„Stellt euch vor, jeder würde den #Strom selbst produzieren, den er verbraucht – einschließlich Mobilität und Wärme. Bürger ohne eigene Dachflächen würden sich zu #Energiegenossenschaften zusammenschließen.

80 Millionen Bürger, 40 Millionen Haushalte – und jeder ist Stromproduzent für sich und andere.

Das wäre doch ein Chaos. Katherinas Freunde würden nichts mehr verdienen. Die Stromsteuer würde kaum noch Einnahmen bringen. Keiner der vier großen Konzerne könnte Politik und Markt diktieren. Das wäre Anarchie.

Anarchie ist nichts Schlimmes – sie kann bedeuten, dass etwas funktioniert, ohne dass jemand von oben Regeln vorgibt.

Schlimm ist Anarchie nur für machtgierige Menschen, die sich selbst bereichern wollen. Die meisten sitzen dann in konservativen und rechtsextremen Parteien und nennen Neoliberalismus „Freiheit“ – eine Freiheit für wenige statt für alle.“

Leserkommentar von Stefan Schmidt-Bilkenroth

@dufthummel

ES GIBT NICHTS GUTES, AUSSER MAN/FRAU TUT ES:

Auf die Politik etc schimpfen ändert auch nix, Du fühlst Dich noch nicht einmal besser!

Tretet in eine Energie-Genossenschaft ein z.B.
https://green-planet-energy.de/

Es gibt schon Genossenschaften, da muss man/Frau nicht extra eine gründen.

Dann bekommt man Öko-Strom der mit diesem ganzen Börsen-Unsinn nix mehr zu tun hat. Sie bauen neue Kraftwerke und so ändert sich dann auch der Energiemix hin zum Besseren.

Bitte weiter sagen 😜

Grüne Energie ist nachhaltige Energie

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@dr_ulli Ich habe mein eigenes Balkonkraftwerk und habe damit seit 07/2023 1764 KWh Strom generiert.
Seit 2010 bin ich Mitglied in einer Bürgerenergiegenossenschaft, die 4 Solarkarks mit einer Gesamtleistung von 10167 KWp betreibt. Die Rendite daraus haben die Einlagen längst überschritten.
@dufthummel
Das ist super und ich beneide Dich. Bei meiner Wohnung ist leider kein geeigneter Platz für Solarzellen... Wir haben zuviele Bäume, Sträucher usw. Ich glaube es geht in der Stadt vielen so
@dr_ulli ich habe nachgefragt. Jedes der 4 Solarparks haben ca. 30 GWh erzeugt.
@dufthummel Im Winter werden es leider Großkraftwerke richten müssen und die Energieinfrastruktur muss auch wer betreiben. Ganz ohne die Großen wird es nicht leicht, leider.
@mpblkclp @dufthummel grade im Winter geht das relativ gut, wenn die Netze ausgebaut sind (oder im Süden mehr Windräder stehen). Problematischste Zeit ist April-Juni.
@mpblkclp Dank europäischem Strommarkt ist aber auch das kein Problem. Und obendrein steigt die Anzahl der Stromspeicher massiv.
@dufthummel @mpblkclp
Und der Wind weht auch im Winter.
Und mit etwas Flexibilität bekommen wir auch den Frequenzabfall um 22:00 Uhr abgefedert.
@dufthummel
genau darum geht es Dezentralisierung - ich habe meinen Strom von Schönau im schönen Schwarzwald 😉 auch eine Genossenschaft
@putzf das bisschen, dass ich noch einkaufen muss, beziehe ich auch von dort.
@dufthummel Das wird nicht geschehen: die Leute der Energieversorger in der Regierung werden weiterhin entsprechende Gesetzgebungen forcieren.
@dufthummel Eigenständigkeit und Selbstständigkeit ist Anarchie! Wer sollte denn dann ein Interesse daran haben, die Parteitage von #CDU, #AFD, #CSU, #SPD und #FDP zu finanzieren? Der absolute Horror.
@dufthummel "Bisschen" Speicher müsste da aber auch noch sein...
@hiker kommt, Geduld.
@dufthummel Ohne Netz, als Selbstversorger ist Speicher zwingend.

@dufthummel

Zu einer anarchistischen, dezentralen Lebensweise gehört auch Konföderation und die Bildung von Netzwerken.

Bezüglich dem Stromsystem: ein Leitungsnetz, große und kleine Erzeuger, kurz und langfristiger Speicher, LadePunkte in der Fläche und im öffentlichen Raum, ein Nah- und Fernwärme Netz, das idealerweise aus Überschüssen der Genossenschaftlichen Produktion gespeist wird…

@dufthummel

Man vergesse darüber nicht die solidarische Landwirtschaft #SoLaWi, genossenschaftliche Betriebe, FoodCoops, MietshäuserSyndikat und andere Formen des geteilten, selbst verwalteten Besitzes, etc. etc.

