Was mich an der Anti-Fahrradpolitik der Berliner CDUSPD am Meisten stört, ist gar nicht, dass sie sich gegen das Fahrradfahren richtet. Auch das ist natürlich klimapolitisch eine Katastrophe, und es ergibt auch ganz pragmatisch keinen Sinn: ein Auto haben nur 40% der über 18-jährigen Berliner*innen (nur 34% der Berliner*innen insgesamt), ein Fahrrad haben dagegen 80% der Berliner*innen ingesamt, es wird hier also Politik für eine Minderheit gemacht, … 1/
… eine Minderheit, die darum allerdings gar nicht gebeten hat und von denen statistisch gesehen mindestens die Hälfte ja neben dem Auto auch ein Fahrrad besitzt – diese Hälfte profitiert von dieser Politik nicht nur, sondern leidet auch darunter, ganz davon abgesehen, dass eine schlechte Verkehrsinfrastruktur den Verkehr für *alle* (inklusive Fußgängern wie mir) stressiger macht. Aber wie gesagt, das ist nicht das, was mich am meisten stört. 2/
Am meisten stört mich, dass diese Politik ganz offensichtlich völlig planlos gemacht wird – die Regierung hat sich weder informiert, wie viele im Bau befindliche oder bereits beauftragte Projekte das betrifft, noch, was an Vertragsstrafen und Rückzahlungen von Fördermitteln des Bundes fällig wird, noch, ob und wo die so geschaffenen „Parkplätze“ überhaupt benötigt werden. Einen Fahrradweg zu planen erfordert Expertise, Berechnungen, aufwändige politische Verhandlungen, lange Antragsprozesse. 3/
Ahnungslos dazwischen hauen und per Dekret alle Projekte stoppen, erfordert kein Wissen, kein Nachdenken, keine Expertise, zerstört aber die ganze vorangehende Arbeit so, dass das nur schwer rückgängig zu machen ist. Es gibt ein Vorbild für diese Art von Politik: Es ist der Politikstil von Donald Trump und vorher schon der Tea Party. Kai Wegner und seine CDUSPD machen Politik auf MAGA-Niveau, und DAS stört mich, und es sollte uns allen Sorgen bereiten, egal, was wir von Fahrradwegen halten. 4/4
@astefanowitsch Es ist eine unintelligente, mutlose und destruktive Politik des Gegeneinanders.
Es geht nicht darum, Dinge konstruktiv in die Zukunft zu denken und optimale Lösungen zu schaffen. Es geht darum, zu zeigen, dass "die anderen" es falsch machen und dass man dagegen ein Zeichen setzt.
Es ist eine Politik, die in den Dualismus führt. Es gibt schwarz und weiß. Objektive Kriterien rücken in den Hintergrund, es zählt nur noch Recht zu haben, dagegen zu sein und sich abzugrenzen.
@epfi @astefanowitsch
Ich fürchte, ich sehe das genauso.
Die Aufgabe der Politik(er) ist es, die Angelegenheiten des Souveräns im besten Sinne für den Souverän zu gestalten.
Was wir erleben ist ein Gockel-Gehabe nach dem Motto "Wir haben aber Recht!"

@astefanowitsch

Es ist halt das was man immer lapidar als "Kulturkampf" bezeichnet. Fahrradwege und Fahrräder als Symbol für Konservative, Rechte und bei sonstigen Ignoranten für verhasste Politik; darüber hinaus ein Hinweisreiz auf Klimawandel/Klimaschutz und darauf dass eine andere Mobilität möglich ist. Da ist dann nur noch ein Dagegen möglich, das Denken wird ausgeschaltet. Im Kern die Verweigerung von Demokratie.

@astefanowitsch Es ist die Politik des "ich will aber, daß es dem anderen da schlecht geht", Arschlochigkeit anstelle irgendeines Programms, Leugnen von Problemen.

@astefanowitsch

Und warum?

Weil sie selber NICHTS GESCHISSEN BEKOMMEN!

Die erfolgreiche Arbeit von Anderen beschämt und erniedrigt sie. Weil sie nichts können, darf auch niemand Anderes was können.

Wer z.B. in der CSU irgendein Talent hat, wird bis zur Aufgabe fertig gemacht. Niemand darf der Bevölkerung zeigen, dass es auch möglich ist, nicht ignorant und dadurch vollkommen dumm zu sein.

