Eine aktuelle Studie zeigt im Detail, wie tief Klassismus im Bildungsbereich, der Arbeitswelt, im Gesundheitssystem und bei Behörden verankert ist – mit gravierenden Folgen für Betroffene und Gesellschaft. Treten solche Erfahrungen systematisch auf, fühlen sich Betroffene dadurch wie Menschen zweiter Klasse.

Sozialexperte Martin Schenk spricht diesmal mit dem Sozialforscher Daniel Schönherr.

eingSCHENKt
24.04. 15:00-15:30
https://o94.at/programm/sendung/id/2510654

#Klassismus #Sozialforschung #FreiesRadio

Radio ORANGE 94.0

Kritik und philosophische Engführung

Zum Tod von Jürgen Habermas

Nancy Fraser, die bekannte Sozialphilosophin, rekapituliert ihren Weg mit und gegen Habermas. Ich erkenne darin viele meiner eigenen Inspirationen durch und meiner Bedenken gegen den Ansatz dieses großen Vertreters der Frankfurter Schule wieder.

Auch für mich liegt eine grundlegende Übereinstimmung mit Habermas darin, dass philosophische und sozialwissenschaftliche Theorie einen kritischen Anspruch haben muss, der nicht zuletzt die Dimension von sozialer und politischer Praxis im Auge behält. Dieser Anspruch ist bei Habermas weithin zu finden und das macht ihn in meinen Augen zu einem sehr respektablen Vertreter seiner Zunft.

Die unübersehbare Verengung des Denkens der Frankfurter Schule auf den Versuch, eine weithin bloß normative Fundierung des Erforschens und Nachdenkens über unsere Welt zu liefern, ist dagegen ein großes Manko seines Ansatzes. Dass die Frankfurter Schule in einem emphatischen Sinne auch Sozialforschung betreiben wollte, versandete bei Habermas. Nancy Fraser listet die vielen blinden Flecken auf, die daraus resultierten und die durch andere Ansätze und durch andere Denkerinnen und Denker gefüllt werden mussten und müssen.

Für mich besonders schmerzlich ist die große Blindheit der neueren Frankfurter Schule gegenüber der ökologischen Frage. Während bei älteren Vertretern wie Adorno Zugänge zur Reflexion auch der natürlichen Grundlagen unseres Seins noch vorhanden sind, wurden sie bei Habermas durch die normativ-kommunikative Engführung seines Denkens weithin verbaut. Darin sehe ich eine fundamentale und ganz systematische Schwäche seines Ansatzes.

Politisch-praktische Defizite in seinem Denken wurden dann in seinen unklaren Stellungnahmen zum Ukrainekrieg überdeutlich. Als eine klare Stellungnahme gegen Putins Aggression und gegen die Gefahr einer Appeasementpolitik nach Münchner Vorbild das Vordringliche gewesen wäre, mäanderten Habermas‘ Stellungnahmen unklar dahin – ähnlich, wie bei anderen Sozialdemokraten, die gefangen blieben in den Ausläufern einer Entspannungspolitik, die in den 1970er Jahren und auch noch danach große und wichtige Beiträge leistete, aber spätestens seit der russischen Okkupation der Krim 2014 obsolet geworden war. Der Tod des Denkers könnte so auch das Ende eines langen Jahrhunderts sozialdemokratischen Philosophierens markieren.

Kritik und philosophische Engführung – Beueler-Extradienst

Die Uni Siegen sucht für ihr Department #Erziehungswissenschaft zum Wintersemester 2026/2027
eine Vertretung der Universitätsprofessur (W2) für Methoden der empirischen Bildungs- und Sozialforschung - zunächst für ein Semester mit der Möglichkeit der Verlängerung bis Januar 2031.
Die Ausschreibung ist als pdf auf dieser Website zu finden: https://jobs.uni-siegen.de/content/Professoren/?locale=de_DE
#Bildungsforschung #empirischeBildungsforschung #Pädagogik #Sozialforschung

@MinisterratCis

DIe Erkenntnis, dass

"... In den vier Jahrzehnte liberaler und konservativer Politik der späten #Habsburgermonarchie
kam die #Sozialpolitik oft zu kurz"

erinnert mich irgendwie sehr stark an der heutigen religiös-konservativ / sozialdemoktatischen Regierung.

