„Stellt euch vor, jeder würde den #Strom selbst produzieren, den er verbraucht – einschließlich Mobilität und Wärme. Bürger ohne eigene Dachflächen würden sich zu #Energiegenossenschaften zusammenschließen.

80 Millionen Bürger, 40 Millionen Haushalte – und jeder ist Stromproduzent für sich und andere.

Das wäre doch ein Chaos. Katherinas Freunde würden nichts mehr verdienen. Die Stromsteuer würde kaum noch Einnahmen bringen. Keiner der vier großen Konzerne könnte Politik und Markt diktieren. Das wäre Anarchie.

Anarchie ist nichts Schlimmes – sie kann bedeuten, dass etwas funktioniert, ohne dass jemand von oben Regeln vorgibt.

Schlimm ist Anarchie nur für machtgierige Menschen, die sich selbst bereichern wollen. Die meisten sitzen dann in konservativen und rechtsextremen Parteien und nennen Neoliberalismus „Freiheit“ – eine Freiheit für wenige statt für alle.“

Leserkommentar von Stefan Schmidt-Bilkenroth

@dufthummel lustigerweise trifft die Kernaussage auch auf - von technologieoffenen Parteien immer wieder als Allheilmittel gepriesene - SMR zu (Small Modular Reactor).

Einzig die Abhängigkeit vom „Brennstofflieferanten“ bliebe bestehen, der wäre dann aber kein Fossil(er) mehr.

¯\_(ツ)_/¯

@pantaRhei Nein, denn auch der SMR , sofern es ihn irgendwann geben sollte, erzeugt Atommüll, für den es immer noch keine Lösung gibt.

@dufthummel der radioaktive Abfall ist noch ein schlagendes Argument gegen SMR, stimmt.

Aber war die Kernaussage nicht, daß dezentrale, selbstorganisierte Energieversorgung die bestehende Marktmacht der großen Anbieter brechen kann, und dadurch den Verbrauchern mehr Freiheit (und Verantwortung) gibt?

Das wäre ja unabhängig von der „Erzeugungseinheit“ - und würde auch auf Reaktorle zutreffen, die gerade auch wegen des kleinskaligen, „lokalen“ Charakters ins Spiel gebracht werden.

D.h. SMR wären unter diesem Aspekt den - so manchem SMR-Befürworter zutiefst verhassten - Erneuerbaren gleichgestellt.
(Das nennt sich dann wohl Ironie.)
¯\_(ツ)_/¯

@pantaRhei laut Wikipedia: "Der Begriff Small Modular Reactor bezeichnet nach heute gängiger Verwendung Kernreaktoren mit einer elektrischen Leistung von in der Regel bis zu 300 Megawatt (MWe)."
Das sind keine kleinen Anlagen, die eine kleine Energiegenossenschaft bauen und betreiben könnte. Die habe nämlich die selben Nachteile wie große AKWs: Bewachung, Überwachung und Betrieb, Entsorgung.
Nein, auch SMRs sind keine Alternative!