Wo anfangen, wenn die Verwobenheiten globaler Art auch auf lokale Gegebenheiten Einfluss haben?

In diesen Tagen wuerde ich mir genau solch eine #Fragestellung in der politischen #Berichterstattung
wünschen!

Was in Israel getan wurde, von der Hamas, welche in sich nicht homogen sein mag, aber sich in der Haltung zu Gewalt einig ist, kann nicht ernsthaft als Ausdruck der Befreiung gelesen werden!

Warum diese Argumentation?

Hamas ist nicht identisch mit allen Palestinensern!

Verfolgt man die aktuelle #Berichterstattung zu Israel wird zu Recht darauf verwiesen, wer in diesem Fall in die Ausübung v. Gewalt eingetreten ist.
Daß die Perspektive der Hamas aber nicht gleichzusetzen ist, mit der Haltung aller Palästinenser & erst recht nicht pauschal "Antisemitismus" als Label vergeben werden sollte, ist leider e.vergeblicher Wunsch.
Auch ist die Gleichsetzung der Wut v. Menschen aus dem nicht mehr existierenden #Palestine mit der Wut der uebrigen arabischen Völker Unsinn!

Genau diese Vermengungen und Verzerrung in der #Perspektive sind als Trend im aktuellen #Journalismus leider zu beobachten.

Warum dies keine Lappalie ist, möchte ich gerne sachlich darlegen:

1. Neben der Anerkennung des Leides von Menschen, muss doch auch danach gefragt werden, was jeder Einzelne an seinem Ort tun kann, um etwas friedliches in die Welt zu setzen?

Als Gedanke, als Dialog, als Ausdruck von Mitgefühl bei Trauer und auch irgendwann im Hinblick auf das Danach!

#Menschenbild

Es gibt in diesem aktuellen Kriegsgeschehen viele Perspektiven, die nicht gesehen werden.
Ich kann verstehen, dass es von Menschen viel zu viel verlangt ist, in dieser aktuellen Situation, wo Sie Zeuge der Beerdigung Ihrer Liebsten werden, möglichst viele Perspektiven zu sehen!
Aber #Journalismus aus dem Ausland sollte sich um Perspektivenvielfalt kümmern!
Damit ist nicht Relativierung v.Gewalt gemeint, sondern das Streben die verschiedenen Straenge v.Betroffenheiten sichtbar werden zu lassen.

Wenn hingegen nun schon pauschal von "den #Menschen mit arabischen #Migrationshintergrund" oder von "importierten Antisemitismus" die Rede ist, passiert etwas, was seit 2001 leider Standard wurde:

Es gibt eine rassistische #Stereotypisierung von arabischen Namen und Herkuenften mit Terrorismus!

#Rassismus

Leider vollzieht sich wieder genau diese Form von #Kampagnenjournalismus!

Daher möchte ich eine Art #Versachlichung zu diesem Themenkomplex versuchen, ohne eine abschließende Antwort bieten zu können, wie auf einmal alles besser wird, denn was Jahrzehnte vernachlässigt wurde, ist nicht mit einer Handlung wieder auf einem guten Weg.

1. Es ist abscheulich was die Hamas getan hat.

2. Menschen trauern um Menschen & ich trauere um jeden Verletzten & Toten auf beiden Seiten, denn ich weiß, es gibt auf beiden Seiten Menschen des Dialogs & sie leiden jetzt am meisten💔

3. Es steht ausser Frage, dass Israel als Staat existiert und es auch Gründe und Ursachen dafür gibt, dass dies so erhalten bleiben sollte.

4. Zugleich gab es einmal ein Land namens Palestine, welches zu Beginn die neuen Bewohner durchaus offen begrüßt hatte.

Aus der Hoffnung auf #Koexistenz wurde das Verschwinden eines Staates.

Palestine existiert nicht mehr und es wird nicht zurück kommen.

Es existiert also eine Bevölkerung ohne ein eigenes Land und Zuhause im Sinne von Rechtewahrung.

Wenn also Menschen aus einem nicht mehr existierenden Palästina seit Jahren immer wütender werden, kann man natürlich zur Verkürzung der Fragestellung das Label "Antisemitismus" draufkleben oder man versucht die Gründe der Wut zu verstehen und zu sehen, um daraus Mediation resultieren zu lassen.

Aber es ist ja so praktisch, wenn plötzlich Menschen aus dem arabischen Raum zur Projektionsflaeche für den "Antisemitismus" - Vorwurf werden & daher keine Fragen mehr gestellt werden müssen.

Vor allem ist dann die eigentliche Quelle für Antisemitismus - Europa und Deutschland - dadurch plötzlich kaum noch Thema.

Es ist ein zutiefst verlogener Diskurs!

Beginnen moechte ich bei Menschen aus dem Ex - Palestine.
Deren Verzweiflung sollte niemals so weit gehen, dass man das Massakrieren von Menschen feiert.
Leider gab es in einem der vielen früheren Kriege gegen Gaza auch solche Szenen unter bestimmten Siedlergruppen. Auf eX-Twitter waren solche Momente zu sehen.
Es ist kein gutes Tun!

