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Nach den politischen Umwälzungen des Jahres 2016 schienen diese Kommentare relevanter denn je. Im Web fehlte es an #Mitgefühl - doch das war kein menschliches Versagen, sondern ein Designproblem. Etwas an der technischen Struktur des Web schien diese Toxizität zu begünstigen. Ich erkannte zwei Symptome, die
auf dieselbe Krankheit zurückgingen.

Derzeit ist das schlimmste Symptom die Polarisierung im Web. Die sozialen Medien, wie sie heute aufgebaut sind, verleiten den User dazu, extreme politische Positionen zu beziehen und Andersdenkende zu dämonisieren. Das erschwert konstruktives Engagement, befeuert haarsträubende Verschwörungstheorien und Demagogie, die sachliche Überlegungen in den Hintergrund drängt.
Bald könnten zivilisierte Diskussionen über wichtige Themen unmöglich werden. Ich befürchte, dass diese gesellschaftliche Polarisierung schwerwiegende Folgen für die Menschheit haben könnte —
mit globalen Konsequenzen.

Das zweite Symptom betrifft den Einzelnen noch direkter, Viele User berichten, dass sie nach längerer Nutzung sozialer Medien psychische Probleme entwickeln. Die Liste der damit in Verbindung gebrachten Beschwerden ist alarmierend: Angstzustände, Depressionen, übersteigerte Eifersucht, Minderwertigkeitsgefühle,
Einsamkeit, gestörtes Körperbild - und sogar Suizidgedanken. Be-
sonders stark betroffen ist die junge Generation.
Was ist das gemeinsame Designproblem hinter all diesen beunruhigenden Symptomen? Web-Forscher, die sich mit der Informationssphäre befassen, haben einen klaren Zusammenhang zwischen sozialen Medien und gesellschaftlicher Polarisierung festgestellt. Die Social-Media-Konzerne setzen gezielt maschinelles Lernen ein, um User an ihre Plattformen zu fesseln. Das Design dieser Systeme ist darauf ausgelegt, süchtig zu machen — unter anderem, indem sie immer extremere Inhalte vorschlagen, die Nutzer abwechselnd wütend oder niedergeschlagen machen. Denn leider gibt es in der menschlichen Psyche eine Schwachstelle: Wir sind anfällig für negative Emotionen - und die Tech-Giganten haben gelernt genau das auszunutzen.
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#LasseLiest #WWW #ThisIsForEveryone #KI #Mikrotargeting #SocialMedia
#DesignIssues #Tim Berners Lee

