“Mother Mary”: So viel NRW steckt in dem Kinofilm

21. May 2026 In den Kinos startet heute "Mother Mary" mit Hollywood-Star Anne Hathaway. Der Film wurde zu großen Teilen in NRW gedreht. WDR.de Hier den Artikel weiter lesen...

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Köln-Lindweiler

Zugausfälle: Lkw steckt unter Düsseldorfer Brücke fest

19. May 2026 Ein Lkw hatte sich am Morgen unter einer Brücke in Düsseldorf festgefahren. Das hatte für Zugausfälle und Verspätungen gesorgt. WDR.de Hier den Artikel weiter lesen...

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Zugausfälle: Lkw steckt unter Düsseldorfer Brücke fest

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Köln-Lindweiler
#Merz #steckt in seiner #Bubble #fest 🤷‍♂️ #CDU #CSU

ÖPNV in Essen: Diese Betrugsmasche steckt hinter dem Sechs-Monats-Ticket für 2,35 Euro

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Faktencheck

ÖPNV in Essen: Diese Betrugsmasche steckt hinter dem Sechs-Monats-Ticket für 2,35 Euro

Eine Fahrkarte für sechs Monate, die nur 2,35 Euro kosten soll: Dafür wirbt ein Facebook-Beitrag der Seite „ÖPNV Essen“. Hinter dem angeblichen Angebot steckt eine internationale Betrugsmasche, bei der es um Datendiebstahl geht.

von Sara Pichireddu

24. Juli 2025

Mit diesem Ticket des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr kann man nicht sechs Monate fahren – hinter dem Angebot steckt Phishing. Damit sollen persönliche Daten abgegriffen werden. (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck) Behauptung

Zum Jubiläum des Verkehrsverbandes Rhein-Ruhr (VRR) würden 500 Karten für nur je 2,35 Euro verkauft, mit denen man sechs Monate den öffentlichen Nahverkehr nutzen könne.

Aufgestellt von: Beiträgen auf Facebook Datum:
07.07.2025

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Falsch
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Falsch. Das angebliche Angebot des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr ist erfunden, eine Fahrkarte für 2,35 Euro für sechs Monate gibt es nicht. Hinter den Beiträgen steckt eine internationale Betrugsmasche, durch die Daten gestohlen werden sollen.

„VRR feiert sein Jubiläum mit einer besonderen Chipkarte“: Sechs Monate sollen 500 „Einwohner von Essen und Umgebung“ den Nahverkehr kostenlos nutzen können. Das behauptet eine Facebook-Beitrag, der Nutzerinnen und Nutzer in eine Falle locken soll: Angeblich feiert der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) Jubiläum und bietet dafür eine Nahverkehrs-Fahrkarte für nur 2,35 Euro an. Der Facebook-Beitrag selbst ist zwar nicht viral, doch er wurde mehrfach als Werbeanzeige verbreitet und erreichte auf diesem Weg mehr als 4.400 Ansichten.

In dem Beitrag sind Fotos von Bussen und Bahnen der Essener Ruhrbahn zu sehen, sowie ein grün-weißes „Chipticket“ mit dem VRR-Logo und der Aufschrift „6 Monate kostenlos“. Eine Nutzerin kommentiert: „Alles offiziell, die Website ist seriös, Chipkarte erhalten“ und veröffentlicht selbst nochmal ein Foto der Fahrkarte. Doch das macht so einen Beitrag nicht automatisch glaubwürdig.

Das Bild der Karte geht auf ein sechs Jahre altes Design des VRR zurück. Eine solche Karte ist nicht in Umlauf. (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Mehrere Details wecken Zweifel: Das Profil, von dem der Kommentar stammt, enthält neben einem Beschreibungstext auf Französisch keine Informationen, folgt aber hunderten Seiten, zum Großteil Verkehrsunternehmen – es ist also wahrscheinlich gefälscht.

Die Anzeigen selbst verlinken nicht auf die Ruhrbahn oder den VRR, sondern auf eine Webseite mit völlig anderem Namen und anderer Adresse (URL). Auch die Facebook-Seite „ÖPNV Essen“, von der die Anzeige stammt, wirkt unseriös: Sie hat nur drei Follower, wurde am selben Tag erstellt wie der Beitrag, und hat keine anderen Beiträge veröffentlicht. Zudem haben weder die E-Mail-Adresse noch die Telefonnummer etwas mit der Essener Ruhrbahn oder dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr zu tun. Die Telefon-Vorwahl gehört zu einem Ort in Ostfriesland (Niedersachsen).

Ähnliche Anzeigen wurden auch in Berlin, Chemnitz und Düsseldorf geschaltet. Sie gleichen sich im Wortlaut und greifen auf dieselbe IT-Infrastruktur zurück.

Dahinter steckt eine internationale Betrugsmasche, die regionale Verkehrsbetriebe imitiert

Das Muster hinter den Fakes ist bekannt: Die spanische Faktencheck-Organisation Maldita berichtete darüber bereits. Sie deckte mehr als 1.000 Facebook-Seiten auf, die örtliche Verkehrsdienstleister in mehr als 60 Ländern weltweit imitierten. Die Phishing-Masche, also Betrug mit dem Ziel, Zahlungsdaten zu erbeuten, geht immer nach einem ähnlichen Prinzip vor. Das geht so:

  • Immer geht es in den Beiträgen um ein regionales Verkehrsunternehmen, das zu seinem Jubiläum sehr günstige Tickets vergibt. Genutzt werden alte Bilder von unterschiedlichen Webseiten.
  • Nutzerinnen und Nutzer werden beim Klick auf die Anzeige auf eine Webseite geleitet, die mit dem Verkehrsunternehmen nichts zu tun hat. Dort werden drei einfache Quizfragen gestellt.
  • Anschließend erscheinen sechs Geschenkboxen, von denen der Nutzer drei auswählen soll. Nach dem zweiten Klick gewinnt man das vermeintliche „Deutschlandticket – 6 Monate kostenlos“.
  • Danach folgt ein Formular zur Eingabe personenbezogener Daten (Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail).
  • Im Anschluss wird zur Eingabe von Kreditkartendaten aufgefordert.
  • Ein weiteres Detail ist auffällig: Wie auch viele der Fake-Webseiten, über die Maldita berichtete, läuft die Webseite mit dem Fake-Angebot aus Essen über den russischen Hosting-Anbieter JSC Selectel.

    Die Webseite läuft über einen Hosting-Dienstleister in Russland (Quelle: Domaintools; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

    Fake-Verkehrsseiten schicken Zahlungsaufforderungen

    So gehen die Betrüger vor: Betroffene berichten laut Maldita, dass sie, nachdem sie die ersten 2,35 Euro gezahlt haben, weitere und immer größere Zahlungsaufforderungen erhielten. Ein Ticket bekamen sie nie. Sie werden aber von den Webseiten dazu aufgefordert, persönliche Daten wie Name, Adresse und Kreditkartennummer zu hinterlegen. Wer diese Daten schließlich erhält, ist unklar.

    Bei Phishing versuchen Betrüger Geld oder Identität von Nutzern zu stehlen, indem sie sie dazu bewegen, persönliche Informationen wie Kontodaten oder Kennwörter auf Webseiten einzugeben, die sich als seriös ausgeben. Phishing ist in Deutschland strafbar.

    Wie uns ein Sprecher der Ruhrbahn bestätigte, sind die Seiten und Angebote nicht echt. „Wir haben die Seiten seinerzeit bei Facebook gemeldet und unsere Kunden via Facebook auf die Betrugsmasche aufmerksam gemacht“, so ein Sprecher. Bereits im Januar 2025 sei dem Verkehrsbetrieb eine Masche dieser Art aufgefallen. Ein entsprechendes Angebot zum Jubiläum habe es nicht gegeben.

    Die Facebook-Seite sowie das Angebot sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung am 23. Juli noch online. Aktuell hat die Seite aber laut der Werbebibliothek von Meta keine aktiven Anzeigen geschaltet.

    Transparenzhinweis: CORRECTIV ist seit 2017 in einer Kooperation mit dem Facebook-Konzern Meta, um Desinformation auf dem Sozialen Netzwerk zu bekämpfen. Mehr Informationen zu der Kooperation erhalten Sie hier.

    Mitarbeit: Johannes Gille
    Redigatur: Steffen Kutzner, Sarah Thust

    Die wichtigsten, öffentlichen Quellen für diesen Faktencheck:

    • Recherche zum weltweiten Netzwerk aus Betrugsseiten, Maldita, 16. Juli 2025: Link (Englisch)

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    Author: Sara Pichireddu

    #betrugsmasche #diese #essen #hinter #monats #sechs #steckt

    ÖPNV in Essen: Diese Betrugsmasche steckt hinter dem Sechs-Monats-Ticket für 2,35 Euro

    In einem Beitrag wirbt eine betrügerische Seite mit einer ÖPNV-Fahrkarte für nur 2,35 Euro für Essen und die Region. Hinter dem Angebot steckt eine internationale Masche.

    correctiv.org

    Bus und Bahn in Chemnitz: Hinter angeblicher 6-Monat-Karte für 2,35 Euro steckt Phishing

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    Faktencheck

    Bus und Bahn in Chemnitz: Hinter angeblicher 6-Monat-Karte für 2,35 Euro steckt Phishing

    Eine Facebook-Seite wirbt für ein Nahverkehrsticket in Chemnitz, die Anzeige richtet sich an Menschen vor Ort. Es gebe 500 Karten zu je sechs Monaten für 2,35 Euro. Die Karten gibt es nicht, dahinter steckt Betrug.

    von Sarah Thust

    22. Juli 2025

    Passagiere steigen in einen Bus der CVAG in Chemnitz (Symbolfoto: Jan Woitas / DPA / Picture Alliance) Behauptung

    Zum Jubiläum der CVAG in Chemnitz würden 500 Fahrkarten für nur je 2,35 Euro verkauft, mit denen man sechs Monate den öffentlichen Nahverkehr nutzen könne.

    Aufgestellt von: Beiträgen auf Facebook Datum:
    02.06.2025

    Quelle

    Bewertung

    Falsch
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    Falsch. Das angebliche Angebot der CVAG ist erfunden. Hinter den Beiträgen steckt eine internationale Betrugsmasche, durch die persönliche Daten und Kreditkarten-Informationen erbeutet werden sollen.

    „6 Monate unbegrenzte Fahrten für nur 2,35 €“, heißt es in einem Beitrag der Facebook-Seite „ÖPNV Chemnitz“. Angeblich verkaufe das Verkehrsunternehmen CVAG anlässlich eines Jubiläums 500 Abo-Karten für den örtlichen Nahverkehr zum Sonderpreis. Das klingt zu gut, um wahr zu sein – und das ist es auch.

