Account, der ehrenamtlich die Einseitigkeit und Desinformation des Kampagnen-Accounts “ÖRR Blog” regelmäßig auf Twitter aufdeckt. Zu dessen Schutz wird die Person hinter dem Account pseudonym bleiben, dessen Identität ist der Redaktion bekannt. Artikelbild: canva.com/Screenshot twitter.com

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https://www.bachhausen.de/peinlich-welt-chef-teilt-gefaelschte-oerr-grafik/

#gefalschte #grafik #peinlich #teilt

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Auf X und Tiktok verbreitet sich seit März 2024 eine angebliche Titelseite des Magazins Der Spiegel mit dem Titel „Das grüne Reich: die Machtergreifung“. Zu sehen ist die Politikerin und Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag Katharina Schulze, die den rechten Arm zum Hitlergruß hebt. An ihrem linken Arm trägt sie eine Binde mit dem Logo der Grünen-Partei, offenbar angelehnt an Uniformen während des Nationalsozialismus. Allein auf X teilten knapp 400 Nutzerinnen und Nutzer das Bild. 

Nutzerinnen und Nutzer verbreiteten angebliches Spiegel-Titelblatt von 2021 bereits im Juni 2019

Wie auf dem Bild zu erkennen ist, soll es sich um das Spiegel-Cover der 38. Ausgabe vom 20. September 2021 handeln. Doch eine Bilder-Rückwärtssuche zeigt: Das angebliche Titelblatt kursierte schon vor diesem Zeitpunkt in Sozialen Netzwerken. Der früheste Beitrag, den wir finden konnten, stammt von Juni 2019 und wurde auf X mit einem Satire-Hinweis versehen. 

Seitdem verbreitete sich das Bild mehrfach ohne den Satire-Hinweis. In unserer Satire-Richtline ordnen wir ein, warum das problematisch sein kann.

Eine Spiegel-Ausgabe vom 20. September 2021 gibt es laut der Webseite des Magazins nicht. Das Cover der 38. Ausgabe zeigte die Grünen-Politiker Annalena Baerbock und Robert Habeck. Der Titel der Ausgabe lautete: „Kein grüner Land: Hat die Partei eine historische Chance verspielt?“

Anders als online behauptet, gibt es keine Spiegel-Ausgabe vom 20. September 2021. Auf der 38. Ausgabe sind Robert Habeck und Annalena Baerbock zu sehen. (Quelle: Spiegel.de / Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Wie die AFP herausfand, stammt das Originalbild von Katharina Schulze aus dem Jahr 2018 und zeigt die Politikerin bei einer Feier nach der damaligen Landtagswahl. Es wurde jedoch manipuliert: In der Originalaufnahme, die in einem Artikel der Bayerischen Staatszeitung zu sehen ist, hebt Katharina Schulze zwar den Arm, der ist aber weniger ausgestreckt und ihre Finger sind gespreizt – sie winkt ins Publikum.  

In der Originalaufnahme von Katharina Schulze (links) ist klar zu sehen, dass sie nicht den Hitlergruß zeigte (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand / DPA / Picture Alliance)

Titelblätter von Magazinen sind immer wieder Gegenstand von Desinformation. Mehrfach haben wir in der Vergangenheit etwa Manipulationen von Covern des oder des Handelsblatts aufgedeckt. 

Redigatur: Matthias Bau, Sarah Thust

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Author: Paulina Thom

https://www.bachhausen.de/gruenes-reich-und-hitlergruss-dieses-gefaelschte-spiegel-titelblatt-kursiert-seit-jahren-im-netz/

#dieses #gefalschte #grunes #hitlergru #reich #spiegel #titelblatt

Grünes Reich und Hitlergruß: Dieses gefälschte Spiegel-Titelblatt kursiert seit Jahren im Netz

Hat der Spiegel auf dem Titelblatt eine Grünen-Politikerin gedruckt, die den Arm hebt? Nein, das Cover ist gefälscht.

