Wer sind die Profis?

Und wer nicht? Ein kleiner Kommunikationscrash beim BVB wirft politische Fragen auf

Schon als ich selbstständig arbeitete – es war 2005/6 nur ein Jahr – war es ein klarer Tatbestand. Mit PR-Arbeit lässt sich im real existierenden Kapitalismus ein Vielfaches des Geldes verdienen, das für unabhängigen Journalismus ausgelobt wird. Folgerichtig sind Lokalredaktionen von Medien von ihren Milliardärsarbeitgeber*inne*n runtergehungert, während PR-Abteilungen von Profifussballvereinen aufgeblasen sind.

Wie mag es in dieser Hinsicht beim Fussballkonzern aus dem westfälischen Raum, der “Borussia Dortmund GmbH & Co. Kommandit-Gesellschaft auf Aktien” aussehen? Dieses Schaubild lässt nur Vermutungen zu. In der Spalte “Kommunikation” die wg. fehlendem Namen aktuell ohne Führung zu sein scheint, mindestens 7, aber schätzungsweise eher 35-50 Personen. Was mögen die wohl alle den ganzen Tag machen?

Ehrenamtliche Fanblogs, wie bei meiner wahren Borussia seitenwahl.de, oder bei der Reichen-Borussia schwatzgelb.de, werden dagegen ohne Geld, aber oftmals mit vielfacher Sachkenntnis betrieben. Für die Verbindung der Fussballkonzerne in das wahre Leben hier draussen sind sie unentbehrlich. Immer fundamental zugeneigt, aber meistens kritischer als all die eingebetteten Kommerzmedien, und daher gut funktionierende Frühwarnsysteme.

Was also will die hochprofessionelle Kommunikationsabteilung des Fussballkonzerns aus dem westfälischen Raum uns damit genau mitteilen? Das lässt nur einen politischen Schluss zu.

Das Informationsfreiheitsgesetz muss weit aggressiver und offensiver ausgedehnt werden, für staatliche, staatlich geförderte und privatgewerbliche Organisationen. Aus Art. 14 GG lässt sich das direkt ableiten: “(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.” Oft gehört, nie gesetzlich umgesetzt, trotz klaren Auftrags: “Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.”

Seit Jahren propagiert Helmut Lorscheid hier die Absicherung eines Presseauskunftsrechtes. So bescheiden ist der Junge (70). Dieses Recht muss Bestand haben, auch wenn die “Presse” eines Tages ausgestorben ist. Und es muss für alle Unternehmen gelten, die die Öffentlichkeit mit ihrem Treiben behelligen.

Und was dann Lüge und was Wahrheit ist, das wollen wir selbst entscheiden (die Paywall zu diesem Link bohre ich Ihnen gerne auf, hier wird darauf Bezug genommen).

Und das zum heutigen Kampftag der Arbeiterklasse

Zum heutigen Feiertag und zur Verbesserung Ihrer ganz persönlichen Informationsfreiheit empfehle ich Ihnen diese Texte:

Markus Wissen/Blätter: Radikaler Reformismus statt Resignation – Eine Strategie gegen den Krisenkapitalismus – Angesichts der gegenwärtigen Weltlage brauchen emanzipatorische Kräfte viel Energie und einen langen Atem. Dafür sind Konzepte unabdingbar, die, ausgehend von einer nüchternen Analyse der Situation, strategische Horizonte öffnen. Degrowth, Buen Vivir, Vergesellschaftung oder Care Revolution sind Beispiele für mobilisierungsfähige Entwürfe. Eine Leitidee, die vielen dieser Konzepte zugrunde liegt, ist der radikale Reformismus. Welchen Gebrauchswert hat dieser aktuell für progressive Politik?” Der Autor entstammt dem gleichen Mittelrhein-Kaff wie unser oben schon erwähnter Autor Helmut Lorscheid.

Sükran Budak, Ongoo Buyanjargal, Romin Khan und Neva Löw/Jacobin: Gewerkschaften müssen die Migrationsgesellschaft verteidigen – Repressive Migrationspolitik diszipliniert nicht nur Migrantinnen und Migranten – sie schwächt die gesamte Arbeiterklasse. Für die Rechte von Menschen mit Migrationshintergrund zu kämpfen ist darum die ureigenste Aufgabe von Gewerkschaften.”