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Das erste Anzeichen dafür, dass etwas ernsthaft aus dem Ruder lief, war die Entscheidung Großbritanniens, die Europäische Union zu verlassen. Die Brexit-Befiirworter verkauften der britischen Öffentlichkeit ihre Position unter Vorspiegelung falscher Tatsachen. Sie versprachen, dass durch den Austritt aus der EU die Einwanderung verringert, die wirtschaftliche Lage verbessert und der Staatshaushalt ausgeglichen werden könne. Die Irreführung durch die Brexit-Kampagne war für sich genommen noch nichts Besonderes; was sie ungewöhnlich machte, war vielmehr die Art und Weise, wie die Öffentlichkeit in die Irre geführt wurde.
Die klassische politische Falschdarstellung wird in Sonntagsreden, Fernsehinterviews und sogar als Aufschrift auf Bussen bis zum Überdruss wiederholt — mit anderen Worten: Sie wird per Broadcast (Rundfunk) gesendet. Jeder kann sehen, was gesagt wird, und die gegenteilige Wahrheit kann ebenfalls gesendet werden, um die Lüge zu bekämpfen. Doch zusätzlich machten die Brexit-Befür‘worter noch etwas ganz anderes: Sie verbreiteten ihre Fehlinformationen nicht nur über das Fernsehen, sondern auch per Narrowcast (Schmalfunk) über Social Media - gezielt an jene Bevölkerungs-Segmente, die am empfänglichsten für ihre Botschaft waren.
Die Brexit-Kampagne wurde von Cambridge Analytica unterstützt, einem britischen Politikberatungsunternehmen, das sich darauf spezialisiert hatte, Facebook-Daten zu nutzen, um gezielt Wähler zu beeinflussen. Zunächst bestritt das Unternehmen, an der Brexit-Kampagne beteiligt gewesen zu sein — bis ein zehnseitiges Paper mit dem Titel «Big Data Solutions for the EU Referendum» geleakt wurde und endgültig belegte, dass es involviert war. Die Strategie von Cambridge Analytica bestand darin, Wechselwähler zu identifizieren und mittels «Mikrotargeting» gezielt anzusprechen, basierend auf hochentwickelten Analyseverfahren, mit denen jedem einzelnen Wähler in einem bestimmten Gebiet numerische Werte für bestimmte Persönlichkeitsmerkmale zugewiesen wurden.
Demografische Profilierung von Wählergruppen war an sich nichts Neues, doch die riesigen Datenmengen, die über User der von Cambridge Analytica verbreiteten App gesammelt wurden, führten zu weitaus detaillierteren und präziseren Persönlichkeitsprofilen als je zuvor. Diese Daten ließen sich mit sogenannten A/B-
Tests kombinieren, bei denen die Reaktionen von Probanden auf verschiedene Varianten derselben politischen Botschaft gemessen wurden, um die wirkungsvollsten Schlagzeilen zu ermitteln. Die Verbindung von Mikrotargeting und Fehlinformationen ermöglichte eine personalisierte politische Propaganda, die gezielt und unbemerkt an jene Teile der Wählerschaft ausgespielt wurde, die am ehesten dazu neigten, ihr Glauben zu schenken. Ich möchte hinzufügen, dass ein weiterer entscheidender Faktor für das Brexit-Debakel die Dysfunktionalität von Artikel 50 war — jener Klausel im Vertrag über die Europäische Union, die es einem Mitgliedstaat erlaubt, den Austritt einzuleiten. Hätte es sowohl vor als auch
nach den Austrittsverhandlungen eine Volksabstimmung gegeben. wäre vielleicht klarer gewesen, worüber wir eigentlich abgestimmt haben. Stattdessen mussten wir über politische Versprechen entscheiden - und dank Narrowcasting und Mikrotargeting, konnten diese Versprechen je nach Zielgruppe völlig unterschiedlich ausfallen.
Das Ergebnis der Brexit-Abstimmung hatte viele Ursachen, doch ein neuartiges System zur wirkungsvollen Verbreitung politischer
Botschaften war zweifellos eine davon. Wirklich begriffen, wie zerstörerisch dieses System sein konnte, habe ich allerdings erst nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten im Jahr 2010.
Auch bei dieser Wahl spielte Cambridge Analyrica eine Rolle: Von einem Büro im zweiten Stock in London aus zog das Unternehmen die Strippen, um die amerikanische Wählerschaft zu beeinflussen.
«Heute haben wir in den Vereinigten Staaten etwa vier- oder fünftausend Datenpunkte zu jeder einzelnen Person, erklärte der CEO von Cambridge Analytica, Alexander Nix, wenige Wochen vor der Wahl gegenüber Sky News.
"Das heißt, dass wir die Persönlichkeit jedes erwachsenen US-Bürgers modellieren — also etwa 230 Millionen Menschen.»
Rückblickend wurde der Einfluss von Cambridge Analytica in der Zeit unmittelbar nach der Wahl vielleicht überschätzt. Doch es
liegt auf der Hand, warum das Unternehmen eine solche Kontroverse auslöste. Für traditionelle Funk- und Fernsehmedien galten relativ strenge Regeln für politische Werbung, während es in den sozialen Medien kaum Vorschriften gab — wenn überhaupt. Hinzu kam, dass nur ein winziger Teil der Bevölkerung die Botschaften überhaupt sah, nämlich genau der, der am empfänglichsten dafür war. Man muss kein Politikwissenschaftler sein, um zu erkennen, welchen Schaden provozierende, gezielte, heimliche und hochgradig personalisierte Propaganda dem demokratischen Diskurs zufügen kann. Heute vergleiche ich Cambridge Analyticas Methoden mit einem verdeckt eingesetzten Megafon.
Am Wahlabend 2016 war ich in den Vereinigten Staaten. Ein
Freund feierte in seinem Haus außerhalb von Boston eine Wahlparty. Aufgrund der Umfragen ging ich davon aus, dass Hillary Clinton gewinnen würde — und brachte für den Anlass eine Flasche Sekt mit. Die Stimmung war von Anfang an zuversichtlich und ausgelassen, viele der Anwesenden freuten sich, dass Hillary bald die sogenannte gläserne Decke durchbrechen würde. Doch als die Ergebnisse eintrafen, wurde es immer stiller im Raum, und die Gesichtsausdrücke meiner Freunde wechselten von freudiger Erwartung zu sprachlosem Unglauben. Im Laufe des Abends wurde klar, dass Trump zwar bei den Wählerstimmen deutlich unterlag, aber im Wahlmännerkollegium die Mehrheit erringen und damit die Präsidentschaft gewinnen würde. Die fröhliche Stimmung
wich bitterer Enttäuschung und immer mehr Gäste gingen. Ich zog mich zurück und versteckte meine Sektflasche hinter einem Vorhang. Vielleicht steht sie heute noch dort.
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#LasseLiest #WWW #ThisIsForEveryone #KI #Mikrotargeting #SocialMedia

