Alle fahren Fahrrad? Was dann?
Mal angenommen, alle fahren Fahrrad. Stehen wir dann ständig genervt im Radstau? Oder sind alle entspannter unterwegs? Ein Gedankenexperiment.

#Podcast
#Fahrrad
#verkehrswende
#mdrza

Lustig , wie konsequent der Sprecher die Leihräder und ihr Potential zur Reduktion Radparkplätzen ignoriert und auf "seinem" Radparkplatz besteht, das wieder 22-23h rumsteht. Ausserdem: Verkehrpoller braucht kein Mensch, wenn alle radfahren, oder?

https://www.ardaudiothek.de/episode/der-tagesschau-zukunfts-podcast-mal-angenommen/alle-fahren-fahrrad-was-dann/tagesschau/13476037/

Alle fahren Fahrrad? Was dann?

Mal angenommen, alle fahren Fahrrad. Stehen wir dann ständig genervt im Radstau? Oder sind alle viel entspannter unterwegs? Ein Gedankenexperiment.    Diese und weitere Folgen findet ihr überall, wo es Podcasts gibt - auch hier in der ARD Audiothek: https://www.ardaudiothek.de/der-tagesschau-zukunfts-podcast-malangenommen/71374876     Ihr könnt diesen Podcast auch über euren Sprachassistenten hören. Sprachbefehl: "Spiele mal angenommen von der ARD Audiothek"     Unsere Quellen und weiterführenden Fakten zu dieser Folge:     Der Fahrradmarkt in Zahlen https://www.ziv-zweirad.de/2024/03/13/marktdaten-2023-fahrradbranche-trotzt-negativem-konsumklima/   Daten zum Radverkehr https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr/nachhaltige-mobilitaet/radverkehr#gtgt-gesund   Nationaler Radverkehrsplan https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/Radverkehr/nationaler-radverkehrsplan-3-0.html   Fahrrad-Monitor 2023 https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Anlage/StV/fahrradmonitor-langfassung.pdf?__blob=publicationFile   Radprofessur Universität Kassel https://www.uni-kassel.de/fb14bau/institute/institut-fuer-verkehrswesen-ifv/radverkehr-und-nahmobilitaet   Wie sich der Radverkehr verdreifachen könnte - Fraunhofer-Studie https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/radverkehr-studie-klimaschutz-100.html https://www.isi.fraunhofer.de/content/dam/isi/dokumente/ccn/2024/2024-05_adfc_radverkehr_potenzial_abschaetzung_studie_langfassung.pdf   Fahrradfahren: Gut für die Umwelt und die Gesundheit https://www.aok.de/pk/magazin/sport/fitness/darum-ist-fahrradfahren-gesund/   Studie: Radfahren stärkt sozialen Zusammenhalt https://www.aok.de/pp/gg/praevention/radfahren-studie-fernuniversitaet-hagen/ https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0272494423001731?dgcid=author   The Cycling Embassy of Denmark https://cyclingsolutions.info/embassy/about-us-2/   Die häufigsten Brandursachen https://www.ifs-ev.org/archiv/report/ifs_report_2023_2.pdf

ARD Audiothek

@StefanBlasel

#Carsharing macht ja bei geringer Autonutzung noch wirtschaftlich Sinn, weil die Fixkosten und der Wertverlust beim Auto sehr hoch sind.

Beim Fahrrad dagegen, erscheint mir #Sharing / Leihen grob unwirtschaftlich. Ein Fahrrad hat deutlich weniger Wertverlust im Laufe der Zeit, dagegen fällt der Verschleiß durch zusätzliche Fahrten mehr ins Gewicht.

Aufgrund der viel geringeren fahrzeugbezogenen Gesamtkosten fällt außerdem der Overhead um so schmerzlicher ins Gewicht. Die Organisation dahinter und die Leute die für diese arbeiten verursachen erhebliche Kosten welche sich naturgemäß im Endkundenpreis wiederfinden. Dementsprechend teuer ist jeder km Leihrad im Vergleich zu einem km eigenes Rad, was ja noch dazu erhebliche Flexibilitätsvorteile bietet, zumindest solange kein Transport des Rad im ÖPNV erforderlich ist.

Ich gönne jedem sein Leihrad aber persönlich wollte ich schon den gesamten wirtschaftlichen Vorteil von Rad statt Auto bei mir verbuchen wollen. 🤷‍♂️ Da kann ich niemanden 👇

@AdrianVolt Mich würde interessieren, wie viele Diebstähle deines persönlichen Rades du in deine Wirtschaftlichkeitsrechnung eingepreist hast. Ich habe in zehn Jahren Bicing Nutzung in Barcelona nie ein privates Rad vermisst, weil ich so Diebstahlsversicherung und Reparaturversicherung und sicheren Standplatz inclusive hatte. Das waren die 50 Euro Jahresgebühr unbedingt wert.
https://www.bicing.barcelona/es/tarifas
Tarifas | Bicing

Tienes cuatro tarifas disponibles para abonarte al servicio:    Dos son solamente para el servicio Bicing: Tarifa Plana si prevés que vas a realizar bastantes usos durante el año o Tarifa de Pago por uso (ocasional) si lo utilizarás más puntualmente.   También existen otros dos abonos que combinan las tarifas habituales de Bicing con el servicio AMBici Para contratar los abonos metropolitanos no debes tener una subscripción en vigor de ninguno de los dos servicios.  