Wer sind die Profis? – Beueler-Extradienst

Fast #abstrakt anmutend,
schemenhaft hinter #Riffelglas:

Morgenlicht auf Forsythie
mit Restblüten und schon
frühlingshaft frischem Grün.

Angenehme, intensive Farben
mit fließenden Formen.

#Forsythie #Sonne #Frühling #Blätter
#Forsythia #sun #spring #leaves
#verwischt #blurred #Natur #nature

Wenn die ersten Blätter des Ginkgo sich zaghaft entfalten

When the first leaves of the Ginkgo tree begin to unfurl timidly

#leaves
#blätter
#ginkgo
#diekleinendinge
#thelittlethings
#natur
#nature
#macrophotography
#phonephotography

Fast #abstrakt anmutend,
schemenhaft in
#gelb-#grün-#blau:

Noch helles, frisches,
teilweise auch schon kräftiges Grün.
Und noch ein Rest Forsythienblüte
in heller Frühjahrssonne,
durch #Riffelglas betrachtet.

#Forsythie #Sonne #Frühling #Blätter
#Forsythia #sun #spring #leaves
#verwischt #blurred

@blaetter.bsky.social

📌 Zitat aus dem lesenswerten Text:
»Militarisierung und Kriege sind für bestimmte Wirtschaftsbranchen ein gutes Geschäft. So profitieren vom aktuellen Krieg auch die westlichen Öl- und Gaskonzerne wie BP, Chevron, ExxonMobil, Total und Shell durch den enormen Preisanstieg infolge der Sanktionen gegen Russland. «

#Blätter nicht auf #Mastodon?

#Fossilindustrie #Kapitalismus #Krieg #Ukraine #Russland #USA #Trump #Merz #Klingbeil #Spahn #noafD #Faschismus

Wenn uns der Moos-Steinbrech mit seinen purpurnen Blättern verzaubert

When the moss saxifrage enchants us with its purple leaves

#leaves
#blätter
#plants
#pflanzen
#diekleinendinge
#thelittlethings
#phonephotography

Ich liebe Regentage.
Überall diese wunderbar glitzernden Tropfen. 💧🌱

#natur #regen #landwirtschaft #wasser #wassertropfen #regentropfen #klima #schönheit #alltag #blätter

Jeden Frühling hält Japan den Atem an.

https://www.youtube.com/watch?v=zUcNreiO2s8

Nicht nur um die Kirschblüten zu sehen,
sondern um zu bestätigen, dass sie wiederkehren.

Dies ist die Geschichte des Hanami.
Seine Ursprünge in tausend Jahren Frühling.
Seine Philosophie der Vergänglichkeit.
Und warum eine fallende Blüte
vielleicht das Schönste der Welt ist.

#Bäume #Blätter #Frühling #Hanami #Japan #Kirschblütenfest #Pflanzen #Wissen
HANAMI : The Beauty of Letting Go

YouTube

Gesundheitsrisiko Nr. 1

Mehr arbeiten würde Sie und mich noch kränker machen

Wiglaf Droste, Schriftsteller, multimedialer Künstler, Geniesser ist auch schon tot. In wenigen Wochen ist sein 7. Todestag. In zwei Monaten hätte er das gesetzliche Rentenalter immer noch um 2 Jahre verfehlt. Er wusste es: das grösste Gesundheitsrisiko ist nachweislich das Arbeiten. Die, die wir mit dem Regieren beauftragt haben, können das nicht wissen – sie leben in einer anderen Welt, in Flugzeugen, Porsches etc. Dümmer ist es, wenn es auch die Beherrschten nicht begreifen. Eine sympathische ehemalige Bonnerin erklärt es Ihnen und mir nochmal ganz genau.