Das Kartell der ahnungslosen Versager und Loser.

@astefanowitsch @Ivo verrückt, dass sich Politiker in dem Zusammenhang mit „Sorgfalt vor Schnelligkeit muss hier der Grundsatz sein“ zitieren lassen …

@astefanowitsch

Du hast es ja bereits geschrieben, aber ich finde, es ist noch einmal eine extra Erwähnung wert:

DIE SPD GEHT JEDEN SCHRITT FREIWILLIG MIT!

(sry fürs brüllen.)

@astefanowitsch Ich sehe es so: Für einen sehr großen Teil der Deutschen Bevölkerung ist das Auto noch immer das ultimative Status-Symbol. Und Ideen wie Tempo 30, Reduzierung von Parkplätzen oder gar der gefühlte Zwang, auf das Fortbewegungsmittel der unteren sozialen Schichten ausweichen zu müssen - das alles wird als Angriff auf den persönlichen Status, Freiheit und Lebensstandard gewertet. Somit sind solche Aktionen vielmehr als bundespolitische Symbolpolitik zu verstehen. Zeichen setzen.

@woeye @astefanowitsch in der neuen Bürgerlichkeit ist ein Auto etwas, was Dienstleister für ihre Arbeit brauchen.

Wer jetzt noch ein Auto als Statussymbol sieht, ist im Begriff, abgehängt zu werden, natürlich liegen die Nerven blank.

@astefanowitsch
Das ist auch nicht wirklich Verkehrspolitik, sondern Kulturkampf. Wer auf Fahrrad, Klimaschutz und LGBTQ+ eindrischt, kann sich des Beifalls von rechtsaußen sicher sein. Und da stehen ja die Leute, deren Stimmen man mit allen Mitteln abgreifen will.
@astefanowitsch
Unsere Städte sind voll mit Autos. Täglich stehen viele Leute im Stau. Um nun den Verkehr für die Autofahrer erträglicher zu machen, müsste man gerade jetzt viel mehr Radwege bauen. Das Rad und das Auto sollten sich im Straßenverkehr so wenig wie möglich begegnen. Stichwort: getrennte Fahrstreifen. Die Folge davon wäre, viel mehr Menschen würden aufs Rad umsteigen, weil es auch sicherer wird. 1/2
@astefanowitsch
Und der schöne Nebeneffekt ist, dass es weniger Autos auf der Straße werden und der Verkehr besser fließt. Siehe Dänemark, siehe Niederlande. Die machen es vor.
Aber wer hat da was dagegen? Richtig, die Auto Lobby, die sehr gute Kontakte in Richtung CDU, FDP hat. Diese Parteien machen schon immer Politik für die Wirtschaft und nicht für die Menschen.
@astefanowitsch es gibt nen Vorbild: Völkischer Faschismus...

@astefanowitsch

Das ist eben ideologisch getrieben.

Da wollen (ein paar) Altvordere unbedingt einen längst als untauglich erwiesenen alten Kurs ("die Schornsteine müssen rauchen") wieder re-installieren. Sie haben überhaupt nicht verstanden, warum das nicht geht - und sie wollen das offenbar auch nicht verstehen.

Dass sich so viele verdummen lassen, dem Beifall zu klatschen, das allerdings ist schon verwunderlich.

@astefanowitsch

Ich glaube die Vollpfosten von der Union haben es nicht so mit Vertragsrecht... Oder Recht im Allgemeinem... Oder Fakten... Oder der Wahrheit...

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/scheuer-maut-125.html

#populismus
#Populisten
#csucdu

Pkw-Maut: Ermittlungen gegen Ex-Verkehrsminister Scheuer

Das Maut-Desaster könnte den früheren Verkehrsminister Scheuer doch noch einholen. Die Staatsanwaltschaft Berlin leitete ein Ermittlungsverfahren gegen den CSU-Politiker ein - wegen des Verdachts auf Falschaussage.

tagesschau.de
@astefanowitsch Gebe dir in allen Punkten recht, allerdings sollte man den reinen Besitz eines Fahrrads nicht als Maßstab nehmen. Mein Nachbar besitzt auch eins und macht alles, wirklich alles, mit seiner Karre. 2x im Jahr gibts dann ne Radtour.

