Am Tag der wohnungslosen Menschen, der heute bundesweit begangen wird, um gegen #Wohnungsnot & für #SozialeGerechtigkeit einzutreten, erinnern wir an die #Geschichte des Umgangs mit #Obdachlosigkeit um 1900:

▶ Britta-Marie Schenk, Die Grenzen der Disziplinierung. Devianzvorstellungen und #Pathologisierung​en in der Obdachlosenfürsorge des Deutschen #Kaiserreich​s, #WerkstattGeschichte 78/2018, https://werkstattgeschichte.de/abstracts/nr-78-britta-marie-schenk

@histodons @historikerinnen

#histodons #Sozialgeschichte

Nr. 78 | Britta-Marie Schenk - WerkstattGeschichte

WerkstattGeschichte
Geschichte psychischer Krankheiten: »Was als ›normal‹ und was als ›verrückt‹ gilt, wird stets neu verhandelt«

Früher hatten Menschen Hysterie oder Neurasthenie, heute leiden viele unter ADHS oder Burn-out. Warum verändern sich psychische Probleme im Laufe der Zeit? Der Medizinhistoriker Cornelius Borck liefert dafür Erklärungen.

DER SPIEGEL

@diekehrseite Wieder so eine Aussage, die die gleiche Angst auslöst wie das ableistische Gequatsche der Faschos.
Wenn du Kritik an Kapitalismus und Politik äußern willst, dann mach das ohne nach unten bzw. kranken oder behinderten Menschen zu treten. Zumal die Zuschreibung "krank" von der Verantwortung für gewollte Ungerechtigkeiten ablenkt und Untätigkeit rechtfertigt.

#Ableismus #Pathologisierung #Armut #IchBinArmutsbetroffen #ChronischKrank

Die fortlaufende Entwicklung und Fortschritte im #Gesundheitswesen führen zu einer breiten Vielfalt an Behandlungsmöglichkeiten. Sie sollen die Lebensqualität verbessern. Doch inmitten dieses Fortschritts herrscht eine Debatte über die Grenzen der #Medikalisierung, die zunehmende Tendenz zur #Übertherapie und die #Pathologisierung alltäglicher menschlicher Erfahrungen.

Im Rahmen unserer Fachtagung „Wie krank ist das denn?“ im letzten Jahr gingen wir gemeinsam mit dem #VdPP der Komplexität von „Medikalisierung, Übertherapie, Pathologisierung“ auf den Grund. Wir beleuchteten die Ursachen und Auswirkungen auf die individuelle #Gesundheit und das #Gesundheitssystem.

Zusammenfassung der Ergebnisse mit Lösungsvorschlägen unter https://mezis.de/mezis-nachrichten

MEZIS-Nachrichten

MEZIS Nachrichten 2024 Archiv Publikationen Artikel aus MEZISreihen MEZIS Nachrichten (PDF)

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30 Jahre #Brandanschlag in der #Geißstraße: Reclaim and Remember

Am 16. März 1994 starben sieben Menschen, Ante B., Ljuba B., Zuzanna M., Athina S., Kristina S., Nebahat S., ihre Tochter Aynül S. und ihr ungeborenes Kind, bei einem möglicherweise rassistisch motivierten Brandanschlag in der Stuttgart​​er Geißstraße. Zu Beginn der 1990er Jahre veränderte eine Welle rassistischer Gewalt das Leben vieler Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrungen für immer. Nach dem Herbst 1991 kam es binnen zwei Jahren zu mehr als 1.000 Brandanschlägen.Bis heute stehen die Namen der Städte #Mölln und #Solingen symbolisch hierfür.