    Der Beitrag zu Chemnitz wurde zwischen 3. und 7. Juni immer wieder über Werbeanzeigen auf Facebook verbreitet, die gezielt Menschen im Raum Chemnitz erreichen sollten. Ein Blick in die Werbebibliothek von Meta zeigt, dass diese Anzeigen oft nur wenige Stunden aktiv sind und dann abgeschaltet werden. Doch in der Zwischenzeit erreichten sie hunderte Nutzerinnen und Nutzer. Die Seite ist auch im Juli noch online. 

    Ein Sprecher der CVAG schrieb CORRECTIV.Faktencheck, dass das Ticket nicht existiert. Man habe rechtliche Schritte eingeleitet. Die Werbeanzeigen passen aus mehreren Gründen zu einer Phishing-Masche, die es auf Zahlungsinformationen abgesehen hat.

    Fake-Anzeigen zu Berlin und zu Düsseldorf im Vergleich (Quelle: Facebook; Grafik: CORRECTIV.Faktencheck)

    Facebook-Seite hinter Werbeanzeige hat nichts mit CVAG in Chemnitz zu tun

    Der Beitrag verlinkt nicht die CVAG in Chemnitz, sondern eine unseriöse Webseite. Die ist Teil einer Betrugsmasche, über die die Faktencheck-Redaktion . CORRECTIV.Faktencheck entdeckte ähnliche Fälle in Berlin, Heilbronn und Düsseldorf

    Sie alle gleichen dem Fall Chemnitz: Hinter dem Fake-Beitrag steckt nicht das offizielle Facebook-Profil des Verkehrsunternehmens. Der Seite folgen nur 248 Nutzer, während die echte Facebook-Seite 7.770 Follower hat. Auch wurde die Fake-Seite mehrfach umbenannt, wie ein Blick auf den Abschnitt „Seitentransparenz“ zeigt. Die E-Mail-Adresse hat nichts mit den Verkehrsbetrieben in Chemnitz zu tun. Die Telefon-Nummer existiert nicht.

    ÖPNV-Fakes: Dahinter steckt ein internationaler Ring aus Kreditkartenbetrügern

    Die hat im Juli 2025 über die Vorgehensweise der Betrüger hinter den Facebook-Seiten berichtet. Sie fand dabei mehr als 1.000 Facebook-Seiten, die regionale Verkehrsdienstleister in über 60 Ländern weltweit imitierten. Sie gehen alle nach demselben Prinzip vor und verwenden nahezu identische Beitragstexte. Ziel ist es, Kontodaten zu erbeuten. 

    Bei Phishing versuchen Betrüger an Geld oder Identität von Nutzern zu stehlen, indem sie sie dazu bewegen, persönliche Informationen wie Zahlungsdaten oder Kennwörter auf Webseiten einzugeben, die sich als seriös ausgeben. Phishing ist in Deutschland strafbar.

    Dahinter steckt ein internationales Betrugsnetzwerk, das schwer zu fassen ist: Laut Maldita sitzt ein Teil der Administratoren der Facebook-Seiten in Vietnam. Im Fall Chemnitz ist dem nicht so. Doch es finden sich andere Parallelen: So läuft – auch im Fall Chemnitz – die Fake-Webseite über den russischen Server-Anbieter JSC Selectel.

    Das Profil der Fake-Adresse zeigt: Die Webseite läuft über Rechenzentren in Russland (Quelle: Domaintools; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

    Berichte von Betroffenen zeigen, dass die Betrüger nach den ersten 2,35 Euro weitere Zahlungsaufforderungen über größere Summen stellen. Ein Ticket wird nicht versandt. 

    Transparenzhinweis: CORRECTIV ist seit 2017 in einer Kooperation mit dem Facebook-Konzern Meta, um Desinformation auf dem Sozialen Netzwerk zu bekämpfen. Mehr Informationen zu der Kooperation erhalten Sie hier.

    Mitarbeit: Johannes Gille
    Redigatur: Steffen Kutzner, Sophie Timmermann 

    Die wichtigsten, öffentlichen Quellen für diesen Faktencheck:

    • Recherche zum weltweiten Netzwerk aus Betrugsseiten, Maldita, 16. Juli 2025: Link (Englisch)

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    Author: Sarah Thust

    #angeblicher #chemnitz #hinter #karte #monat #phishing #steckt

    Whatsapp-Kettenbrief: Hinter Kontakt „Tobias Mathis“ steckt kein Virus

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    Faktencheck

    Whatsapp-Kettenbrief: Hinter Kontakt „Tobias Mathis“ steckt kein Virus

    In Sozialen Medien warnen Nutzerinnen und Nutzer sich gegenseitig vor einem Kontakt namens „Tobias Mathis“. Anders als behauptet, verbirgt sich hinter dem Namen aber weder ein Virus noch irgendeine andere Gefahr.

    von Matthias Bau

    28. November 2024

    Auf Whatsapp kursieren immer wieder Falschbehauptungen und Nachrichten mit betrügerischem Inhalt (Symbolbild: Taidgh Barron / zumapress.com / Picture Alliance) Behauptung

    Der Whatsapp-Kontakt „Tobias Mathis“ sei ein Virus und würde die Festplatte zerstören und Daten stehlen.

    Aufgestellt von: Facebook-Beitrag Datum:
    17.11.2024

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    Falsch
    Über diese Bewertung

    Falsch. Die Nachricht über den vermeintlich gefährlichen Kontakt kursiert seit Jahren im Netz. Eine Gefahr stellt er laut dem Bundesinnenministerium nicht dar.

    Seit Jahren wird immer wieder behauptet, einen bestimmten Kontakt bei Whatsapp anzunehmen, könne das eigene Handy schädigen. So heißt es auf Facebook, der Kontakt „Tobias Mathis“ sei ein Virus und könne „die ganze Festplatte“ zerstören und Daten stehlen. Das sei von „Europ1 und Sat1“ bestätigt worden. Auch über unseren Whatsapp-Bot schickten uns Leserinnen und Leser die Behauptung mit der Bitte, sie zu überprüfen.