correctiv.org

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Faktencheck

Gefälschte Flughafen-Seiten auf Facebook verkaufen kein verlorenes Gepäck

Über Werbeanzeigen bei Meta versuchen Betrüger im Namen von deutschen Flughäfen, Daten von Nutzerinnen und Nutzern abzugreifen. Unter anderem wird das Logo des Frankfurter Flughafens dafür missbraucht. Der Flughafenbetreiber warnt vor den Fake-Seiten.

von Kimberly Nicolaus

11. April 2024

Laut dem Flughafenbetreiber Fraport AG verkauft der Frankfurter Flughafen keine Koffer (Quelle: Peter Kneffel / Picture Alliance / dpa) Behauptung

Die Flughäfen in Frankfurt, München und Köln/Bonn verkauften über Facebook verlorenes Gepäck, teils für zwei Euro.

Aufgestellt von: Facebook-Beiträgen Datum:
05.03.2024

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Frei erfunden
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Frei erfunden. Die Facebook-Seiten sind gefälscht. Sie führen zu einer Webseite, die das Logo des Frankfurter Flughafens missbraucht. Laut dem Flughafenbetreiber Fraport AG verkauft der Frankfurter Flughafen keine Koffer.

Gleich mehrere Facebook-Seiten verkaufen angeblich nicht abgeholtes Flughafen-Gepäck. In den Beiträgen heißt es: Die Flughäfen würden verloren gegangene Gepäckstücke, die seit mehr als sechs Monaten einlagern, über einen Link verkaufen. Die Facebook-Seiten tragen Namen wie: Flughafen Köln/Bonn, Flughafen Frankfurt, Flughafen Frankfurt am Main, Flughafen München „Franz Josef Strauß“ oder Deutscher Airport DE.

In den Kommentaren unterhalb der Beiträge wirkt es, als hätten Nutzerinnen und Nutzer über die Aktion tatsächlich Gepäck ergattert. Manche geben an, einen Koffer samt Inhalt, darunter einen Laptop, erhalten zu haben. Dazu schreibt die Facebook-Seite Flughafen Frankfurt am Main: „Wir freuen uns sehr für dich! Vielen Dank für die Fotos!“ Andere kommentieren: „Wie kann ich bestellen?“

Wie unsere Recherche zeigt: Am besten überhaupt nicht, denn die Aktion ist eine Betrugsmasche, die sich auch über Werbeanzeigen des Facebook-Konzerns Meta verbreitet. 

Dutzende Beiträge wie dieser werben über gefälschte Flughafen-Seiten auf Facebook für eine Fake-Aktion zu verlorenem Gepäck (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Gefälschte Facebook-Seiten verbreiten Falschmeldung über verlorenes Gepäck

Die Facebook-Seiten sind nicht die offiziellen Seiten der jeweiligen Flughäfen, sondern Fälschungen. Dafür gibt es mehrere Hinweise: Im Reiter Info unter „Seitentransparenz“ steht kein Impressum, es zeigt sich also niemand für die Inhalte der Facebook-Seiten verantwortlich. 

Manche der Seiten wurden bereits vor Jahren unter anderem Namen erstellt und erst 2024 in „Flughafen“ mit Stadtnamen umbenannt. Außerdem gibt es auf den Seiten bislang nur Beiträge zum angeblichen Gepäckverkauf. 

Im Gegensatz zu den gefälschten Seiten zählen die offiziellen Facebook-Seiten der Flughäfen in Frankfurt, München und Köln/Bonn hunderttausende Follower und „Gefällt mir“-Angaben. Auch Kontaktdaten sind angegeben.

Betrüger nutzen Logo des Frankfurter Flughafens

Um ein verlorenes Gepäckstück von einem der Flughäfen zu kaufen, werden Nutzerinnen und Nutzer aufgefordert, dem Link im Facebook-Beitrag zu folgen. Dieser führt zu einer Webseite, die das Logo des Frankfurter Flughafens trägt. Doch die Webseite ist nicht seriös: Die Internetadresse entspricht nicht der des echten Flughafens und das Impressum fehlt.

