Zum Welttag des Buches am 23. April
Am 23. April ist „Welttag des Buches“ und des Urheberrechts. 1995 erklärte die UNESCO diesen Tag zum weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autor:innen.
Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken, Schulen und Lesebegeisterte feiern am UNESCO-Welttag des Buches ein großes Lesefest. Für uns ein Anlass, um zu schauen, was wir an älteren Werken zu diesem Thema digitalisiert haben, unter anderem zum Vorläufer der TIB, der Bibliothek der Technischen Hochschule Hannover:
Paul Trommsdorff war ab 1922 Direktor der Bibliothek, er war Mitglied im Beirat für Bibliotheksangelegenheiten und hatte einen Lehrauftrag für Bibliothekswissenschaften inne. Mit dem Titel: „Die neuen Räume der Bibliothek der Technischen Hochschule Hannover, den Teilnehmern am 11. Hannoverschen Hochschultage (29. und 30. November 1929) überreicht“ gibt er einen wertvollen Einblick in die damaligen Begebenheiten:
Die interessante Geschichte der Bibliothek der Technischen Hochschule Hannover ab dem Jahr 1879 erzählt ebenfalls Paul Trommsdorff im Jahr 1931 in „Ein Überblick über die Entwicklung der Bibliothek“:
Ein besonderes Kleinod stellt der „Katalog alter Bucheinbände in der Bibliothek der Technischen Hochschule Hannover“ von Elisabeth Weber (siehe auch Blog Beitrag von Andreas Lütjen) dar. Sie erstellte Richtlinien für die einheitliche Katalogisierung der Bucheinbände, Register zum Einbandkatalog der Bibliothek der Technischen Hochschule Hannover, Notizen betreffend Künstlerregister der Sammlung Haupt und anderer Kupferstichwerke der Bibliothek der Technischen Hochschule Hannover. Die Abreibungen der kostbaren Buchrücken der Sammlung Haupt dokumentieren deren Kunstfertigkeit.
Aufsätze und graphische Einzelblätter zum Thema Buch lassen sich unter dem Titel „Buch und Bucheinband“ von 1923, herausgegeben von Max Joseph Husung, finden. Sie wurden zum 60. Geburtstage von Hans Loubier veröffentlicht, der ein deutscher Bibliothekar und Einbandforscher war.
Der deutsche Philologe Prof. Anton Elter (1858–1925) hielt zu der Gedenkfeier des 100. Geburtstages des Stifters der Universität Bonn am 3. August 1918 eine Rede zu Thema Bibliothek. Anton Elter wirkte lange Zeit bis zu seinem Tode an der Universität Bonn mit, unter anderem als Professor für Eloquenz und Professor für klassische Philologie. In dem Werk Wesen und Aufgaben der wissenschaftlichen Bibliothek von 1937 geht er auf die Bedeutung der Bibliothek für uns Menschen und die Wissenschaft ein:
„Mit der Entwicklung der Sprache beginnt die menschliche
Kultur, mit der Erfindung der Schrift wird das Wissen der
Menschheit zum festen, dauernden und übertragbaren Besitz,
wird das Buch zum Träger und Vermittler des geistigen Fortschritts,
mit einem Wort der Wissenschaft.
Die Erfindung der Buchdruckerkunst bedeutet den Beginn
der modernen Wissenschaft im weitesten Sinne, die Bibliotheken als die
Summe der in den Bücherschätzen enthaltenen geistigen Arbeit
der Jahrtausende repräsentieren das gesamte Wissen der
Menschheit von ihren Anfängen bis zur Gegenwart.“

















