Die #Kabel haben #Strom von einer #Windkraftanlage in eine der alten Städte gebracht.
Tally runzelte die Stirn. Ich wusste gar nicht, dass die Rusties #Windkraft genutzt haben.
Sie waren nicht alle #verrückt. Nur die #meisten eben. Er zuckte mit den Schultern. Du darfst nicht vergessen, wir stammen doch so mehr oder weniger von den Rusties ab, und wir benutzen immer noch ihre grundlegende #Technologie. Einige von ihnen müssen einfach auf die richtigen #Ideen gekommen sein.
#Ugly - #Westerfeld

An welchen Tagen werden in Köln die meisten Babys geboren? – Geburtenkalender

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#babys #geboren #geburtenkalender #meisten #tagen #welchen #werden

latinapress: Weltweit werden in Brasilien die meisten Transsexuellen getötet

Im vergangenen Jahr wurden in Brasilien 105 Transmenschen getötet. Obwohl das südamerikanische Land 14 Fälle weniger als 2023 verzeichnete, bleibt es im 17. Jahr in Folge das Land, in dem weltweit die meisten Trans-Menschen getötet werden.

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#brasilien #getotet #latinapress #meisten #transsexuellen #weltweit #werden

Weltweit werden in Brasilien die meisten Transsexuellen getötet » latinapress Nachrichten

Im vergangenen Jahr wurden in Brasilien 105 Transmenschen getötet. Obwohl das südamerikanische Land 14 Fälle weniger als 2023 verzeichnete, bleibt es im 17. Jahr in Folge das Land, in dem weltweit die meisten Trans-Menschen getötet werden. Die Daten stammen aus dem Dossier: "Registro Nacional de Mortes de Pessoas Trans no Brasil em 2024: da Expectativa

latinapress Nachrichten

Schon schräg. Die #meisten haben über #Weihnachten eine #Partnerschaft oder sind #familiär in allerlei #Vorhaben eingebunden.
Ich sitze hier und denke mir: Hach, ich glaub ich installiere mal n anderes #Linux auf meinem #Schoßoben.

Ich hab echt n #Schaden man ¯\_(ツ)_/¯

Im erfolglosen Versuch, dem AfD-Rechtsruck hinterherzulaufen, sind einflussreiche Teile der CDU schon so weit gekommen, dass sie sich Fakten schlichtweg ausdenken. CDU-Parteivorsitzender Friedrich Merz hat auf einer Bundespressekonferenz, mal wieder, bezüglich Geflüchteter aus Syrien und Afghanistan schlichtweg gelogen. Deutschland ist zwar ein wichtiges Aufnahmeland für Schutzsuchende aus diesen Ländern, es steht aber, anders als Merz behauptet, weltweit nicht an erster Stelle. Das weiß der CDU-Chef anscheinend nicht. 

Diese Länder nehmen wirklich am meisten Flüchtlinge auf

Merz hat schon häufiger bewiesen, dass er gern Lügen über Migranten verbreitet (hier, hier). Auf einer Bundespressekonferenz Ende August behauptete er nun, Deutschland habe “proportional zu seiner Größe” die meisten Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan aufgenommen. Merz hat uns nun leider nicht verraten, was er genau mit “proportional zu seiner Größe” meint. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, das zu interpretieren und zu berechnen. Das Problem für den CDU-Chef: In KEINER dieser Varianten stimmt seine Aussage. Wir schauen drauf.

In seiner Ignoranz verschweigt Merz, was die signifikantesten Punkte sind, die man über Migration wissen sollte, wenn man schon einen internationalen Vergleich zieht. Nämlich aufgenommene Schutzsuchende in absoluten Zahlen und Binnenmigration. Weltweit gesehen liegt Deutschland als Aufnahmeland von Flüchtlingen und anderen Schutzbedürftigen auf Platz vier mit 2,6 Millionen aufgenommenen Schutzsuchenden, hinter Iran, der Türkei und Kolumbien (Stand Ende 2023). 