    Auf Facebook verbreitet sich ein Kettenbrief, der vor einem angeblichen Virus auf Whatsapp warnt, dass sich hinter einem Kontakt namens „Tobias Mathis“ verbergen soll

    Kettenbrief über „Tobias Mathis“ seit mindestens 2017 im Umlauf

    Eine Google-Suche zu dem Kettenbrief führt zu zahlreichen Medienberichten. Sowohl T-online, Mimikama, als auch Chip und Giga berichteten darüber, dass die Behauptung seit 2017 kursiert – und falsch ist. Es gehe keine Gefahr von der Annahme eines Whatsapp-Kontakts aus. Weder beim deutschen Fernsehsender Sat1, noch beim französischen Sender Europe1 findet sich die angebliche Warnung vor dem Kontakt.

    Vom Kettenbrief selbst geht wohl ebenfalls keine Gefahr aus: Es sind keine Links enthalten, die auf Phishing oder andere Betrugsmethoden hinweisen. Sollten Sie den Kettenbrief bekommen, verbreiten Sie ihn und die erfundene Geschichte nicht weiter.

    Das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) klärte im Januar 2020 über den Kettenbrief auf seiner Webseite „Sicher im Netz“ auf. Dort heißt es, es drohe keine Gefahr. Das BMI rät dazu, Absender darüber zu informieren, dass es sich um eine Falschmeldung handele und so die Verbreitung des Kettenbriefs zu stoppen. Grundsätzlich sei es immer ratsam, keine Links oder Dateien von unbekannten Kontakten zu öffnen.

    Redigatur: Gabriele Scherndl, Uschi Jonas

    Zur Quelle wechseln
    Author: Matthias Bau

    #hinter #kettenbrief #kontakt #mathis #steckt #tobias #whatsapp

    Whatsapp-Kettenbrief: Hinter Kontakt „Tobias Mathis“ steckt kein Virus

    Nachrichten über einen Whatsapp-Kontakt namens „Tobias Mathis“ kursieren seit Jahren im Netz. Eine unmittelbare Gefahr ist er nicht.

    correctiv.org

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    Faktencheck

    Landtagswahl Sachsen: Ein parteiischer Wahlvorstand in Chemnitz? Das steckt dahinter

    Die AfD Chemnitz berichtet auf Facebook von einem Wahlvorstand, der öffentlich vor der Landtagswahl in Sachsen seinen politischen Wunsch geäußert haben soll. Das stimmt, er wurde deswegen von seinem Amt abberufen. „Angekündigter Wahlbetrug“, wie es auf Facebook heißt, ist das aber nicht.

    von Johannes Gille

    24. September 2024

    Am 1. September 2024 fanden Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen statt – ein Facebook-Beitrag wurde einem Wahlvorstand in Chemnitz davor zum Verhängnis. (Quelle: Michael Reichel / DPA / Picture Alliance) Behauptung

    Ein Wahlvorstand für die Landtagswahlen 2024 in Chemnitz habe gegen die Pflichten seines Amtes verstoßen, indem er sich in einem Facebook-Beitrag politisch positionierte. Das sei angekündigter Wahlbetrug.

    Aufgestellt von: Facebook-Beiträgen, AfD Kreisverband Chemnitz Datum:
    31.08.2024

    Quelle

    Bewertung

    Größtenteils richtig
    Über diese Bewertung

    Größtenteils richtig. Der Wahlvorstand wurde wegen seines Beitrages durch die Stadt Chemnitz von seinem Amt abberufen, da er seine politischen Ansichten in Verbindung mit seinem Amt als Wahlvorstand äußerte. Angekündigter Wahlbetrug ist das in den Augen der Stadt jedoch nicht.

    Kurz vor den Landtagswahlen in Sachsen am 1. September 2024 wurde ein Wahlvorstand in Chemnitz von seinem Amt abberufen. Laut einem Beitrag in einer lokalen Facebook-Gruppe habe er seine Verpflichtung zur Unparteilichkeit verletzt. Der örtliche Kreisverband der AfD spricht sogar von „angekündigtem Wahlbetrug“ und gibt an, Anzeige erstattet zu haben.

    Was steckt dahinter?

    Anstoß für die Debatte ist der Screenshot eines Facebook-Beitrags, in dem ein Wahlvorstand des Wahlkreises Chemnitz-Siegmar von seiner Arbeit im Wahlbüro berichtete. Der Facebook-Nutzer schreibt, er habe ein zu dicht am Wahllokal angebrachtes Plakat der AfD abhängen lassen. Daraufhin bringt er seine politischen Ansichten zum Ausdruck: „Thüringen ist bereits verloren“, schreibt er, bevor er dem CDU-Kandidaten seines Wahlkreises viel Erfolg bei der Wahl wünscht. Die AfD Sachsen bezeichnet er als gesichert rechtsextremistisch eingestuft – was sie laut Verfassungsschutz Sachsen auch ist.

    Wir fragten die Landeswahlleitung nach dem Vorfall und erhielten stattdessen eine Antwort von der Stadt Chemnitz – der Chemnitzer Bürgermeister und Leiter der kommunalen Statistikstelle der Stadt waren Wahlleiter der Chemnitzer Wahlkreise. Ein Pressesprecher der Stadt Chemnitz bestätigte, dass es sich bei dem Facebook-Nutzer tatsächlich um einen Wahlvorstand eines Chemnitzer Wahlbezirkes handelte. Der Beitrag stelle einen Bruch mit dem Gebot zur unparteiischen Wahrnehmung des Amtes dar, zu dem Wahlvorstände und andere Wahlorgane verpflichtet sind. Aufgrund des Beitrags sei der Wahlvorstand von seiner Position abberufen worden.

