Das TIB AV-Portal im Jahr 2025: neue Infrastruktur, KI-gestützte Medienanalyse und Audio-Only

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Wie in den vergangenen Jahren möchten wir auch diesmal einen Überblick über die wichtigsten technischen und funktionalen Erweiterungen des TIB AV-Portals geben. Das Scrum-Team hat 2025 erneut zahlreiche Verbesserungen umgesetzt, die sowohl die infrastrukturelle Basis als auch die Nutzungsmöglichkeiten des Portals ausgebaut haben.

Einige dieser Entwicklungen gehen direkt auf Rückmeldungen und konkrete Anforderungen aus der Nutzerschaft zurück. Für manche Leserinnen und Leser dürfte dieser Rückblick daher nicht nur informativ, sondern auch persönlich interessant sein – vielleicht entdecken Sie an der einen oder anderen Stelle eine Funktion, deren Umsetzung Sie selbst angeregt haben.

Vom externen Hosting zur eigenen Infrastruktur

Mit der vollständigen Migration der Video- und Audioauslieferung auf Server der TIB im Januar 2025 hat das AV-Portal einen bedeutenden infrastrukturellen Entwicklungsschritt vollzogen. Wo zuvor einzelne Komponenten für Streaming, Download und Bereitstellung über externe Drittsysteme liefen, erfolgen diese Prozesse nun vollständig über die Infrastruktur der TIB. Auch die Begleitmaterialien – etwa Präsentationen, Skripte, Forschungsdaten oder zusätzliches Lehrmaterial – werden mittlerweile direkt an der TIB gehostet.

Durch den Betrieb auf eigenen Servern kontrolliert die TIB nicht nur die technischen Abläufe, sondern auch die damit verbundenen Datenflüsse, Speicherorte und Sicherheitsstandards. Externe Abhängigkeiten, etwa in Bezug auf Verfügbarkeiten oder Service Levels, konnten damit weiter reduziert werden. Frei nach der Devise: Wissenschaftliche Daten gehören in wissenschaftliche Infrastruktur – und zwar unter Bedingungen, die den Anforderungen von Forschung, Lehre und Open Science gerecht werden.

Adaptives Streaming mit MPEG-DASH

Ebenfalls seit Januar 2025 erzeugen wir adaptive Derivate im MPEG-DASH-Format. Dadurch lässt sich die Qualität eines Videos während der Wiedergabe dynamisch an die verfügbare Internetbandbreite der Nutzerin anpassen. Statt ein einziges, statisch kodiertes Video auszuliefern, stellt das AV-Portal mehrere Qualitätsstufen bereit, zwischen denen der Player automatisch wechselt.

Das Ergebnis ist ein deutlich stabileres Streaming-Erlebnis: Verzögerungen, Ruckler oder Bildabbrüche werden reduziert, während gleichzeitig stets die bestmögliche Auflösung genutzt wird. Zugleich sinkt die Datenlast, da nicht mehr unnötig große Dateien übertragen werden, wenn die individuelle Verbindung dies gar nicht zulässt. MPEG-DASH bildet damit einen wichtigen Schritt in Richtung einer modernen, skalierbaren Streaming-Infrastruktur.

Diverse Qualitätsstufen für adaptives Streaming

Höhere Auflösungen für wissenschaftliche Inhalte

Seit April 2025 erzeugen wir auch Auflösungen jenseits von Full HD. Dazu gehören unter anderem hochwertige Neuabtastungen aus einem Digitalisierungsprojekt, die mit einer Auflösung von 2048×1536 Pixeln vorliegen und damit sichtbar mehr Details bieten als herkömmliche HD-Formate.

Darüber hinaus stehen inzwischen zahlreiche Videos in 4K-Qualität zur Verfügung, die besonders bei visuellen Darstellungen, Animationen und komplexen wissenschaftlichen Inhalten ihre Stärken ausspielen.

Unterstützung für reine Audiodateien

Seit der Live-Schaltung von MPEG-DASH können im AV-Portal nicht nur Audiostreams als Teil von Video-Derivaten erzeugt werden, sondern erstmals auch echte Audioformate. Damit erweitert sich das Nutzungsspektrum des Portals deutlich: Neben klassischen Videoinhalten lassen sich nun auch reine Audioquellen – etwa Interviews, Podcasts, Vorträge oder Tonaufzeichnungen aus Forschungsprojekten – hochladen, analysieren und als separate Medienressourcen bereitstellen.

Audiobeitrag mit durchsuchbarem Transkript

Um reine Audiodateien zuverlässig verarbeiten zu können, nutzt das AV-Portal ein einheitliches technisches Verfahren. Dabei wird aus einer hochgeladenen Datei der Audioteil automatisch extrahiert und in das Format M4A umgewandelt – ein weit verbreiteter Standard, der auf vielen Geräten problemlos abgespielt werden kann.

Mit dieser Erweiterung unterstützt das AV-Portal nun nicht mehr nur Videos, sondern auch Audioformate – und wird damit zu einer Plattform für wissenschaftliche Ton- und Bildinhalte.

Flexibler und erweiterter Upload-Prozess

Mit der jüngsten Weiterentwicklung der Upload-Funktion können nun deutlich größere Dateien direkt über das Upload-Formular des AV-Portals hochgeladen werden. Möglich wird dies durch einen neuen Übertragungsprozess, der große Dateien automatisch in kleinere Datenpakete aufteilt und schrittweise überträgt. Dank dieses sogenannten „Chunked-Uploads“ lassen sich Videodateien mit einer Größe von bis zu 10 GB zuverlässig hochladen.

Zudem wurde der Ablauf flexibler gestaltet: Nutzer können nun zunächst ihre Videodatei auswählen und parallel dazu die Metadaten im Formular eintragen. Auf diese Weise lassen sich mögliche Wartezeiten während des Upload-Prozesses sinnvoll nutzen.

Abgerundet wird die Erweiterung durch zusätzliche Upload-Optionen: Neben dem Video oder Audio können jetzt auch eigene Transkripte sowie Vorschaubilder mitgeliefert werden.

OpenCLIP für präzise Bildinhaltsanalyse

Um visuelle Inhalte in wissenschaftlichen Videos gezielter auffinden zu können, haben wir im TIB AV-Portal eine neue Generation der bildbasierten Suche implementiert. Als technologisches Fundament dienen OpenCLIP-Vektoren, die wir für sämtliche Videoframes berechnet haben.

Auf dieser Basis entstand ein Prototyp für Zero-Shot-Suchanfragen, der beliebige Texteingaben – auch in verschiedenen Sprachen – direkt mit den Bildinhalten abgleicht. Bereits dieser erste Prototyp zeigte eindrucksvoll, dass selbst komplex formulierte Suchbegriffe geeignete Bildinhalte zurückliefern können.

