Was wird denn „gekapert“, wenn sich Menschen freiwillig mit selbst gewählten Angeboten organisieren? Für mich sieht dieser Vorwurf nach typisch dualistischer #Versektung in der #Aufmerksamkeitsökonomie aus…
Das Problem scheint zu sein, dass sich - ohne dass ich zu tiefes Wissen in anderen Fediverse-Diensten habe - Mastodon in den technischen Protokollen und Konventionen einige Freiheiten herausnimmt, die andere Dienste im Fediverse nicht so umsetzen. Das führt zusammen mit der hohen Anzahl an Usern auf Mastodon dazu, dass Mastodon fälschlicherweise als der richtige Weg wahrgenommen wird, andere Dienste als Kuriositäten.
Um Mal zu sehen, wie sich die Interoperabilität unterschiedlicher Fediverse-Dienste anfühlt, empfehle ich dir dringend, einen Pixelfed-Account (Instagram-Klon im Fediverse) für deinen Labradoodle anzulegen. So kannst du testen, wie Pixelfed Mastodon-User anzeigt oder wie Pixelfed-Inhalte auf Mastodon aussehen.
Außerdem braucht das Fediverse dringend mehr Bilder von Labradoodlen.
@mort @BlumeEvolution @jabgoe2089
Soso. Sie sind also gegen mehr Labradoodle im Fediverse. 🤨
😄
Scherz beiseite: Du hast zwischen den Fediverse-Diensten unterschiedliche Feature-Sets. Gerade die Spezialisten zeigen sehr deutlich, wo diese unterschiedlich implementiert sind oder in der Benutzung auseinander gehen, ohne dass man sich zu sehr mit den Details beschäftigen muss. Deswegen dieses Beispiel.
Deine Ausführungen klingen, als sei eine Interoperabilitäts-TaskForce keine schlechte Idee.
Dem will ich mich mal anschließen. Das Fediverse ist ein Gebilde, daß deutlich mehr umfaßt als Mastodon. Meine digitale Wohnzimmercouch steht bei Diaspora - das ist ein "abgelegener" Teil des Fediverse, der für Mastodon völlig unsichtbar ist, für Friendica oder Hubzilla User aber genauso erreichbar wie der Mastodon Account unter dem ich grad schreibe.
Und da Du Dich gegen den Fossilismus (mit seinen Mono/Oligopolen) im Großen stellst und für Vielfalt plädierst, ist es dann ein wenig inkonsequent, wenn Du da "Eifersucht" siehst, nur weil einige User Dich (meiner Meinung nach zurecht) darauf hinweisen, daß Mastodon nur eine Facette vom Ganzen ist.
Und weil Du hier zu den "Großen" zählst, wäre es in Deiner Postion als "Meinungsmacher" schön, wenn Du die Begrifflichkeiten/technischen Termini korrekt verwenden würdest.
Es ist schon schlimm genug, daß wir in einer IT-Welt leben, in der Email = "Outlook", Textverarbeitung = Word, Tabellenkalkulation = Excel und Webbrowser = Chrome sind.
Also, nix für ungut, wenn manchmal einige Leute genervt sind, wenn Du Mastodon schreibst und eigentlich Fediverse meinst.
@echopapa @BlumeEvolution Ich gebe dir da voll recht. Es ist wichtig darauf aufzupassen und die Pluralität im Fediverse nicht zu verstecken indem man das auf Mastodon verkürzt.
Der Begriff Eifersucht ist hier vielleicht auch falsch oder beschreibt nur ein mögliches Motiv. Es geht sicher auch darum, dass Menschen Arbeit und Engangement in die verschiedenen Projekte investiert haben, die - zumindest verbal - ignoriert werden wenn Mastodon statt Fediverse als Begriff genutzt wird.
@echopapa @BlumeEvolution Vielleicht ist das jetzt eine schlechte Metapher und es gibt ein besseres Bild. Ich versuche damit das emotional besser einzufangen. Es ist so wie jemand baut mit viel Mühe eine Sandburg oder bepflanzt eine Baumscheibe und dann latschen andere einfach durch.
