Digitaler Offenbarungseid – Wie SAP unsere Behörden an US Big-Tech ausliefert
SAP will mit OpenAI und Microsoft künstliche Intelligenz in die deutschen Behörden bringen. Was fortschritt
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Was bedeutet „Digitale Souveränität“?

Digitale Souveränität bedeutet, selbst zu bestimmen, wer Deine Daten kontrolliert. Open Source ist ein Werkzeug, aber entscheidend ist die Strategie dahinter. Wer auf digitale Souveränität verzichtet, gibt mehr auf, als nur die Möglichkeit, den Anbieter zu wechseln.

👉 https://kaffeeringe.de/2025/10/24/was-bedeutet-digitale-souveraenitaet/

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Noch abhängiger

SAP und OpenAI Wie die öffentliche Verwaltung mit KI noch abhängiger von Big Tech wird

Künstliche Intelligenz soll die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung beschleunigen, so die Hoffnung der Bundesregierung. Passende Angebote kündigen SAP und OpenAI für kommendes Jahr an. Doch damit würden sich Behörden von Bund, Ländern und Kommunen noch enger an die Produkte der Tech-Konzerne binden.

Die Meldung sorgte jüngst für größeres Medienecho: Das deutsche Software-Unternehmen SAP will mit ChatGPT-Hersteller OpenAI kooperieren. Zusammen wollen sie sogenannte Künstliche Intelligenz für den öffentlichen Sektor anbieten. Zur Zielgruppe gehören neben Schulen und Universitäten auch die öffentliche Verwaltung.

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) bezeichnet die Kooperation als „gutes Signal für den Digitalstandort Deutschland“. Konkreter wird er nicht. Das könnte daran liegen, dass die Nachrichtenmeldung zahlreiche Fragen offenlässt: Um welche KI-Produkte wird es bei der Kooperation gehen? Wer kontrolliert das dahinterliegende KI-Modell am Ende? Und wer wird auf die Daten zugreifen, die aus der öffentlichen Verwaltung in die KI-Systeme fließen?

Bislang nur ein „Marktangebot“

Noch ist nichts in trockenen Tüchern. Denn die Übereinkunft zwischen SAP und OpenAI ist bislang nicht mehr als eben das: eine angekündigte Kooperation zwischen zwei großen IT-Herstellern. Und noch ist nicht entschieden, dass die öffentliche Verwaltung auch zu deren Kunden zählt. Das bestätigt das Bundesdigitalministerium (BMDS) auf Anfrage von netzpolitik.org.

Das Ministerium begrüßt zwar generell Kooperationen „führender deutscher Unternehmen“ und im Konkreten „die KI-Offensive von SAP“, so ein Sprecher gegenüber netzpolitik.org. Er stellt aber zugleich klar: „Bei dem von SAP und OpenAI angekündigten KI-Angebot handelt es sich um ein Marktangebot.“ Und bevor die öffentliche Verwaltung ein solches Angebot „für schutzwürdige Daten“ nutzt, müsse sie es prüfen und zertifizieren. Beides sei bislang nicht erfolgt.

Was bieten SAP und OpenAI?

SAP und OpenAI rühren derweil kräftig die Werbetrommel. Mit Unterstützung von KI sollen Behördenmitarbeiter*innen ihre Arbeit fortan schneller erledigen, so ihr Versprechen, um mehr Zeit „für wertschöpfende Aufgaben“ zu haben. Die KI-Systeme sollen etwa automatisch Akten verwalten und Daten analysieren. Die Verarbeitung erfolge „sicher und verantwortungsvoll“.

Zugleich werben die Unternehmen damit, so zur Umsetzung der KI-Strategie des Bundesund die High-Tech-Agenda der Bundesregierung beizutragen. Die High-Tech-Agenda verfolgt das Ziel, mit einer KI-Offensive bis zum Jahr 2030 „zehn Prozent unserer Wirtschaftsleistung KI-basiert [zu] erwirtschaften“. Außerdem sollen die KI-Produkte beider Unternehmen dabei helfen, dass die Bundesrepublik „digital souverän“ wird.

„Um das zu gewährleisten, wird OpenAI für Deutschland von der SAP-Tochter Delos Cloud angeboten“, argumentiert SAP. In der öffentlichen Verwaltung ist die Delos-Cloud bereits seit längerem bekannt. Vor gut einem Jahr warben der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gemeinsam mit Markus Richter (CDU) – Richter war damals Bundes-CIO und ist inzwischen Staatssekretär im BMDS – dafür, dass die Delos-Cloud eine zentrale Rolle in der Verwaltungscloud-Strategie des Bundes einnimmt. In einer Sondersitzung des IT-Planungsrats im Juni 2024 lehnten die Länder dies allerdings unter anderem deshalb ab, weil SAP in den Rechenzentren von Delos die Cloud-Software Azure des US-Konzerns Microsoft einsetzt.