Haushaltsgeräte (Mikrowelle, Geschirrspüler, you name it) kommen immer öfter mit großen Touchscreens, statt einfachen und günstigen Knöpfen. Grund: Mit personalisierter #Werbung viel Geld verdienen...

"LG’s microwave has a 27-inch display that’ll be perfect for ads / From the company that displays full-screen ads on its idle televisions."

https://www.theverge.com/2024/12/30/24331994/lg-microwave-27-inch-display-speakers

#Datenschutz #Marktwirtschaft #Mikrotargeting #DerGläserneVerbraucher #Wirtschaftsextremismus

LG’s microwave has a 27-inch display that’ll be perfect for ads

LG’s second-generation of Signature appliances includes a microwave with a built-in 27-inch display and speakers — from the same company that serves full-screen ads on idle TVs.

The Verge

Ich finde es ja löblich von @zdfmagazin und @whotargetsme , dass sie dem #Mikrotargeting im Rahmen der #BTW nachgehen wollen, aber es würde mich doch sehr wundern, wenn sich die Parteien diese Chance entgehen lassen würden. ...

Legal, illegal, sch...egal.

Dabei fühle ich mich (so ganz ohne Facebook, Insta, YouTube und X) schon ein klein wenig diskriminiert, denn so kann ich leider gar keine Daten zum Auswerten spenden. ...

