@Wohlfahrt_P @gsalvisberg @aburgerabz
Wie willst du bitteschön ein Risiko, dass sich erst in 500 Jahren oder noch später als Schlamassel herausstellt, "einspeisen"? Die Schweizerische Gesetzgebung deckelt ja explizit das Risiko der Betreiber, sonst wären die schon lange aus dem Geschäft.

Teile der Politik und Stromwirtschaft in der Schweiz streben einen jahrzehntelangen Weiterbetrieb der alten und sogar den Bau neuer AKW an. Das ist ein enormes Sicherheitsrisiko vor allem auch für Deutschland – und absolut unnötig: Bei einer klaren Atomausstiegsperspektive können erneuerbare Energien den Schweizer Atomstrom binnen weniger Jahre ersetzen, insbesondere, da die Schweiz mit zahlreichen alpinen Wasserkraftwerken über große Energiespeicher verfügt. Dies würde die Energiewende...
@mupan Zu #Wackersdorf gab es heute genau vor 3 Jahren eine Doku. Man kann sie noch immer ansehen!
#AKW #atomkraft #akwneindanke #protest #demokratie #versammlungsfreiheit
Atom-Streit in Wackersdorf - Die Geschichte einer Eskalation
Vor 30 Jahren erreicht der Konflikt um die WAA in Wackersdorf seinen blutigen Höhepunkt: Prügelnde Polizisten, gewaltbereite Chaoten und friedliche Bürger, die zunehmend zwischen die Fronten geraten. Der Kampf um Wackersdorf 1985-1989 ist bis heute eine der heftigsten Auseinandersetzungen zwischen dem Staat und der Anti-Atom-Bewegung.„Wutbürger“, gesellschaftliche Spaltung, Misstrauen gegen den Staat und die Medien – was klingt, wie eine Zustandsbeschreibung der Gegenwart beschreibt erstaunlich treffend auch ein prägendes Ereignis der deutschen Geschichte: Die Eskalation des Konflikts rund um die Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf (WAA) in den späten 1980er JahrenDie Dokumentation „Eskalation in Wackersdorf“ rekonstruiert 30 Jahre nach dem „Blutigen Herbst“ von 1987 die dramatische und teilweise äußerst gewalttätige Zuspitzung rund um die WAA und illustriert dabei auch die politisch-gesellschaftliche Gemengelage, aus der es zu einer solchen Radikalisierung kommen konnte. Es werden Verbindungen zu den Widerstandsbewegungen in Gorleben und an der Frankfurter Startbahn West aufgezeigt – und zur Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, die der Anti-Atom-Bewegung viel Zulauf verschaffte Dabei kommen zahlreiche Akteure der Jahre 1985-1989 ausführlich zu Wort: Irmgard Gietl, eine Hausfrau aus der Umgegend der WAA, die bereits Großmutter ist, als sie sich politisiert; Hans Schuierer, der als Landrat von Schwandorf zunächst für die Anlage ist und sie später umso entschiedener bekämpft; und schließlich Peter Gauweiler, der von Franz Josef Strauß in die Oberpfalz geschickt wird, um die Proteste dort unter Kontrolle zu bekommen.Selten war die Gesellschaft so gespalten, wie in diesem Moment. Und nirgends zeigt sich diese Spaltung klarer, als in den Gemeinden rund um Wackersdorf. Traditionell ist die Gegend eine absolute CSU-Hochburg: Konservativ und alles andere als aufmüpfig. Auch als die WAA kommen soll, stehen die meisten Bürger dem Projekt positiv gegenüber. Doch die massiven Polizeieinsätze verunsichern die Bürger und vor allem die Bauern der Umgebung. Als einige von ihnen Demonstranten bei sich übernachten lassen, werden auf ihren Höfen Razzien durchgeführt. Im Laufe der Zeit schließen sich immer mehr Anwohner der Protestbewegung an.Kulminationspunkt der Dokumentation ist der 10. Oktober 1987, als die Proteste rund um die WAA ihren blutigen Höhepunkt erreichen: Eine von der bayerischen Staatsregierung angeforderte Berliner Spezialeinheit knüppelt am Bauzaun Demonstranten wieder und unterscheidet dabei nicht zwischen gewaltbereiten Chaoten und ganz normalen Bürgern. Die Öffentlichkeit ist entsetzt, die Staatsregierung wiegelt ab, Beobachter sprechen von „Bürgerkrieg“. Keine zwei Jahre später wird das Projekt Wackersdorf aufgegeben. Zahlreiche heftige Proteste hat es überlebt – nicht jedoch den Tod seines größten Förderers, Franz Josef Strauß. Doch die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen des nie vollendeten Großprojekts prägen die Region bis he
Verschoben, nicht aufgehoben
Am Silvestertag sollten die drei letzten deutschen #Atommeiler #Isar 2 (Bayern), #Neckarwestheim II (Baden-Württemberg) und #Emsland (Niedersachsen) abgeschaltet werden. Doch am 24. Februar begann der russische #Angriffskrieg gegen die #Ukraine – was das Aus der #Kernkraft hinauszögert.
(...)
https://www.kontextwochenzeitung.de/politik/613/verschoben-nicht-aufgehoben-8601.html
Die Anti-Atomkraft Bewegung ist dieses Jahr 50 Jahre alt geworden. Aber wie hat es eigentlich angefangen mit den Protesten?
Prozesse: #AKW-Gegner wollen Aus für #Neckarwestheim 2 durchsetzen
Vier Monate vor dem endgültigen Aus für das Atomkraftwerk Neckarwestheim 2 wollen #Atomkraftgegner vor Gericht eine sofortige #Stilllegung des Blocks erreichen. Vor dem #Verwaltungsgerichtshof (VGH) in #Mannheim lieferten sich Experten des beklagten #Umweltministerium|s und der Kläger am Mittwoch einen Schlagabtausch um #Sicherheitsstandards für #Kernkraftwerke und deren Einhaltung mit Schwerpunkt Neckarwestheim. Der Beschluss der Richter, die das Feld weitgehend den Gutachtern beider Seiten überließen, soll Anfang kommender Woche veröffentlicht werden.
https://www.zeit.de/news/2022-12/14/akw-gegner-wollen-aus-fuer-neckarwestheim-2-durchsetzen
In dem vom #Wirtschaftsministerium im September mit den Atomkonzernen verhandelten #Eckpunktepapier (*1) wurde zum Thema:
- #Gewinne durch die #Laufzeitverlängerung
- #Kosten der Konzerne durch die Laufzeitverlängerung
folgendes geregelt:
In Kurzfom: die #Gewinne dürfen sie alle behalten und zusätzlich alle eventuellen Kosten dem Staat in Rechnung stellen. Deshalb hat jetzt die #EnBW schon mit dem Jammern von höheren Rückbaukosten angefangen. (*2)
Prognose: Die #Atomkonzerne werden für die Laufzeitverlängerungen und die angeblich höheren #Rückbaukosten sicher mehrerer hundert Millionen Euro an Ersatz verlangen.
(*1) Quelle Eckpunktepapier: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Downloads/220927-eckpunktepapier.pdf?__blob=publicationFile&v=4
#Atomdrehscheibe #Hamburg: 32 mal radioaktive #Uran-Transporte in knapp drei Monaten für den Betrieb von #Atomkraftwerk|en