Screenshot statista.com

Im Iran finden vor allem Afghan:innen Schutz, in der Türkei vor allem Syrer:innen und in Kolumbien vor allem Venezolaner:innen. Du siehst also: die Nachbarländer von Staaten, in denen Krieg, Hunger und prekäre Verhältnisse herrschen, sind diejenigen Länder, die oftmals einen Großteil von internationalen Flüchtlingen aufnehmen. 69% der weltweit Schutzsuchenden suchen im Nachbarland Zuflucht (UNHCR Global Trends Report S. 21). Ergibt ja auch Sinn: Flüchten ist gefährlich und kostet Geld – kurze Distanzen sind oftmals schlichtweg die machbarsten Optionen.

Übrigens: Da es auch Schutzsuchende gibt, die nicht als Flüchtlinge anerkannt sind, kommt es manchmal zu voneinander abweichenden Statistiken. Wenn du mehr darüber lesen willst, kannst du bei Mediendienst Integration nachschauen. 

In absoluten Zahlen hat Deutschland also durchaus eine beträchtliche Anzahl an Geflüchteten aufgenommen – allerdings nicht die meisten weltweit. Und da haben wir noch nicht einmal über einen anderen wichtigen Aspekt gesprochen, den Merz auf der Pressekonferenz verschweigt: die Binnenmigration. Also Fluchtbewegungen, die innerhalb der Grenzen eines Staates stattfinden.

Die meisten Syrer fliehen innerhalb Syriens

Nehmen wir das Beispiel Syrien. Mehr als 7 Millionen Syrer:innen leben als Binnenflüchtlinge in Syrien. Sie wurden also aus ihrer Heimatregion vertrieben und suchen Schutz in anderen Regionen des Landes. Weitere 5 Millionen flohen über die Landesgrenzen hinweg, die meisten in die Türkei. Aber auch andere Nachbarländer wie Libanon, Jordanien und Ägypten sind wichtige Aufnahmeländer. Nach wie vor ist Syrien die in Zahlen größte Vertreibungskrise der Welt.

Syriens Binnenflüchtlinge sind aber kein Einzelfall. Wie du in der Grafik unten sehen kannst, gibt es weit mehr Binnenflüchtlinge als internationale Flüchtlinge. Sudan ist dabei das Land, in dem mit 9,1 Millionen (UNHCR Global Trends Report S. 25) die meisten Binnenflüchtlinge leben, meist unter den prekärsten Bedingungen. Neben Syrien leben auch in Kolumbien 6,9 Millionen Binnenflüchtlinge (UNHCR Global Trends Report S. 25). Fakten, die wir in Europa oftmals nicht auf dem Schirm haben, weil Binnenflüchtlinge sehr weit weg von unserer eigenen Realität sind. 

Screenshot UNHCR.org (S. 2)

Es gibt auch noch Länder außerhalb Europas

Merz hat also glatt mal zwei der wichtigsten Aspekte zum Thema Migration außen vor gelassen. Doch selbst wenn wir ihm den Gefallen tun und Migration “proportional zur Größe” berechnen, hören die Lügen nicht auf. Sein Weltbild spielt sich, so scheint es, innerhalb von Europa ab und nicht darüber hinaus. Bei einer Bundespressekonferenz Ende August (bezugnehmend auf das Solingen-Attentat) log er in einem Satz gleich mehrfach (Min. 49’40): 

“Es gibt kein zweites Land auf der Welt, das auch nur annähernd – proportional zu seiner Größe – eine solch große Zahl von Flüchtlingen aus Syrien und Afghanistan aufgenommen hat wie Deutschland.”

Alles an dieser Aussage ist falsch, wenn er mit der “Welt” die gesamte Welt meint und nicht nur Europa (wovon man ja wohl ausgehen könnte und selbst nur auf Europa bezogen, wäre seine Aussage teilweise falsch). Weil er mit “Größe” offen lässt, ob er Einwohnerzahl oder Fläche meint, werfen wir einen Blick auf beide Varianten.

