Heute vor 75 Jahren wurde in Stuttgart die #Charta der deutschen #Heimatvertriebenen unterzeichnet – ein Meilenstein für Versöhnung und Verständigung 🤝
An das denkwürdige Ereignis erinnerte am Dienstag ein Festakt in #Stuttgart mit Bundeskanzler Friedrich Merz als Festredner. Der Kanzler gehörte ebenso wie Landtagspräsidentin Muhterem Aras zu den Gästen des Bundes der Vertriebenen (BdV) als Veranstalter mit seinem Präsidenten Dr. Bernd Fabritius an der Spitze.
Aus Anlass des Jahrestags erklärte Landtagspräsidentin Aras: „Fünf Jahre nach Kriegsende wurde mit der Charta der deutschen Heimatvertriebenen ein Zeichen der Versöhnung gesetzt.“ Die Vertriebenen hätten sich Schritt für Schritt in die Mehrheitsgesellschaft integriert und so am Wiederaufbau Deutschlands mitgewirkt. „Eine bewundernswerte Leistung von Millionen Frauen und Männern, denen dafür unser aller Dank gebührt“, so Aras. Gräben zu überwinden dauere, aber es könne gelingen. Bis heute wachse die Versöhnung mit jeder ausgestreckten Hand über die Grenze, mit jeder Städtepartnerschaft, mit jedem Zeichen des Friedens.
Die Charta der deutschen Heimatvertriebenen wurde am 5. August 1950 in Stuttgart-Bad Cannstatt von 30 Vertretern der deutschen Heimatvertriebenen unterzeichnet und am folgenden Tag vor dem Neuen Schloss verkündet. In ihrem Kern enthält die Charta einen Aufruf zum Verzicht auf Rache und Gewalt trotz des eigenen gerade erlittenen Unrechts und ein klares Bekenntnis zur Schaffung eines einigen Europas 🇪🇺 , zur Verständigung zwischen den Staaten, den Völkern und Volksgruppen.
Der Landtag hatte am 3. Juni gemeinsam mit dem Landesverband Baden-Württemberg des BdV und Zeitzeugen bei einer Abendveranstaltung im Landesparlament daran erinnert, wie aus Vertreibung Versöhnung wurde.
/Team LandtagBW
📷️ dpa