Zunehmende Abhängigkeit von Microsoft

Kritiker*innen wiesen bereits damals darauf hin, dass sich die Bundesregierung immer stärker in die Abhängigkeit von Microsoft begebe. Der Tech-Gigant mischt aber nicht nur bei der Delos-Cloud mit, sondern ist auch strategischer Partner und Großinvestor bei OpenAI. Sollte die öffentliche Verwaltung fortan zu den Kunden von SAP und OpenAI zählen, wird diese Abhängigkeit vermutlich noch stärker werden. Da beruhigt auch die Zusicherung von Philipp Herzig, Chief AI Officer von SAP, nur wenig, wonach das KI-Angebot des Konzerns den Vorgaben des europäischen Datenschutzes entspreche.

Außerdem sollen die Produkte für die Verwaltung „aus Deutschland heraus betrieben“ werden, so Herzig. Die Daten öffentlicher Einrichtungen würden demnach auf Rechenzentren in Deutschland gespeichert. Das verhindere, dass Unberechtigte außerhalb der Bundesrepublik darauf zugreifen könnten.

Doch dieses Versprechen wird Herzig vermutlich nicht einhalten können. Grund ist der US-amerikanische Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act, kurz CLOUD Act, aus dem Jahr 2018. Das Gesetz bestimmt, dass US-Tech-Anbieter unter bestimmten Voraussetzungen zur Offenlegung von Daten gegenüber US-Behörden verpflichtet (PDF) werden können – auch wenn sich diese Daten außerhalb der Vereinigten Staaten befinden.

Dieses Risiko ist zuständigen Politiker*innen offenbar bewusst. Erst im Juli stellte das baden-württembergische Innenministerium (PDF) fest, dass Microsofts Software den Vorgaben des CLOUD Acts unterliege. Daher könne hier „nicht in vollem Umfang von vollständiger Souveränität gesprochen werden, da theoretisch Zugriffe auf Anwendungsdaten durch Drittstaaten nicht ausgeschlossen werden können“. Das Ministerium warnt sogar explizit davor, dass Microsoft auf Geheiß der US-Regierung einen Datenabfluss in seine Software einbauen könnte, ohne dass Software-Nutzer*innen davon wüssten.

Heute berät der Landtag von Baden-Württemberg (PDF) unter Ausschluss der Öffentlichkeit, ob er die Delos-Cloud in der Landesverwaltung einführen will

Esther Menhard ist freie Autorin bei netzpolitik.org. Sie recherchiert zur Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung und nimmt dazu gerne Hinweise entgegen. Von Haus aus Philosophin, interessiert sie sich für Datenethik, die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Digitalität, AdTech, Open Access und Open Source. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon Bluesky. Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

Noch abhängiger – Beueler-Extradienst

Deutschland erhält eigene souveräne Version von OpenAI
SAP arbeitet mit OpenAI zusammen, um OpenAI für Deutschland zu entwickeln. Diese neue KI-Alternative richtet sich speziell an die Bedürfnisse des deutschen öffentlichen Sektors und soll 2026 verfügbar sein.

KI-Tools für de
https://www.apfeltalk.de/magazin/news/deutschland-erhaelt-eigene-souveraene-version-von-openai/
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Deutschland erhält eigene souveräne Version von OpenAI

OpenAI und SAP bieten KI für Deutschlands öffentlichen Sektor, mit Fokus auf Datenschutz und EU-Konformität ab 2026.

Apfeltalk Magazin

Starke Ansage für den öffentlichen Sektor 💪

Die Delos Cloud zeigt, wie souveräne, flexible und zukunftssichere IT-Lösungen aussehen können - gerade dort, wo Datenschutz und Verlässlichkeit besonders zählen.

Mit uns als Partner wird daraus ein echter Mehrwert für Ihre digitale Transformation.

#DelosCloud #Souveränität #DigitaleVerwaltung #PublicSector

https://www.linkedin.com/posts/abshoff_delos-cloud-im-%C3%B6ffentlichen-sektor-syskoplan-activity-7313465479837192192-2Esp?utm_source=share&utm_medium=member_desktop&rcm=ACoAACi1elkBR6qnHXVG13A-YlULrKs4jP_1QfY

Delos Cloud im öffentlichen Sektor | Syskoplan Reply | Sebastian Abshoff

Starke Ansage für den öffentlichen Sektor 💪 Die Delos Cloud GmbH zeigt, wie souveräne, flexible und zukunftssichere IT-Lösungen aussehen können - gerade dort, wo Datenschutz und Verlässlichkeit besonders zählen. Mit uns als Partner wird daraus ein echter Mehrwert für Ihre digitale Transformation. #DelosCloud #Souveränität #DigitaleVerwaltung #PublicSector

Nextcloud-Chef: «Microsoft wollte uns dafür bezahlen, dass wir die Beschwerde zurückziehen» - Das Netz ist politisch

In Zeiten, in denen amerikanische Tech-CEOs auf Schmusekurs mit der autokratisch regierenden Administration von US-Präsident Donald Trump gehen und das Credo

Das Netz ist politisch

#digitalesouveränität mit #multicloud wie sie auf dem Digitalen Staat präsentiert wurde.