@dufthummel
das wäre einfach der Moment wo der Staat eine Eneegieerzeugungssteuer erfindet.
Zu glauben, dass die aufhören, einen zu schröpfen ist leider naiv.
@dufthummel Ich würde gerne meinen Storm selbst erzeugen und verwenden. Als ich das damals machen wollte an meinem Haus ging es nicht, aus dummheit habe ich dann nichts gemacht. Tja nun zahlt man halt die Zeche wen man auf dem falschen weg war
@marlinz008 es ist immer noch nicht zu spät
@dufthummel Wenn ich das Geld habe geht das wieder. Ist aktuell leider nicht drinn
@dufthummel
Der Zusammenschluss von Menschen, die für sich und andere Strom produzieren, ist eher gelebte Basisdemokratie als #anarchie . Letztere ist dem #neoliberalismus gar nicht so fern, nur dass ein*e Anarchist*in sich auch mal erlauben würde zu sagen: Hab gerade kein Bock auf freies Spiel der Kräfte.
Ansonsten machen Anarchist*innen das, worauf sie im Rahmen dessen, was ihre Kräfte zulassen, Bock haben.
@gruebler @dufthummel Es gibt auch bei Anarchismus unterschiedliche Spielarten. Z.B. Thoreau, Godwin und Proudhon um mal drei zu benennen die jeweils aufgrund eines unterschiedlichen Menschen, Natur und Weltbild zum Schluss kommen, dass Staatlichkeit mehr oder weniger kritisch zu sehen ist.

@dufthummel
Stell dir vor, du würdest mehr als die Hälfte der Menschen nicht nur mit-meinen.

Wär ein super Anfang, um das Miteinander besser zu leben, ohne andere zu triggern, die schon ihr Leben lang drunter leiden.

@dufthummel Nette Idee. Funktioniert aber nicht, weil irgendwer die Energienetze betreiben muss. Dazu gehören dann auch stabilisierende Maßnahmen, die zusätzlich Geld kosten. Sprich: alle privaten Solar- und Windkraftanlagen müssen ans Netz.

Dort würde dann das passieren, was beim Gas jetzt schon passiert: immer weniger Endkunden (die, die sich keine PV leisten können) müssen immer mehr Anteile an den Kosten der Netze übernehmen.

@usi

Richtig: Die Netze (zumindest die großen Regelzonen) sind in den falschen Händen und werden unter der falschen Prämisse betrieben.

Richtig auch: Netze betreiben ist teuer, aber billiger, als ausschließlich von lokalen Witterungsbedingungen abzuhängen.

Ebenfalls richtig: Man wird die Frage stellen müssen, wie diese Netze finanziert werden.

@dufthummel

Vorzeige-Dorf: Wie Wildpoldsried seine Energiewende schaffte

In dieses Dorf kommen viele, um sich für die Energieerzeugung etwas abzuschauen. Wildpoldsried im Oberallgäu setzt seit Jahren auf einen Mix aus erneuerbaren Energien und hat auch seine Lösung für die Dunkelflaute. Was diese Gemeinde anders macht.

BR24

@dufthummel Ja, das sind Lösungen, die nur funktionieren, wenn die Infrastruktur vorhanden ist. Irgendwer muss ja auch die Stromleitungen legen und das Netz synchron halten. Für Einwohner schwache Gegenden mit wenigen Hausanschlüssen mag das noch funktionieren. In Deutschland wohnen aber mehr als 2/3 der Menschen in städtischen Gebieten. Plus die große Anzahl an Betrieben, die mehr als 4000kWh im Jahr benötigen.

„Autark“ heisst in dem Zusammenhang nicht „Insellösung“.

@usi „Autark“ muss nicht „Insellösung“ heißen, kann es aber.
@dufthummel Nachtrag: ich wünschte, man würde in den Städten wenigstens mal klein anfangen und eine „Solardachpflicht“ schaffen. Vor allem bei Mehrfamilienhäusern, wo die meisten zur Miete wohnen.
@dufthummel
und genau das ist der Grund, wieso Erneuerbare als Gegner des 'kleinen Mannes' geframed werden: Um den kleinen Mann klein zu halten.

@dufthummel lustigerweise trifft die Kernaussage auch auf - von technologieoffenen Parteien immer wieder als Allheilmittel gepriesene - SMR zu (Small Modular Reactor).

Einzig die Abhängigkeit vom „Brennstofflieferanten“ bliebe bestehen, der wäre dann aber kein Fossil(er) mehr.

¯\_(ツ)_/¯

@pantaRhei Nein, denn auch der SMR , sofern es ihn irgendwann geben sollte, erzeugt Atommüll, für den es immer noch keine Lösung gibt.

@dufthummel der radioaktive Abfall ist noch ein schlagendes Argument gegen SMR, stimmt.

Aber war die Kernaussage nicht, daß dezentrale, selbstorganisierte Energieversorgung die bestehende Marktmacht der großen Anbieter brechen kann, und dadurch den Verbrauchern mehr Freiheit (und Verantwortung) gibt?

Das wäre ja unabhängig von der „Erzeugungseinheit“ - und würde auch auf Reaktorle zutreffen, die gerade auch wegen des kleinskaligen, „lokalen“ Charakters ins Spiel gebracht werden.

D.h. SMR wären unter diesem Aspekt den - so manchem SMR-Befürworter zutiefst verhassten - Erneuerbaren gleichgestellt.
(Das nennt sich dann wohl Ironie.)
¯\_(ツ)_/¯

@dufthummel
Nein, das wäre keine Anarchie, denn es würde dafür auch Regeln und eine Organistion geben. Das muss es rein aus physikalischen Gründen. Es wären nur andere Regeln. Und es gäbe keine Großunternehmen, die unwiederbringliche Rohstoffe ihr eigen nennen und für Stromerzeugung verbrennen.

Es wäre wie ein Haus voller Eigentümer in ihren Wohnungen und nicht wie ein Haus voller Mieter in den Wohnungen eines Fremden.