@astefanowitsch

Die CDU hat erfolgreichen Wahlkampf für Autofahrende betrieben und möchte ebendiesen nun beweisen, dass sie das richtige gewählt haben.

Es geht nicht um Radwege oder auch die Friedrichstraße. Es geht alleine darum der eigenen Wählerschaft zu beweisen das man jetzt Schluss macht mit der autofeindlichen Verkehrspolitik.

Und was wäre da besser geeignet als publikumswirksam das Straßenmobilar in der Friedrich abzureißen und Radwege platt zu machen?

Die empörten Schmerzensschreie der #verkehrswende und #radbubble nimmt man nicht nur billigend in Kauf... man begrüßt so sogar, beweisen sie doch der eigenen Klientel wie rücksichtslos man deren Wünsche im wahrsten Sinne des Wortes überfährt. 😉

Läuft für die CDU.... wenn es paar Leute sauer sind, die sie sowieso nie wählen würden... so what.

PS: Viele Radfahrende sind reine Freizeit🚲 . Eine Nutzung als ernsthaftes Alltagsverkehrsmittel findet nicht statt. Dementsprechend sind denen Radwege irgendwo in der Innenstadt ziemlich egal.

@AdrianVolt @astefanowitsch korrekt. Nur was soll das PS??
Postskriptum – Wikipedia

@AdrianVolt @astefanowitsch schon klar. Es ging um die Aussage darin

@stadtluft @astefanowitsch

Der Punkt auf den ich hinweisen wollte ist der, dass Leute die das Fahrrad überwiegend zu Freizeitfahren nutzen sich nur wenig für Lobbyarbeit fürs Fahrrad als Hauptverkehrsmittel interessieren und damit als Unterstützungsgruppe - leider - weitgehend wegfallen.

Wer nur 2 mal im Monat zum Biergarten radelt, interessiert sich wenig für einen Radfahrstreifen auf der Hauptverkehrsstraße, denn da fährt sie/er ja sowieso nicht.

Nur weil 90 % der Leute ein Fahrad besitzen, heist das nicht das 90 % der Leute bessere Radinfrastruktur befürworten. Und auch Fahrradbesitzer reagieren oft ablehnend darauf, Autospuren in Radwege umzuwandeln.

Ginge es nur nach Besitz... wir hätten eine traumhafte Radinfrastruktur. Leider ist dem nicht so.

@AdrianVolt @astefanowitsch ok, halte ich aber nur für bedingt relevant.
1. lag derNutzungsanteil des Fahrrads schon vor Corona bei 18% und ist seitdem eher gestiegen - die Gruppe aktiver Nutzer ist also nicht gerade klein
2. ist bei Gelegenheitsfahrern ja die Frage, warum sie das nur gelegentlich tun. Nicht wenige werden dabei auf die schwierige Verkehrslage verweisen
@AdrianVolt @astefanowitsch
3. Gilt das für Autofahrer ja gleichermassen. Die Innenstadt ist voll mit Autos, die nur für gelegentliche Großeinkäufe oder Ausflüge genutzt werden, deren Halter trotzdem keinen weiteren Ausbau der Strassen wünschen
@astefanowitsch Bin bei Allem bei dir, ausser: diese Politik ist nicht planlos, sondern genau so von langer Hand geplant. Die CDU hat sich in den Bezirken als Zählgemeinschaft wo sie nur konnte den Verkehr gesichert, um transparente demokratische Verfahren gezielt auszuhebeln.
@anders_von_hadern Es war vielleicht von langer Hand geplant, den Fahradfahrenden eins auszuwischen und den (teilweise imaginären) Autofahrenden Parkplätzen zu schenken, aber dieser Stopp aller Projekte ist ganz offensichtlich planlos geschehen – die Verkehrssenatorin hat ja an vielen Stellen erkennen lassen, dass sie schlicht keine Ahnung von der Anzahl der betroffenen Projekte und den Kosten des Projektstopps hatte.

@astefanowitsch Was Absicht ist - denn damit signalisiert sie den Bezirken mit CDU-Verkehr, daß diese machen können, was sie wollen, sie wird es decken. Das Chaos ist absichtlich herbeigeführt, um rechtliche Graubereiche ausnutzen zu können, die Opposition zu lähmen und Fakten zu schaffen. Frau Dr. Schreiner ist Juristin und ich traue ihr durchaus zu, zu wissen, was sie da tut.

