Alle fahren Fahrrad? Was dann?
Mal angenommen, alle fahren Fahrrad. Stehen wir dann ständig genervt im Radstau? Oder sind alle entspannter unterwegs? Ein Gedankenexperiment.

#Podcast
#Fahrrad
#verkehrswende
#mdrza

Lustig , wie konsequent der Sprecher die Leihräder und ihr Potential zur Reduktion Radparkplätzen ignoriert und auf "seinem" Radparkplatz besteht, das wieder 22-23h rumsteht. Ausserdem: Verkehrpoller braucht kein Mensch, wenn alle radfahren, oder?

https://www.ardaudiothek.de/episode/der-tagesschau-zukunfts-podcast-mal-angenommen/alle-fahren-fahrrad-was-dann/tagesschau/13476037/

Alle fahren Fahrrad? Was dann?

Mal angenommen, alle fahren Fahrrad. Stehen wir dann ständig genervt im Radstau? Oder sind alle viel entspannter unterwegs? Ein Gedankenexperiment.    Diese und weitere Folgen findet ihr überall, wo es Podcasts gibt - auch hier in der ARD Audiothek: https://www.ardaudiothek.de/der-tagesschau-zukunfts-podcast-malangenommen/71374876     Ihr könnt diesen Podcast auch über euren Sprachassistenten hören. Sprachbefehl: "Spiele mal angenommen von der ARD Audiothek"     Unsere Quellen und weiterführenden Fakten zu dieser Folge:     Der Fahrradmarkt in Zahlen https://www.ziv-zweirad.de/2024/03/13/marktdaten-2023-fahrradbranche-trotzt-negativem-konsumklima/   Daten zum Radverkehr https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr/nachhaltige-mobilitaet/radverkehr#gtgt-gesund   Nationaler Radverkehrsplan https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/Radverkehr/nationaler-radverkehrsplan-3-0.html   Fahrrad-Monitor 2023 https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Anlage/StV/fahrradmonitor-langfassung.pdf?__blob=publicationFile   Radprofessur Universität Kassel https://www.uni-kassel.de/fb14bau/institute/institut-fuer-verkehrswesen-ifv/radverkehr-und-nahmobilitaet   Wie sich der Radverkehr verdreifachen könnte - Fraunhofer-Studie https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/radverkehr-studie-klimaschutz-100.html https://www.isi.fraunhofer.de/content/dam/isi/dokumente/ccn/2024/2024-05_adfc_radverkehr_potenzial_abschaetzung_studie_langfassung.pdf   Fahrradfahren: Gut für die Umwelt und die Gesundheit https://www.aok.de/pk/magazin/sport/fitness/darum-ist-fahrradfahren-gesund/   Studie: Radfahren stärkt sozialen Zusammenhalt https://www.aok.de/pp/gg/praevention/radfahren-studie-fernuniversitaet-hagen/ https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0272494423001731?dgcid=author   The Cycling Embassy of Denmark https://cyclingsolutions.info/embassy/about-us-2/   Die häufigsten Brandursachen https://www.ifs-ev.org/archiv/report/ifs_report_2023_2.pdf

ARD Audiothek

@StefanBlasel

#Carsharing macht ja bei geringer Autonutzung noch wirtschaftlich Sinn, weil die Fixkosten und der Wertverlust beim Auto sehr hoch sind.

Beim Fahrrad dagegen, erscheint mir #Sharing / Leihen grob unwirtschaftlich. Ein Fahrrad hat deutlich weniger Wertverlust im Laufe der Zeit, dagegen fällt der Verschleiß durch zusätzliche Fahrten mehr ins Gewicht.

Aufgrund der viel geringeren fahrzeugbezogenen Gesamtkosten fällt außerdem der Overhead um so schmerzlicher ins Gewicht. Die Organisation dahinter und die Leute die für diese arbeiten verursachen erhebliche Kosten welche sich naturgemäß im Endkundenpreis wiederfinden. Dementsprechend teuer ist jeder km Leihrad im Vergleich zu einem km eigenes Rad, was ja noch dazu erhebliche Flexibilitätsvorteile bietet, zumindest solange kein Transport des Rad im ÖPNV erforderlich ist.