Vielleicht passt der Begriff Diskriminierung oder Ignoranz besser als Grund für dies was @BlumeEvolution da mit Eifersucht meint.
Ich denke auch, die nicht ganz offensichtliche "Baumscheibe" oder "Sandburg" ist es, die dann manche Leute auf die Palme bringt..
Es ist auch ein wenig wie mit LGBTQIA+ - es geht eher um Sichtbarkeit und Offenheit - und ich glaube das Fediverse mit all seinen Macken ist da der kommerziellen Internet-Welt weit voraus.
Also, ich begrüße & lebe #Vielfalt auch im #Fediversum und schreibe niemandem irgendetwas vor. Und welche „Kneipe“ ich aufsuche, möchte ich mir auch zukünftig nicht vorschreiben lassen. Danke. 🙏
@BlumeEvolution ich glaube es kommt immer darauf an was man neben Mastodon noch nutzt.
Warum pixelfed/loops nutzen, wenn das (Bilder/videos) auch auf Mastodon funktionieren und potenziell dort mehr views bekommen? Klar alles ist etwas anders.
Ich glaube im digitalen setzt sich auf dauer immer *genau* ein Service durch.
(Amazon/bücher.de)
(Chrome/Safari/Firefox/Vivaldi)
Alternativen wird es immer geben, aber diese erreichen (leider) nie „Relevanz“.
@BlumeEvolution
Bei z.B. Autos hat man mehr Unterschiede & *Nachteile*
Ob ich Smart, Kleinwagen, Combi, SUV / Bus fahre ist nicht nur davon abhängig wieviele Menschen & Gepäck man transportieren will, es kommt auch mit erhöhten Verbrauch, Gescheindigkeit & Parkplatzsuche daher;
Im digitalen „entfallen“ viele Nachteile & so entscheiden *wenige* Vorteile darüber wer sich durchsetzt. Sei es bei Amazon, das Käufer dort den besten Service haben.
Oder das jede Webseite gegen Chrome getestet wird.
Die anderen #ActivityPub Systeme haben zwei Nutzen:
1. Erleichtern sie die Arbeit für "Creators". #Pixelfed hilft eben Fotografen, ihre Bilder leichter mit allem notwendigen Daten zu veröffentlichen. Ähnliches mit #Peertube für Videos. Und #castopod hat auch alle möglichen Podcast-Features, die übers Fediverse hinaus gehen.
2. Bevorzugen verschiedene User verschiedene Zugänge. Wer lieber Fotoalben anschaut, als Textwüsten ist z.B. bei Pixelfed besser bedient.
Du sagt gerade, wenn du ein Foto drucken willst nimm diese Software,
wenn du eine Tabelle drucken willst nimm Excel, wenn du das machen willst nimm eine vierte Software
zu Leuten die sich denken: Also Word macht für meine Zwecke alles gut genug; das reicht mir.
Ja, freies ActivityPub Protokoll ist super, und die Wahl haben ist super; aber ich will ja eben eins für alles & da fällt die Wahl halt leichter.
Kaum jemand nutzt alle SM Plattformen gleichzeitig…
Genau das ist das Problem:
Klar gibt es bessere Software (& viel Sinnvollere) aber trotzdem gibt es Leute die Fotos in Word bearbeiten, weil Word da ist. Das geht tatsächlich, nicht elegant, aber Basics funktionieren.
Mir sind auch Präsentationen in Word geschickt worden. Hochzeitbücher, Grußkarten
Das ist eben etwas das Problem hier, die eklatante Kluft zwischen den Profi Usern und den Einsteigern und das Unverständnis der Profis ^^
Menschen sind halt anders.
Nur als Hinweis:
Die meisten Projekte im Fediverse haben wenige Instanzen mit wenigen Usern und häufig nur einem Maintainer und keiner rechtlichen/organisatorischen Struktur.