Meint er die Einwohnerzahl, liegt Deutschland nur auf Platz sieben der Aufnahmeländer mit den meisten Geflüchteten und Asylbewerbern aus Syrien und Afghanistan, mit 12,7 Personen pro 1.000 Einwohner. Zum Vergleich: Im Libanon sind es 146,6 Personen. Und selbst in Europa liegen, gerechnet auf die Einwohnerzahl, Zypern und Österreich vor Deutschland. Im Libanon leben übrigens 5,5 Millionen Menschen und das Land kämpft seit Jahren mit wirtschaftlichen Krisen – dennoch hat es 1,5 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen. Sogar in absoluten Zahlen mehr als Deutschland.  

Screenshot tagesschau.de

Und auch, wenn man Flüchtlinge aus Syrien oder aus Afghanistan getrennt betrachtet, stünde Deutschland nicht an erster Stelle, wie unsere Kolleg:innen von Correctiv zeigen

Merz lag so oder so falsch

Okay, fairnesshalber könnten wir jetzt sagen, vielleicht meinte er ja nicht die Einwohnerzahl, sondern die Fläche. Ehrlicherweise würde das wenig Sinn ergeben, doch selbst dann bliebe seine Aussage falsch. In Deutschland leben 3.015,5 Geflüchtete aus Afghanistan und Syrien pro 1.000 Quadratkilometer. Deutschland liegt damit auf Platz 4, hinter der Türkei, Jordanien und weit hinter dem Libanon. 

Screenshot tagesschau.de

Merz hat sich also in beiden Variablen um einige Plätze vertan. Ein Zufall? Es ist zumindest nicht das erste Mal, dass er Lügen auf Kosten von Schutzsuchenden verbreitet.

Darum lügt Friedrich Merz über die Zähne von Migranten

Übrigens, auf die Aufnahme aller Schutzsuchenden (nicht nur aus Syrien und Afghanistan) bezogen, ist Deutschland innerhalb Europas auch nicht das Land, das pro Einwohnerzahl gerechnet am meisten Menschen aufnimmt. Wir liegen hinter Zypern und Tschechien auf Platz 3. 

Screenshot statista.com

Warum sich Merz derart auf Syrien und Afghanistan als Herkunftsländer eingeschossen hat, ist auch nicht wirklich verständlich. Immerhin kamen 2023 vor allem Menschen aus der Ukraine (276.047), Rumänien (189.321) und der Türkei (126.487) in Deutschland an. Syrer:innen lagen auf Platz 5, Afghan:innen auf Platz 8.

Deutschland wirtschaftsstärkstes Land unter den Top Aufnahmeländern

Wenn du bis hierher gelesen hast, siehst du: Es kommen bei weitem nicht alle Flüchtlinge nach Deutschland, wie das in rechten (und zunehmend auch konservativen) Kreisen gerne behauptet wird. Dennoch ist Platz 4 unter den Top Aufnahmeländern weltweit natürlich eine Hausnummer, das wollen wir an dieser Stelle auch überhaupt nicht kleinreden. Migration im großen Stil geht einher mit ernstzunehmenden Herausforderungen für den Staat und vor allem für die Kommunen bezüglich der Unterbringung und Integration der Ankommenden. Diese kann man auch ansprechen, ohne dabei maßlos zu übertreiben wie Merz. Und auch da läuft in letzter Zeit einiges besser – Fakten, die in der medialen Berichterstattung leider untergehen:

Studie: Aufnahme von Geflüchteten läuft immer besser – und keiner kriegt es mit?

Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt ist die Wirtschaftskraft eines Aufnahmelandes. Diese können wir aus simplen Statistiken über das Ranking von Aufnahmeländern natürlich nicht herauslesen. Doch es ist eine der zentralen Variablen, mit denen wir verstehen können, in welchem Umfang und Ausmaß ein Land Schutzsuchende ordentlich unterbringen und versorgen kann. 

