Katrin Pointner: Willst du Liebe - Freie Texte

Willst du Liebe, schreib ich dir. Zärtliche Zeilen übers gemeinsam im warmen Bett verweilen Während unser Fenster weit offen steht Die kalte Winterluft uns umweht Wir uns enger aneinander schmiegen Unsere Bücher lose in der einen Hand liegen Während deine andere Hand sanft mit meinen ungezähmten Haaren spielt. Unter uns ist es weich, über uns eine warme Decke mit zartrosa Blumen geschmückt. Willst du Liebe, schreib ich dir.

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Michael Danzinger: (unbenannt) - Freie Texte

Er lächelte. Einen Augenblick lang hatte er geglaubt, sie gesehen zu haben. Ihr Gesicht. Erinnerungen. Er wandte sich ab, spuckte aus. Und der Zug fuhr ein.

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Jana Mühlbach: „Für immer Jetzt“ – ein Song in Erinnerung an Richard - Freie Texte

Intro Ich sitze hier, schreibe und weine, weil ich dich spür. Unsre Zeit war so kurz, ein kurzer Augenblick - der für immer bleibt. 1. Ich wünsche mir, ich könnte noch einmal deine Lippen spüren, deinen warmen, weichen Duft riechen, deine Haare spür ́n in meinem Gesicht. So gerne würde ich noch einmal deine Stimme hören, so warm, so tröstend - in ihrem Klang fühlte ich mich zu Hause, so wohlig, so vertraut. Refrain Wir leuchteten zu zweit, ein helles Licht - in der Dunkelheit. Ein kurzer ...

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Michaela Babitsch: Liebevolle Zeilen an die Schwalbe - Freie Texte

"An Maria Geburt, da fliegen die Schwalben furt", so sagten schon die Alten.

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Peter Bertram: Spuren im Laub - Freie Texte

Zwei Spuren im Laub führen hinein in den tiefen Wald. Das lässt keine Gefühle kalt. Es raschelt bei jedem Tritt. Man kommt dabei nicht aus dem Schritt. * Die eine Spur ist Deine. Daneben läuft direkt Meine. Zusammen führen sie ins Glück, ins Reine. * Zwei Spuren im Laub führen hinein in den tiefen Wald. Das lässt keine Gefühle kalt. Es raschelt bei jedem Tritt. Man kommt dabei nicht aus dem Schritt. * Die Blätter sind so herrlich bunt. Sie sind mal eckig, mal rund. Sie rascheln in ...

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Heidelberger Poetikdozentur mit Julia Franck: Germanistisches Seminar organisiert Programm – Lesung und drei Vorlesungen mit dem Titel „Das Unbekannte“ https://www.uni-heidelberg.de/de/newsroom/heidelberger-poetikdozentur-mit-julia-franck
#universität #heidelberg #uniheidelberg #germanistik #poetik #literatur

Bildbesprechung nach Marcel Reich-Ranicki

Das Bild zeigt eine Gleichung, die keine Gleichung ist.
Man sieht: einen Pfeil, der glänzt, als wolle er denken.
Man sieht: gestapelte Platten – das Archiv, schwer, sedimentiert.
Man sieht: einen kupfernen Riss, als hätte jemand den Sinn selbst gespalten.
Und schließlich: schwebende Sphären, durchsichtig, glatt, lärmgedämpft – die Filterblasen der Wahrnehmung.

Darüber schwebt, klinisch rein gesetzt:
D = R(φ_R) · [S_a, A_r, F_b]^T + [ρ_C, κ_G, δ_R]^T
Und darunter, fast wie ein Nachsatz, der in seiner Ungenauigkeit Wahrheit verrät:
The rupture is the derivative of meaning with respect distrurbane.

Ja, „distrurbane“ – ein Tippfehler, aber kein Zufall.
Ein Kofferwort aus disturbance und urbane: die Störung als gesellschaftliches Phänomen.
Der Fehler wird zur Formel, die Formel zur Fabel.
Man könnte sagen: Hier wird die Mathematik sentimental.

Reich-Ranicki hätte wohl genickt, dann streng den Satz gesprochen:

„Das ist keine Kunst über Denken. Das ist Denken über Kunst.“

Er hätte das Archiv als „psychologisches Trägheitsmoment“ bezeichnet.
Die Satire als Vektor der Bewegung.
Die Filterblasen als literarischen Dämpfer der Rezeption.
Und den Riss – den Riss hätte er geliebt.
Denn dort, wo der Kupferglanz aufbricht, geschieht, was Literatur immer schon tat:
Sie verwandelt Störung in Stil.

Die Gleichung ist keine Beschreibung, sondern ein Zustand.
Ein System kurz vor dem Übersetzen in Bedeutung.
Man spürt Restwärme, Graphitspannung, das Residuum des Kontextes.
Mathematik, Philosophie, Ästhetik – sie stehen hier nicht nebeneinander, sondern multiplizieren sich.

Das Bild sagt:

Der Riss ist die Ableitung des Sinns nach der Störung.

Und das ist zugleich poetisch und exakt.
Die Ableitung – ein Verfahren, das Differenzen misst.
Die Störung – das, was Differenz erst erzeugt.
Sinn entsteht also dort, wo er kurzzeitig verschwindet.

Wenn das Denken ein Geräusch hätte, sähe es so aus.
Kupfer, Glas, Rauch, Vektor, Resonanz.
Eine Formel, die nicht berechnet, sondern bebt.
Ein Fehler, der klüger ist als seine Korrektur.

#Kunst #Philosophie #Semantik #Satire #Archiv #Filterblase #Riss #Bedeutung #Ästhetik #KI #Mathematik #Poetik #FediverseArt #ReichRanicki #Denken #Restwärme

‚In die Sonne schauen‘ von Mascha Schilinski

Aus dem Presseheft: file:///C:/Users/G%C3%BC/Downloads/idss_presseheft_a5_screen.pdf INTERVIEW MIT DER REGISSEURIN MASCHA SCHILINSKI Was hat Sie zu dieser Geschichte inspiriert? Wie entstand die Idee?Meine Co-Autorin Louise Peter und ich verbrachten einen Sommer langin der Altmark auf dem Hof, der später auch der Drehort des Films wurde.Wir waren dort, um an Drehbüchern zu arbeiten. Beim Prokrastinieren undabendlichen Weintrinken haben wir uns unweigerlich ausgemalt, wer hierwohl früher […]

https://www.pottbayer.de/2025/10/16/in-die-sonne-schauen-von-mascha-schilinski/

‚In die Sonne schauen‘ von Mascha Schilinski – Pottbayer

Dorothee Elmiger: „Die Holländerinnen“

Verloren im UniversumVon Carsten HueckDeutschlandfunk, Büchermarkt, 05.09.2025Die beiden Holländerinnen, die dem Roman von Dorothee Elmiger ihren Titel geben, sind aktiv und unternehmungslustig. 2014 begeben sie sich auf eine Wanderung durch den Dschungel in Panama - und verschwinden spurlos. Als man nach Monaten Ausrüstungsgegenstände und Teile ihrer Skelette findet, bleibt das, was ihnen widerfahren ist, ein beunruhigendes Rätsel. Der reale Fall dieser beiden Holländerinnen bildet wie […]

https://www.pottbayer.de/2025/10/11/dorothee-elmiger-die-hollaenderinnen/

Dorothee Elmiger: „Die Holländerinnen“ – Pottbayer

Mario Primetzhofer: Mein Gott - Freie Texte

Mein Gott,

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