    Neutralitätsgebot oder Meinungsfreiheit – was wiegt hier stärker?

    Aber hat der Nutzer damit nicht nur von seinem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch gemacht? Zu diesem Schluss kommen einige Nutzerinnen und Nutzer in den Kommentaren unter einem Beitrag auf Facebook.

    Der Sprecher der Stadt Chemnitz schreibt uns dazu: „Insofern die Mitglieder der Wahlvorstände als Privatpersonen ohne eine konkrete Bezugnahme auf ihre Tätigkeit als Mitglied eines Wahlorgans agieren, besteht der Grundsatz der freien Meinungsäußerung. Da der in Frage stehende Post jedoch unter direkter Bezugnahme auf die Tätigkeit als Wahlvorstand erfolgte, tritt der Grundsatz der Wahrung des Neutralitätsgebotes als Mitglied eines Wahlorgans ein.“

    Keine Hinweise auf Wahlbetrug und keine polizeiliche Anzeige durch die AfD Chemnitz

    In den Kommentaren unter dem Facebook-Beitrag unterstellten Nutzerinnen und Nutzer dem Wahlvorstand darüber hinaus, eine Manipulation der Wahl zu planen. Der Kreisverband Chemnitz der AfD schreibt in seinem Beitrag sogar, es handle sich hierbei um „offensichtlich angekündigten Wahlbetrug”. Ein Stadtrat der Partei habe den Wahlvorstand deshalb angezeigt, heißt es in dem Beitrag.

    Damit ist aber keine polizeiliche Anzeige gemeint. Auf Nachfrage erklärt Nico Köhler, Stadtrat der AfD Ratsfraktion in Chemnitz, der Stadtrat habe den Vorfall bei der Wahlbehörde gemeldet. Die Stadt berief den Wahlvorstand zwar ab, der Pressesprecher schrieb uns aber, es liege „keine Form des Wahlbetruges“ vor. Abgesehen von der Abberufung habe der Wahlvorstand keine Konsequenzen zu befürchten.

    Unbegründete Anschuldigungen des Wahlbetrugs wurden rund um die Landtagswahlen zahlreich verbreitet, wie wir in mehreren Faktenchecks aufklärten (zum Beispiel hier, hier und hier). Dahinter steckt eine Taktik, die unter anderem aus AfD-nahen Kreisen rund um Wahlen immer wieder wiederholt wird, wie wir in unserem Hintergrund erklären.

    Redigatur: Gabriele Scherndl, Uschi Jonas

    Die wichtigsten, öffentlichen Quellen für diesen Faktencheck:

    • Gesetz über die Wahlen zum Sächsischen Landtag, Sächsischer Landtag, 11. August 2023: Link

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    Author: Johannes Gille

    https://www.bachhausen.de/landtagswahl-sachsen-ein-parteiischer-wahlvorstand-in-chemnitz-das-steckt-dahinter/

    #chemnitz #dahinter #landtagswahl #parteiischer #sachsen #steckt #wahlvorstand

    Landtagswahl Sachsen: Ein parteiischer Wahlvorstand in Chemnitz? Das steckt dahinter

    Ein Wahlvorstand in Chemnitz äußerte sich vor der Landtagswahl politisch auf Facebook. Dafür wurde er von der Stadt seines Amtes enthoben.

    correctiv.org

    Ein „Manifest für neuen ÖRR“ wirft Fragen auf: zu den Unterzeichnern gehören prominente Querdenker und selbsternannte Russland-Versteher. ÖRR-Mitarbeiter sind kaum darunter. Von radikalen Verschwörungsideologen und „alternativen Medien“ wird es gefeiert.

    Da ist er wieder, Bastian Barucker, Wildnispädagoge aus Lassan vor der Insel Usedom im Nordosten des Landes. Im ersten Corona-Jahr vor vier Jahren hatte er eine Petition gestartet, mit der eine „extrem einseitige Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien“ zur Pandemie angeprangert wurde. Jetzt zählt er zu den 130 Erstunterzeichner:innen des „Manifests für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland“. Deren Behauptung: Beim ÖRR würden Meinungsmache und Berichterstattung würden verschwimmen, in einer Form, „die den Prinzipien eines seriösen Journalismus widerspricht“. Die Schlagworte: „Klima der Angst“, „politische Filter“, „Missachtung des Programmauftrags“.

    ARD lässt sich von neuem „Manifest“ einschüchtern

    Seine Mission setzt Barucker als einer der Unterzeichner des Manifests also mit anderen Mitteln fort. 2020 vernetzte sich der Aktivist unter anderem mit dem Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen, empfahl als „Experten“ für die öffentlich-rechtlichen Programme die Corona-Verharmloser Stefan Homburg und Wolfgang Wodarg und nannte die kruden Thesen von Sucharit Bhakdi „sachlich und informativ“.

    Mit diesen vielen Faktenchecks widerlegt ihr alle Bhakdi-Anhänger

    Die Petition mit ihren mehr als 60.000 Unterschriften hatte auf die Programmverantwortlichen der ARD trotz der gewagten Thesen durchaus eine einschüchternde Wirkung. „Übermedien“ zitierte WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn mit den Worten, der Text der Petition sei „offen und einnehmend, die Form ist ausgesprochen freundlich und konziliant“. Spitzenvertreter:innen der ARD ließen sich im November 2020 auf eine Videokonferenz mit den von Barucker angeführten Coronarebellen ein.