Wirtschaftskraft wird häufig anhand des Bruttoinlandsprodukts eines Landes gemessen. Um hier zwischen Ländern vergleichen zu können, nehmen wir das BIP pro Kopf. Der Vergleich zeigt, dass Deutschland eindeutig an der Spitze der Top Aufnahmeländer liegt, mit 51.384 Dollar pro Kopf im Jahr 2023. Wir liegen damit auf Platz 20 im Ranking der “reichsten” Länder der Welt. Aufnahmeland Nummer eins, Iran, liegt bei geschätzt rund 4.662,5 US-Dollar pro Kopf 2023. Deutschland hat somit ein mehr als 11 mal größeres BIP pro Kopf als der Iran. Auch die Türkei und Kolumbien liegen mit jeweils rund 12.849 US-Dollar und rund 6.971,7 US-Dollar im Jahr 2023 weit hinter Deutschland. 

Obwohl Iran, die Türkei und Kolumbien eine weitaus geringere Wirtschaftskraft haben, ergo schlichtweg weniger Ressourcen, um Schutzsuchende versorgen zu können, nehmen sie sogar in absoluten Zahlen mehr Menschen auf als Deutschland.

Dass wirtschaftsschwache Länder jedoch diejenigen sind, die weltweit gesehen die meisten Flüchtlinge aufnehmen, ist Fakt. 80% aller Flüchtlinge weltweit wurden von Ländern aufgenommen, die zusammen weniger als 20% des weltweiten Einkommens produzieren (UNHCR Global Trends Report S. 22).

Wie verhindert man islamistische Radikalisierung?

Viele Merz-Forderungen sind populistisch und rechtlich entweder nicht umsetzbar oder mindestens zweifelhaft. Darunter fallen zum Beispiel der Aufnahmestopp (obwohl mittlerweile relativiert) für Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan, die nationale Notlage, sowie Zurückweisungen an den Grenzen. Dabei ist Friedrich Merz Jurist. Er trägt damit dazu bei, dass wir uns nach dem islamistisch motivierten Attentat von Solingen sowohl in der Debatte um Islamismusbekämpfung als auch in der Debatte um Migration nur noch im Kreis drehen. Ein sinnvoller und konkreter Vorschlag, wie Deutschland effektiv Islamismus bekämpfen kann, kam vom CDU-Vorsitzenden nicht. 

Dabei gäbe es Lösungsansätze. Beispielsweise eine zeitgemäße Bildungsoffensive gegen islamistischen Extremismus und eine konsequente Bekämpfung islamistischer Online-Radikalisierung. Aber auch der Kampf gegen Rassismus sowie gelungene Integration können Mittel sein, um zu verhindern, dass sich Menschen radikalisieren. Ebenfalls müssen bereits existierende sowie zukünftige Präventionsprojekte endlich ohne Finanzierungssorgen umgesetzt werden können. 

Zu viel Entweder-Oder im Kampf gegen Rechtsextremismus und Islamismus

Fazit: Die Merz-Forderungen spielen Extremisten in die Hände

Natürlich können das nicht die einzigen Strategien nach Solingen sein – es wäre aber zumindest ein Anfang. Lügen gegen Schutzsuchende, Abschiebeforderungen und Panikmache durch Gerede über eine nationale Notlage sind es definitiv nicht. Die Rückabwicklung der durch die Ampel erleichterten Einbürgerungen und die Rücknahme doppelter Staatsbürgerschaften werden uns auch nicht weiterbringen. Wie Islamwissenschaftler Dr. Yunus Yaldiz sagt:

“Diese politische Rhetorik ist grade mit Blick auf Radikalisierung fatal. Rufe nach Entzügen der Staatsbürgerschaft – oder auch Ausschlüsse durch Bekenntnis-Anforderungen – führen dazu, dass Menschen mit Migrationshintergrund und Muslime sich in Deutschland immer wieder in Frage gestellt sehen. Das bewirkt, dass sie sich vom Staat nicht repräsentiert fühlen. Und macht es wahrscheinlicher, dass sie von anderen – möglicherweise eben auch extremistischen Akteuren – angesprochen werden können und für deren Propaganda anfälliger werden.”

