Auf meinen Raumzeitsprüngen kam ich auf den Planeten Ebabalo. Die Spezies, die ihn bewohnte, nannte sich Unitoren. Und ja, es gab nur eine Spezies! Denn die Evolution verlief auf Ebabalo nicht so, wie auf der Erde. Die Unitoren waren eingeschlechtlich, nach einiger Zeit bildeten sich in ihnen Klone ihrer selbst. Diese hatten nicht nur genau dieselbe Struktur, sondern auch alle Erinnerungen ihres Vorfahren. Die Geburt, wenn man so will, erfolgt in einer Übergabe des Bewusstseins vom Vor- zum Nachfahren. Der Vorfahr schaltete seine Lebensfunktionen ab, der Nachfahr schaltete sie an und der Fortbestand war gesichert. So waren die Unitoren gewissermaßen unsterblich und die Erinnerung eines jeden reicht bis zum ersten „Einzeller“, aus dem er seine Vorgänger, sich entwickelten.
Und daher waren sie fast alle gleich, sodass es keine Streitigkeiten oder gar Kriege gab auf Ebabalo. Sie nutzen diese, für uns wunderbare Eigenschaften, um dem Universum zu dienen. Sie glaubten, die Augen, Ohren und das Gedächtnis des Universums zu sein. So war die Erforschung ihrer Umwelt ihre Religion, das Erkennen und speichern der Geheimnisse des Alls ihre Aufgabe, von der sie glaubten, dass das Universum sie ihnen selbst gestellt hatte.
Wie wunderbar war das Leben dort, gerne wäre ich noch länger geblieben, doch der nächste Raumzeitsprung stand an. Schweren Herzens verließ ich Ebabalo mit dem Gefühl, einen Blick in das Paradies geworfen zu haben.