Im Wesentlichen nur Mastodon hat eine fünfstellige Zahl von Instanzen mit Millionen Usern und ist als gemeinnützige Firma mit mehreren Entwicklern aufgestellt. Selbst wenn alle Entwickler/Beschäftigte der Firma bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommen würden, gäbe es noch die Firma, die verkauft oder geregelt abgewickelt würde.
Bei praktisch allen anderen Projekten im Fediverse reicht es bereits, dass der einzige Maintainer an ME/CFS erkrankt, entführt oder verhaftet wird, die Lust oder die notwendigen Ressourcen verliert, sich wahren oder falschen MeToo-Vorwürfen ausgesetzt sieht, damit das Projekt abrupt und ungeregelt eingestellt wird.
Selbst sehr große einzelne Mastodon-Instanzen können dieses Schicksal erleiden. Im Falle der Instanzen troet.cafe und München.social wurde dies gerade noch abgewendet, weil beide Instanzen so groß waren, dass sich eine Gruppe von Admins bildete, die gemeinsam eine rettungsaktion durchführten.
Mastodon.social hätte in diesen Tagen beinahe versehentlich Nutzungsbedingungen eingeführt, die im schlimmsten Fall das ganze Fediverse in den Abgrund gerissen hätten.
Ich habe mich für Mastodon entschieden und nicht eines der anderen (häufig interessanteren oder besseren Prkjekte wie Friendica, Lemmy, MissKey, gotosocial, ...), weil mir nur Mastodon durch Zahl der User, Instanzen, Entwickler und der rechtlichen Organisation die Sicherheit bietet, dass das Projekt mittelfristig weiterbestehen wird.
Das Szenario von XZ, wo der maintainer aus dem ejgenen projekt gemobbt wurde, hatte ich nichtmal in die aufzählung ahfgenomnen.
Ja, soetwas dürfte nicht passieren. XZ oder j4log sind aber derart wichtig (KRITIS), dass wie bei troet.cafe retter kommen würden, weil zuviel davon abhängt.
Hm, für Mastodon erscheint mir der Post erstaunlich lang. 🤔
Ist ja auch ein Vorurteil, dass auf Mastodon nur kurze Tröts getrötet werden.
Lol, ich hoffe mal, die Tröts, auch die kurzen, bleiben am Leben.
Ich weiss, das war ein Tippfehler, aber ein lustiger.
Tatsächlich wohl die autokorrektur. Aender Ich gleich.
Die Sache mit dem Einstieg ist ein wichtiges Argument.
@BlumeEvolution weiß ich nicht -- Eifersucht habe ich nicht beobachtet.
Sorgen, dass eine Implementierung dominiert (und wenn da was schief geht alles mitrunterziehen könnte) gibt es aber schon lange. Inzwischen aber eher weniger (weil es immer mehr Integrationen gibt).
Warum muss es denn dann „ein Netzwerk“ sein? Warum nicht mehrere nebeneinander?
@giggls @mort @daniel @BlumeEvolution Der Vergleich passt ganz gut. Die Kritik ist schließlich an mastodon dot social als zu große Instanz, die 1) von einer Firma betrieben wird, 2) von der Mastodon gGmbH nicht effektiv moderiert wird und 3) die Mods gelegentlich legitime Kritik an Netanyahu’s Israel als antisemitisch unterbunden haben.
Edit: Und dann ist da noch die Föderierung mit Threads.
@schrotthaufen @giggls @mort @daniel @BlumeEvolution
Ich bin wohl in einem anderen Teil von Mastodon.Social... ich habe hier genügend israelkritische Stimmen erlebt.
@giggls @mort @daniel @BlumeEvolution eher outlook.com. Das Programm Outlook (wie Thunderbird) ist am Ende auch nur ne Schnittstelle/Client mit visueller Benutzeroberfläche, die mit den eigentlichen Mailservern kommuniziert.
Wenn ich einen eigene persönliche Webseite via ActivityPub-Protokoll mit dem Fediverse vernetzen, ist das als würde ich einen eigenen Mailserver einrichten.
Nur mal so, um möglichen Missverständnissen vorzubeugen.