Die #gesamte #Reiche #Elite stehen auch noch alle in den #Epstein Files

https://www.justice.gov/epstein

Gruppe 764: Das gesamte Neonazi-Terrornetzwerk hinter der Grooming-Gruppe

Inhaltshinweis: Artikel enthält Themen wie sexualisierte Gewalt, Mord, Suizid, Missbrauch, auch der Minderjähriger. Nach der Einleitung findet man Anlaufstellen für betroffene

Am 17. Juni 2025 nahm die Hamburger Polizei einen 20‑jährigen Deutsch‑Iraner in Hamburg‑Marienthal fest. Der Beschuldigte, der im Netz unter dem Pseudonym „White Tiger“ agierte, soll als relevantes Mitglied des internationalen Sadismus‑Netzwerks „764“ mindestens viele Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 15 Jahren zu schwersten Selbstverletzungen bis hin zum Suizid gedrängt haben – darunter einen 13‑jährigen US‑Amerikaner, der den Anweisungen folgend verstarb.

„764“ ist ein dezentrales Online‑Netzwerk, das 2021 von dem damals 15‑jährigen Bradley Chance Cadenhead in Texas gegründet wurde. Die Zahl 764 ist eine Anspielung auf dessen Postleitzahl. Die Gruppierung nutzt Plattformen wie Discord, Telegram und Online‑Games (z. B. Minecraft), um psychisch labile Minderjährige gezielt anzusprechen, durch Grooming Vertrauen zu gewinnen und sie mittels sexueller Erpressung in einen perfiden Wettbewerb um immer extremere Gewalttaten zu treiben. Laut FBI erfüllt „764“ die Kriterien eines terroristischen Netzwerks, in dem Sadismus, Rechtsextremismus und Satanismus zusammenkommen.

Unsere große Recherche öffnet erstmals den Vorhang zu den gesamten neonazistischen Strukturen, die hinter dem Netzwerk 764 stehen, und belegt deren nahezu weltweit verzweigte Verbindungen. Bisherige Berichte haben den grausamen Kern des Cybergroomings aufgezeigt, doch die Dimension rechtsextremer Ideologie und Terrorfinanzierung blieb weitgehend unerwähnt. Wir haben drei Monate an dieser Recherche gearbeitet und über 600 Quellen zusammengetragen, die das ganze Netzwerk und die Verbindungen in die rechtsextreme Szene zeigen.

Ein Hinweis an Eltern, Lehrkräfte und Sorgeberechtigte

Diese Recherche richtet sich auch und besonders an Eltern. Denn die Täter hinter der Gruppe 764 suchen sich gezielt Kinder: psychisch labile Jugendliche, isolierte Gamer, LGBTQ+-Teens, die auf der Suche nach Anschluss sind – und sie rekrutieren über Plattformen wie Discord, Telegram, Minecraft und Roblox.

Wenn Ihr Kind sich zurückzieht, auf einmal aggressiv oder distanziert wirkt, sich mit düsteren Symbolen oder Gewaltdarstellungen beschäftigt oder Kontakte mit Unbekannten im Netz pflegt: Schauen Sie hin. Reden Sie. Fragen Sie nach. Und nehmen Sie Warnzeichen ernst.

Wir veröffentlichen diesen Deep Dive nicht, um zu schockieren, sondern um aufzuklären. Um ein Netzwerk sichtbar zu machen, das im digitalen Schatten operiert – mit realen, oft tödlichen Konsequenzen.

Was Sie gleich lesen, ist verstörend. Aber es ist real.

Nur wer hinsieht, kann verhindern, dass andere in diese Abgründe gezogen werden.

Wichtige Telefonnummern und Hilfsangebote

🔹 Für Kinder & Jugendliche

Nummer gegen Kummer – Kinder- und Jugendtelefon

📞 116 111 (kostenlos & anonym)

🕐 Mo–Sa, 14–20 Uhr

🌐 https://www.nummergegenkummer.de

Auch als Chat-Beratung verfügbar. Für alle, die nicht reden wollen, aber Hilfe suchen.

🔹 Für Eltern, Lehrkräfte und Angehörige

Elterntelefon – Nummer gegen Kummer

📞 0800 111 0 550 (kostenlos & anonym)

🕐 Mo–Fr, 9–11 Uhr & Di/Do, 17–19 Uhr

🔹 Bei Verdacht auf sexualisierte Gewalt oder Missbrauch

Hilfetelefon Sexueller Missbrauch (UBSKM)

📞 0800 22 55 530

🕐 Mo–Fr, 9–17 Uhr

🌐 https://www.hilfe-telefon-missbrauch.de

🔹 Bei extremistischen Inhalten oder Radikalisierung

jugendschutz.net – Fachstelle für jugendgefährdende Onlineinhalte

📧 [email protected]

🌐 https://www.jugendschutz.net

EXIT Deutschland (Hilfe beim Ausstieg aus rechtsextremen Gruppen)

📞 030 234 720 58

🌐 https://www.exit-deutschland.de

Continue: Das Neonazistisches Terrornetzwerk 764

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#gesamte #grooming #gruppe #hinter #neonazi #terrornetzwerk

