Auf zu neuen Ufern
Lebensabschnitts-blogpost. Mir ging’s ja in der letzten Zeit nicht so wirklich perfekt. Ok, dass vor 11 Jahren mein rechtes Auge kaputt ging (Netzhautablösung) und nicht mehr repariert werden konnte (Narben auf der Makula), so dass ich nicht mehr räumlich sehen, autofahren, schnell Texte schreiben etc kann, hab ich verkraftet. Trotzdem ne neue Band gründen. Und statt dessen im sozialen Bereich arbeiten, mehr oder weniger schwierige Kinder betreuen, bis der im dunklen Süden der Republik besonders sozialunverträgliche Corona-Lockdown meine sämtlichen Nerven verbrauchte und ich erst einen Weg aus der Isolationsdepression finden musste. Und seit drei Jahren bin ich immer müde: Postcovid, sagen die Ärzt:innen. Eigentlich dachte ich, dass ein Teilzeitjob mit 1 oder 2 Stunden Kinder ankucken noch drin wäre. War er aber nicht. Ich musste den nach 3dreiviertel Jahren auch hinschmeissen, weil überanstrengt. Und meinen Status zu „Rente“ wechseln, vor einer Woche. Das ist für mich ziemlich neu, und sehr gewöhnungsbedürftig. Davor hatte ich das Selbstbild eines selfmade Menschen, der immer einen Ausweg weiss und immer eine Lösung findet. Jetzt muss ich mir (wieder mal) ein neues Leben suchen, mit ner Band (sobald ich den Bass in der Hand hab, steigt mein Energielevel auf subjektive 80%) und nem Blog, viel vorm PC chillen, plus allgemeine Pensionstätigkeiten wie rumlaufen oder Radfahren. Ok. Dann lern ich das auch (selfmade). Wie das geht. Was man da macht. Ich werde weiter berichten.
das schiffchen gif ist von der New-York Historical Society
#Lebensabschnitt #PostCovid #rente