Im Anschluss daran haben wir das VCD-Labelling grundlegend erneuert. Hierfür wurde eine kuratierte Liste visueller Konzepte erstellt, die sowohl bestehende als auch neu definierte Kategorien umfasst – etwa „chemisches Experiment“, „Mikrophotographie“ oder „Roboter“. Für jedes der derzeit 86 Konzepte formulierten wir spezifische Prompts und generierten daraus Textvektoren. Anhand von Schwellwerten, die mit Hilfe einer manuellen Ground Truth festgelegt wurden, ließ sich bestimmen, ab wann ein Konzept im Bildmaterial als erkannt gilt. Zusätzlich wurden die visuellen Konzepte mit Sachbegriffen aus der Gemeinsamen Normdatei (GND) verknüpft.

Für die Nutzung des Portals bedeutet dies: Der gesamte Videobestand kann mithilfe dieser visuellen Konzepte gefiltert werden. Außerdem lassen sich auf den Detailseiten die erkannten Konzepte über Sprungmarken punktgenau ansteuern.

Suche im Bildinhalt mit Sprungmarken

Der vielleicht größte Fortschritt besteht jedoch darin, dass das Scrum-Team nun selbst jederzeit neue VCD-Konzepte bestimmen und unmittelbar ins Portal integrieren kann. Da die zugrunde liegende Open-Source-Software OpenCLIP vollständig auf TIB-Servern betrieben wird, verbleiben sämtliche Daten und Prozesse unter unserer Kontrolle. Damit ist ein erster Meilenstein erreicht; weitere OpenCLIP-basierte Funktionen sind bereits in Vorbereitung.

Verbesserte Anzeige der GND-Annotationen

Im AV-Portal werden Sprache, eingeblendete Texte und visuelle Inhalte automatisch mit Sachbegriffen der GND angereichert. Diese Annotationen präsentieren wir auf den Detailseiten nun deutlich übersichtlicher: Statt einer verstreuten Darstellung erscheint dort eine alphabetisch sortierte Liste aller erkannten Entitäten, die sich zudem gezielt durchsuchen und nach Sprache, Text oder Bild filtern lässt.

Annotationen von Sprache, Text und Bild

Mit einem Klick auf einen Eintrag lässt sich direkt nachvollziehen, an welchen Stellen im Video der entsprechende Begriff vorkommt – die Treffer werden übersichtlich in der Zeitleiste hervorgehoben. Auf diese Weise können Nutzer unmittelbar zu den relevanten Szenen springen, ohne mühsam durch das gesamte Video navigieren zu müssen.

Neue Untertitel-Segmentierung für bessere Lesbarkeit

Um die Qualität der Untertitel im AV-Portal weiter zu verbessern, haben wir eine neue Segmentierung der Whisper-Transkripte eingeführt. Diese basiert auf OpenNLP, einem Open-Source-Toolkit für die automatische Verarbeitung natürlicher Sprache, und berücksichtigt nicht nur Satzzeichen, sondern auch Wortarten und natürliche Sprachpausen.

Ergänzend dazu kommt ein Look-Ahead-Algorithmus zum Einsatz, der innerhalb eines Vorschaufensters von 150 Zeichen den optimalen Trennpunkt für den nächsten Cue, eine zeitlich abgegrenzte Untertitel-Einheit, ermittelt.

Im Unterschied zu einfachen heuristischen Verfahren bewertet der Algorithmus nicht nur die aktuelle, sondern alle nachfolgenden möglichen Trennstellen und maximiert so die Gesamtqualität des Untertitelumbruchs. Auf diese Weise lassen sich unnatürlich kurze Segmente – etwa einzelne Wörter am Ende einer Untertitelzeile – zuverlässig vermeiden. Damit verbessern wir die Lesbarkeit der Untertitel für eine barrierefreie Nutzung und schaffen zugleich die Grundlage für eine mögliche Text-to-Speech-Funktionalität.

Präziseres Teilen und Zitieren von Videoinhalten

Mit den jüngsten Releases haben wir die Funktionen zum Teilen und Zitieren von Videos erweitert und flexibler gestaltet. Im Teilen-Dialog lässt sich nun ein optionaler Startzeitstempel hinzufügen, sodass sich Videoinhalte gezielt ab einer bestimmten Stelle wiedergeben lassen; dieselbe Möglichkeit steht auch für den Embed-Code zur Verfügung. Zudem wurde der Zitieren-Dialog erweitert: Der Zeitstempel eines Segments kann dort je nach Bedarf ein- oder ausgeblendet werden. Im Zuge dieser Neuerungen haben wir den Teilen-Dialog überarbeitet und seine Struktur so angepasst, dass sich die Funktionen insgesamt intuitiver nutzen lassen.

Teilendialog mit Startzeitstempel für den Embed Code

Bereitstellung von Metadaten als Open Data

Die TIB fördert die Nutzung und Sichtbarkeit ihrer audiovisuellen Bestände, indem sie die Metadaten des AV-Portals als Open Data veröffentlicht. Einmal pro Woche werden die Metadaten und Vorschaubilder all jener Videos automatisch bereitgestellt, für die dies rechtlich möglich ist. Auf unserer Open-Data-Seite stehen die Daten in zwei Formaten zur Verfügung: JSONL für die performante Verarbeitung großer Datenmengen sowie Turtle als RDF-Format für den Einsatz in semantischen Anwendungen und Linked-Data-Umgebungen.

Integration ausgewählter Metadaten in die MP4-Datei

Metadaten wie Titel, Autor und der Link zur Detailseite wurden in die herunterladbare MP4-Datei integriert. Die Informationen bleiben damit auch dann erhalten, wenn das Video lokal gespeichert, weitergegeben oder in anderen Anwendungen geöffnet wird. So lässt sich jederzeit nachvollziehen, woher das Video stammt und welche Quelle zitiert werden sollte – ganz ohne zusätzliche Notizen oder manuelle Recherche.

Einblendung der in den Download integrierten Metadaten im VLC-Player

Ausblick für 2026

Stella als Evaluierungsrahmen für Videoempfehlungen

Stella ist eine Living-Lab-Infrastruktur zur Evaluation experimenteller Retrieval- und Empfehlungssysteme mit echten Nutzern; das TIB AV-Portal dient in diesem Projekt als Produktpartner. 2025 haben wir die technischen Grundlagen für den Einsatz von Stella im Portal geschaffen, die Liveschaltung ist für das kommende Jahr geplant.

Mit Hilfe von Stella können verschiedene Empfehlungsalgorithmen per Interleaved-A/B-Tests direkt im Portal verglichen werden: Nutzer sehen abwechselnd Videoempfehlungen aus unserem bisherigen Ansatz (Solr MoreLikeThis) und aus experimentellen Recommendern. Die daraus resultierenden Klicks dienen als anonymisiertes Feedback. So lässt sich empirisch ermitteln, welcher Algorithmus im realen Nutzungskontext bessere Empfehlungen liefert.

Die Forschungsgruppe Visual Analytics der TIB wird in Zukunft weitere Recommender-Experimente entwickeln und bereitstellen, sodass wir alle notwendigen Komponenten im Haus haben, um das Empfehlungssystem kontinuierlich zu evaluieren und weiterzuentwickeln.