Ich gönne jedem sein Leihrad aber persönlich wollte ich schon den gesamten wirtschaftlichen Vorteil von Rad statt Auto bei mir verbuchen wollen. 🤷‍♂️ Da kann ich niemanden 👇

@AdrianVolt Mich würde interessieren, wie viele Diebstähle deines persönlichen Rades du in deine Wirtschaftlichkeitsrechnung eingepreist hast. Ich habe in zehn Jahren Bicing Nutzung in Barcelona nie ein privates Rad vermisst, weil ich so Diebstahlsversicherung und Reparaturversicherung und sicheren Standplatz inclusive hatte. Das waren die 50 Euro Jahresgebühr unbedingt wert.
https://www.bicing.barcelona/es/tarifas
Tarifas | Bicing

Tienes cuatro tarifas disponibles para abonarte al servicio:    Dos son solamente para el servicio Bicing: Tarifa Plana si prevés que vas a realizar bastantes usos durante el año o Tarifa de Pago por uso (ocasional) si lo utilizarás más puntualmente.   También existen otros dos abonos que combinan las tarifas habituales de Bicing con el servicio AMBici Para contratar los abonos metropolitanos no debes tener una subscripción en vigor de ninguno de los dos servicios.  

Bicing

@StefanBlasel

Bislang hatte ich nur Räder bei denen das Schloss am Rad mehr wert war, als das Rad an sich, dementsprechend habe ich keine Diebstähle eingepreist.

Allgemein ist die hohe Anzahl an Fahrraddiebstählen nicht gerade hilfreich für die Verkehrswende, da es diese recht unattraktiv machen, ein teureres Fahrrad zu nutzen.

Diebstähle und Vandalismus von Leihrädern dürften erhebliche Kosten verursachen, welche vom Anbieter natürlich eingepreist werden.

Dementsprechend verwundert es nicht, dass die stündlichen Leihkosten fast der Hälfte der Stundenkosten eines hiesigen Carsharingsauto haben.

Würde ich mit einem derartigen Sharingfahrrad in die Arbeit radeln, würde das monatlich 50 € kosten, mit Grundgebühr also fast 55 € monatlich.

Das ist verdammt viel Geld für ein Fahrrad. 🤷‍♂️

Ein🚲 ist relativ langsam, was die sinnvolle Reichweite limitiert, hat keinerlei Wetterschutz, kaum Komfort, ist auch schon bei einem Alleinunfall physikalisch nachteilig.... da muss es wenigstens spotbillig sein um 👇

@StefanBlasel

all diese Nachteile zu kompensieren.

Persönlich würde ich nur viel Geld für ein Fahrrad wie das Podbike ausgeben:

https://podbike.com/

Das hat genug Features, die einen hohen Kaufpreis und höhere Unterhaltskosten rechtfertigen.

Ein normales teures Fahrrad fährt sich ehrlichgesagt bei weitem nicht so viel besser, wie meine geschundene Haltestellenwrack, als das es den saftigen Aufpreis rechtfertigen würde.

Vielleicht sehe ich das zu sehr aus betriebswirtschaftlicher Perspektive, aber wenn ich schon auf so viele der Vorteile des Autos verzichten muss, dann möchte ich das wenigstens gut bezahlt haben, egal ob ÖPNV oder Fahrrad.

Podbike

@AdrianVolt
Leider verstehe ich nicht woher deine 55 Euro pro Monat herkommen. Ich finde aber 55 euro Mobilitatskosten verglichen mit mehreren 100 Euro für ein Auto schon günstig. In Barcelona ist der Preis fürs Mietrad ubrigens <5 Euro/Monat. 50 Euro ist ja der Jahrespreis für mechanische Räder. Das sollte deine Bedingung erfüllen. Warum der Preis bei dir 10 mal so hoch ist versteh ich nicht. In Nordeuropa sind die Lohnkosten ja nicht 10 mal so hoch.