Eindeutig klar ist: Islamistische Gesinnung ist nicht davon abhängig, welche Nationalität im Pass steht. Islamismus ist ein komplexes Problem, das nicht mit einfachen Antworten und Symbolpolitik behoben werden kann. Die politische Rhetorik des CDU-Chefs ist nicht nur weit weg von sinnvollen Lösungsansätzen – sie spielt den Extremisten sogar noch in die Hände.

So realitätsfern ist die AfD: Wir können nicht mehr abschieben

Artikelbild: Screenshot youtube.com

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https://www.bachhausen.de/merz-luegt-ueber-migranten-diese-laender-nehmen-am-meisten-auf/

#diese #lander #meisten #migranten #nehmen

BPK: CDU-Chef Friedrich Merz zu den Konsequenzen des Anschlags in Solingen

YouTube

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

Faktencheck

„Proportional die meisten“: Merz-Aussage zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien und Afghanistan ist falsch

Bei einer Bundespressekonferenz sagte der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz, Deutschland habe proportional zu seiner Größe die meisten Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan aufgenommen. Das stimmt nicht.

von Paulina Thom

06. September 2024

Bei einer Bundespressekonferenz am 27. August 2024 stellte Merz seine Forderungen für die Migrationspolitik vor (Quelle: Kira Hoffmann / photothek.de / Picture Alliance) Behauptung

Es gebe kein zweites Land auf der Welt, das auch nur annähernd – proportional zu seiner Größe – eine solche große Zahl von Flüchtlingen aus Syrien und Afghanistan aufgenommen habe wie Deutschland.

Aufgestellt von: Friedrich Merz, CDU-Bundesvorsitzender Datum:
27.08.2024 Bewertung

Falsch
Über diese Bewertung

Falsch. Weder in absoluten Zahlen noch relational zur Bevölkerungsgröße oder Fläche hat Deutschland die meisten Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan aufgenommen. Im weltweiten Vergleich haben beispielsweise die Türkei, der Libanon, Jordanien oder der Iran in Bezug auf ihre Bevölkerungsgröße deutlich mehr Geflüchtete aufgenommen.

Seit dem Anschlag auf einem Volksfest in Solingen, bei dem drei Menschen mutmaßlich von einem Syrer mit einem Messer getötet und mehrere verletzt wurden, diskutieren Politikerinnen und Politiker über mögliche Konsequenzen für die Migrationspolitik. 

Bei der Bundespressekonferenz am 27. August 2024 sprach CDU-Chef Friedrich Merz über seine Forderungen, darunter etwa Änderungen des Aufenthaltsrechts, aber auch ein Aufnahmestopp für Menschen aus Syrien und Afghanistan. Einige der Vorschläge sind laut Expertinnen und Experten umstritten, andere rechtlich schwer oder kaum umsetzbar. Die Forderung nach einem Aufnahmestopp relativierte Merz bereits am nächsten Tag. 

Um seine Forderung zu untermauern, sagte Merz bei der Bundespressekonferenz, in Deutschland lebten derzeit fast eine Million Menschen aus Syrien, 400.000 aus Afghanistan. Und weiter:„Es gibt kein zweites Land auf der Welt, das auch nur annähernd – proportional zu seiner Größe – eine solche große Zahl von Flüchtlingen aus Syrien und Afghanistan aufgenommen hat wie Deutschland.“ 

Doch ein Vergleich mit anderen Ländern zeigt, dass das nicht stimmt. 

