Die #Herkulesbahn in Kassel soll reaktiviert werden. Dazu hat die #KVG eine Machbarkeitsstudie erstellt. Der Plan klingt toll: #Herkules besser angebunden, weniger Touristenstau. Aber kann das in echt funktionieren? Leider gibt es auf der Seite der KVG nur eine ultrakurze Zusammenfassung der Ergebnisse der Studie. Die Studie selbst scheint (noch) nicht öffentlich zu sein.
Das ist irritierend, denn angeblich sollen die Stadtverodneten bereits ende September über das weitere Vorgehen entscheiden. Und dafür müssten sie ja die Möglichkeit haben, die Studie zu lesen und zu prüfen.
Zumal das Ergebnis völlig unplausibel ist. Ich meine es gibt ja einen Grund, warum der Bus zum Herkules nur alle 30 Minuten fährt (außer zu den Wasserspielen). Eine Straßenbahn im gleichen Takt würde die Kapazität verdoppeln - was ja offenbar nicht nötig ist, sonst führe der Bus häufiger.
Deswegen ist es mir schleierhaft, wie sich aus der Studie die Wirtschaftlichkeit der Bahn ergibt. Es kommt der Verdacht auf hier könnte massiv schöngerechnet worden sein.
Und das ist nicht das einzige Problem. Alle Visualisierungen zeigen eine einspurige Strecke. Damit wäre ein 30-Minuten-Takt das Maximum was möglich ist. 15 Minuten bei Einbau einer Ausweichstelle. Heute (Tag mit Wasserspielen) sind laut Plan in 90 Minuten (13:30 bis 15:00) 14 Busse vom #Druseltal zum Herkules gefahren. Für die gleiche Kapazität wären 7 Straßenbahnen erforderlich - mit 15-Minuten-Takt gerade so zu schaffen.
Aber der Plan ist ja nicht, die Bus-Kapazität durch Bahnen zu ersetzen, sondern die Kapazität soll steigen. Heißt: Strecke durchgehend zweigleisig oder zu Stoßzeiten Doppeltraktionen oder weiterhin Busse als Ergänzung.
Auch diese Fragen sollten in der Studie beantwortet sein und müssen beantwortet werden, bevor der Prozess weitergeht.
Herkulesbahn in Kassel