Die Argumentation des BMDV ist schon reichlich absurd. Jede eingesparte Tonne CO2 hilft. Ein Tempolimit ist zudem eine "Low hanging fruit", die sofort und nahezu kostenlos Wirkung erzielen würde.
Für die Mehrheit der Gesellschaft hätte diese Maßnahme zudem ausschließlich positive Folgen und nur wenige, die gerne aus rein egoistischen Gründen auf öffentlichen Straßen besonders schnell fahren wollen würden dadurch eingeschränkt. Die große Mehrheit könnte entspannter und sicherer reisen und sich an geringeren Emissionen erfreuen.
Ein Tempolimit sollte eigentlich ein no brainer für einen Verkehrsminister sein.
Eine derart mühelos eingesparte CO2-Menge würde es an anderen Stellen erleichtern tatsächlich harte Einschnitte für die Erreichung der Klimaziele zu vermeiden.
@vve @bmdv @tenkoman Hast du einen Link zu der Studie? Wird darin auch von anderen Einsparmaßnahmen gesprochen? 30 km/h in Innenstädten, 80 km/h auf Landstraßen und 100 km/h auf Autobahnen (oder 110 km/h)?
Es würde mich sehr interessieren, wie viele Tonnen CO2 solche Maßnahmen eingespart hätten, wären sie direkt nach dem russischen Überfall auf Ukraine umgesetzt worden (ohne Steuergeld zu kosten, anders als der Tankrabatt).
Ein Tempolimit könnte das Klima stärker schützen als bisher angenommen. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes würden so 6,7 Millionen Tonnen CO2 im Jahr eingespart werden. Ein Tempolimit sei damit ein wichtiger Baustein "ohne Mehrkosten".
@bmdv @tenkoman Richtig, Tempolimit reicht nicht aus. Aber es wäre schon mal ein Anfang. Dann könnte man noch
- Dienstwagenbesteuerung erhöhen
- Dieselsubventionen abschaffen.
- Deutschlandticket billiger machen
- Fahrräder und Lastenräder fördern
Dann bräuchte man nur alle paar Sonntage ein Fahrverbot.
Denn wenn man das heute nicht macht, wird man in ein paar Jahren, wenn die anderen Sektoren schon klimaneutral sind u. der Verkehr den Rest alleine schultern müssen, viel mehr verbieten müssen.
@fahrradmartin @bmdv @tenkoman
poser-autos verbieten und motorräder
Drosseln
Ich hätte dann gern noch deutlich mehr Ladeinfrastruktur, finanziert aus höheren Steuern für Verbrenner oder besser gleich direkt über Spritsteuern. 😇
Selbst mit Budgetbremse machbar und allemal besser, als Firmen und reichen Säcken teure Blechkisten zu subventionieren, wofür ohnehin kaum je Akzeptanz vorhanden war.
@GNUmatic @surfjoerny @bmdv @tenkoman
> wofür ohnehin kaum je Akzeptanz vorhanden war.
Das sieht meine anekdotischen Stichproben außerhalb der Mastodon/Twitter/IT Bubbles anders. Da will man Firmenwagen und niemt sie dankend.
@hikhvar @surfjoerny @bmdv @tenkoman
Schau halt mal in die Fahrradbubble rein. Oder bei Leuten, die ebenfalls ungeförderte, aber oft völlig ausreichende Kleinstwagen gekauft haben... ^^
Hier war's damals, weil's so früh noch nix für 'ne Wallbox gab, einfach eine Art „Zuschuss“ um die installiert zu bekommen, aber das ist halt nach wie vor die Ecke, wo es hapert. Die „Early Adopters“ zahlen die Infrastrukturkosten mit und Anfangs sind die halt immer recht happig.
¯\_(ツ)_/¯
@yngvifreyr @surfjoerny @bmdv @tenkoman
Die Fossilen wird's freuen. Weiter billige Volksverbrenner für alle. Scrolle hoch und Du findest was Du hier anpreist. Bissle Medienkompetenz wäre da echt wünschenswert, denn das war klar 'ne Ergänzung.
@yngvifreyr @surfjoerny @bmdv @tenkoman
Das steht da nicht. Block und Tschüss!
@surfjoerny
das mit der Schiene ist bei euch in 🇩🇪 auch nur so ein Wunschtraum der schon lange von der Realität überholt wurde. 🤷♂️
Nicht mal die Zulaufstrecken für den Brenner-Basistunnel gibt es, quasi das EU-Prestigeprojekt für die Verlagerung von Güterverkehr auf Schiene. Nein, die wird es auch bis 2050 (!!) noch nicht geben. 🤦♂️ 🤷♂️
@bmdv @tenkoman
@bmdv @tenkoman Welches sind „diese“ Maßnahmen genau? Bitte listen Sie die von Ihnen geprüften Maßnahmen und deren jeweiliges Einsparungspotential auf. Bitte nennen Sie dabei auch die Quelle bzw. Grundlage Ihrer Bewertung. Bitte teilen Sie uns auch mit, ob Sie folgende Maßnahmen geprüft haben, und wenn ja, mit welchem Ergebnis (falls nicht bereits im ersten Teil enthalten):
(Forts. f.)
@bmdv @tenkoman
- Tempolimits 120/80/30 Autobahn/Landstraße/innernorts
- Verbot Kurzstreckenflüge bei bestehender, schneller Zugverbindung
- Autobahn-Maut für alle Kfz
- Wegfall Dieselprivileg
- Reform Dienstwagenbesteuerung (z.B. nach CO2-Ausstoß staffeln, Obergrenze Kaufpreis, Privatnutzung immer annehmen wenn erlaubt)
- Reform Entfernungspauschale (z.B. festes Mobilitätsgeld statt abhängig von Entfernung und Einkommen)
- Neubau-Moratorium für Straßen
(F.f.)
Liebes @bmdv
Wirtschaftsliberale, wozu der Minister ja gehören soll, sagen, man müsse die kostengünstigsten Massnahmen wählen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Sie sagen weiter, dass Externalitäten ein Marktversagen darstellen und die Effizienz der Wirtschaft beeinträchtigen. Nach ökonomischer Standardtheorie müssen Externalitäten durch Preissignale internalisiert werden.
Wieso sperrt sich Minister #Wissing, und die #FDP insgesamt, gegen die liberale Markttheorie?
@bmdv
"Sollte es nicht vor dem 15. Juli 2024 in Kraft treten, drohen […] drastische Einschränkungen unserer individuellen Mobilität."
Falsch. Fußgänger, Radfahrer und Nutzer von öffentlichem Nah- und Fernverkehr wären individuell überhaupt nicht eingeschränkt. Ihr seid Verkehrsministerium, nicht Autoministerium!
Macht mehr für Bus und Bahn! Fördert Fahrrad-Infrastruktur. Da bekommt ihr Klimaschutz, Verkehrswende und Gesundheit gleich auf einmal saniert. Soviel zur "Gesamtbetrachtung".