Danach sind wir uns den Tempel anschauen gegangen. Ich LIEBE jetzt Tempel. All Hail koreanischen Tempeln. Dort gibt es die Möglichkeit einen Tempelstay zu machen. Im Nationalpark. In den Bergen. Mit veganem Essen. Veganes Essen was ich sonst nirgendwo finde. Ha! Verrückt wars. Ich hab ALLES daran geliebt. Wir haben noch ein bisschen am Bergfluss gespielt, nen Tee im Café getrunken, Souvenir geshopped und sind nach dem Essen mit dem Bus zum Naksan Tempel gefahren. Ein Tempel direkt am Meer. Auch so schön. Auch Tempelstay möglich. Und Koreaner zu beobachten wie sie beten gibt mir auch irgendwas. Ich wollte da gar nicht mehr weg. Wir haben uns dann nochmal sehr müde und kaputt zum Meer geschleppt (10 Min Fußweg) und ich hab bereut meinen Badeanzug nicht eingepackt zu haben. Das war richtiges Meer in Sokcho. Da konnte man richtig schwimmen. Die Wasserwacht war genauso nervig wie in Jeju, aber wenn man vor 6 Uhr da gewesen wäre, hätte man richtig schwimmen können.
Als die Sonne unterging sind wir mit dem Taxi wieder zurück zum Airbnb, hatten einen Slow morning und sitzen jetzt im Bus nach Seoul
Exkurs:
Was buddhistische Tempel besser machen als die Kirche
Ein Tempel ist meist ein größerer Komplex als so eine einzelne Kirche. Man hat also mehrere Gebäude und ein Gelände was bepflanzt ist (wie ein Kloster halt). Wenn man reingeht gibt es mindestens eine Stelle mit Trinkwasser für umsonst. Brilliant! Kostenloses Wasser, einfach so. Gamechanger i tell you. Nicht nur das. Es gab einen überdachten Raum mit Tischen und sitzen bei dem man umsonst Tee bekommen hat. Man konnte sich einfach hinsetzen und ausruhen. Und eine öffentliche Toilette war auch da. Auch gab es in beiden Tempel Cafés wo man leckeren Kaffee und Tee bekommt (korean style)
Natürlich konnte man auch Opfergaben kaufen, oder gute Wünsche (auf ne Kerze schreiben z.B.). Wer wollte konnte sich eine Matte nehmen und entweder vor den Statuen oder im Gebetsraum beten (das hab ich mich nicht getraut, da ist die christliche Indoktrination zu stark bei mir 😂). Man hat sich trotzdem erwünscht gefühlt. Ich hasse es z.B. als Protestant in kath. Kirchen zu gehen, als ob ich da falsch bin. Das war in den Tempeln gar kein Problem. Ich hätte auch alle anquatschen können und bitten können zu erklären, was ich machen soll, sie hätten es mir sofort erklärt. Ich hätte da Stunden bleiben können, weil ich mich so wohl gefühlt hatte. Und alles war so unglaublich pragmatisch. 2005 ist der Naksan Tempel wegen einem Feuer abgebrannt, das war traurig, aber dann haben sie es halt wieder aufgebaut. Firmen, die Geld spenden kriegen nen Baum gepflanzt und warum sollte man oben an der Aussichtsplattform kein Eis verkaufen? Es geht drum, dass die Leute sich ausruhen, und es ihnen gut geht und der Tempel seinen glauben Leben und verbreiten kann. All das, was die christliche Kirche nicht mehr leistet.