Dieser Artikel stammt von Netzpolitik.org.Der Autor ist…
Die EU-Innenkommissarin und glühende Verfechterin der Chatkontrolle musste sich heute im Innenausschuss des Europäischen Parlamentes kritischen Fragen stellen. Doch die Fragen zu Lobbyismus und unlauterer Werbung ließ sie abperlen. Beobachtungen aus einem Ausschuss, der Johansson kaum greifen konnte.
Ylva Johansson (Archivbild) – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / ZUMA WireEU-Innenkommissarin Ylva Johansson musste sich heute den Fragen im EU-Innenausschuss (LIBE) in Sachen Chatkontrolle stellen. Die sozialdemokratische Politikerin aus Schweden war zuletzt mit Lobbyverflechtungen und dem Einsatz von politischem Mikrotargeting aufgefallen – und ist deswegen in den Ausschuss geladen worden.
Johansson ist eine der treibenden Kräfte hinter dem Gesetzesvorhaben der EU-Kommission zur „Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern“. Um Darstellungen von Missbrauch aufzudecken, soll auch private Kommunikation durchleuchtet werden. Eine breite Allianz aus unter anderem Daten- und Kinderschützer:innen, Bürgerrechtler:innen und Politiker:innen lehnt den Vorstoß ab.
Johansson hatte Kritik bislang zurückgewiesen und investigative Recherchen zu ihr offenbar nahe stehenden Lobbynetzwerken als „sensationslüstern“ beschrieben. Den Einsatz von Mikrotargeting bei einer Chatkontrolle-freundlichen Werbung der EU-Kommission nannte sie „normal“, während die EU selbst diese Form der Werbung regulieren möchte und der EU-Datenschutzbeauftragte eine Voruntersuchung gegen Johansson eingeleitet hat.
Mikrotargeting hat Konsequenzen
Im Ausschuss selbst versuchte Johansson die Kritikpunkte als Nebensache darzustellen und hob immer wieder darauf ab, dass es doch um den Schutz der Kinder gehe und dass dies der Kern der Debatte sei. In ihrem Eingangsstatement stellte Johansson die Treffen mit verschiedenen Organisationen als vollkommen normalen Ablauf dar, sie habe sich mit dutzenden Organisationen, sowohl Gegner:innen wie Befürworter:innen ihrer Verordnung getroffen. Den Großteil ihres etwa fünfminütigen Eingangsstatement nutzte sie allerdings dafür, ihre Chatkontrolle-Verordnung zu verteidigen und als verhältnismäßig darzustellen.
Alle Fragen der Abgeordneten zu der umstrittenen Mikrotargeting-Kampagne wehrte Johansson mit der Bemerkung ab, dass sie mit den Details dieser Kampagne nicht vertraut und gleichzeitig in die Durchführung der Kampagne nicht involviert gewesen sei. In der Sitzung des Ausschusses sagte sie, dass die Kampagne nun Teil einer internen Untersuchung der Kommission sei. Dabei soll etwa geprüft werden, ob die Regeln des Digitale-Dienste-Gesetzes (DSA) eingehalten wurden.
Geladener Journalist erhebt Vorwürfe
Zu ihren Lobbyverflechtungen befragt, sagte Johansson, dass sie die Oak Foundation nicht kenne. Die Organisation hatte den Recherchen von unter anderem BalkanInsight zufolge 24 Millionen Dollar in das Chatkontrolle-Lobbying gesteckt.
Es gab auch kritische Fragen zu den finanziellen Interessen von Technologie-Firmen, die durch die Chatkontrolle teure Aufträge erwarten dürfen. Diese konterte Johansson damit, dass die EU-Verordnung „technologieneutral“ sei. Im Rahmen der Verordnung habe sie sich drei Mal mit Microsoft, sechs Mal mit Google, drei Mal mit Twitter, drei Mal mit TikTok, ein Mal mit der ICANN, einmal mit Apple, einmal mit Amazon, zwei mal mit Thorn und zweimal mit Brave getroffen. Sowohl Thorn wie auch Brave sind Teil des aufgedeckten Lobbynetzwerkes. Thorn bietet auch technische Lösungen zum Verkauf. Mit dem europäischen Dachverband von Organisationen für digitale Freiheitsrechte, EDRi, hat sich Johansson trotz mehrfacher Nachfrage allerdings nicht getroffen. Die Innenkommissarin erklärte, dass es eine Podiumsdiskussion unter Beteiligung von EDRi und ihr gegeben habe.
Vor den Ausschuss war auch der investigative Journalist Apostolis Fotiadis aus Griechenland geladen. Er hatte mit Kolleg:innen die Lobbyverflechtungen von Johansson aufgedeckt und beklagte sich über den Umgang mit der Presse. Anfragen nach Dokumenten seien um Monate verzögert worden, die Innenkommissarin habe auf Presse- und Interviewanfragen nicht reagiert. Nach dem Erscheinen der Artikel habe die Kommissarin dann versucht, die Berichte als unseriös und als Verschwörungstheorien darzustellen. Fotiadis sehe zwar keinen Angriff auf die Pressefreiheit in diesem Fall, aber wenn sich ein solcher Umgang mit Journalismus häufe, würde dies die Pressefreiheit unterminieren.
„Mandat missbraucht“
Die knapp anderthalbstündige Sitzung endete mit einer harschen Kritik der deutschen Europa-Abgeordneten Cornelia Ernst (Linke). Sie sagte, dass sie Johansson nach diesem Auftritt persönlich misstraue. Die Kommissarin habe ihr Mandat für Lobbyismus missbraucht und gleichzeitig die Arbeit des Parlaments in Abrede gestellt. In einer danach verbreiteten Pressemitteilung schreibt sie: „Ich bin geradezu schockiert darüber, wie wenig die Kommissarin Johansson auf die wichtigen Fragen der Abgeordneten geantwortet hat und die nötige Aufklärung eher verhindert. Ohne Klärung der Interessenkonflikte darf das EP nicht über die Verordnung abstimmen!“
Der Pirat Patrick Breyer von der grünen Fraktion sagt in einer Pressemitteilung, dass sich Johansson „uneinsichtig“ gezeigt und mit der „üblichen Propaganda“ geantwortet habe.
Viel schlauer als zuvor ist nach dieser Sitzung wohl niemand. So zeigt sich Konstantin Macher vom deutschen Verein Digitalcourage enttäuscht: „Die Kommissarin hat viel gesprochen, aber nichts gesagt. Echte Aufklärung sieht anders aus, damit kann sich das Europäische Parlament nicht zufrieden geben.“
Ella Jakubowska von EDRi sieht das ähnlich: „Wie viele der anwesenden Mitglieder des Europäischen Parlaments sind wir enttäuscht, dass die Kommissarin nicht auf die gegen sie erhobenen Vorwürfe eingegangen ist. Dies überrascht uns jedoch nicht, da die Weigerung, sich inhaltlich mit den Bedenken auseinanderzusetzen, während der gesamten Arbeit an der Chatkontrolle-Verordnung zu beobachten war.“
Währenddessen gehen die Verhandlungen zur Chatkontrolle weiter. Im sogenannten Trilog müssen Kommission, EU-Parlament und Ministerrat zu einer Einigung über den Gesetzestext kommen. Zumindest das Parlament nähert sich aktuell einer Position, die Abstimmung im Rat wurde bereits mehrfach verschoben. Erst nach der Einigung in allen Gremien kann der Trilog beginnen.