@StefanBlasel

Vielleicht habe ich ja einen Übersetzungsfehler gemacht, 🤔 aber so wie ich das verstanden komme ich auf folgende Kosten:

Annahme: Nutzung eines Leih-E-Bikes als Ersatz für andere Verkehrsmittel auf dem Weg zur Arbeit:

Hinfahrt - 45 Minuten = 0,35 € + 0,90 € = 1,25 €
Rückfahrt - 45 Minuten = 0,35 € + 0,90 € = 1,25 €
Tageskosten Fahrten: 2,50 €

5 Arbeitstage die Woche = 5 x 2,50 = 12,50 € die Woche

4 Wochen im Monat:
4 X 12,50 € = 50 € Fahrtkosten im Monat

50 € Jahresgebühr : 12 = 4,17 € monatliche Grundgebühr:

Monatliche Grundgebühr: 4,17
Monatliche Fahrtkosten: 50,00 €

Monatliche Gesamtkosten: 54,17 €, aufgerundet auf 55 € um gelegentliche Verzögerungen und Umwege mit einzubeziehen.

Sind meine Berechnungen korrekt? 🤔

Natürlich sind 55 € monatliche Mobilitätskosten im Vergleich zu den 350 - 450 € für ein Auto günstig. Das Preis-Leistungsverhältnis empfinde ich ähnlich dem ÖPNV trotzdem als schlecht.

Die variablen Autokosten für die Strecke liegen bei ca. 90 €. Da wollte 👇

@StefanBlasel

ich beim Umstieg auf das Fahrrad schon mehr sparen als nur 35 €.

Natürlich würde die Rechnung bei einer Abschaffung des Autos (auch bei zusätzlichen Fahrten) besser aussehen, aber es bleibt auch dort die Frage... warum das Fahrrad teuer mieten, wenn man es auch einfach kaufen könnte und damit binnen weniger Jahre i. d. R. deutlich billiger wegkommt?

Wenn ich schon auf die Vorteile des Autos verzichten soll, dann möchte ich für diesen Verzicht möglichst hoch bezahlt werden = Alternativen zum Auto müssen so billig wie irgendwie möglich sein.

Deswegen bin ich auch ein großer Fan des #Deutschlandtickets. Mein altes Abo kostete ca. 75 € im Monat. Also nur 15 € billiger als der Sprit für das Auto -dessen Abschaffung aufgrund der Leistung im ÖPNV Gesamtsystem nicht zur Debatte steht bei gleichzeitig all den Nachteilen des ÖPNV.
Das alte Abo eignete sich auch nicht für Freizeitfahrten (Zonengrenze), derartige Fahrten hätten also stets als sündhaft teures Einzelticket gebucht werden müssen, 👇

@StefanBlasel

was den Einspareffekt des Autoverzichts weiter reduziert.

Bei einer Abschaffung des Autos müsste man neben den Kosten für das Abo also auch erhebliche Kosten für

- Einzelfahrten
- Carsharing
- Taxi

dazu rechnen. Auch die Zeitverluste die durch das sinnlose Warten an irgendwelchen Haltestellen und die individuell suboptimale Routenführung des ÖPNV entstehen müssen eigentlich kostenpflichtig einkalkuliert werden.

Aber auch ohne diese würde ich - vor dem #Deutschlandticket - von Kosten von 150 - 200 € monatlich ausgehen.

Also nur ca. 150 € billiger als der Best Case der Autokosten.

Und dementsprechend verliert man sehr viele der Leute, welche diesen Aufpreis bezahlen können, an das Auto.

Die Grenzkosten zusätzlicher Autofahrten bei einem bereits vorhanden Auto sind recht gering und jenseits des Sprits nicht unmittelbar kontowirksam. Dementsprechend ist ein Einzelticket im Vergleich, wenig attraktiv.

Die Grenzkosten zusätzlicher Fahrten mit dem #Deutschlandticket sind Null.

Und
👇

@StefanBlasel

plötzlich macht man Zug und ÖPNV Fahrten, die man vorher niemals in Erwägung gezogen hätte.

Vorher: 2 x 1 Stunde Autofahrt für 40 € vs 2 x 2,5 Stunden Zugfahrt für 30 €.

Du sparst 10 Euro Geld auf Kosten von 3 Stunden Zeit und erheblichen Komfort und Zuverlässigkeitsverlusten im meist überfüllten Zug.

Ne, lass Auto fahren.

Mit Deutschlandticket:

Zug: 0 €, 5 Stunden

Ersparnis: 40 €
Zeitnachteil: 3 Stunden
Nettostundensatz: 40:3 = 13,33 €.

"Auf zur Bahn!