Promptbasierte Bildsuche im AV-Portal

Aufbauend auf den OpenCLIP-Entwicklungen des Jahres 2025 arbeiten wir daran, 2026 eine vollwertige Bildsuche im AV-Portal zu realisieren. Künftig sollen Nutzer nicht mehr nur nach vordefinierten visuellen Konzepten filtern, sondern mit frei formulierten Texteingaben (Zero-Shot-Suchen) direkt im Bildinhalt unserer Videos recherchieren können. Unsere aktuellen Überlegungen zielen darauf ab, diese promptbasierte Suche sowohl portalweit als auch auf den Detailseiten der Videos anzubieten. Auf diese Weise würde ein neuartiger Zugang zu wissenschaftlichen Videos entstehen, bei dem visuelle Inhalte ebenso intuitiv und präzise durchsuchbar wären wie Text.

#AVMedien #AVPortal #LizenzCCBY40INT #wissenschaftlicheFilme #wissenschaftlicheVideos

Einen wunderschönen guten Morgen an alle, die zum zweiten Machine-Learning-Monday zugeschaltet haben👋

Das Thema heute sind sind audiovisuelle Archive: Und wir beginnen mit Kaspar Aebi und dem Projekt "Mapping the archive" – eine kleine Einstimmung in das Thema Archivrecherche und die Detektivarbeit die dafür gebraucht wird🕵️‍♀️

Wir danken Dominik Bönisch Alpári von der Hochschule Düsseldorf / MIREVI für die Kooperation✨

#KulturgutDigital #KI #MachineLearning #AVMedien

Freue mich auf morgen - die Matinee des Sächsischen Staatsarchivs mit Ausschnitten aus Filmen im #StaatsarchivLeipzig ist ausverkauft! 🙂
#DOKLeipzig #AVMedien #archivistodon #OffeneArchive

10 Jahre wissenschaftliche Videoplattform: Die Geschichte des TIB AV-Portals von den Anfängen bis zur Gegenwart aus der Perspektive der Entwicklung

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Das TIB AV-Portal feiert am 29. April 2024 sein zehnjähriges Bestehen. Seit dem Livegang hat sich das Portal zu einer zentralen Plattform für wissenschaftliche Videos entwickelt und stetig an Bedeutung in der akademischen Gemeinschaft gewonnen. Die TIB hat dabei einen wesentlichen Wandel in der Betriebsführung des Portals vollzogen, insofern als sie sich von einer Auftraggeberin und Erstellerin von Anforderungen zu einer aktiven Umsetzerin und Betreiberin entwickelte. Darüber hinaus wurden an der TIB zahlreiche Services rund um das AV-Portal etabliert, die das Angebot beträchtlich erweiterten.

Als langjähriger Begleiter des Projekts seit 2013 konnte ich die beeindruckende Evolution des Portals aus nächster Nähe miterleben. In diesem Blogartikel möchte ich einen detaillierten Einblick in die Entwicklungsgeschichte des Portals von seinen Anfängen bis heute geben.

Das AV-Portal als erstes Projekt des KNM

2010 wurde das Kompetenzzentrum für Nicht-Textuelle Materialien (KNM) an der TIB ins Leben gerufen, nachdem es die positive Bewertung durch eine Sonderevaluierung der Leibniz-Gemeinschaft erhalten hatte. Ziel des Kompetenzzentrums war es, Infrastrukturen, Werkzeuge und Dienstleistungen für Multimedia-Objekte zu entwickeln und zu betreiben, die das Auffinden, Durchsuchen und Zitieren dieser Objekte verbessern.

Das erste Projekt des KNM war die Entwicklung des TIB AV-Portals. Dieses ambitionierte Vorhaben zielte darauf ab, ein innovatives Videoportal zu entwickeln, das einen webbasierten Zugang zu wissenschaftlichen Videos ermöglicht. Das Spektrum der Inhalte umfasste unter anderem Simulationen, Experimente, Interviews, Videoabstracts, Vorlesungen und Konferenzen – vorrangig aus den Bereichen der Naturwissenschaften und Technik. Außerdem sollten die Videos mit weiterführenden Forschungsinformationen wie wissenschaftlichen Artikeln, Forschungsdaten und persistenten Identifikatoren akademischer Autoren verknüpft werden können.

Um die Nutzerbedürfnisse für ein solches Videoportal zu verstehen und zu erfüllen, führte das KNM im Jahr 2010 umfassende Experteninterviews, Umfeldanalysen und Fokusgruppen durch.

Entwicklung des Portals bis zum Livegang im April 2014

Das KNM (später umbenannt in Lab Nicht-Textuelle Materialien) entwickelte das AV-Portal von Juli 2011 bis April 2014 in Kooperation mit dem Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik.

In dieser Phase wurden diverse Videoanalysen integriert, darunter eine Schnitterkennung, Video-OCR, visuelle Konzepterkennung und automatische Videoannotation. Die grafische Benutzeroberfläche wurde nach den Nutzerbedürfnissen gestaltet, die aus der Anforderungsanalyse der TIB hervorgegangen waren. Eine Autorisierungsschicht sorgte dafür, dass der Zugang zu bestimmten Filmen beschränkt wurde, um Urheber- oder Persönlichkeitsrechte zu wahren. Als Medienmanagementsystem kam das Flow Center der Firma FlowWorks zum Einsatz. Zudem wurden Schnittstellen und Workflows geschaffen, um automatisch erzeugte Sprachtranskripte und Digital Object Identifier (DOIs) ins System zu integrieren sowie Metadaten und Videodateien an die digitale Langzeitarchivierung zu exportieren.

Parallel dazu baute die TIB zahlreiche Services für das Videomanagement auf. Dazu gehörten zunächst DOI-Registrierung, Langzeitarchivierung, Metadaten-Management, Video-Akquise sowie Rechteklärung und Lizenzberatung. Nach drei Jahren intensiver Entwicklungsarbeit ging das AV-Portal am 29. April 2014 online. Ein Highlight zum Start war das crosslinguale Retrieval, das die Suche in den Inhalten sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch ermöglichte.

Die Entwicklung des AV-Portals über die Jahre wird durch einige Abbildungen anschaulicher. Das folgende Wireframe aus dem Jahr 2011 illustriert beispielhaft den ersten Entwurf der grundlegenden Struktur und Anordnung der Benutzeroberfläche. Wireframes sind üblicherweise die ersten Schritte im Designprozess und dienen dazu, Ideen zu visualisieren, bevor die eigentliche Entwicklung und Programmierung erfolgt.

Wireframe des AV-Portals von 2011

Als das AV-Portal im April 2014 offiziell online ging, präsentierte es sich in einem grau-blauen Design. Die Gestaltung der Startseite war überwiegend statisch, mit einem Fokus auf Texten und Bildern. Interaktive Inhalte zum Erkunden waren zu diesem Zeitpunkt nur spärlich vertreten.

