Demnächst verlasse ich meinen Job als Verkehrsplanerin in einem kommunalen Verkehrsunternehmen. Auch wenn ich den Job an sich geliebt habe, bin ich froh, ein Umfeld zu verlassen, das vollkommen dysfunktional ist. Das fängt bei den Arbeitsstrukturen an (Mails ausdrucken, die einen Posteingangsstempel bekommen, ist noch das harmloseste). Es geht aber weiter bei den für die Fahrgäste relevanten Sachen: Eine vollkommene Veränderungsresistenz in allen Aspekten, "Schulverkehr ist auf dem Land ausreichend", Fahrgastinformation nur bis 16 Uhr, Barrierefreiheit ein Fremdwort.
Und die Politiker*innen, die kontrollieren sollen: Good job. Der Großteil von denen fährt nur Auto und nicht ÖPNV. Ein CDU-Kommunalpolitiker sagte auch mal auf einer Veranstaltung, dass er sich das Autofahren nicht wegnehmen lassen will. Hinterhergeschoben noch was transfeindliches.
Diese Strukturen sind unfähig, eine Verkehrswende zu gestalten bzw. wollen es auch nicht. Das ist Mangelverwaltung,