Meine radikalste Forderung zur Umverteilung? Niemand sollte mehr als das 20-Fache des Median-Einkommens besitzen oder verdienen dürfen. Alles darüber fließt automatisch in einen Zukunftsfonds für Kitas, Schulen, Pflege, Wissenschaft, Barrierefreiheit, Wohnungsbau und Klimaschutz. Wer heute Milliarden besitzt, verdankt das auch Straßen, Gerichten, Bildung, Forschung und der Arbeit unzähliger Menschen. Irgendwann ist Reichtum kein Verdienst mehr, sondern Macht. Und Macht gehört in einer Demokratie begrenzt.

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Wenn ein Vorstandsmitglied so viel verdient wie 25 durchschnittliche Angestellte des eigenen Unternehmens, dann läuft etwas gewaltig schief. Mein Vorschlag: Ab dieser Grenze übernimmt das Vorstandsmitglied zusätzlich die kompletten Sozialabgaben und Steuern, die auf dieses extreme Einkommensgefälle entfallen und zwar ohne jeden Deckel. Wer vom Erfolg einer Firma in diesem Ausmaß profitiert, sollte auch einen entsprechend größeren Beitrag zur Finanzierung des Gemeinwesens leisten. Das wäre für mich gelebte Umverteilung statt leerer Sonntagsreden.

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Wenn der Staat bei Bürgergeld-Empfängern jeden Cent prüft, sollte er bei Millionären und Konzernen erst recht genau hinschauen. Wir brauchen ein Sonderprogramm für die Steuerfahndung. Mit gut ausgebildeten Leuten, moderner Technik und genug Personal. Vor allem aber brauchen wir Ermittler, die ihren Job machen dürfen, ohne dass Politik, Lobbyisten oder teure Anwälte ihnen ständig Knüppel zwischen die Beine werfen. Wer ehrlich seine Steuern zahlt, hat nichts zu befürchten. Wer den Staat bescheißt, sollte sich warm anziehen müssen. Jeder hinterzogene Euro fehlt in Schulen, Kitas und der Pflege.

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Ich will keine Almosen von Milliardären. Ich will funktionierende Schulen, Krankenhäuser, Pflegeheime, Bahnstrecken und erneuerbare Energien. Dafür braucht es Geld. Sehr viel Geld. Und das liegt nun einmal dort, wo sich die größten Vermögen konzentrieren. Wer hunderte Millionen besitzt, wird durch höhere Abgaben nicht arm. Aber Tausende Kinder könnten bessere Bildung bekommen. Das ist die Priorität, die ich setzen würde.

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Warum zahlen Menschen auf ihren Lohn jeden Monat brav ihre Abgaben, während riesige Vermögen oft fast von allein wachsen? Wer Millionen mit Aktien, Immobilien oder Erbschaften verdient, sollte mindestens so stark belastet werden wie jemand am Fließband. Arbeit darf nicht höher besteuert werden als Besitz. Das ist weder fair noch vernünftig. Wer viel hat, kann viel geben. So einfach ist das verdammt noch mal.

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Umverteilung ist für mich keine Strafe für Reiche. Sie ist die Reparatur einer Schieflage. Wenn wenige Menschen immer größere Vermögen anhäufen, während Kitas Personal suchen, Schulen verfallen, Pflegekräfte ausbrennen und Brücken bröckeln, dann läuft etwas falsch. Niemand wird reich ohne Straßen, Bildung, Sicherheit, Gerichte, Stromnetze und die Arbeit anderer Menschen. Wer besonders stark von dieser Gesellschaft profitiert, sollte auch besonders stark zu ihrem Erhalt beitragen. Sonst wächst der Reichtum nur oben und die Rechnung halt unten. Das gefährdet unseren Zusammenhalt, unsere Demokratie und unsere Zukunft gleichermaßen.

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Was wir wollen?
Bedingungsloses Grundeinkommen!
Was es gibt?
Bedingtes, grundloses Einkommen.

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„Der Kuchen muss größer werden“, sagt Spahn.
Ich sage: Viele können sich heute schon das Brot nicht mehr leisten.
Deshalb braucht es mehr Umverteilung und eine stärkere Beteiligung von Superreichen. Nicht die Größe des Kuchens entscheidet, sondern ob alle satt werden.
Auch deswegen finden heute bundesweit Protestdemos unter dem Motto „Es reicht!“ statt: In Leipzig geht es um 17:30 Uhr am Naschmarkt los.
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