Sowohl bundesweit als auch in #Stuttgart selbst sind der verheerende Anschlag vom 16. März 1994 und vor allem auch der mögliche rassistische Hintergrund der Tat kaum bekannt. Obwohl der Täter bei nachfolgenden Brandanschlägen Bekennerschreiben mit eindeutig rassistischen Parolen und NS-Symbolen versandte, gilt der Brandanschlag auf die Geißstraße bis heute als Tat eines verwirrten, psychisch erkrankten #Einzeltäters und #Pyromanen. #Rassismus spielte bei der Tat in der Geißstraßek keine Rolle, urteilte das Gericht. Eine Analyse der Stiftung Geißstraße unterstützt diese bis heute umstrittene Position.
Die Folgen sind gravierend: Bis heute sind die Getöteten nicht als #Todesopfer rechter Gewalt anerkannt; die Überlebenden sind ohne entsprechende Hilfen geblieben.
Anlässlich des 30. Jahrestages des Brandanschlages werden wir mit Expertinnen aus Überlebendeninitiativen, Wissenschaft und Praxis über Rassismus als mutmaßliches Tatmotiv des Brandanschlages in der Geißstraße sprechen: Es geht auch um die Frage von Rassismus als Tatmotiv bei psychisch erkrankten Täterinnen, die #Pathologisierung von Rassismus, die gesellschaftliche Abwehr von Perspektiven und Forderungen von Überlebenden rassistischer Brandanschläge sowied die #Kontinuitäten rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Baden-Württemberg und fehlende Anerkennung.

Mehr zum Podiumsgespräch am
5. Juli 2024 – 18:00 – 20:00 Ort:
Württembergischer Kunstverein
(...)

https://hotel-silber.de/event/30-jahre-brandanschlag-in-der-geissstrasse-reclaim-and-remember/

#Antifaschismus #saytheirnames:
Ante B. (60), Ljuba B. (55), Zuzanna M. (57), Athina S. (24), Kristina S. (2), Nebahat S. (27), ihre Tochter Aynül S. (4) und ihr ungeborenes Kind

Neuer Termin: 30 Jahre Brandanschlag in der Geißstraße: Reclaim and Remember – Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber

Katharina Nocun auf Stage 7 der #rp24:

"Wohlstandsverwahrlosung" kein geeigneter Begriff für das Verhalten der jungen Menschen, die auf Sylt Nazi-Parolen gesungen haben.

#Pathologisierung und #Othering

Kein Einzelfall! Sehr viele Vorkommnisse deutschlandweit in den letzten Monaten mit genau diesem Lied.

Artikel über die **Zusammenhänge zwischen Konversionstherapie an #queer -en Menschen und der fragwürdigen ABA 'Therapie' welche bei #Autismus angewandt wird**.

ABA steht für "Applied Behavioral Analysis" und soll bei Autist\*innen ein Verhalten hervorrufen, dass mehr den Bedürfnissen des neurotypischen Umfelds angepasst ist. Vertreter der ABA 'Therapie' werben damit, das "Leiden" von Autist\*innen zu reduzieren und ein selbstständiges Leben zu ermöglichen, sowie eine bessere Umgänglichkeit gegenüber neurotypischen Menschen.

Die Methode wurde wiederholt für ihren stark pathologisierenden Ansatz kritisiert, welcher Autismus als behandlungsbedürftiges Problem betrachtet ohne individuelle Bedürfnisse zu berücksichtigen. Dazu gehören Versuche, das eigenständige Verhalten von Autist*innen, wie das "Stimming", zu unterbinden, sowie das Ignorieren von autistischen Meltdowns. Diese kontroversen Praktiken haben dazu geführt, dass ABA von einigen Menschen mit Autismus als "autistische Konversionstherapie" bezeichnet wird, da sie versucht, autistisches Verhalten an gesellschaftliche Normen anzupassen, ähnlich wie es bei Konversionstherapien der Fall ist.

#Konversionstherapie, #AppliedBehavioralAnalysis, #ABA, #trauma, #Kindesmisshandlung, #LGBTQIAplus, #Pathologisierung, #Neurodivergenz, #PTBS