Türkei hat derzeit die meisten Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen, der Iran die meisten aus Afghanistan

Daten dazu, wie viele Flüchtlinge einzelne Länder bis Ende 2023 aufgenommen haben, finden sich beim Flüchtlingskommissariat (UNHCR) der Vereinten Nationen (UN). Die UN definieren einen Flüchtling im „Protokoll über die Rechtsstellung der Flüchtlinge“ aus dem Jahr 1967 als Person, die: 

„aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Befürchtungen nicht in Anspruch nehmen will; oder die sich als staatenlose infolge solcher Ereignisse außerhalb des Landes befindet, in welchem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt hatte, und nicht dorthin zurückkehren kann oder wegen der erwähnten Befürchtungen nicht dorthin zurückkehren will.“

In absoluten Zahlen zeigt sich, dass die Türkei derzeit mit großem Abstand die meisten geflüchteten Menschen aus Syrien aufgenommen hat: Mit mehr als 3,2 Millionen Menschen leben in dem Land knapp über die Hälfte aller insgesamt 6,435 Millionen geflüchteten Syrerinnen und Syrer. An zweiter Stelle folgt der Libanon (rund 785.000) und erst an dritter Stelle Deutschland (rund 706.000).

Auch bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus Afghanistan belegt Deutschland nicht den ersten Platz. In absoluten Zahlen hat der Iran mit mehr als 3,7 Millionen die meisten Menschen aus Afghanistan aufgenommen, gefolgt von Pakistan mit knapp 2 Millionen. Deutschland liegt mit etwas mehr als 255.000 aufgenommenen Flüchtlingen an dritter Stelle. Global auf der Flucht sind laut Bericht des UNHCR etwas mehr als 6,4 Millionen Afghaninnen und Afghanen. Knapp 60 Prozent von ihnen leben nach den Zahlen der UN im Iran.

In Deutschland leben etwas mehr als eine Million afghanische und syrische Schutzsuchende

Bei den Zahlen des UNHCR handelt es sich um anerkannte Flüchtlinge oder Menschen in einer „Flüchtlings ähnlichen Situation“ („refugee-like situation“). 

Zu den Begrifflichkeiten erklärt das Bundesamts für Migration und Flüchtlinge auf seiner Webseite: „Der Begriff Flüchtling wird zwar im Alltag vielfach als Synonym für geflüchtete Menschen genutzt, im Verständnis des Asylrechts umfasst er jedoch ausschließlich anerkannte Flüchtlinge nach der Genfer Flüchtlingskonvention, das heißt Personen, die nach Abschluss eines Asylverfahrens den Flüchtlingsschutz erhalten.“ Es gibt in Deutschland drei weitere Schutzformen: die Asylberechtigung, den subsidiären Schutz und das Abschiebeverbot. Diese Schutzformen sind in den Zahlen des UNHCR enthalten. 

Neben des Zahlen des UNHCR erfasst auch das Statistische Bundesamt Daten zu Flüchtlingen. Die Anzahl anerkannter Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan ist dort geringer als bei der UNHCR.* Beim Statistischen Bundesamt ist zudem zusätzlich erfasst, wie viele schutzsuchende syrische und afghanische Menschen in Deutschland leben. Hierzu zählen neben Menschen mit einem anerkannten auch solche mit einem offenen oder abgelehnten Schutzstatus. Demnach lebten hierzulande Ende 2023 711.650 Schutzsuchende aus Syrien und 322.570 Schutzsuchende aus Afghanistan. 

Insgesamt lebten laut Ausländerzentralregister 972.460 Menschen aus Syrien und 419.410 Menschen aus Afghanistan. Auf diese Zahlen scheint sich Merz in seiner Aussage zu berufen. Jedoch sind darunter auch Menschen mit anderen Aufenthaltstiteln, beispielsweise zur Ausübung eines Berufs oder zum Studium.