@AdrianVolt
Deine Kalkulationen kann ich nachvollziehen. Allerdings will ich noch darauf hinweisen, dass der Vorteil des Reisens im ÖV ist, dass man sich auf andere Dinge konzentrieren kann, Vorbereitung der Arbeit oder Büroarbeit selbst oder auch Sprachen lernen. Das ist im Auto schwieriger oder gefährlicher. Die eingesparte Arbeitszeit könnte man auch geldlich bewerten, wenn man will.
@AdrianVolt Andersherum kann man auch die große Menge Geld für das Auto in aufgewendete Arbeitsszeit umrechnen, die dann nicht mehr als Freizeit zur Verfügung steht. Frage: Wie viele Stunden im Monat musst du für dein Auto arbeiten? Damit könnte sich die durch Autonutzung eingesparte Zeit wieder verringern.

@AdrianVolt
Deine Idee , dass €Menschen für die Nichtnutzung von #Autos entschädigt werden sollten, versucht man derzeit in #Marburg umzusetzen. 1250 € gibt es dort im ersten Jahr.
#Verkehrswende
#Fahrrad
#ÖPNV
#Fuss
#Autoland
#autoabhangigkeit
#Entzugsprogramm

https://perspective-daily.de/article/3194-verkehrswende-wer-in-marburg-sein-auto-abgibt-erhaelt-jetzt-1250-euro/7GcaKiS8

Verkehrswende: Wer in Marburg sein Auto abgibt, erhält jetzt 1.250 Euro

Perspective Daily

@StefanBlasel

Dauer Autofahrt: 25 Minuten
Dauer ÖPNV Fahrt: 45 Minuten
Zeitdifferenz: 20 Minuten X 2 = 40 Minuten täglicher Zeitverlust

40 Min x 5 Tage die Woche = 200 Min = 3:20 wöchtentlicher Zeitverlust
:

Angenomme Arbeitszeit: 40 Stunden
Zeitkosten Auto: 5 X 25 x 2 = 250 Minuten = 4:10

Arbeitszeitaufwand Auto: 44:10 wöchentlich

Zeitaufwand ÖPNV: 5 X 45 x 2 = 450 Minuten = 07:30

Arbeitszeitaufwand ÖPNV: 47:30 wöchentlich.

Staus und ÖPNV Verzögerungen wurden nicht berücksichtigt, würden aber erfahrungsgemäß den ÖPNV deutlich schlechter dastehen lassen.

Um seinen wöchentlichen Zeitverlust von 3:20 reinzufahren muss der ÖPNV es erlauben, statt 40;00 nur 36:40 zu arbeiten:

Monatsnetto: 2000 € @ 4 X 40:00
Nettostundensatz: 12,50 €

Monatsnetto @ 36:40 = 1834 €

Annahme monatliche Autokosten: 350 €

Ersparnis bei 150 € Euro Kosten für andere Verkehrsmittel:
Entfallende Autokosten: 350 €
Einkommensverlust: -166 €
Mobilitätskosten: - 150 €
Gewinn. 34 €

👇

@StefanBlasel

Ersparnis bei 100 € Euro Kosten für andere Verkehrsmittel:
Entfallende Autokosten: 350 €
Einkommensverlust: -166 €
Mobilitätskosten: - 100 €
Gewinn. 84 €

Bei 75 €
EAK: 350 €
EV: -166 €
MK: -75 €
Gewinn: 109 €

Bei 49 €
EAK: 350 €
EV: -166 €
MK: -49 €
Gewinn: 135 €

Bei 26 €
EAK: 350 €
EV: -166 €
MK: -26 €
Gewinn: 158 €

Man kann zusammenfassend sagen, dass eine Abschaffung des Autos sich bei einer gleichzeitigen Reduzierung der Arbeitszeit um den Zeitverlust im ÖPNV zu kompensieren, nur dann einigermaßen lohnt, wenn die Kosten für die Mobilitätsalternativen zum Auto möglichst gering sind. Hohe Aufwendungen für Carsharing, Einzeltickets uws reduzieren die Profitmarge schmerzlich.

I. d. R. ist es nicht sinnvoll, seine Arbeitszeit zu reduzieren (Rente, Karriere, schlechtere ÖPNV Verbindungen außerhalb der Rush Hour)

Weiter Vollzeit zu arbeiten erhöht die Profitabilität um 166 € monatlich, allerdings auf Kosten von 4 X 3:20 = 13:20 monatlichem Zeitverlust.