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Author: Markus Reuter

https://www.bachhausen.de/lobbynetzwerk-und-mikrotargeting-ylva-johansson-weicht-fragen-im-eu-innenausschuss-aus/

#fragen #innenausschuss #johansson #lobbynetzwerk #mikrotargeting #weicht

Lobbynetzwerk und Mikrotargeting: Ylva Johansson weicht Fragen im EU-Innenausschuss aus – netzpolitik.org

Die EU-Innenkommissarin und glühende Verfechterin der Chatkontrolle musste sich heute im Innenausschuss des Europäischen Parlamentes kritischen Fragen stellen. Doch die Fragen zu Lobbyismus und unlauterer Werbung ließ sie abperlen. Beobachtungen aus einem Ausschuss, der Johansson kaum greifen konnte.

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3/ 2021 hatte ich mich so ein bisschen schlau gemacht, wie das mit den Prognosen funktioniert usw. Es gibt so Dienstleister, die Befragungen durchführen und einem dann so sagen, wo man gerade liegt. Ich hatte mir das sehr schön vorgestellt: Ich bezahle 50 oder 100 Euro und die rufen dann alle in meinem Wahlkreis an und fragen sie, ob sie Stefan Müller auch dann wählen würden, wenn er für die Partei #DiePARTEI kandidiert.

Die Umfrageleute würden dann dafür sorgen, dass ich bekannter würde und für mich Wahlwerbung machen. Leider wurde mir dann gesagt, dass man für die Erstellung solcher Prognosen irgendwie über 5 Prozent oder noch mehr haben müssten. Ich habe mich dann darauf beschränkt, meine Wähler*innen über #Mikrotargeting zu manipulieren. (Ist echt geil: Man kann Werbung für Heavy-Metal-Fans in Herzogenaurach schalten. Oder noch die mit Interesse an Bio-Essen dazunehmen. #facebook #Survaillence Capitalism)

Jedenfalls bin ich in den letzten Jahren total berühmt geworden, was man auch daran erkennen kann, dass ich 1927 Follower auf #Mastodon habe. Ich habe also Umfragen durchführen lassen und das Ergebnis war, dass die #BDSM-Partei bei 20% liegen würde. Im Osten etwas mehr.

Das war insgesamt aber natürlich einigermaßen enttäuschend, denn 20% reicht nicht für #Bundeskanzler. Eigentlich. Aber! Die Grünen hatten bei den letzten Wahlen nur deshalb solche Einbrüche, weil es keine Machtoption für sie gibt. In der Umfrage, die mit BDSM kombiniert wurde, hat sich ergeben, dass #dieGrünen bei 35% liegen, weil sie ja mit BDSM koalieren können.