Startseite des AV-Portals im alten Look von 2014

Neugestaltung des AV-Portals zur TIB-Stiftungswerdung im Januar 2016

Zur Stiftungswerdung der TIB im Januar 2016 erfuhr das AV-Portal eine umfassende Neugestaltung seines Screendesigns. Die Überarbeitung umfasste nicht nur eine Optimierung der interaktiven Elemente nach Usability-Kriterien, sondern auch die Einführung eines responsiven Designs, das sich automatisch an unterschiedliche Bildschirmgrößen und Gerätetypen anpasst. Seitdem präsentiert sich das TIB AV-Portal in einem Farbschema aus Rot, Weiß und Grau. Trotz dieser Änderungen blieb die Startseite des Portals weitgehend statisch.

Startseite des AV-Portals im neuen Screendesign von 2016

Integration des Portals in die eigene Infrastruktur

Im September 2018 wurde das Scrum-Team AV-Portal an der TIB gegründet. Das Ziel: Die einzelnen Komponenten des AV-Portals, die zuvor bei externen Anbietern gehostet wurden, sollten in die eigene Infrastruktur migriert und sie fortan eigenständig weiterentwickelt werden.

Das Team besteht aus vier Entwicklern, einem Product Owner und einem Scrum Master. Der erste Meilenstein war die Migration des Frontends, einschließlich der Suchfunktion und der grafischen Benutzeroberfläche, im Jahr 2019. Im darauffolgenden Jahr schloss das Team die Migration des Backends ab, das die Videoanalysen beinhaltet. Seitdem ist das Scrum-Team in der Lage, sämtliche Anforderungen sowohl im Frontend als auch im Backend intern umzusetzen.

Die betriebsinterne Entwicklung des AV-Portals führte zu einer deutlich schnelleren und effizienteren Weiterentwicklung der Plattform. Ein wesentlicher Faktor für diesen Erfolg ist die enge Zusammenarbeitdes Scrum-Teams mit den internen Stakeholdern der TIB. In monatlichen Sprint Reviews präsentiert das Team ihnen die neuesten Umsetzungen und sammelt wertvolles Feedback. Dieses Feedback fließt oft unmittelbar in die nächste Entwicklungsphase ein und trägt so zur kontinuierlichen Verbesserung des Portals bei.

2020 hat das Scrum-Team die Startseite des AV-Portals komplett umgestaltet. Es wurden verschiedene Videokategorien eingeführt, wie beispielsweise Neu im Bestand und Videoempfehlungen basierend auf dem Nutzungsverlauf. Sie aktualisieren sich automatisch und bieten den Nutzern dadurch stets aktuelle und interessante Inhalte.

Zusätzlich hat das Team die Möglichkeit geschaffen, dass die Redaktion des Portals eigene Kategorien erstellen kann, um auf aktuelle Themen und Inhalte hinzuweisen. Des Weiteren wurden Blogartikel und Nachrichten aus den sozialen Medien der TIB in die Startseite integriert sowie Infokacheln zu den Services und Angeboten des AV-Portals hinzugefügt. Diese Features bieten den Nutzern eine dynamische und interaktive Erfahrung beim Durchstöbern der Inhalte.

Die folgende Abbildung zeigt den oberen Teil der neu gestalteten Startseite des Portals.

Startseite mit dynamischem Content seit 2020

Meilensteine der Entwicklung seit 2018

Das Scrum-Team hat in den letzten Jahren zahlreiche weitere Anforderungen implementiert. Hier ein kleiner Auszug:

• Integration von Frontend und Backend in ein Kubernetes-Cluster
• Skalierung des Frontends
• Erzeugung sämtlicher Videoformate
• Einführung von Serien als neuem Medientyp
• Erstellung eines eigenen Bereichs für Herausgeber
• Überarbeitung der Suchfunktion, einschließlich eines Updates auf SolrCloud
• Erweiterung der Synonyme auf alle Fachgebiete
• Implementierung eines neuen Videoplayers
• Videountertitelung und zielgenaues Suchen im Transkript (Whisper)
• Übersetzung nicht-englischsprachiger Videos ins Englische (Whisper)
• Migration in ein neues Frontendframework (Vue.js)

Ausführlichere Informationen finden sich in den diversen Blogartikeln zur Weiterentwicklung des AV-Portals.

Aktuelle Schwerpunkte der Entwicklung

Aktuell konzentriert sich das Team auf die Auslieferung der Videos über Server der TIB und die Implementierung von adaptivem Streaming mittels MPEG-DASH. Parallel dazu erfolgt eine Umstellung des Frontends auf Nuxt, das auf Vue.js aufsetzt. Vue.js ermöglicht ein nahtloseres Benutzererlebnis, da es das vollständige Neuladen der Seite beim Navigieren überflüssig macht und stattdessen nur die relevanten Teile der Seite dynamisch aktualisiert. Nuxt.js erweitert Vue.js um serverseitiges Rendern, was die Suchmaschinenoptimierung, Performance und Ladezeiten des Portals – insbesondere bei umfangreichen Videoinhalten – verbessert. Schließlich arbeitet das Scrum-Team eng mit der Forschungsgruppe Visual Analytics der TIB zusammen, um das Labeling visueller Konzepte basierend auf einem Open-Clip-Modell zu erweitern.

Seit dem Launch des AV-Portals im Jahr 2014 hat sich die TIB zunehmend von externen Dienstleistern unabhängig gemacht. Diese Unabhängigkeit soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Neben der Portalentwicklung wurden an der TIB in den letzten Jahren weitere Services etabliert, wie der Konferenzaufzeichnungsdienst TIB ConRec, das Community Building für Kooperationspartner und wissenschaftliche Gemeinschaften sowie die Forschungsgruppe Visual Analytics, die allesamt das Leistungsportfolio des AV-Portals erweitern.

#10JahreTIBAVPortal #AVMedien #AVPortal #Forschung #ForschungUndEntwicklung #LizenzCCBY40INT #NTM #Videos #wissenschaftlicheFilme

Unsere Besucher:innen sehen meist nur unseren Kinosaal mit Schaulager. Das Lichtspiel ist aber viel mehr als #Kino und #museum . Wir sind ein #Filmarchiv mit einer einzigartigen Filmsammlung, wir haben eine #bibliothek , #digitalisieren 🖥️ #avmedien und #reparieren 📽️ Projektoren. Willst du mehr erfahren? Am #homemovieday am 19.10.2025 führen wir um 18.30 Uhr durchs Lichtspiel und ermöglichen einen Blick hinter die Leinwand.

https://lichtspiel.ch/de/programm-detail/?program_id=1753778929

#homemovieday2025 #homemovies #bern

Stream, Barcamp und lange Nächte – Wissenschaftskommunikation mit Videos

Vor genau einem Jahr, im April 2024, feierten wir das 10-jährige Bestehen des TIB AV-Portals im Rahmen eines Jubiläumsmonats ausgiebig. Unter anderem mit dieser mehrteiligen Blogreihe erhielt die bewegte Entwicklungsgeschichte, Content- und Nutzungsvielfalt unserer offenen und prinzipiell kostenfreien Plattform für wissenschaftliche Videos, eine intensive Würdigung.