treffende Beobachtungen: >>Alice #Weidel und Jens #Spahn sprechen sich als nicht-heterosexuelle Personen des öffentlichen Lebens mit der Ablehnung des Queerbegriffs von der Repräsentanz dieser Bewegung frei. Und das mit Recht – schließlich sei es beiden freigestellt, wie sie ihre eigene #Identität definieren. Gleichzeitig impliziert ihre Exklusivität jedoch die Existenz einer einheitlichen organisierten #Bewegung, die von der Allgemeinheit als handelnde Institution wahrgenommen wird. Blickt man hinter die Kulissen des Communitybegriffs wird schnell klar: Eine einzige Bewegung gibt es in dieser Form gar nicht. Was vereinfacht und umgangssprachlich als #Gemeinschaft bezeichnet wird, ist eigentlich ein Mix aus der Wahrnehmung des eigenen Umfelds, aktivistischer Stimmen und politischen Vertretungen, oftmals angefacht durch mediale Inszenierung und wutentbrannte Empörung. #Queere Impulse werden entgegen der allgemeinen Auffassung nicht zentral gesteuert, sondern tun sich vordergründig durch #Eigeninitiative aus verschiedenen Perspektiven hervor. "Denn so wie es ist, ist es doch erstmal gut", kritisierte Spahn die Pläne für ein #Selbstbestimmungsgesetz. Leicht gesagt, denn er selbst gehört nicht zur Gruppe der Betroffenen. Aktivist Max Rogall benennt diese Form der Aggression als "#Queer #Gatekeeping". Dabei ruhen sich konservative Stimmen auf den von queeren Menschen erkämpften #Rechten aus, machen jedoch gleichzeitig Stimmung gegen aktuelle progressive Bewegungen. Der Ursprung des Gegenwinds lässt sich hier vordergründig mit fehlendem #Verständnis füreinander begründen. Denn wenn der Wandel innerhalb der Community einseitig für nichtig erklärt wird, bietet das den Nährboden für internalisierte #Queerfeindlichkeit. Die daraus resultierende Missgunst in den eigenen Reihen äußert sich auf unterschiedliche Weise: Der Vorwurf der #Ideologisierung (bis hin zur #Pathologisierung) ist ein beliebtes #Stilmittel der #Diskreditierung. Spitzen sich die Positionen weiterhin zu, gipfelt der Diskurs in der völligen #Entsolidarisierung.
In diesem Spannungsgefüge kristallisieren sich folglich zwei Gegensätze heraus:
#Anfeindungen aus privilegierteren Positionen gegenüber Gruppierungen, die sich auf dem Weg in die gesellschaftliche Mitte befinden. Dass ebenjene Personen Jahrzehnte zuvor den gleichen #Kampf führen mussten, wird oftmals übergangen. Ein einfacher Blick über die Ländergrenzen zeigt jedoch, wie schnell erkämpfter Fortschritt – auch für etablierte Gruppen zu denen Spahn und Weidel zählen – zunichte gemacht werden kann: So wird nach dem rechten Regierungswechsel in #Italien aktuell nur noch ein gleichgeschlechtlicher Elternteil staatlich anerkannt. [...]<< https://www.queer.de/detail.php?article_id=47679
#Queer #queerness #LGBT #lgbtqiaally #trans #transrightsarehumanrights #Solidarität #Queergeschichte #history #Emanzipation #Freiheit #Würde #Grundrechte #für #alle #Gleichheit
Warum distanzieren sich queere Personen von der eigenen Community?

"Ich bin nicht queer, ich bin schwul", stellte jüngst der CDU-Politiker Jens Spahn klar. Simon Pycha über die Gründe des schwindenden Zusammengehörigkeitsgefühls und die Gefahren der zunehmenden Spaltung. (Meinung - Standpunkt)

queer.de

#Therapie generell kritisch sehen, weil Befriedung, #Pathologisierung und Assimilation - meinetwegen.
Gute Therapeut_innen sind rar - definitiv.
Heilen als Mittel zum Zweck, bald wider arbeiten gehen zu können - krass nein.

Aber: #Trauma Therapie hat klar das Ziel, Dinge aus-/besprechbar zu machen. Das ist ein extrem wichtiger Schritt zur Täterentmachtung. Aufgezwungene Geheimnisse ent-heimlichen = da, wo Heilung dann ansetzen kann. Und das im besten Fall ohne Druck dahingehend, was 1 jetzt mit dem neuen Skill des Schweigenbrechens machen will.

Zum #Weltgesundheitstag ein Blick zurück auf #WerkstattGeschichte 78/2018 "krank machen":

Im Thementeil, hg. von Yvonne Robel & Malte Thiessen (@malte_thiessen), Beiträge zur medizinischen & sozialen #Pathologisierung v. Annika Raapke (https://twitter.com/MouseEmperor), Britta-Marie Schenk, Jens Gründler (https://twitter.com/jensi13) & Y. Robel.

Alles online: https://werkstattgeschichte.de/alle_ausgaben/krank-machen/

Wir verlosen ein Heft unter allen, die heute boosten!

@histodons @historikerinnen

#WorldHealthDay #HistMed #histodons

Annika Raapke (@MouseEmperor) / Twitter

Early Modernist. PostDoc. Tracking & tracing Pacotilles across the 18th century Caribbean. Currently teaching at @UU_university

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