Und jetzt kommt der Witz: #Habeck und #Baerbock brauchen sich nicht mehr um die Kanzlerschaft zu streiten, denn die Kanzlerschaft übernehme ich! Sie sind diese Art des Arbeitens praktisch seit zwei Jahren gewohnt. Das nennt sich Minderheitenregierung: Irgendwelche dahergelaufenen Subjekte, die eigentlich in der Minderheit sind, haben aus irgendwelchen Gründen einen Hebel und drohen, alles platzen zu lassen.

Da es keine andere Möglichkeit für die Grünen gibt, brauchen sie mich und überlassen mir die Kanzlerschaft. Ich glaube, dass ich mit den beiden Vizekanzler*innen gut auskommen werden. Sie werden den M-Part übernehmen, das sind sie von zwei Jahren mit #FDP-Regierung gewöhnt.

Ich werde sie dann quälen. Mit #NRWE-Enteignung, Verschrottung der #LNG-Terminals und so.

Es wird keine Leaks von Gesetzen mehr geben und wir werden uns vor Veröffentlichung erster Entwürfe auf die sozialen Aspekte einigen. Die Kindergrundsicherungssachen kommen als erstes nach der Wahl.

Ich glaub, es wird ganz schön.

#BSW
#VereinBSW
#SahraWagenknecht
#Wagenknecht

Nach dem jüngsten #Mikrotargeting-Skandal zur #Chatkontrolle werden die Rufe nach Aufklärung lauter. Nun schaltet sich auch der Europäische Datenschutzbeauftragte @EDPS ein und geht dem unlauteren und wahrscheinlich rechtswidrigen Werben für die Chatkontrolle durch das Haus der Innenkommissarin Ylva Johansson nach.
Auch aus dem Europäischen Parlament werden Antworten zu der Serie an Skandalen durch die EU-Kommission verlangt. @netzpolitik_feed berichtet: „Laut einer Presseerklärung von @echo_pbreyer wird die Grüne EP-Fraktion heute 'eine Erklärung des Rates und der Kommission zu diesen Rechtsverstößen und der Lobbyarbeit von Kommissarin Johansson im Amt fordern'.“

https://netzpolitik.org/2023/chatkontrolle-eu-datenschutzbeaufragter-untersucht-microtargeting-der-eu-kommission/

Mehr dazu, was am Freitag enthüllt wurde:
https://digitalcourage.social/@digitalcourage/111227387282276052

#ChatkontrolleSTOPPEN!

Chatkontrolle: EU-Datenschutzbeauftragter untersucht Microtargeting der EU-Kommission – netzpolitik.org

Für Ylva Johansson könnte eine Werbekampagne für die Chatkontrolle Ärger bedeuten. Die EU-Innenkommissarin hat politisches und religiöses Microtargeting auf Twitter genutzt, um irreführende Werbevideos zu schalten. Nun startet der EU-Datenschutzbeauftragte deswegen Voruntersuchungen.

netzpolitik.org
Nach den Berichten vom Freitag über die #Mikrotargeting-Kampagne für die #Chatkontrolle im Auftrag der EU-Kommission, hat der Vorfall jetzt auch die Aufmerksamkeit des Europäischen Datenschutzbeauftragten @EDPS auf sich gezogen, wie @fantafanta berichtet:
https://mastodon.social/@fantafanta/111239011638551033
@netzpolitik_feed
Politisches Mikrotargeting: EU-Kommission schaltet irreführende Werbung für Chatkontrolle auf X

Mitten im Gesetzesprozess schaltet EU-Innenkommissarin Ylva Johansson Werbung für die Chatkontrolle in Ländern, die kritisch gegenüber der Verordnung sind. Dabei nutzt sie politisches Mikrotargeting, das die EU-Kommission eigentlich strenger regulieren will.

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Politisches Mikrotargeting: EU-Kommission schaltet irreführende Werbung für Chatkontrolle auf X

Mitten im Gesetzesprozess schaltet EU-Innenkommissarin Ylva Johansson Werbung für die Chatkontrolle in Ländern, die kritisch gegenüber der Verordnung sind. Dabei nutzt sie politisches Mikrotargeting, das die EU-Kommission eigentlich strenger regulieren will.

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