Auch im ausgehenden elften „Lebensjahr“ des AV-Portals ist wieder einiges passiert. Das spiegelt sich selbstreferentiell wiederum hier im Blog, vor allem im schon traditionellen Jahresrück- und -überblick von Product Owner Sven Strobel, wider. So wurden etwa Entwicklungsmeilensteine im Adaptiven Streaming, Hosting, effizientere Spracherkennung und einiges mehr realisiert. Besonders spannende zukunfsträchtige Funktionalitäten wie automatische Abstract-Generierung oder sogenannte dynamische Zero-Shot-Suchen sind derzeit in der intensiven Prüfung und Erprobung,

Die beständig rasante agile Entwicklung, der Nachhall des Jubiläums sowie nicht zuletzt der gegenwärtige KI-getriebene und beeinflusste „Zeitgeist“ weit über Academia hinaus- und hineinreichend (zugegeben etwas kryptisch formuliert) schuf und schafft Gelegenheiten zur intensiven Auseinandersetzung mit Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation im Videoformat. Aus vier unterschiedlichen Anlässen heraus – zwei nicht sehr lang zurückliegend, zwei im Hebst 2025 stattfindend – sei sehr herzlich zur Beschäftigung, kritischer Kommentierung und ausgiebiger Beteiligung eingeladen.

Experimente – Entdeckungen – Erkenntnisse: Wissenschaftsfilm-Lounge(s)

Am 4. April 2025 fand erstmals bundesweit und sehr intensiv die Lange Nacht der Bibliotheken statt. Neben vielen anderen Bibliotheken in Hannover war auch die TIB mit einem tollen Programm vertreten. Dem wunderschönen Frühlingswetter trotzend, kamen viele sehr interessierte Bürgerinnen und Bürger auch zur Wissenschaftsfilm-Lounge zu uns. Screenings einer bunten Auswahl von Kurzfilmen und punktuell wiederholte Impulsvorträge zum TIB AV-Portal konnten zeigen, dass Bibliotheken unlängst ultramoderne Orte und Player der Wissens- und Informationsvermittlung bzw. -erwerbs mit entsprechenden Services sind.

Die Folien zum Impulsvortrag sind unter https://tib.eu/bibnacht-avportal bereitgestellt. Zum Nachschauen und Eintauchen in die vielfältige Wissenschaftsfilmwelt gibt’s die Playlist unter https://av.tib.eu/watchlist/14978.

Weiterentwickelt und aktualisiert werde ich die Wissenschaftsfilm-Lounge zur Nacht, die Wissen schafft 2025 der Leibniz Universität Hannover am Samstag, den 8. November 2025 wieder anbieten. Save the date und sei(d) dabei!

„YouTube, Twitch & Co.: videobasierte Wissenschaftskommunikation reloaded“

Nur wenige Tage nach der Langen Nacht der Bibliotheken ergab sich am Abend des 9. Aprils 2025 die Gelegenheit eines – sowohl im Setting als auch inhaltlich sehr spannenden – kollaborativ-interaktiven Gesprächs zum Themenfeld im Stream-Format. Wie können Videos Forschung und Lehre verändern? Reichen Erklärvideos noch aus? Welche Plattformen bieten mehr als YouTube? Und wie kann Interaktion Wissenschaft zugänglicher machen? Diese und viele weitere Fragen diskutierte ich mit Christian Spannagel, sehr video-umtriebiger Professor für Mathematik und Informatik-Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, und besonders mit den Teilnehmenden im Stream-Chat. Im TIB AV-Portal ist seit Jahren fortlaufend eine große Auswahl von Christian Spannagels langjährigen Lehraufzeichnungen und Erklärvideos versammelt: https://av.tib.eu/publisher/Spannagel__Christian

Die aufbereitete, geschnittene Aufzeichnung des Streams mit sehr lebendigem Chat war bereits wenige Tage später auf YouTube zugänglich, ehe diese – auch und gerade dank der expliziten Creative-Commons-Lizenzierung! – ganz unkompliziert auch auf dem TIB AV-Portal publiziert wurde – als zitierfähige, unter anderem mit automatischer Videoanalyse und durchsuchbarer Audiotranskription angereicherte Version:

Mit der Kommentarfunktion auf YouTube, per Social Media auf Mastodon und/oder LinkedIn oder auch auf dem beeindruckenden Discord-Server von Christian Spannagel kann und wird die Diskussion weitergehen …

Nach dem ScienceVideoCamp ist vor dem ScienceVideoCamp!

… oder auch beim ScienceVideoCamp 2025  (#SVC25) am 7. Oktober, von 10 bis 16 Uhr! Diesmal liegt ein besonderer Genre-Fokus auf wissenschaftlichen Lehr- und Lernvideos wie Erklärfilmen, Tutorials, Webinaren und Aufzeichnungen von curricularen Lehrveranstaltungen. Das ist aber nicht zwingend.

Das SVC wendet sich auch dieses Jahr an die interessierte Wissenschaftsvideo-Community egal aus welcher Perspektive, Position oder mit welchem Erfahrungsgrad, mit mehr Spiel- und Freiraum für mehr Vielfalt und Diversität. Die grundsätzliche Programmagenda steht bereits und wir schrauben weiter an konkreten Highlights, wie dem Keynote-Gespräch. Seid schon jetzt herzlich eingeladen und dabei!

Hintergrund: Am 15. April 2024 stieg anlässlich des Portaljubiläums das erste, recht spontan organisierte ScienceVideoCamp als offenes virtuelles Barcamp rund um Wissenschaftskommunikation im Videoformat. Es kam gänzlich kostenfrei und ohne Anmeldung daher, was auch dieses Jahr so sein wird. Nach dem Willkommensimpuls mit kurzer Entwicklungsstory gab’s ein tolles Keynote-Gespräch mit Eva Wolfangel und, ja genau, Christian Spannagel unter dem Titel „BEYOND YOUTUBE – Erfahrungen, Chancen und Herausforderungen von Wissenschaftskommunikation (nicht nur) mit Videos“. Eröffnungsimpuls, Keynote und auch ein Campsession-Beitrag sind m AV-Portal in einer speziellen Videoserie zur Veranstaltung nachschaubar. In diversen Sessions wurde intensiv diskutiert. Das mit TaskCards realisierte #SVC24-Sessionboard mit verlinkten Etherpads zur Dokumentation und auch bis dato nicht realisierte Sessionvorschläge als Ideenspeicher sind weiterhin einsehbar. Die Erfahrungen vom und Feedback zum ersten ScienceVideoCamp motivierten sehr, in Serie zu gehen.

Aufzeichnungen und Dokumentation des #SVC24 können daher sehr gerne zur Erinnerung und (Neu-)Inspiration für das #SVC25 genutzt werden. Bis zum Oktober ist noch viel Zeit, um über eigene Fragen und Ideen bis hin zu konkreten Sessionvorschlägen nachzudenken oder auch über die Keynote-Konstellation zu spekulieren.