👇

@StefanBlasel

Egal ob man das Auto nur stehen lässt oder ganz abschafft, in beiden Fällen hängt die Profitabilität stark davon ab, wie teuer die alternativen Mobilitätsangebote sind.

Und ja, Gewinn wird man damit fast immer machen, allerdings stellt sich oft die Frage, ob das gesparte Geld in einem guten Verhältnis zur verlorenen Zeit steht.

PS: Bei einer Abschaffung des Autos und billigen Alternativen (Deutschlandticket) stehen ca. 300 € mehr monatlich für Konsum zur Verfügung. Dieser Konsum kann unter Umständen klima und umweltschädlicher sein, als der teure Besitz des relativ wenig genutzten (1 Stunde täglich) Stehzeugs Auto, was durch die Antriebswende zusätzlich verstärkt wird. Es droht ein Reboundeffekt der einen erheblichen Teil des Klima- und Umweltnutzen aushebelt.

PS2:

Aufgrund des sehr hohen Energieaufwandes für Heizung und Klima sinkt der Effizienzvorteil von ⚡ Bus und Tram gegenüber ⚡🚗 in der Stadt ab. Energetisch einfach ungünstig, alle paar Minuten alle Türen aufzureißen.
Und ja👇

@StefanBlasel

natürlich ist der Bus und die Straßenbahn trotzdem noch energetisch günstiger.... aber die Differenz sinkt und damit am Ende auch die damit zu erzielende Ersparnis bei Umwelt, Klima und Kosten.

Deswegen halte ich ja persönlich auch die Leichtelektromobilität (bevorzugt E-Bike basiert wie das Podbike

https://podbike.com/

)

ja für die wesentlich bessere Lösung:

- nur wenig langsamer als das Auto im urbanen Gebiet

- ungefähr so schnell wie der ÖPNV, teilweise schneller

- einigermaßen wetterfest

- nur geringfügig weniger komfortabel als der ÖPNV

- viel billiger als der ÖPNV

- viel zuverlässiger als der ÖPNV

- kulturell näher am autofahren, geringere gesellschaftliche Widerstände.

Podbike

@AdrianVolt
Du hast deine eigenen Autokosten von 350 Euro monatlich sicher gut im Blick. Damit bist du aber eher am unteren Rand der Erfahrungen: https://www.perplexity.ai/search/Was-sind-die-BoxI1feCSnCQSYtUldxJwg
Ich habe mein System hingegen so optimiert, dass ich immer ohne Autokosten klarkomme, weil dir mir gefühlt immer unwirtschaftlich hoch erschienen. Eine gut angebundene (Klein)stadt von 100.000 Einwohnern gehört dazu. Wohnung im grünen Speckgürtel von Großstädten habe ich damit ausgeschlossen.

@StefanBlasel

Anbei meine Berechnungen für meine letzten beiden 🚗

Mit ca. 275 € monatlich war mein vorletztes 🚗 sehr kostengünstig.

Mit meinem letzten 🚗 war ich dagegen häufig vom Pech verfolgt, die Reparaturkosten waren deutlich über den Erwartungen und zur Krönung ist mir die Karre jetzt Anfang Juni abgesoffen was den Wertverlust maximiert (Totalschaden).

Hätte der Focus Mk 2 erwartungsgemäß noch bis 2027 gehalten, wären die monatlichen Gesamtkosten auf etwa 315 Euro gefallen. (Geschätzt wurden weitere 2000 € Reparaturkosten)

Trotz dieses Pechs liegen die monatlichen Gesamtkosten bei "nur" 356 €.

Die 6300 € Wertverlust werden erst jetzt - da ein Ersatzfahrzeug beschafft werden muss - kontowirksam.

Es wurde bewusst konservativ gerechnet, Kosten also eher zu hoch angesetzt. So auch der Verbrauch von 8,5L, welcher in der Praxis geringer ausfällt und damit etwaiges vergessenes Kleinzeug und die extrem selten anfallenden 🅿️gebühren ausgleicht.