Das Logo des Frankfurter Flughafens wird missbräuchlich eingesetzt, um Seriosität für die Fake-Aktion vorzugaukeln (Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Nach Beantwortung von drei Fragen, darunter die Altersabfrage, folgt eine Weiterleitung – auch bei Angabe eines Alters unter 18 Jahren. Wer aus sechs Geschenkboxen die richtige anklickt, habe ein verlorenes Gepäckstück ergattert, das innerhalb von fünf bis sieben Tagen zugestellt würde, heißt es. 

Dafür müssen im nächsten Schritt persönliche Daten wie Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse sowie die Kreditkartendaten angegeben und 2,35 Euro überwiesen werden. Hier besteht die Gefahr, dass die Macher der Fake-Aktion die persönlichen Daten abgreifen. Betrüger nutzen solche Fakes auch, um den verwendeten Laptop oder das Smartphone mit einer Schadsoftware zu infizieren. 

Bei der Fake-Aktion müssen persönliche Daten wie Name und Adresse und im nächsten Schritt auch Kreditkartendaten angegeben werden (Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Flughafenbetreiber: „Wir warnen bereits seit einiger Zeit vor den Fake-Seiten“ 

Auf Anfrage bei dem Flughafenbetreiber Fraport AG, teilte uns Sprecher Dieter Hulick mit: „Der Frankfurter Flughafen verkauft keine Koffer. Wir warnen bereits seit einiger Zeit auf unseren Social-Media-Kanälen vor den Fake-Seiten. Zudem melden wir die Seiten an die Behörden und jeweiligen Betreiber der Plattformen, sobald wir Kenntnis darüber haben.“ 

Aber was wird aus Gepäck, das nie abgeholt wurde? Hulick erklärt: „Grundsätzlich gehen Gepäckstücke, die über einen längeren Zeitraum herrenlos in der Gepäckausgabe zurückbleiben oder – aus welchen Gründen auch immer – ohne ihren Besitzer in Frankfurt landen, in ein Gepäcksammellager, wo sie inventarisiert werden.“ Nach drei Monaten würden sie versteigert, aber nicht vom Flughafen, sondern von externen Dienstleister im Auftrag der jeweiligen Airline.

Über hundert Werbeanzeigen zu Fake-Aktion auf Meta

Über die gefälschten Flughafen-Facebook-Seiten wird offenbar gezielt versucht, Nutzerinnen und Nutzer in die Betrugsmasche zu verwickeln. Das zeigt ein Blick in die Meta-Werbebibliothek. Über eine Suche mit den Stichworten „verlorenes Gepäck“ finden wir dort für die Monate März und April 2024 hunderte Werbeanzeigen. Allein die Werbeanzeigen, die seit einem Tag aktiv sind, sollen laut Angaben Metas etwa 5.000 Accounts erreicht haben (Stand: 11. April 2024).

Die Facebook-Seite „Flughafen Köln/Bonn“ trägt diesen Namen erst seit März 2024 (rote Markierung). Über den Reiter „Seitentransparenz“ können Nutzerinnen und Nutzer auch sehen (gelbe Markierung), ob und welche Werbeanzeigen die Facebook-Seite geschalten hat (Quelle: Facebook; Screenshot und Collage: CORRECTIV.Faktencheck)

Wir haben Meta gefragt, warum die Werbeanzeigen weiterhin online sind und was das Unternehmen macht, um diese Art von Betrug zu stoppen oder zu verhindern. Bis zur Veröffentlichung haben wir keine Antwort erhalten. 

Die Betrugsmasche zu verlorenem Flughafen-Gepäck auf Facebook ist nicht neu. Mimikama, ein Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch, warnte schon im November 2023 auf seiner Webseite davor. 

Transparenzhinweis: CORRECTIV ist seit 2017 in einer Kooperation mit dem Facebook-Konzern Meta, um Desinformation auf dem Sozialen Netzwerk zu bekämpfen. Mehr Informationen zu der Kooperation erhalten Sie hier.