More to come. Stay tuned & watch science on https://av.tib.eu/. 😉

Lektüreempfehlungen

Spannagel, Christian (17.04.2024). Darum braucht die Wissenschaftskommunikation mehr als Erklärvideos. Gastbeitrag auf Wissenschaftskommunikation.de: https://www.wissenschaftskommunikation.de/darum-braucht-die-wissenschaftskommunikation-mehr-als-erklaervideos-78623/

Stöhr, Matti (03.04.2024). Warum die Wissenschaft eine Alternative zu YouTube braucht. Gastbeitrag auf Wissenschaftskommunikation.de. https://www.wissenschaftskommunikation.de/warum-die-wissenschaft-eine-alternative-zu-youtube-braucht-76085/

#10JahreTIBAVPortal #AVMedien #AVPortal #LizenzCCBY40INT #ScienceVideoCamp #Videos #wissenschaftlicheVideos #Wissenschaftskommunikation

Homepage - TIB AV-Portal

Scientific videos und audios: technology/engineering, architecture, chemistry, information technology, mathematics, and physics.

Das TIB AV-Portal 2024: Fortschritte in Bereitstellung, mobiler Nutzung und Datensouveränität

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Das TIB AV-Portal ist eine offene und kostenfreie Plattform für wissenschaftliche Videos, die eine Vielzahl von Services für den fachgerechten Einsatz audiovisueller Medien in der Wissenschaft bereitstellt. Dazu zählen etwa die dauerhafte Zitierbarkeit, die Langzeitarchivierung und eine zielgenaue Suche in den Videoinhalten. Das werbefreie Portal bietet ein sicheres und datenschutzkonformes Umfeld, das speziell auf die Anforderungen der akademischen Gemeinschaft zugeschnitten ist. Seit 2020 geben wir jährlich einen Überblick über die Weiterentwicklungen und neuen Funktionen des TIB AV-Portals. Hier folgt ein Rückblick auf die Innovationen und Highlights in 2024.

Adaptives Streaming und Hosting an der TIB

MPEG-DASH und HLS sind verbreitete Streaming-Protokolle, die eine effiziente Bereitstellung von Videoinhalten über das Internet ermöglichen. Beide Technologien zerlegen Videodateien in kleinere Segmente, die abhängig von der verfügbaren Bandbreite und der Leistung des Endgeräts in unterschiedlicher Qualität gestreamt werden. Dies sorgt für ein flüssiges Videoerlebnis und ist ein essenzieller Bestandteil moderner Videoportale.

Über das gesamte Jahr 2024 haben wir zunächst in der Entwicklungsumgebung MPEG-DASH- und HLS-Derivate erstellt und sowohl das Frontend als auch das Backend darauf vorbereitet. Am 8. Januar 2025 wurde das adaptive Streaming erfolgreich live geschaltet. Die Auslieferung der neuen Derivate erfolgt nicht mehr über das bisher genutzte externe Media Asset Management, sondern über TIB-eigene Server. Dieser Schritt stärkt unsere Datensouveränität und setzt die Strategie fort, die wir bereits in den Jahren 2019 und 2020 mit der Migration von Frontend und Backend in die TIB-Infrastruktur eingeleitet haben (siehe Blogartikel aus 2020).

Im Produktivsystem werden aktuell für die neu veröffentlichten Videos adaptive Derivate erzeugt.

Server-Side-Rendering

Wir haben für das AV-Portal Server-Side-Rendering (SSR) mit Nuxt.js eingeführt, einem auf Vue.js basierenden Framework, das die Entwicklung moderner Webanwendungen erheblich vereinfacht. Durch SSR wird der HTML-Inhalt der Seiten direkt auf dem Server gerendert und nicht erst im Browser der Nutzerin erstellt. Dies führt zu schnelleren Ladezeiten, verbessert die Suchmaschinenoptimierung und sorgt für ein insgesamt reibungsloseres Nutzererlebnis, insbesondere in Umgebungen mit eingeschränkter Bandbreite.

Wissenschaftliche Audios im TIB AV-Portal

Backend und Frontend des AV-Portals wurden erweitert, sodass auch reine Audiodateien wie MP3 und WAV unterstützt werden. Neben wissenschaftlichen Videos begrüßen wir nun auch wissenschaftliche Audios in unserem Bestand, von denen bereits rund 50 Titel verfügbar sind. Die Audiodateien können mit einem Standbild ergänzt werden, und wie bei den Videos werden zugehörige Untertitel angezeigt.

Im Zuge dieser Erweiterung haben wir unser Wording an vielen Stellen angepasst und entweder allgemeiner formuliert oder zwischen Audio und Video unterschieden.

Transkription und Übersetzung gesprochener Inhalte

Seit Juli 2023 nutzen wir die KI-gestützte Spracherkennungssoftware Whisper von OpenAI, um die Originalsprache der Videos zu transkribieren. Die Transkripte dienen sowohl der Untertitelung als auch der inhaltsbasierten Suche (siehe Blogartikel aus 2023). 2024 haben wir auch für ältere Videos im Bestand, die bislang nicht transkribiert waren, Sprachtranskripte erstellt.

Im März 2024 haben wir die Übersetzungsfunktion von Whisper integriert, mit der alle nicht-englisch- sprachigen Videos ins Englische übersetzt werden. Damit können englischsprachige Nutzer sämtliche Videos – ob auf Deutsch, Ukrainisch, Spanisch, Französisch, Japanisch oder in anderen Sprachen – dank Untertiteln verstehen und über die Transkripte gezielt durchsuchen.

Effizientere Spracherkennung

Anfang 2024 haben wir Faster-Whisper installiert, eine optimierte und beschleunigte Version von Whisper. Diese Version ist viermal schneller als Whisper, benötigt deutlich weniger Speicher und verfügt über einen automatischen Stillefilter. Dadurch können wir die Transkription unserer Videos erheblich effizienter gestalten. Der Stillefilter trägt außerdem dazu bei, einen Großteil der für KI typischen „Halluzinationen“ zu minimieren.

Automatische Abstract-Generierung

Ein erheblicher Teil der Videos im AV-Portal wurde ohne Abstract von den Anbietern bereitgestellt. Abstracts sind jedoch essenziell, da sie eine kompakte Inhaltszusammenfassung liefern und die Nutzerin dabei unterstützen, schnell relevante Inhalte zu identifizieren. Um diesen Bedarf zu decken, haben wir mit dem Large-Language-Modell (LLM) Llama experimentiert und Abstracts basierend auf den durch Whisper generierten Sprachtranskripten erstellt. Die ersten Ergebnisse waren qualitativ vielversprechend.

Allerdings zeigte sich, dass selbst kleinere LLM-Modelle so hohe Speicheranforderungen haben, dass unsere CPU an ihre Grenzen stößt. Langfristig spekulieren wir auf eine zentrale GPU-Dienstleistung, die von mehreren Teams an der TIB genutzt werden kann. Dadurch lassen sich rechenintensive Aufgaben wie die Abstract-Generierung effizienter bewältigen und die vorhandene Infrastruktur optimal auslasten.

Demonstrator des Scrum-Teams zur Abstract-Erzeugung

Stella: Evaluierung und Verbesserung der Videoempfehlungen

Wir sind Praxispartner in dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt STELLA, einer Plattform für Living-Lab-Experimente mit Ranking- und Empfehlungssystemen. Das Scrum-Team des AV-Portals plant, das Recommender-System für Videoempfehlungen mithilfe von STELLA zu evaluieren und auf Basis von realem Nutzerfeedback zu verbessern.