    Zahlreiche querdenker unter manifest-unterzeichner

    Es war ein umstrittener Versuch des Dialogs. Im Medien-Blog „Altpapier“ sprach René Martens von einem Hintergrundgesprächmit einem kenjebsenoiden ,Wildnispädagogen‘ und einigen seiner Gesinnungsgenossen“. Er nannte die Videokonferenz der ARD-Spitzenleute mit Querdenkern damals „epochal fahrlässig“.

    Nun stellt sich für die ARD erneut die Frage: Soll sie das Manifest ernst nehmen? Ein Blick auf die Liste der Unterzeichner:innen ist bei der Suche nach der Antwort womöglich hilfreich. Zahlreiche alte Bekannte aus der Querdenker-Szene sind darunter. Zum Beispiel Michael Meyen, Professor für Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Barucker hatte ihn schon 2020 zur Videokonferenz mit der ARD zum Thema Corona-Berichterstattung hinzugeholt. 2023 machte Meyen Schlagzeilen, weil er in der Zeitung „Demokratischer Widerstand“ publiziert hatte. Laut „taz“ „eine Art Zentralorgan der radikalen Szene aus Querdenkern und Coronaleugnern“. Meyen behauptete, die etablierten Medien hätten ein „Wahrheitsregime“ aufgebaut. Die bayerische Landesanwaltschaft leitete wegen der Nebentätigkeit des gut dotierten Uni-Professors für den „Demokratischen Widerstand“ ein Disziplinarverfahren ein. Doch vermutlich pflegen Akteure wie Meyen nach solchen Reaktionen erst recht ihr Märtyrer-Image.

    Das jedenfalls beherrscht auch die Kabarettistin Lisa Fitz, die das Manifest ebenfalls unterschrieben hat. Fitz hatte sich nach einer Desinformation über 5000 Impftote – auf der Basis einer Anfrage einer rechtsextremistischen französischen Europaabgeordneten – im Januar 2022 nach Ärger mit dem Sender ihren Abschied aus der SWR-Satiresendung „Spätschicht“ bekannt gegeben. Sie hat nun ein Videoformat bei den verschwörungsideologischen „Nachdenkseiten“. Vor ein paar Monaten Fitz sie dem Youtube-Kanal „Punkt.Preradovic“ ein Interview. Sie nannte sich dort „lupenreine Demokratin“ und warb dafür, die AfD „einfach mal mitregieren“ zu lassen. Schließlich sei die Partei „demokratisch gewählt“. In dem Interview behauptete sie auch, die „Nachdenkseiten“ seien heute das, was früher das Magazin „Der Spiegel“ gewesen sei.

    die parallelwelten der querdenker-unterzeichner

    So schaffen sich eine ganze Reihe von Unterzeichner:innen des „Manifests für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland“ ihre Parallelwelten. Zu ihnen gehört auch die Bonner Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot, die von ihrem Trierer Kollegen Markus Linden in einem Beitrag für die „FAZ“ „Ikone der Querdenker-Szene“ genannt wurde. Oder die ehemalige Dresdner Stadtschreiberin Katrin Schmidt, die 2021 die Corona-Impfungen von Kindern mit den Medizinversuchen der Nazis im Dritten Reich verglich. Und die zwei Jahre später im „Open Source“-Format der „Berliner Zeitung“ resümierte, ihr Vergleich mache sie „durchaus stolz“, doch sei sie nun „raus aus dem Literaturbetrieb“, gecancelt.

    Guérot & Co: Pro-Russische Verschwörungsmythen im deutschen Buchmarkt

    Besonders wählerisch waren die Initiator:innen des Manifests bei der Auswahl der Erst-Unterzeicher:innen nicht. Der Parapsychologe Harald Walach wurde gewonnen. Er ist ein Wissenschaftler, der schon 2012 von der Gesellschaft für kritisches Denken in Wien das „Goldene Brett“ verliehen bekam, für sein „einzigartiges Bemühen, wissenschaftsbefreite Theorien in die akademische Welt hineinzubringen“. Der Rechtsanwalt Jürgen Müller aus Wolfratshausen unterschrieb für den Verein „Kinderrechte Jetzt“, der in der Pandemie gegen Impfungen und Corona-Regeln Stimmung machte und dabei, wie die „Süddeutsche Zeitung“ kommentierte, in „besonders perfider“ Weise Kinderrechte vorschob.

    Die Wahrheit hinter Walach-„Studie“: Querdenker erfinden Masken-Gefahr für Kinder

    manifest-unterzeichner mit Renommee aus der Vergangenheit

    Fairerweise muss man sagen, dass der eine oder andere Name auf der Unterschriftenliste durchaus auch Respekt einflößt. Beispielsweise der von Johannes Ludwig, der 2014 nach 14 Jahren als Professor für Medien und journalistische Fächer in Hamburg in den Ruhestand ging und der als Experte für investigativen Journalismus in Deutschland gilt. Doch es sind wenige. Und bei den meisten unter ihnen rührt das Renommee aus der Vergangenheit.

    Der Schauspieler Henry Hübchen hatte einen guten Ruf als einer der profiliertesten deutschen Charakterdarsteller. Inzwischen zählt er zu den „TV-Granden im Herbst der Karriere“, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland im Kontext mit dem Manifest hervorhebt. Im Februar 2023 war Hübchen dann einer der Erstunterzeichner des von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer initiierten „Manifests für den Frieden“, mit dem ein Stopp der Waffenlieferungen an die Ukraine gefordert wurde.