Neue Analyse des WSI: Warum die Schweiz kein Vorbild ist: die Schattenseiten langer Arbeitszeiten – Noch deutlich höhere Teilzeitquoten als in Deutschland, Stress, emotionale Erschöpfung durch Arbeitsdruck und Zeitnot mit Milliardenkosten für die Wirtschaft – die langen Arbeitszeiten in der Schweiz haben deutliche Negativ-Effekte und sind in der Eidgenossenschaft keineswegs unumstritten. Das zeigt eine neue Analyse des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.”

Das erklärt, zusammen mit ihrer schweizerischen Kollegin Noémie Zurlinden, die ehemalige Bonner Jungsozialistin Prof. Dr. Bettina Kohlrausch. Als ich sie damals kennenlernte ohne “grosse Schnauze”, aber “mit viel dahinter”. Sehr angenehm. Wenn wir in Wissenschaft und Politik mehr solche Leute hätten, hätten wir viele Probleme weniger. Und die SPD übrigens auch.

Es geht schlimmer, viel …

Die Gleichen, die Sie und mich mehr arbeiten lassen wollen, sind auch die, die nicht nur hierhin begeistert die “fortschrittlichsten” deutschen Massenmordtechnologien liefern, sondern auch hierhin:

German Foreign Policy: Die Berliner Sudan-Konferenz – Berliner Sudan-Konferenz: Experten erwarten keine relevanten Ergebnisse. Die RSF-Miliz, die genozidale Massaker an der schwarzafrikanischen Bevölkerung verübt, erhält Waffen von einem Kooperationspartner des Westens – auch Deutschlands.”

Da dieser Link in einigen Tagen in einem Paywall-Archiv begraben wird, sind Sie hier vielleicht noch besser bedient:

Andrea Böhm/Blätter: Sudan: Mit Basisdemokratie gegen den Horror des Krieges – Wenn Mohamed al-Tahir das Internet benutzen will, braucht er das Weltall. Genauer gesagt: eine Verbindung über Starlink, das Satellitennetzwerk des US-amerikanischen Milliardärs Elon Musk. ‘Kostet ein Dollar pro Stunde’, sagt er im Gespräch auf WhatsApp. Reden ist teuer, er muss jeden Cent zweimal umdrehen. Al-Tahir, 30 Jahre alt, ist Finanzkoordinator für die ‘Emergency Response Rooms’ (ERR) in der sudanesischen Hauptstadt Khartum. Diese lokalen Selbsthilfeorganisationen haben am 2. Dezember in Stockholm den ‘Right Livelihood Award’, den ‘alternativen Nobelpreis’, bekommen. Das dürfte ihrem Land endlich etwas mehr internationale Aufmerksamkeit einbringen Nicht nur für die derzeit schlimmste humanitäre Katastrophe weltweit, sondern auch für die vielleicht mutigste und revolutionärste Antwort darauf.”

Streng sachlichen Realismus gibt es bei meinem alten Freund Volker Perthes heute mittag im DLF-Interview: Wege aus der Katastrophe im Sudan – Interview mit Politikwissenschaftler Volker Perthes”, Audio 12 min. Die personifizierte Antwort auf Roland Appels Frage “Wo bleibt die UNO?” Immerhin hat er überlebt.

Muss ich noch ergänzen, dass die, die dorthin die Waffen verkaufen, auch die sind, die das vitale Interesse der Herrschenden in der EU verkörpern, Migrant*inn*en und Flüchtlinge aus Somalia, somalischen Flüchtlingslagern in Kenia, Eritrea, Äthiopien, Ostkongo, Burundi und Ruanda, die den Sudan unter Lebensgefahr passieren müssen, einzufangen, auszurauben und dem kriminellen Menschenhandel zuzuführen – alles nur, damit sie ihr Lebensglück nicht in Europa suchen und finden? Für den europäischen Rassismus ist das Massakrieren von arabischen und schwarzen Sudanes*inn*en die “optimale” Utopie – warum beenden? Ich fürchte, so denken auch die Regimes der Länder, die laut Volker Perthes die realistische Möglichkeit hätten, den Massenmord zu stoppen. Sie wollen es nicht.

Gesundheitsrisiko Nr. 1 – Beueler-Extradienst