Das Jahr neigt sich dem Ende, und die #Natur wird ruhiger: Tiere und Pflanzen stellen sich auf die kalte Zeit ein. Einige Arten legen Vorräte an, andere – vor allem Insekten – fahren ihren Stoffwechsel stark herunter. Sie überwintern in unterschiedlichen Entwicklungsstadien an vertrockneten Pflanzenstängeln, auf Blattunterseiten, im Boden oder in Laubhaufen. Auch #Blühflächen in der Agrarlandschaft sind wichtige Winterquartiere. Insekten brauchen Schutz, auch wenn wir sie nicht sehen. Deshalb sind mehrjährige Blühflächen und stehen gelassene Pflanzenreste so wichtig.
🦋🦟🐞 Insekten nutzen dafür verschiedene Strategien. Viele Arten überdauern den Winter nicht als erwachsenes Insekt, sondern in früheren Entwicklungsstadien. So verbringt der #Schwalbenschwanz die kalte Jahreszeit als Puppe an Pflanzenstielen. Manche Schmetterlingsarten überwintern als Ei – so sind sie besser vor Fressfeinden geschützt. Die Dreizahn-Stängelbiene entwickelt sich im Herbst zur Larve und bleibt in markhaltigen Pflanzenstängeln, bis es im Frühjahr wieder warm wird. Andere Insekten wie die Hainschwebfliege entkommen der Kälte, indem sie in wärmere Regionen ziehen.
In dieser Zeit sind sie besonders empfindlich. Maßnahmen wie Mähen, Bodenbearbeitung oder das Entfernen von Pflanzenresten können für sie tödlich sein. Störungsarme Flächen sind daher entscheidend. Dazu gehören Blühflächen, die idealerweise mit heimischen Pflanzenarten eingesät sind und deren Mischung je nach Ziel und Standort variiert. In Ackerlandschaften gibt es zum Beispiel spezielle Saatmischungen, die über fünf Jahre bestehen und ohne Pflegeschnitt auskommen. Blühflächen in Kommunen und Gemeinden werden meist für längere Zeit angelegt und regelmäßig gemäht oder gemulcht.
Damit Insekten auch im Winter Lebensräume finden, sollten einjährige Blühflächen möglichst vermieden und mehrjährige Flächen nur abschnittsweise gemäht werden. Wer Pflanzenreste stehen lässt, unterstützt die #Insektenvielfalt ganz konkret. Diese #Vielfalt ist entscheidend für sogenannte „Ökosystemdienstleistungen“ wie Bestäubung und den Abbau von Pflanzenmaterial. Intakte Lebensräume sind damit unverzichtbar für unsere eigene #Lebensgrundlage.