Redigatur: Steffen Kutzner, Paulina Thom

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Author: Kimberly Nicolaus

https://www.bachhausen.de/gefaelschte-flughafen-seiten-auf-facebook-verkaufen-kein-verlorenes-gepaeck/

#facebook #flughafen #gefalschte #gepack #seiten #verkaufen #verlorenes

Gefälschte Flughafen-Seiten auf Facebook verkaufen kein verlorenes Gepäck

Ein Koffer für 2 Euro? Meta-Werbeanzeigen verbreiten eine Fake-Aktion und missbrauchen das Logo des Frankfurter Flughafens.

correctiv.org

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

Faktencheck

Betrugsmasche: Gefälschte Zahlen-Gewinnspiele von Action werden auf Facebook verbreitet

Angeblich verlost der Discounter Action auf Facebook Bargeld und Gutscheine. Doch hinter den vermeintlichen Gewinnspielen steckt eine Betrugsmasche, die immer wieder im Namen bekannter Unternehmen Gewinne verspricht.

von Max Bernhard

22. März 2024

Auf Facebook kursieren im Frühjahr 2024 erneut gefälschte Gewinnspiele von Action (Quelle: Facebook; Collage: CORRECTIV.Faktencheck)
Behauptung

Die Supermarktkette Action verschenke 500 Euro in bar oder als Gutschein an Nutzerinnen und Nutzer, die auf einem Bild eine andere Zahl als 803 finden.

Aufgestellt von: Facebook-Beiträgen Datum:
10.03.2024

Quelle

Bewertung

Frei erfunden
Über diese Bewertung

Frei erfunden. Die angeblichen Gewinnspiele sind eine Fälschung. Die Seiten, die sie verbreiten, haben nichts mit Action zu tun.

„Anlässlich des Geburtstags von Action senden wir 500 Euro in bar. Bisher hat niemand eine andere Zahl als (803) gefunden, einen Gewinner gibt es nicht“, heißt es in einem Facebook-Beitrag einer Seite namens „Action Fans .“ vom 21. März 2024. Seiten mit quasi identischen Namen, die sich nur in der Schriftart oder durch ein Leerzeichen unterscheiden, verbreiten ähnliche Beiträge und locken mit Gutscheinen oder Bargeld.

Doch mit der Supermarktkette Action haben die Seiten und Verlosungen nichts zu tun. Dahinter steckt eine Betrugsmasche, mit der Daten von Nutzerinnen und Nutzern abgegriffen werden sollen.

Die Seite, die angeblich dieses Action-Gewinnspiel veranstaltet, ist gefälscht (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Kein Impressum, kaum Follower: So lassen sich die Fälschungen erkennen

Die Facebook-Seiten haben nur wenige Follower und keinen blauen Verifizierungs-Haken – damit zeigt Facebook normalerweise an, dass es sich um die offizielle Seite eines Unternehmens oder einer bekannten Persönlichkeit handelt. Auch Impressum ist auf den Seiten nicht zu finden. Das wäre bei Gewinnspielen eigentlich gesetzlich vorgegeben.

Die offizielle Seite der Supermarktkette Action hat Millionen Follower und einen blauen Haken. Außerdem sind verschiedene Kontaktinformationen angegeben (Quelle: Facebook; Screenshot und Markierungen: CORRECTIV.Faktencheck)

Die offizielle Facebook-Seite von Action hat dagegen einen Haken, existiert schon seit 2012, hat fast drei Millionen Follower und ein Impressum. Weder auf dem Facebook-Profil noch auf der offiziellen Webseite findet sich das Gewinnspiel mit den Zahlen.

Mit den Fake-Gewinnspielen sollen Daten abgegriffen werden 

Der Betrug funktioniert so: Wer einen der Beiträge zum Gewinnspiel kommentiert, erhält eine Nachricht.