Deutschland hat weltweit auch proportional nicht die meisten Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan aufgenommen 

Weder in absoluten Zahlen, noch proportional zur Bevölkerung – wie Friedrich Merz behauptet – hat Deutschland die meisten Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan aufgenommen. Das belegt ein Datenabgleich von den Zahlen der UN mit der jeweiligen Bevölkerungsgröße von 2023, die wir von der Weltbank übernommen haben. Für den Abgleich sind nur Länder einbezogen worden, in denen gegen Ende 2023 mindestens 1.000 Flüchtlinge aus einem der beiden Länder lebten. 

Das Ergebnis: Verglichen mit der eigenen Bevölkerungszahl liegt der Libanon mit gerundet 147 Geflüchteten aus Afghanistan und Syrien pro 1.000 Einwohner weit vorn. Es folgen Jordanien, der Iran und die Türkei. Erst nach Österreich und damit an sechster Stelle steht Deutschland mit elf Geflüchteten aus den beiden Ländern pro 1000 Einwohner. Nimmt man für den weltweiten Vergleich anerkannte und offene Schutzsuchende, landet Deutschland einer Auswertung des nach noch einen Platz dahinter, nach Zypern. 

Laut dem UNHCR-Bericht für 2023 gibt es weltweit 117,3 Millionen Zwangsvertriebene, mehr als die Hälfte von ihnen sind Binnenflüchtlinge (68,3 Millionen). Von den anderen leben 69 Prozent in den jeweiligen Nachbarländern. Im Hinblick auf alle Geflüchteten weltweit liegt Deutschland in absoluten Zahlen mit 2,6 Millionen auf Platz vier der Aufnahmeländer. Davon sind mehr als eine Million ukrainische Geflüchtete

Auch wenn Friedrich Merz – der auf unsere Nachfrage dazu und zu seiner Datengrundlage bis zur Veröffentlichung dieses Artikels nicht reagierte – mit „proportional zur Größe“ die Fläche der Länder gemeint haben sollte, bleibt seine Äußerung falsch, wie der ARD-Faktenfinder zeigt. Unter Berücksichtigung von Flüchtlingen und Schutzsuchenden landet Deutschland mit etwa 3.000 Menschen pro 1.000 Quadratkilometer auf Rang vier, deutlich hinter dem Libanon und etwas knapper hinter Jordanien und der Türkei. 

* Sowohl der UNHCR als auch das Statistische Bundesamt nennen als Quelle für ihre Zahlen das Ausländerzentralregister. Bei den Zahlen zu anerkannten syrischen Flüchtlingen gibt es eine Diskrepanz, die man uns nicht erklären konnte: Der UNHCR geht von rund 80.000 Menschen mit Anerkennung mehr aus als das Statistische Bundesamt. Bei afghanischen Flüchtlingen geht das UNHCR ebenfalls von mehr Menschen aus. Hier beträgt die Differenz aber nur rund 3.000 Menschen. Wir haben mit der jeweils höheren Zahl des UNHCR gerechnet.  

Redigatur: Matthias Bau, Uschi Jonas

Die wichtigsten, öffentlichen Quellen für diesen Faktencheck:

  • Daten zu Geflüchteten des UNHCR: Link (Englisch)
  • Daten des Ausländerzentralregister beim Statistischen Bundesamt: Link
  • Daten zur Bevölkerungsgröße der World Bank: Link (Englisch)

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Author: Paulina Thom

https://www.bachhausen.de/proportional-die-meisten-merz-aussage-zur-aufnahme-von-fluechtlingen-aus-syrien-und-afghanistan-ist-falsch/

#afghanistan #aufnahme #aussage #fluchtlingen #meisten #proportional #syrien

„Proportional die meisten“: Merz-Aussage zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien und Afghanistan ist falsch

Der CDU-Vorsitzende sagte, Deutschland habe proportional die meisten Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan aufgenommen. Das stimmt nicht.

correctiv.org

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