    Ganz in Putins Sinne: Petition von Schwarzer & Wagenknecht widerlegt

    Unterzeichner als „Putin-Sprechpuppe“

    Corona-Krise, die „Kriegspolitik Deutschlands“, „erzieherischer Haltungsjournalismus“ – gepflegt wird in Statements von Mitarbeiter:innen auf der Homepage des Manifests und in Interviews von Unterzeichner:innen das Narrativ, dass man im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht mehr alles sagen darf.

    Es hatte dann etwas Kurioses, als die ehemalige Chefredakteurin des HR-Fernsehens und früheren Linken-Bundestagsabgeordnete Luc Jochimsen vom öffentlich-rechtlichen Sender Deutschlandfunk zum Manifest und den Gründen für ihre Unterschrrift befragt wurde. Sie erklärte dort in einem Streitgespräch mit dem DJV-Bundesvorsitzenden, dass sie Meinungsvielfalt vermisse und dies eigentlich jede Zuschauerin und jeder Zuschauer genauso sehen müsse. Sie teilte ihre Beobachtung mit, dass einem „gestandenen Journalisten wie Stefan Aust“ kürzlich in einer Fernseh-Talkrunde stets das Wort abgeschnitten worden sei, nachdem er für eine Verhandlungslösung im Ukraine-Konflikt plädiert habe: „Die haben den im Grunde genommen fast gelyncht.“

    Der Publizist und Politologe Andreas Püttmann kommentierte auf Twitter: „Märchenstunde mit Luc Jochimsen im @DLF.“ Die ihm bezeichneten Unterzeichner des Manifests „siedeln am rechten Rand bzw. betätigen sich gegenüber der ukrainischen Freiheit als Putin-Sprechpuppe, machen aber auf Meinungsvielfalts-Travestie. Kurzum: Böcke als ÖRR-Gärtner“.

    Kaum ÖRR-Mitarbeiter unter den Unterzeichnern

    Wirkung in der Bubble verfehlte nicht, dass die Namen von 33 Unterzeichner:innen nicht genannt wurden. Bei ihnen handelt es sich laut Homepage um Mitarbeiter:innen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Eine klitzekleine Gruppe also, gemessen an den etwa 20.000 Vollzeitstellen bei der ARD und den etwa 4000 festen ZDF-Mitarbeiter:innen. Die „Neue Zürcher Zeitung“ aber kommentierte, dass diese 33 „nur unter dem Schutzschild der Anonymität zum Bekenntnis bereit waren, deutet auf eine Unkultur des Verdachts in den Anstalten“. Bei den verschwörungsideologischen „Nachdenkseiten“ hieß es, die anonymen Äußerungen würden ein „internes Klima der Angst beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk“ belegen.

    Hinterlegt worden sind die anonymen Unterschriften beim Rechtsanwalt Harald von Herget, der seine Kanzlei in Zürich hat. Herget war laut dem Portal „Der rechte Rand“ Bundesvorstandsmitglied der Querdenker-Partei „Die Basis“ und auch Beauftragter für Medien“.

    Pure ironie: musk inszeniert sich als fachmann für meinungsfreiheit

    Ein Blick in den Kanal von Herget im Elon-Musk-Netzwerk Twitter gibt eine Ahnung, wie sich der Advokat und seine Mitstreiter:innen einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk vorstellen. Dort teilt er regelmäßig – zum Teil mit wohlwollenden Kommentaren – Postings von Politikern wie Hubert Aiwanger, Jürgen Todenhöfer oder Sahra Wagenknechts Co-Chefin beim BSW, Amira Mohamed Ali. Regelmäßig von ihm weiterverbreitet werden auch die Äußerungen von Corona-Verharmlosern wie Stefan Homburg oder Markus Krall, von Väterrechtlern, des Verschwörungsideologen Daniele Ganser oder des rechtspopulistischen Publizisten Roland Tichy.

    Die große Analyse: Warum Daniele Ganser nicht seriös ist

    Erst dieser Tage verbreitete Herget auch ein Posting von Elon Musk: „For the people of Earth. Free Speech. X.” Musk als Fachmann für Meinungsfreiheit – darauf muss man erstmal kommen. Erst recht vor dem Hintergrund von solchen Schlagzeilen: Thüringens rechtsextremer AfD-Chef Björn Höcke ist angeklagt, weil er bei einem Wahlkampfauftritt eine verbotene Losung der SA verwendet hat. Auf Twitter sucht er Unterstützer – und Elon Musk fragt: „What did you say?“

    Artikelbild: Soeren Stache/dpa

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    https://www.bachhausen.de/wer-wirklich-hinter-dem-dubiosen-oerr-manifest-steckt/

    #dubiosen #hinter #manifest #steckt #wirklich

    „Manifest“ für einen neuen ÖRR: Jammern am rechten Rand

    Kritiker des öffentlich-rechtlichen Rundfunks haben ein „Manifest“ veröffentlicht. Politische und persönliche Motive sind bunt gemischt.

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    Faktencheck

    Hinter dieser Tiny House-Verlosung auf Facebook steckt eine Betrugsmasche

    Eine dubiose Facebook-Seite lockt Tausende Nutzerinnen und Nutzer mit einer Tiny-House-Verlosung. Doch wer das angebliche Gewinnspiel kommentiert, geht leer aus. Es ist erfunden.

    von Matthias Bau

    22. März 2024

    Ein kleines Haus besitzen, ohne es kaufen zu müssen? Diesen Gewinn stellt ein erfundenes Gewinnspiel auf Facebook in Aussicht. (Symbolbild: Oleksandr Latkun / Imagebroker / Picture Alliance) Behauptung

    Die Facebook-Seite „Kleines Haus“ verlose fünf Mini-Häuser an diejenigen, die „Herzlichen Glückwunsch“ kommentieren und den Beitrag teilen.