Nutzerinnen und Nutzer werden via Privatnachricht aufgefordert, sich über einen Link zu registrieren. (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Die Links in den Nachrichten führen dann zu Webseiten, die ebenfalls vorgeben, von Action zu stammen. An den Internetadressen lässt sich erkennen, dass das nicht der Fall ist. Sie gehören zu Google Sites, einem Dienst, mit dem sich kostenlose Webseiten erstellen lassen. Von hier werden Nutzerinnen und Nutzer nochmals auf verschiedene Webseiten weitergeleitet, auf denen sie dann ihre Daten eingeben sollen.

Plötzlich geht es dann auch gar nicht mehr um Action, sondern um Amazon-Gutscheine oder einen angeblichen Gewinn von Pepsi. Im Kleingedruckten machen die Betreiber dieser Seiten klar, dass sie keine Verbindung zu den Unternehmen haben: Sie seien „weder Veranstalter noch Sponsor“ der Gewinnspiele und stünden mit den Veranstaltern „in keiner geschäftlichen Beziehung“.

Auf diesen Webseiten werden Daten abgegriffen. Dahinter stecken dubiose Marketingfirmen. (Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Auf der Action-Webseite findet sich seit Jahren ein Artikel, der über Phishing und Spam aufklärt. Darin heißt es: „Immer öfter sehen wir Aktionen auf Facebook, per SMS und über Whatsapp, bei denen Action-Geschenkgutscheine in Höhe von 100, 250 oder 500 Euro angeboten werden. Nimm nicht daran teil, da es sich hier um gefälschte Aktionen und somit um Betrug handelt.“

Daran kann man unseriöse Facebook-Seiten erkennen: 

  • Ist das Facebook-Profil mit einem blauen Haken verifiziert?
  • Gibt es ein Impressum?
  • Liegt die Follower-Anzahl in einer glaubwürdigen Größenordnung für die Bekanntheit einer Marke oder Person?
  • Welche Art von Beiträgen werden auf dem Facebook-Profil veröffentlicht?
  • Wann wurde die Seite erstellt?

Redigatur: Matthias Bau, Sarah Thust

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Author: Max Bernhard

https://www.bachhausen.de/betrugsmasche-gefaelschte-zahlen-gewinnspiele-von-action-werden-auf-facebook-verbreitet/

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Betrugsmasche: Gefälschte Zahlen-Gewinnspiele von Action werden auf Facebook verbreitet

Auf Facebook soll Action angeblich Geld oder Gutscheine verlosen, doch dahinter steckt eine altbekannte Betrugsmasche

correctiv.org

#Gefälschte #Tagebücher: So gefährlich war der #Hitler-#Fake wirklich

Seit 1983 liegen sie weggesperrt im Safe des "#Stern". Anja Reschke und ihrem Team ist es nun erstmals gelungen, alle 60 Bände zu lesen. Und die Lektüre offenbart Erschreckendes: Konrad #Kujau, der selbsternannte Fälscher vom Führer, hat Hitlers #Verbrechen #systematisch #verharmlost. Und die Recherche zeigt: Er hatte enge #Verbindungen in die #Neonazi-Szene.

https://www.ardmediathek.de/video/reschke-fernsehen/gefaelschte-tagebuecher-so-gefaehrlich-war-der-hitler-fake-wirklich/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLm5kci5kZS80ODY3XzIwMjMtMDItMjMtMjMtMzU

Reschke Fernsehen: Gefälschte Tagebücher: So gefährlich war der Hitler-Fake wirklich | ARD Mediathek

Gefälschte Tagebücher: So gefährlich war der Hitler-Fake wirklich | Video | Die gefälschten 'Hitler-Tagebücher': der Presseskandal des Jahrhunderts. Seit 1983 liegen sie weggesperrt im Safe des 'Stern'. Anja Reschke und ihrem Team ist es nun erstmals gelungen, alle 60 Bände zu lesen. Und die Lektüre offenbart Erschreckendes: Konrad Kujau, der selbsternannte Fälscher vom Führer, hat Hitlers Verbrechen systematisch verharmlost. Und die Recherche zeigt: Er hatte enge Verbindungen in die Neonazi-Szene.