Ich freue mich über konstruktives Feedback. 🙂

@StefanBlasel

Im Prinzip ja, allerdings ist meine persönliche Erfahrung eher mäßig:

Arbeitsweg:

Auto: 25 Min

Fußweg zur Bushaltestelle: 5 Min
Busfahrt: 10 Min
Umsteigezeit: 5 Minuten
Tramfahrt. 20 Min
Fußweg zur Arbeit: 5 Min
Gesamt: 45 Min
Fußwege und Umsteigezeiten eignen sich nur fürs Musikhören, genauso wie die sehr holprige Busfahrt bei der an Lesen oder Arbeiten (oder auch nur Handyspielen) nicht zu ernsthaft zu denken ist. Nur in der Tram kann mit Einschränkungen gelesen und produktives geleistet werden. Telefonieren geht übrigens auch nicht, die Motor und Fahrgeräusche in der modernsten Tram der Stadt sind immer noch so störend das man sich förmlich anbrüllen muss.

Überhaupt ist es erstaunlich laut im ÖPNV:

NÄCHSTE HALTESTELLE HAUPTBAHNHOF

PIEP PIEP PIEP PIEP
RUMMS! (Tür ist zu)

Arbeiten im ÖPNV setzt das Privileg eines passenden Jobs voraus, das ist nicht der Regelfall.

Sprachen lernen kann man vielleicht aufgrund der Mitreisenden... Ruhe wäre mir persönlich allerdings lieber. 👇

@StefanBlasel

Zum Fernverkehr:

Ich war das WE mit der Bahn unterwegs:
Fahrtzeit soll:
🚗 1:50 X 2 = 3:40
🚶 🚌 🚊 🚋 3:05 X 2 = 6:10

Hinfahrt: Ingesamt entstanden etwa 25 Minuten Verspätung wobei die Fahrt sehr nervenaufreibend war:
Ausfall einer Tram = Geplanter Zug kann nicht erreicht werden. (Hat noch geklappt, weil der auch Verspätung hatte). Dadurch war der allerdings natürlich tüchtig verspätet und es war lange Zeit unklar, ob der Anschluss so lange wartet (hat er ausnahmsweise)

Der Bus ist holprig und die Fahrt in der Tram war ziemlich nervenaufreibend, wenn man verzweifelt zum Bahnhof möchte und der Mensch hinterm Steuer derweil ganz tiefenentspannt gemütlich schleicht. Davon abgesehen das es keinen Spass macht, mit schwerem Gepäck 3 Treppen hochzurennen in der verzweifelten Hoffnung, den Scheiß Zug noch zu bekommen. Nur um dann sinnlos am Bahnsteig zu stehen, weil das Ding - nicht in der App angezeigte - Verspätung hat.
Die erste Zugfahrt war dann immerhin angemessen komfortabel, wenn auch👇

@StefanBlasel

das Bangen auf dem Anschluss (nur einmal stündlich) Nerven kostete.

Der wartete zwar erstaunlicherweise tatsächlich, war allerdings überfüllt was die zweite Zugfahrt unkomfortabel machte.

Die Verspätung von 25 Minuten war zwar noch im Rahmen, kostete aber Komfort weil ich nicht mehr ins Hotel einchecken sondern direkt zur Veranstaltung fahren musste.

Die Heimfahrt war noch lustiger:

Gerne wäre ich noch etwas länger zum Ausklang geblieben, aber das System ÖPNV und Bahn macht halt aus 20 Minuten später Abfahren gerne mal 1 Stunde aufwärts später heimkommen. Also eiligst zum Bahnhof begeben. Da der Zug schon bald abfuhr, kaufte ich Reiseproviant überteuert beim Bahnhofskiosk, statt beim Supermarkt in geringer Entfernung: 5 € Zusatzkosten.

Die erste Zugfahrt heimwärts war pünktlich. Der Anschlusszug erwies sich allerdings als derartig überfüllt, dass es physisch unmöglich war, in diesen einzusteigen. 🙄

Eine Stunde warten auf den nächsten Zug.... es gibt am Bahnsteig übrigens kaum 👇

@StefanBlasel

Sitzgelegenheiten, Ziel der Bahn scheint es zu sein, nur das absolute Minimum anzubieten damit die Fahrgäste bei längeren Wartezeiten stattdessen in die überteuerten Bahnhofsgeschäfte gehen.

Die eine Seite war besetzt, die andere stark durch menschliche Ausscheidungen verschmutzt.

