"Wenn wir was verändern wollen, müssen wir endlich nach oben schauen."
10 Jahre ist diese Bürger-Pressekonferenz von Gregor Gysi jetzt alt. Und sie ist aktueller denn je.
Ein "besorgter Bürger" will nicht für andere verantwortlich sein. Er fragt Gysi, ob ein deutscher Arbeiter für einen Afrikaner zahlen solle – für einen Hartz-IV-Empfänger wolle er auch nicht arbeiten. "Jeder ist für sich selbst verantwortlich."
Gysis Antwort legt den Finger in die Wunde: Ging es uns besser, als weniger Flüchtlinge da waren? Hatten wir damals mehr Geld für Schwimmbäder, Schulen und Krankenhäuser? Nein. Der Bundestag funktioniert nicht so.
Dann kommt der Satz, der bis heute nachhallt: "Wissen Sie, was die Illusion ist? Sie schauen zur Seite. Das ist der falsche Blick. Wenn Sie was verändern wollen, wenn Sie mehr soziale Gerechtigkeit herstellen wollen, müssen wir endlich nach oben schauen. Wir müssen das Verhältnis zwischen Reichtum und Armut in unserer Gesellschaft verändern."
Genau hier liegt der Unterschied: Während andere unten gegeneinander ausspielen, zeigt Gysi, wer wirklich in der Pflicht ist. 2025 haben wir in Deutschland über 5 Millionen Arbeitslose – und Rekordgewinne bei den Reichsten. Und genau deshalb ist diese Szene heute so aktuell wie damals.
#GregorGysi #SozialeGerechtigkeit #Umverteilung #Solidarität #KeinGegeneinander #dielinke #spd #cdu