@threecoloured
Leider fühlt sich das nicht so an. Nicht, weil es eher Abend war, sondern weil es eher ein Dauerzustand ist.
#Aljosha hat mir da gestern sehr aus der Seele gesprochen (ab 2:00):
„Ich meine, am Ende ist es bei mir auch so: Wenn ich auf Instagram darüber spreche, dass mir bestimmte Sachen zum Beispiel total schwerfallen. Teilweise auch überhaupt, sich aufzuraffen, ein YouTube-Video zu drehen – fragt Sonja gerne mal, die kriegt das teilweise mit, wenn ich ihr schreibe und sage, ich wollte heute eigentlich ein Video drehen. Ähm, ich habs einfach nicht hinbekommen. Ich fall teilweise in so … Starren, in denen ich eigentlich mir was vornehme und dann aber absolut nichts hinbekomme. Und nur irgendwo in der Ecke hocke, auf mein Handy gucke wie ein Zombie und scrolle. Und irgendwann ist der Tag rum und ich merke, wie die Wut auf mich selbst und der Frust immer größer wird. Und das war auch während meines Medizinstudiums ganz oft so. Dass ich teilweise bis wirklich Last Minute irgendwie am Wochenende Netflix oder sonst irgendwas gemacht habe, nur nicht gelernt. Und irgendwie gedacht hab: Ja, ich hab ja noch Zeit, ich hab ja noch Zeit. Und irgendwann war es so: Ja okee, ich hab gar keine Zeit mehr, morgen ist die Klausur und ich muss das irgendwie hinbekommen. Und dann irgendwie nachts gelernt habe oder sowas. Und das einfach wahnsinnig ungesund ist und man am Ende ganz oft in Situationen gerät, in denen man entweder etwas nicht hinbekommt, weil man zuviel getrödelt hat. Oder man etwas hinbekommt, was für ganz viele Menschen völlig normal erscheint. Wie zum Beispiel Briefe zu öffnen, Rechnungen zu überweisen, die Wäsche abzuhängen. Oder aufzuhängen. Und da aber natürlich überhaupt keine Anerkennung für bekommt, weil für die meisten Menschen das eben ein völlig normaler Teil des Alltags ist.“
https://www.youtube.com/watch?v=B1NWqnQ0MZ8&t=119s