Und sicher muss eine demokratische #Gesellschaft da auch auf das #Recht zurückgreifen, vor allem, wenn die Tendenz bereits zu taetlichen Handlungen geht!

Aber dies bedeutet in Umkehrung hierzu, dass es dadurch umso wichtiger wird, eine Differenzierung vorzunehmen!

Dies findet aber aktuell weder in #Politik noch im #Journalismus in der notwendigen Weise statt!

#Diffamierung

Da es zugleich seit den Nuller-Jahren einen massiven Anstieg im Bereich des #Rassismus gegen Menschen aus dem arabischen Raum gibt, was unter anderem zur Folge hat, dass ich zum Beispiel in meinem Geburtsland #BadenWürttemberg keinen Menschen mehr finde, der an mich eine Wohnung vermietet, ist dieser Rassismus eine existentielle Bedrohung!

Durch meinen Namen werde ich aussortiert!

Dennoch bin ich Deutsche und Teil dieser #Gesellschaft!
So werde ich aber nicht behandelt!
Seit 50 Jahren nicht!

Das ist auch kein Einzelfall, denn es gibt hierzu zahlreiche Studien.

Wenn nun zu diesem Anti - Arabischen Rassismus, auch noch die #Fremdzuschreibung von angeblichen "#Antisemitismus" kommt, bleibt Menschen einer bestimmten Herkunft, nur noch uebrig, sich jeden Tag verteidigen zu müssen.

So habe auch ich Deutschland erlebt.

Andere sind weniger friedliebend.

Sie reagieren auf die soziale Gewalt in Gestalt v. Rassismus mit Aggression.
Das ist nicht schön o.wünschenswert!

Das heißt, wenn man sich zu Recht an Aggression & Gewalt auf der Straße stört, braucht es einerseits das Strafrecht im Sinne einer funktionalen #Ordnungspolitik und es braucht zugleich die #Wahrnehmung
des deutschen punktuellen #Rassismus ‼️
Dafür können zum Beispiel #Sozalraeume in der #Stadtplanung mitgedacht werden.
Es braucht auch zivilgesellschaftliches Engagement und eine andere #Realpolitik!
Stichwort #SozialeSegregation & #Bildung!
Es kann nicht alles durch #Ehrenamt kompensiert werden!

Aber vor allem braucht es #Begegnung, ein ruhiges einander Zuhören und Gelten - Lassen der jeweiligen Perspektive. 🙏

Wir müssen unbedingt mehr, statt noch weniger, miteinander in #Kommunikation treten!

Was die #Perspektive der heterogenen arabischen Bevölkerungen angeht, ist es noch einmal komplexer.

Es hat mit den Erfahrungen des #Postkolonialismus und den Kriegen der Nuller-Jahre einen Bruch gegeben.

Noch nie war die Stimmung gegenüber Europa auf solch einem Tiefstand!

Es ist der schlimmste Tiefstand seit Beendigung des #Kolonialismus durch die Laender Europas.
Es hat auch mit Themen wie #IWF & #Freihandelsabkommen zu tun, von denen nur Europa profitiert.

V.a. aber hat es damit zu tun, daß sich in allen maghrebinischen Bevölkerungen eine Kraenkung eingegraben hat!
Stichwort #Desertec

Es ist allen Menschen im Maghreb nicht entgangen, dass es nicht vollzogen werden sollte.
Europa wird nicht mehr geglaubt
Europa spricht von Werten, die nicht praktiziert werden

Was in keinem Land in #Europa bisher verstanden wurde, ist, dass sich auch nach Beendigung des #Kolonialismus alle Maghrebiner dennoch für Europa interessiert haben.

Schon in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde per Satelliten - TV RAI oder französisches TV gesehen.

Man blieb in Verbindung.

Das war durchaus vergleichbar mit der #DDR und dem West - TV.

Da wussten Ost - Buerger auch mehr ueber den Westen, als umgekehrt.

Wer also meint, der aktuellen Wut, einem tiefen Zorn in der pluralistischen arabischen Kultur, laege lediglich ein unterstellter "Antisemitismus" als Ursache zugrunde, will nicht sehen und nicht verstehen und mag wohl bei einer #Debattenkultur im Sinne der #Polarisierung stehen bleiben.

Ich hoffe aber, es wird verstanden, dass dies nicht der Weg sein kann! ‼️🍀🌱🕊️🧿

Wir brauchen echten
#Journalismus statt #Kampagnenjournalismus

Abschließend noch ein Hinweis:

Natürlich gibt es antisemitische #Denkfiguren die global "Karriere" gemacht haben.

Wenn man dies erkennt, dann sprecht die Menschen mit einer offenen Frage an!

Wagt den Dialog.

Ausser natürlich mit Terroristen!

Dafür braucht es andere Fachleute...