ähmm .. in welchem Jahr befinden wir uns JETZT noch mal ?

#Sozialforschung #Sozialpolitik
#Demokratie #Habsburgermonarchie

Digital Streetwork - Bericht der wissenschaftlichen Begleitung für das Jahr 2023 | Fokus: Klient*innen - makeITsocial Infodienst

Mit dem Fokus auf junge Menschen, die Digital Streetwork (DSW) in Anspruch genommen haben, blickte die wissenschaftliche Begleitung im Jahr 2023 auf das Projekt.

makeITsocial Infodienst

Jugendkriminalität gilt in der öffentlichen Debatte oft als wachsendes Problem. Schlagzeilen, soziale Medien und Einzelfälle erzeugen den Eindruck, junge Menschen würden immer früher und immer häufiger straffällig. Die empirische Forschung zeichnet jedoch seit Jahren ein deutlich anderes Bild. #EmpirischeForschung #GesellschaftlicherWandel #Jugendkriminalität #Kriminalitätsforschung #MaxPlanckInstitut #ÖffentlicheWahrnehmung #Sozialforschung #Universitä

https://wahnsinnwissen.de/?p=620

🔔 Erinnerung: Call für Online-Workshop 🔔
Am 06.02.2026 findet der 6. DigiPro-Workshop für Promovierende mit Themen der Netzwerkforschung statt.
📄 Einreichungsfrist: Kurzes Abstract noch bis Silvester, 24:00 Uhr möglich!
👉 Bitte gern an interessierte Doktorand:innen weiterleiten.
ℹ️ Weitere Infos im Original-Call:
https://netzwerkforschung.squarespace.com/s/DigiPro6-DGNet_call.pdf
#Netzwerkforschung #Promotion #PhD #DigiPro #Workshop #CallForPapers #Wissenschaft #Sozialforschung

Für das MZES haben wir den Wechsel von Drupal auf TYPO3 umgesetzt, Inhalte gezielt migriert und Strukturen gemeinsam weiterentwickelt. Der Fokus lag auf Wartbarkeit, Sicherheit und Eigenständigkeit.

Highlights: eigene Extensions für Publikationen, Projekte & Mitarbeitende, eine Solr-Suche, eine Raumbuchung übers Intranet, Schulungen für das Redaktionsteam

Ein Relaunch, der mehr ist als ein Technikwechsel.

🔗 Von Drupal zu TYPO3: https://werkraum.net/projekte-referenzen/von-drupal-zu-typo3-zukunftssicher-mit-system

#TYPO3 #OpenSource #Sozialforschung

Interview mit #JuliaPohle
Forschungsgruppe "Politik der #Digitalisierung" (Wissenschaftszentrum für #Sozialforschung, Berlin)

Aktuell in der @tazgetroete

https://taz.de/Weg-von-Google-Microsoft-und-Whatsapp/!6129810/

#unplugtrump

Weg von Google, Microsoft und Whatsapp: „Wer jetzt wechselt, macht das selbstbestimmt“

Die digitale Abhängigkeit von US-Konzernen fällt uns bereits auf die Füße, sagt die Wissenschaftlerin Julia Pohle. Doch sie sieht Lösungen.

TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH

@GESIS Studie zeigt: Ob jemand studiert, hängt stark vom Vermögen der Eltern ab – besonders von Wohneigentum. Und das unabhängig von Bildung oder Einkommen der Eltern.

Lesen Sie dazu diesen Beitrag im GESIS-Blog: https://blog.gesis.org/ungleiche-bildungschancen-in-europa-wie-vermogen-uber-den-bildungsweg-entscheidet/

Zur Studie gelangen Sie hier:
🔗 https://doi.org/10.1016/j.rssm.2025.101086

#Bildung #Ungleichheit #Sozialforschung

Ungleiche Bildungschancen in Europa: Wie Vermögen über den Bildungsweg entscheidet  

Wohneigentum, Ersparnisse und Schulden nehmen Einfluss darauf, ob junge Menschen den Schritt in die weiterführende Ausbildung (z. B. Universität oder Fachhochschule) schaffen. Eine aktuelle vergleichende Studie der Bildungsforscher*innen Andrea Pietrolucci, Jascha Dräger, Nora Müller und Marco Albertini zeigt: Nicht nur Bildung oder Einkommen

GESIS Blog