    Aufgestellt von: viralem Facebook-Beitrag Datum:
    25.02.2024

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    Frei erfunden. Die Facebook-Seite, die das Gewinnspiel verbreitet, ist nicht verifiziert und hat kein Impressum. Das deutet auf eine Betrugsmasche hin.

    Den Traum vom eigenen Tiny House mit wenigen Klicks erfüllen? Dass das möglich wäre, gaukelt eine Facebook-Seite namens „Kleines Haus“ Nutzerinnen und Nutzern vor. Angeblich verlost die Seite fünf der mobilen Häuser an all diejenigen, die den entsprechenden Facebook-Beitrag teilen und „Herzlichen Glückwunsch“ kommentieren. Mehr als 2.800 Accounts scheinen der Aufforderung gefolgt zu sein, so oft wurde der Beitrag geteilt. Rund 1.700 Accounts kommentierten (Stand: 22. März 2024).

    Facebook-Seiten verbreiteten unter dem Namen „Kleines Haus“ oder „Tiny Chalet“ schon in der Vergangenheit ähnliche Fake-Verlosungen. Bereits 2016 warnte auch die Faktencheck-Redaktion Snopes in den USA vor solchen Beiträgen. Dahinter steckt eine Betrugsmasche, mit der persönliche Daten von Nutzerinnen und Nutzern erbeutet werden sollen.

    Seit Februar 2024 kursiert dieses gefälschte Gewinnspiel für Tiny Houses auf Facebook (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

    Facebook-Seite lockt mit Tiny Houses, doch sie hat kein Impressum und wirkt nicht seriös 

    Dass das Gewinnspiel unseriös ist, ist an verschiedenen Merkmalen der Facebook-Seite zu erkennen. Zum Beispiel daran, dass sie kein Impressum hat, also niemand für ihre Inhalte die Verantwortung übernimmt. Ebenso fehlen Kontaktdaten und ein Link zu einer Webseite, die bei einem seriösen Unternehmen üblich ist. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt auf ihrer Webseite vor Gewinnspielbetreibern ohne Impressum.

    Außerdem veröffentlichte die Facebook-Seite bisher nur zwei Beiträge, obwohl es sie bereits seit Juli 2023 gibt. Einer davon ist das angebliche Gewinnspiel – der Inhalt des anderen Beitrags lässt sich nicht mehr abrufen. Auch die Tatsache, dass der Account nicht verifiziert ist, also keinen blauen Haken hat, sollte Misstrauen wecken.

    Statt Gewinn droht Datenklau 

    Wer das Gewinnspiel kommentiert, bekommt eine automatische Nachricht. Darin werden Nutzerinnen und Nutzer erneut dazu aufgefordert, den Beitrag zu teilen und die „Kleines Haus“-Seite auf Facebook mit „Gefällt mir“ zu markieren.

    Im nächsten Schritt werden sie auf eine Webseite geleitet. Dort sollen sie sich registrieren und persönliche Daten, wie die E-Mail-Adresse, eingeben. Neben den Mini-Häusern wird dort auch für ein angebliches Gewinnspiel für Wohnwagen geworben. 

    Wer den Schritten auf Facebook folgt, landet plötzlich bei einem Fake-Gewinnspiel für Wohnwagen (Quelle: belohnung24.com; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

    Auf der Webseite ist ersichtlich, wer das angebliche Gewinnspiel veranstaltet: die Bluereen Media Ltd. Die ist laut Recherchen der Webseite Verbraucherschutz.com ein Direktmarketing-Unternehmen mit Sitz in Großbritannien. Nach der Teilnahme an deren Online-Gewinnspielen könne man mit Werbeanrufen und E-Mails überschüttet werden, heißt es auf der Webseite. 

    Tipps, um gefälschte Facebook-Seiten zu erkennen:

    • Ist das Facebook-Profil mit einem blauen Haken verifiziert?
    • Gibt es ein Impressum?
    • Wie viele Follower hat die Seite?
    • Wann wurde die Seite erstellt?

    Redigatur: Kimberly Nicolaus, Sarah Thust

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    Author: Matthias Bau

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    #betrugsmasche #dieser #facebook #hinter #house #steckt #verlosung

    Hinter dieser Tiny House-Verlosung auf Facebook steckt eine Betrugsmasche

    Eine Facebook-Seite lockt mit dem Traum vom eigenen Tiny House. Doch wer ihr Gewinnspiel kommentiert, geht leer aus. Es ist Betrug.

    correctiv.org

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    In prorussischen Kanälen wird aktuell ein Bild von Papst Franziskus mit einer bunten Kette geteilt. Einige suggerieren, die Kette sei neu und habe einen Zusammenhang mit der LGBTQ-Community. Beides ist falsch.

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    Author: Gabriele Scherndl

    https://www.bachhausen.de/papst-traegt-regenbogen-kette-das-steckt-dahinter/

    #dahinter #kette #papst #regenbogen #steckt #tragt

    Papst trägt Regenbogen-Kette: Das steckt dahinter

    Prorussische Kanäle teilen ein Bild vom Papst – doch es stammt aus 2018 und zeigt nicht, wie online behauptet, ein LGBTQ-Symbol.

    correctiv.org