1 Stunde mit Gepäck am Bahnsteig stehen.... super produktive Nutzung meiner Lebenszeit.

1 Stunde später kam der Zug und ich erhielt sogar einen Sitzplatz, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

Der fuhr dann aber nicht. 🙃

Alle Reden von den Vorteilen der Schiene.... kaum einer von den Nachteilen: Da Züge nicht wirklich ausweichen und überholen können, kann ein einziges Problem an einem Bahnhof in 30 km Entfernung dafür sorgen, dass deine Fahrt nicht weiter geht.

Natürlich ist es sinnvoller, den Zug im Bahnhof stehen zu lassen statt auf freier Strecke. Allerdings wurde der dann natürlich auch wieder ziemlich voll, nachdem die Fahrgäste nachfolgender Züge auch noch einstiegen. Eine 👇

@StefanBlasel

schlappe Stunde später, konnte der Zug dann endlich weiterfahren und ich verfluchte mich nocheinmal dafür, es nicht in den ersten Zug geschafft zu haben. DAs WLAN im Zug fiel zwischenzeitlich aus, was mich weitere 5 € fürs Datenvolumen kostete.

Der Zug holte nach der Abfahrt noch 5 Minuten raus, das reichte aber nicht um vor der abendlichen Reduzierung des ÖPNVs in meiner Heimatstadt dort anzukommen.
Also nocheinmal 30 Minuten on top.

Ich fasse zusammen:

Zeitverlust Hinfahrt: 3:30 statt 1:50 = 1:40
Zeitverlust Rückfahrt: 5:35 statt 1:50 = 3:45

Zeitverlust gegenüber Auto: 1:40 + 3:45 = 5:25

Mit dem Auto wäre man

- am späten Nachmittag statt am Abend heimgekommen, man hätte also noch etwas vom Tag gehabt, stattdessen verbrachte man den Spätnachmittag sinnlos am Bahnsteig/unkomfortabel im Zug.
- Hätte man mehr Quality Time auf im Nachgang der Veranstaltung gehabt, statt wie ein Vollidiot zum Zug rennen zu müssen.

Von ingesamt
3:30 + 5:25 = 8:55 - faktisch 9 Stunden Zugfahrt

👇

@StefanBlasel

Davon würde ich nur die jeweils 45 Minuten die komfortabel und störungsfrei zurückgelegt wurden als ansatzweise Quality Time werten. Die restlichen 7:30 waren weit davon entfernt, angenehm zu sein.

Mit #Deutschlandticket trotz 10 € Mehrkosten ok.... aber für das was die Bahn und die Verkehrsbetriebe normalerweise dafür wollen... nein, ganz sicher nicht.

@AdrianVolt

Hallo Adrian, danke für die Zeit, die du dir für die ausführliche Antwort genommen hast.
Deine Berechnungen sind richtig und nachvollziehbar.
Allerdings waren meine Rahmenbedingungen etwas anders.
Wenn ich mit dem nicht elektrischen Rad fahren musste, habe ich nach 30 min einfach das Rad gewechselt. Die später eingeführte Wartezeit von 10 Min yw. Radnutzungen habe ich laufend zur nächsten Station überrbrückt. Damit waren meine Kosten nur die monatlichen Fixkosten.

@AdrianVolt
Wenn man in Barcelona hingegen ein E- bike nutzt, ist man wegen der geringen Ausmaße der Stadt (10 km mal 10km ) immer nach einer halben Stunde am Ziel. Vom Strand nach Guinardo in den Bergen in 15 min. Das heisst auch da sind die variablen Kosten nur mit 35 cent /Fahrt anzusetzen. Dies gilt natürlich nur für sehr dicht bebaute Städt wie Barcelona. Wenn man in einer Vorstadt wohnt, nährt sich das Preisgefüge deiner Rechnung evtl. an.
@AdrianVolt Eine andere andere Form von #Diebstahlschutz ist, einen blauen Vorderradreifen aufzuziehen , um potentiellen #Dieben ein nahezu unverkäufliches #Swapfiets vorzugaukeln. Die Idee hinter swapbike: Man verbindet die herkömmlichen Radelemente mit mit speziell angefertigten Verbindungselementen wie Schrauben und Muttern, die sich nur mit speziellen Werkzeugen reparieren lassen. Was sich nicht reparieren laesst, kann nicht dauerhaft genutzt werden und wird also nicht geklaut. By design.