Alle Proprietären #cloud s haben das Problem, das die Software nicht weiter betrieben werden kann, siehe der Thread hier

https://23.social/@thomasfricke/114188236201069696

#AWS #delos #deloscloud @bsi

Thomas Fricke (he/him) (@thomasfricke@23.social)

@alvar@freude.social @FITKOfoederal@social.bund.de Es reicht übrigens, wenn ein popeliges Zertifikat nicht erneuert wird. Wenn die #cert chain bei us.gov endet, und den Update einstellt, brauchen sie nicht mal einen Kill Switch. #F35 Bomber sind mitgemeint. "Dein Flugzeug ist nur ein Edge Device meiner Cloud" Den Witz mache ich üblicherweise mit Herzschrittmachern. Gerade hat #google uns nochmal daran erinnert https://www.theregister.com/2025/03/13/google_chromecast_fix/

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Am Montag geht es für mich zum Delos Cloud Partner Workshop nach Berlin. Ich bin schon sehr gespannt auf neue Details zur Delos Cloud. Die souveräne Cloud bietet Office 365 und Azure-Services an - ein einzigartiges Angebot für deutsche Behörden und Institutionen, denen höchste Sicherheitsstandards besonders wichtig sind. Ich freue mich auf einen intensiven Austausch, neue Impulse und spannende Einblicke und natürlich neue Kontakte.

#DelosCloud #Souveränität #cloud

https://www.linkedin.com/posts/abshoff_sicherheit-souveraeunitaeut-deloscloud-activity-7298286508510203904-vB1D?utm_source=share&utm_medium=member_desktop&rcm=ACoAACi1elkBR6qnHXVG13A-YlULrKs4jP_1QfY

#souveränität #cloudcomputing #deloscloud | Sebastian Abshoff

Verrückte sitzen im Weißen Haus? Der neue alte Präsident heißt Donald Trump, Elon Musk, ein faschistischer Techie, hat ungeschützten Zugang zu vielen Regierungsdaten, und andere Tech-Milliardäre biedern sich auf schäbige Weise bei Trump an. In den USA ist seit dem 20. Januar 2025 die Hölle los. In der Vergangenheit ging es oft darum, sich vor geheimdienstlicher Industriespionage zu schützen - mittlerweile wirkt das wie ein zum Scheitern verurteiltes Unterfangen. Spätestens jetzt sollte klar sein: Wir brauchen souveräne europäische und vor allem deutsche Cloud-Plattformen. Eine davon ist die Delos Cloud GmbH, die gerade ihr Geschäft aufbaut: Deutsche Rechenzentren unter deutscher Kontrolle, keine Zugriffsmöglichkeiten der US-Regierung, trotzdem laufen die Dienste mit Microsoft-Technologien. Das ist in der aktuellen Zeit wert, und ich bin gespannt, wie sich das Geschäft entwickelt. Wir haben die Skills, um auf der Delos Cloud zu entwickeln – und freuen uns auf das, was da kommt. Was denkst Du? #Souveränität #CloudComputing #DelosCloud

#DerADBPodcast #37 zum #Digitalausschuss im Bundestag mit diesen Themen 🔥:
- #Sicherheitsgesetze mit Verstoß gg Grundgesetz + KI-Verordnung + biometr. Überwachung 👀 im Internet! 🤮🚨
- Q&A mit neuer #BfDI👩‍⚖️
- Haushalts-Herbst 🍂 (#BMG, #BMBF), dazu:
- Parla Inis (u.a. Anfragen zu #Microsoft, #SAP u #Deloscloud (krasser Lobbyismus!), #Cybersicherheit -sagenda, #Reparaturbonus u Förderung von #repaircafes u
- große #5vor1933 Ansage 🚩

🎙️https://mdb.anke.domscheit-berg.de/2024/09/deradbpodcast-37/

DerADBPodcast #37 – Verfassungswidrige Sicherheitsgesetze (biom. KI-Abgleich im Internet), neue BfDI, Haushalt 2025: BMG u BMBF - Anke Domscheit-Berg

Ein Showdown, bei dem die BMI Staatssekretärin Federn ließ, war der Auftakt nach der Sommer-“Pause“ im Digitalausschuss vom 25.09.2024. Anlass: die erschütternd schlechten und glasklar verfassungswidrigen Sicherheitsgesetze, die außerdem gegen die KI-Verordnung verstoßen würden – Stichwort Superdatenbanken und Abgleich biometrischer Daten mit dem ganzen Internet. Außerdem: zu Gast die neue Bundesbeauftragte für den Datenschutz und

Anke Domscheit-Berg - Aktivistin, Publizistin, Mitglied des Deutschen Bundestages