Lokal haben wir das STELLA-System bereits erfolgreich implementiert und getestet. Der erste von GESIS trainierte Recommender-Algorithmus wird voraussichtlich im ersten Quartal 2025 bereitgestellt und dann von uns bewertet.

Optimierung der mobilen Nutzung

Die mobile Nutzung hat mit der Verbreitung von Smartphones und mobilem Internet in den letzten anderthalb Jahrzehnten stark an Bedeutung gewonnen und ist heute ein fester Bestandteil des digitalen Alltags. Um unser Videoportal noch benutzerfreundlicher zu gestalten, nehmen wir kontinuierlich Anpassungen für die mobile Nutzung vor.

Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Überarbeitung des Players: Die Play-/Pause-Funktion lässt sich nun durch einfaches Antippen des Videos aktivieren. Um Irritationen zu vermeiden, wird die Kontrollleiste erst durch einen Touch auf das Video sichtbar, während ein weiterer Touch auf ein Element der Leiste die gewünschte Funktion ausführt. Zudem wurden die Zeitleisten-Vorschaubilder für eine bessere Darstellung angepasst.

Auf kleinen Geräten wirkte die Player-Kontrollleiste durch die Vielzahl an Elementen überladen. Daher haben wir die Anordnung und Bedienbarkeit der Kontrollelemente neu strukturiert, so dass die Kontrollleiste „aufgeräumter“ wirkt und in der mobilen Nutzung besser zu bedienen ist.

Mobile Ansicht eines Videos

Highlighting der Treffer in Transkript und Segmentleiste

Sprachtranskripte lassen sich gezielt nach Begriffen durchsuchen. Gefundene Treffer werden im Transkript hervorgehoben, und die exakten Fundstellen in der Segmentleiste rot markiert. So kann die Nutzerin direkt zu den relevanten Stellen navigieren, was die gezielte Suche erleichtert.

Highlighting der Treffer in Transkript und Segmentleiste

Optimierungen für das Teilen von Videos

Der iFrame des eingebetteten Players ermöglicht es, Videos des AV-Portals auf externen Webseiten einzubinden. Dieses Element findet sich im Teilen-Dialog auf der Detailseite des Videos. Wir haben den iFrame responsiver gemacht, damit sich der eingebettete Player dynamisch an die Größe des Browserfensters anpasst.

Dadurch bleibt die Darstellung des Videos sowohl auf Desktop-Geräten als auch auf mobilen Geräten einheitlich und benutzerfreundlich. Zusätzlich haben wir im Teilen-Dialog eine Vorschaufunktion integriert, mit der man sich den eingebetteten Player mit fester bzw. responsiver Größe vorab anschauen kann.

Teilen-Dialog mit Vorschau des eingebetteten Players

Ausblick auf 2025

2025 werden wir schrittweise adaptive Derivate für unseren gesamten Videobestand erstellen und diese auf Servern der TIB hosten. Gleichzeitig planen wir, ältere, qualitativ minderwertige automatische Transkripte im Bestand durch hochwertige Transkripte von Whisper zu ersetzen.

Darüber hinaus werden wir mit OpenClip Bild-Vektoren für alle Frames unserer Videos im Entwicklungssystem erzeugen und in einer Datenbank speichern. Dies eröffnet die Möglichkeit, Zero-Shot-Suchen im AV-Portal zu realisieren.

Dadurch könnte das Portal Suchanfragen in natürlicher Sprache verarbeiten und relevante Videoszenen direkt anhand ihrer visuellen Inhalte identifizieren, ohne dass eine manuelle Verschlagwortung oder ein zusätzliches Training des Modells erforderlich ist. Dies liegt daran, dass OpenClip bereits vortrainiert ist und generalisierte Zero-Shot-Fähigkeiten besitzt, die eine breite Palette an Konzepten abdecken. Wie und an welchen Stellen OpenClip im AV-Portal genutzt wird, befindet sich aber noch in der Planungs- und Abstimmungsphase.

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Scientific videos und audios: technology/engineering, architecture, chemistry, information technology, mathematics, and physics.

Open Science, KI und mehr – über aktuelle Konferenzvideos aus der Bibliotheks- und Informationswelt

2024 neigt sich dem Ende zu. Insbesondere anhand des jüngst publizierten TIB-Reports 2024 ist anschaulich wie kurzweilig zu entdecken: Es war erneut ein ereignisreiches, intensives Jahr – auch und gerade im Bibliotheks- und Informationswesen. Im TIB-Report findet unter anderem das 10-jährige Jubiläum des TIB AV-Portals – unsere Plattform für Wissenschaftsvideos – im April seine Würdigung. Groß gefeiert wurde auch hier im Blog mit dieser speziellen Blogreihe mit sehr lohnenswerten Rück- und Einblicken in die Portal-Entwicklung.

Einladung zum „Bingewatching“

Aber gerade zur zweiten Jahreshälfte und besonders nun zum Jahresausklang wurden im AV-Portal einige für die Bibliotheks- und Informationscommunity hochrelevante Aufzeichnungen von Konferenzen und mehr in Form von Videoserien veröffentlicht, welche teils auch im neuen Jahr noch erweitert werden. An dieser Stelle seien einige kurz vorgestellt, verbunden mit einer herzlichen, augenzwinkernden „Bingewatching“ -Einladung über die bevorstehenden Feier- und Urlaubstage. Spoiler: Am Lieblings- und Dauerthema Open Science sowie am (Dauer-)Trend „Künstliche Intelligenz“ ist kein Vorbeikommen.

TIB AV-Portal: Startseite

Zahlen, Daten, Fakten zum TIB AV-Portal

Aktuell: Über 27.500 Konferenz- und Vortragsaufzeichnungen sind im TIB AV-Portal publiziert, davon fast 1.500 im Fachgebiet „Information & Dokumentation“.

Mehrwert: Konferenzmitschnitte bieten Sicht- und Nachnutzbarkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse, die (noch) nicht in klassischen (Paper-)Publikationen publiziert sind.

Effektiv: Automatische Videoanalyse von Sprache, Text und Bild sowie KI-generierte Sprachtranskription ermöglichen gezieltes Auffinden relevanter Inhalte. Dank DOI plus weiterem Identifier sind sie sekundengenau zitierfähig.

September 2024: #OAT24 – Open-Access-Tage

Volljährig: Mitte September 2024 gingen in Köln die nunmehr achtzehnten (18!) Open-Access-Tage (OAT) über die Bühne. Die Veranstaltung ist „die zentrale jährliche Konferenz zum Thema Open Access und Open Science im deutschsprachigen Raum“ und eines der Highlights im alljährlichen Branchen-Konferenzkalender.

