Weshalb hält sich eigentlich immer noch der Mythos, wir wählten eine Regierung und die setzte dann den "Wählerwillen" [Fanfaren, Sphärenklänge] um, wenn wirklich bei jedem einzelnen Thema die Realität zeigt, dass das nicht stimmt?
Wir wählen eine Regierung des kleinsten Übels und die setzt dann die Interessen der Wirtschaft, der Überreichen und evtl. noch des gut betuchten Bürgertums gegen die untere Hälfte der Gesellschaft durch.
Das ist der Rote Faden der letzten Jahrzehnte (der letzten 100 Jahre meinetwegen) und der Sinn und das entscheidende Konstruktionsmerkmal einer repräsentativen Demokratie. Deshalb gibt es auch keine echte Beteiligung in Form von Bürgerräten, sondern allenfalls Showveranstaltungen, die Beteiligung simulieren sollen.
Der Witz dabei ist ja, dass die Kritik an direkter Demokratie auf der Angst beruht, dass diese dazu verführt werden kann, in den Faschismus abzugleiten. Nur dass wir gerade von Berufspolitikern, die dagegen angeblich immun sein sollten, in den Faschismus geführt werden.
»Wenn Du merkst, dass Dein Pferd tot ist, solltest Du absteigen!«
Ich fürchte, dass wir die Frage, wie denn tatsächlich mehr Demokratie entstehen kann, nochmal sehr grundsätzlich diskutieren sollten 🤔
#Demokratie #Wahlen #Bürgerräte #Wohlstand #Verteilung #Gerechtigkeit
https://www.tagesschau.de/inland/deine-meinung-zaehlt-wohlstand-100.html