Sie hat auch die entsprechenden Verzögerungsausreden längst vorbereitet.

Was sie nicht versteht sind die allgemeinen und gesellschaftlichen Konsequenzen ihres Tuns, an diesem Punkt bin ich wiederum bei dir. Sie hat auch nicht die geringste Ahnung davon, daß Berlin nicht Rheinsberg ist und hier auch nachts radgefahren wird, etwa von Schichtarbeiter*innen.

Sie begreift auch nicht, daß sie damit einen Bürger*innenkrieg im Verkehr entfesselt, der in den letzten Jahren zwar mühsam und langwierig, aber immerhin leidlich befriedet werden konnte.

Im Lichte des von dir konstatierten Trumpismus (Danke für's Aufmerksam machen, ahnte sowas, konnte es noch nicht in Worte fassen) ist es folgerichtig, daß sie einfach größtmögliches Chaos stiftet. Und das absichtlich, geplant und abgestimmt. Sie ist immerhin Berliner CDU-Vitze, Wegner ist also mit im Boot.

Der vermeintlich planlose Stop soll absichtlich so aussehen, um möglichst viel Zeit zu gewinnen, damit Fördergelder verfallen.

@astefanowitsch zumal neue Radwege praktisch nur noch auf Fußwegen (oder neu zu erschließenden Verkehrsflächen) möglich sind.

30% der Wege finden zu Fuß statt (mehr als mit dem Auto) - es ist völlig ungerecht.

@astefanowitsch Stimme dir da zu. Fairerweise muss man aber sagen, dass es viele Pendler aus dem Brandenburger Umland gibt, die das Auto nutzen um in Berlin zur Arbeit, etc zu fahren. Diese Leute wohnen zwar offiziell nicht in Berlin, aber sind wichtig für die Stadt. Vor allem, da viele Leute vor hohen Mieten ins Umland flüchten.
@Maturion Wenn diese Menschen sich durch Fahrradwege gestört sehen (was ich ehrlich gesagt nicht glaube), gibt es große Park-and-Ride-Parkplätze und das Deutschlandticket, sie müssen also gar nicht mit dem Auto in die Stadt fahren.
@astefanowitsch @freshmango Ja, aber die Leute sind trotzdem dumm genug, die CDU zu wählen.
@astefanowitsch aber hier geht es doch gar nicht um die Bürger.
Es sind nicht die Bürger, deren Existens gesichert werden muss, denn da gibt es weder Spenden, Vergünstigungen noch Aufsichtsratposten. Es geht um die Automobilindustrie, die Verluste einfahren wird, wenn Bürger tatsächlich ihr Fahrrad effektiv nutzen können. Solange des Rad ein Freizeitgerät bleibt, verdienen Mercedes, BMW und VW.
Schulkinder können keine Parteispenden, Aufsichtsratposten und günstige Dienstwagen bieten.
@astefanowitsch was ist denn dafür die Quelle? Danke!
aber es ist die minderheit, die zählt. nicht solche linksgrün versifften ökos, die sich kein auto leisten können ...
@astefanowitsch
Was heißt hier also demokratische Entscheidung, um den Planeten zu retten?
Die 80 % Fahrradfahrenden werden sich bei den politisch Verantwortlichen niemals auf demokratischen Weg gegen die 34 % Autofahrenden durchsetzen.
Kann es sein, dass die politisch Verantwortlichen viel kurzfristigere und "eigennützliche" Ziele haben und sehr viel mehr Auto als Fahrrad fahren?
Das kann nicht klappen.
Es gibt kein Radwegenetz in D.
Nicht in 20 Jahren.
Leider!
Außer: 👇
#WirsindderVerkehr
@astefanowitsch Du musst dich verrechnet haben. 34% ist größer als 80%. Ganz unironisch. Das sind die Landlords, die Partei- und Politikkollegen und die großzügigen Sponsoren, die mal auch gerne Brieftaschen vorbeitragen.
@astefanowitsch es geht zu sehr um Mindeheitrn mit tiefen Taschen. Der durchschnittliche Porschefahrer hat wohl eine ganze Menge zu sagen.