Apropos 18: Aufzeichnungen aller OAT seit 2018 gibt es im AV-Portal. Daran kann man durchaus wichtige Jahre der Open-Access-Entwicklungen, -Aktivitäten und natürlich -Diskurse nachvollziehen. So ist sind Infrastrukturen wie Repositories, Geschäftsmodelle, OA-Transformation oder OA-Monitoring Dauerthemen. Das spiegelt sich auch in den frischen #OAT24-Videos wieder. Meine Empfehlung zum Einstieg ist der Beitrag „Alle wollen Open Access, aber nicht alle setzen sich durch“ von TIB-Kollegin Sarah Dellmann:

 

Zum Weiterschauen:

Oktober 2024: #OSICU2024 – Open Science and Innovation in Ukraine

Eine vergleichsweise (sehr) junge und komplett virtuelle Konferenz ist die „Open Science and Innovation in Ukraine“, welche im Jahr 2022 erstmals ins Leben gerufen wurde, um den internationalen  Wissenstransfer und Austausch rund um offene Wissenschaft, besonders aus ukrainischer Perspektive, zu fördern. Die hochgradig attraktiv besetzte OSICU ist eine Kooperation der State Scientific and Technical Library of Ukraine und der TIB, unterstützt vom Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Ukraine und vielen Partner:innen. Sie findet stets in der letzten Oktoberwoche parallel zur Internationalen Open-Access-Week statt, so auch die #OSICU2024, mit insgesamt 14 publizierten Beiträgen.

Meine Empfehlung zum Einstieg ist das sehr vielfältig besetzte „Discussion panel – Perspectives on academic freedom“:

 

Zum Weiterschauen:

Zum Weiterlesen mit Fokus Open Educational Resources:

November 2024: #SWIB24 – Semantic Web in Libraries

Bereits seit 2009 findet alljährlich die „SWIB – Semantic Web in Libraries“ statt, die – man sieht es dem Akronym an – über die Jahre nach ursprünglich deutschsprachigem Start immer internationaler und virtueller wurde. Die Konferenz konzentriert sich laut Eigenangabe auf Linked Open Data (LOD) in Bibliotheken und verwandten Organisationen. Sie hat sich als Veranstaltung etabliert, bei der sich IT-Mitarbeitende, Entwickler:innen, Bibliothekar:ennen und Forschende aus der ganzen Welt treffen, sich austauschen und voneinander lernen.

Die Vortragsthemen drehen sich um die Öffnung von Daten, die Verknüpfung von Daten sowie die Erstellung von Tools und Software für LOD-Produktionsszenarien. Ende November traf sich die SWIB-Community online, unter anderem mit der interessanten Keynote von, Denny Vrandečić, Gründer von Wikidata, zu den Auswirkungen von großen Sprachmodellen auf die Wissensrepräsentation:

 

Zum Weiterschauen:

Dezember 2024, Part I: #vBIB24

Nur eine Woche später, am 4. und 5. Dezember 2024, stand die gemeinsam von TIB und dem Berufsverband Information Bibliothek (BIB) organisierte #vBIB24 an. Die #vBIB ist seit 2020 „eine Plattform für die Bibliotheks- und Informationscommunity, auf der aktuelle Themen, Entwicklungen und Trends rund um die Digitalität des Bibliotheks- und Informationswesens aufgegriffen und offen und kontrovers diskutiert werden können – und sollen!“.

Dieses Jahr war das Motto „Digitale Teilhabe“, ergänzt und erweitert von Schwerpunkten vorangegangener #vBIB-Ausgaben, etwa digitale Transformation oder digitale Communitys. Aufzeichnungen der beiden Keynotes sind bereits publiziert, weitere aus dem Corner-Programm sollen und werden folgen. Passenderweise gibt‘s auch hier einen Bezug zum „Wikiversum“. Anne-Sophie Waag, Referentin für „Bildung in der digitalen Welt” bei Wikimedia Deutschland, verdeutlicht die Sinnhaftigkeit und niedrigschwelliger Umsetzbarkeit von Digitaler Teilhabe anhand ganz praktischer Beispiele, nicht nur im Kosmos von Wikipedia:

 

Zum Weiterschauen:

Dezember 2024, Part II: BiblioCON

Die BiblioCon, ehemals Bibliothekartag, ist natürlich DIE traditionsreiche und etablierte größte Fach- und Fortbildungskonferenz für das, wie für alle Bibliotheks- und Informationswesen im deutschsprachigen Raum mit internationaler Strahlkraft. Aber what? Die diesjährige 112. BiblioCon in Hamburg war doch schon Anfang Juni und warum taucht sie hier auf? Korrekt! Vor Ort wurden Vorträge und Diskussionen in bestimmten Räumen aufgezeichnet und die Aufzeichnungen registrierten Teilnehmenden geschützt zugänglich gemacht. Wie von den verantwortlichen Veranstaltern gewünscht werden – unter Voraussetzung der obligatorischen individuellen Einwilligung von Vortragenden und Moderierenden – nach einem sechsmonatigen Embargo im TIB AV-Portal publiziert. Aus den frisch frei verfügbaren #BiblioCon24-Aufzeichungen sei ein Beitrag ans Herz gelegt, welcher ein Seminarkonzept Zürcher (Hochschul-)Bibliotheken zur Vermittlung und Förderung von Informationskompetenz an Doktorierende vorstellt. Darin wird unter anderem auch der Umgang mit generativer KI, wie ChatGPT, thematisiert:

 

Zum Weiterschauen:

Das ganze Jahr: Konferenzaufzeichnungen powered by TIB ConRec

TIB ConRec: Leistungsportfolio

Umfang und Vielfalt der in diesem Beitrag angeteaserten Videos und Videoserien wäre in den meisten Fällen nicht entstanden oder gar möglich gewesen, wenn es TIB ConRec, unseren Service für wissenschaftliche Konferenzaufzeichnung und Medienproduktion, nicht gäbe.

Abgesehen von spannenden Inhalten, zeigen die genannten Beispiele auch im Ergebnis, was in Sachen wissenschaftliche Events im Videoformat technisch „State of the Art“ ist – von klassischer Vor-Ort-Aufzeichnung, über Live-Streaming bis hin zu durchaus anspruchsvollen Bedarfen und Umsetzungssettings für virtuelle Veranstaltungen.

Nach der Aufzeichnung ist vor der Aufzeichnung

Auch im Jahr 2025 wird‘s spannend, informativ und innovativ. Herzlichen Dank für das Interesse am Content. Vor allem aber herzlichen Dank für das Vertrauen aller kooperierenden Veranstalter und aller Protagonist:innen vor und auch hinter den Kameras in TIB ConRec – bis hin zur Publikation im TIB AV-Portal.

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TIB-Report 2024

Der Jahresrückblick 2024 der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek

5 Ausschreibungen für Stellen im Sächsischen Staatsarchiv. Darunter eine zur Archivierung Audiovisueller Medien (unbefristet).
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Näheres:
https://www.karriere.sachsen.de/karriere/suche.jsp?locationId=0&searchRadius=25&q=&institutionId=20&internalJobAdvertisement=&page=1
Stellenangebote - Karriere - sachsen.de

Gesetzt: Die Matinee des Sächsischen Staatsarchivs beim @DOK_Leipzig , Sonntag, 3.11., #Leipzig
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https://www.dok-leipzig.de/programm/