Bicing

@StefanBlasel

Bislang hatte ich nur Räder bei denen das Schloss am Rad mehr wert war, als das Rad an sich, dementsprechend habe ich keine Diebstähle eingepreist.

Allgemein ist die hohe Anzahl an Fahrraddiebstählen nicht gerade hilfreich für die Verkehrswende, da es diese recht unattraktiv machen, ein teureres Fahrrad zu nutzen.

Diebstähle und Vandalismus von Leihrädern dürften erhebliche Kosten verursachen, welche vom Anbieter natürlich eingepreist werden.

Dementsprechend verwundert es nicht, dass die stündlichen Leihkosten fast der Hälfte der Stundenkosten eines hiesigen Carsharingsauto haben.

Würde ich mit einem derartigen Sharingfahrrad in die Arbeit radeln, würde das monatlich 50 € kosten, mit Grundgebühr also fast 55 € monatlich.

Das ist verdammt viel Geld für ein Fahrrad. 🤷‍♂️

Ein🚲 ist relativ langsam, was die sinnvolle Reichweite limitiert, hat keinerlei Wetterschutz, kaum Komfort, ist auch schon bei einem Alleinunfall physikalisch nachteilig.... da muss es wenigstens spotbillig sein um 👇

@AdrianVolt
Leider verstehe ich nicht woher deine 55 Euro pro Monat herkommen. Ich finde aber 55 euro Mobilitatskosten verglichen mit mehreren 100 Euro für ein Auto schon günstig. In Barcelona ist der Preis fürs Mietrad ubrigens <5 Euro/Monat. 50 Euro ist ja der Jahrespreis für mechanische Räder. Das sollte deine Bedingung erfüllen. Warum der Preis bei dir 10 mal so hoch ist versteh ich nicht. In Nordeuropa sind die Lohnkosten ja nicht 10 mal so hoch.

@StefanBlasel

Vielleicht habe ich ja einen Übersetzungsfehler gemacht, 🤔 aber so wie ich das verstanden komme ich auf folgende Kosten:

Annahme: Nutzung eines Leih-E-Bikes als Ersatz für andere Verkehrsmittel auf dem Weg zur Arbeit:

Hinfahrt - 45 Minuten = 0,35 € + 0,90 € = 1,25 €
Rückfahrt - 45 Minuten = 0,35 € + 0,90 € = 1,25 €
Tageskosten Fahrten: 2,50 €

5 Arbeitstage die Woche = 5 x 2,50 = 12,50 € die Woche

4 Wochen im Monat:
4 X 12,50 € = 50 € Fahrtkosten im Monat

50 € Jahresgebühr : 12 = 4,17 € monatliche Grundgebühr:

Monatliche Grundgebühr: 4,17
Monatliche Fahrtkosten: 50,00 €

Monatliche Gesamtkosten: 54,17 €, aufgerundet auf 55 € um gelegentliche Verzögerungen und Umwege mit einzubeziehen.

Sind meine Berechnungen korrekt? 🤔

Natürlich sind 55 € monatliche Mobilitätskosten im Vergleich zu den 350 - 450 € für ein Auto günstig. Das Preis-Leistungsverhältnis empfinde ich ähnlich dem ÖPNV trotzdem als schlecht.

Die variablen Autokosten für die Strecke liegen bei ca. 90 €. Da wollte 👇

@AdrianVolt

Hallo Adrian, danke für die Zeit, die du dir für die ausführliche Antwort genommen hast.
Deine Berechnungen sind richtig und nachvollziehbar.
Allerdings waren meine Rahmenbedingungen etwas anders.
Wenn ich mit dem nicht elektrischen Rad fahren musste, habe ich nach 30 min einfach das Rad gewechselt. Die später eingeführte Wartezeit von 10 Min yw. Radnutzungen habe ich laufend zur nächsten Station überrbrückt. Damit waren meine Kosten nur die monatlichen Fixkosten.

@AdrianVolt
Wenn man in Barcelona hingegen ein E- bike nutzt, ist man wegen der geringen Ausmaße der Stadt (10 km mal 10km ) immer nach einer halben Stunde am Ziel. Vom Strand nach Guinardo in den Bergen in 15 min. Das heisst auch da sind die variablen Kosten nur mit 35 cent /Fahrt anzusetzen. Dies gilt natürlich nur für sehr dicht bebaute Städt wie Barcelona. Wenn man in einer Vorstadt wohnt, nährt sich das Preisgefüge deiner Rechnung evtl. an.