"White Tiger" und die Gruppe "764" - was die Chats verraten

Manipulation, Missbrauch, Mord - begangen im Internet. Ein 20 Jahre alter Hamburger soll als "White Tiger" eine zentrale Figur in dem globalen Täternetzwerk "764" sein. NDR Reporter hatten Einblick in Chatprotokolle.

tagesschau.de

Nur ein Kreisverband hat Insolvenz angemeldet, nicht das gesamte Deutsche Rote Kreuz

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

Faktencheck

Nur ein Kreisverband hat Insolvenz angemeldet, nicht das gesamte Deutsche Rote Kreuz

Das Deutsche Rote Kreuz soll insolvent sein. So wird es in Sozialen Netzwerken verbreitet. Das stimmt so nicht, lediglich ein Kreisverband in Niedersachsen hat Insolvenz angemeldet. Grundlage der Falschinformation ist eine Clickbait-Überschrift des Karlsruhe Insider.

von Bianca Poersch

18. Juli 2025

Das Deutsche Rote Kreuz hat nicht bundesweit Insolvenz angemeldet (Symbolbild: Wilfried Wirth / Chromorange / Picture Alliance) Behauptung

Das Deutsche Rote Kreuz sei insolvent.

Aufgestellt von: Beiträgen in Sozialen Netzwerken Datum:
24.06.2025

Quelle

Bewertung

Größtenteils falsch
Über diese Bewertung

Größtenteils falsch. Nicht der Bundesverband Deutsches Rotes Kreuz hat Insolvenz angemeldet, sondern der Kreisverband Braunschweig-Salzgitter.

Wer nur den Titel des Artikels liest, wird auf eine falsche Fährte gelockt: „Fast 500 Mitarbeiter: Deutsches Rotes Kreuz ist insolvent“, titelt der Karlsruhe Insider am 24. Juni und suggeriert so, das gesamte Deutsche Rote Kreuz (DRK) sei insolvent. 

Den reißerischen Titel teilte der Karlsruhe Insider auch auf seiner Instagram-Seite. In weiteren Beiträgen in Sozialen Netzwerken verbreitet sich der Titel Tage später als Sharepic, die Beiträge haben bei X fast 200.000 Aufrufe und fast 30.000 Aufrufe bei Telegram. 

Tatsächlich ist nur ein einziger Kreisverband des DRK von einer Insolvenz betroffen. Das schreibt der Karlsruhe Insider auch in seinem Artikel, doch auf den ersten Blick ersichtlich ist das nicht. Mit irreführenden und falschen Überschriften, die Aufmerksamkeit erregen sollen, fiel die Seite bereits mehrfach auf.

Mit diesem Clickbait-Titel führt der Karlsruhe Insider Leser in die Irre (Quelle: Karlsruhe Insider; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Insolvenz betrifft nur den Kreisverband Braunschweig-Salzgitter

Wer die Information erhalten will, dass die angebliche Insolvenz nur den Kreisverband Braunschweig-Salzgitter des DRK betrifft, muss den Text des Karlsruhe Insider bis zum Ende des dritten Absatzes lesen. Vorher ist von „dieser Region“ und einem „Kreisverband“ die Rede, um welchen Verband es geht, erfahren Leserinnen und Leser bis dahin nicht.

Der Titel des Artikels des Karlsruhe Insider wurde unverändert übernommen und ohne Kontext auf einem Sharepic in Sozialen Netzwerken und Messengern verbreitet (Quelle: Telegram; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Der DRK Kreisverband Braunschweig-Salzgitter e.V. in Niedersachsen hatte zusammen mit zwei Tochtergesellschaften ein Insolvenzverfahren beantragt. Das teilt der Kreisverband in einer Pressemitteilung am 18. Juni mit. 

Das Verfahren sei am 18. Juni 2025 vom Amtsgericht Braunschweig genehmigt worden. 2023 sei der Kreisverband wegen gestiegener Energie- und Personalkosten und dem gescheiterten Verkauf einer Immobilie in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Alle Einrichtungen vor Ort würden aber normal weitergeführt, teilte uns der Kreisverband auf Anfrage mit.

Davon, dass das gesamte Deutsche Rote Kreuz insolvent sei, wie es der Titel beim Karlsruhe Insider und die Sharepics in Sozialen Netzwerken suggerieren, kann keine Rede sein: Der Bundesverband des DRK teilte uns auf Anfrage mit, dass man „für die Zukunft gut aufgestellt und von einem Insolvenzverfahren meilenweit entfernt“ sei.

Steigende Kosten zum Beispiel für Energie, Immobilien und Personal stelle mehrere Kreisverbände des DRK vor finanzielle Herausforderungen, erklärte ein Sprecher weiter. In den letzten dreieinhalb Jahren hätten 8 der 450 Kreisverbände des DRK Insolvenz angemeldet.

Insolvenzverfahren soll Arbeitsplätze sichern

Doch wie steht es um die 500 Stellen, die laut dem Karlsruhe Insider gefährdet sein sollen? Die rund 450 Mitarbeitenden des Kreisverbandes werden derzeit aus dem Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit bezahlt. Das bestätigt uns ein Sprecher der „Anchor Rechtsanwaltsgesellschaft“, die den Verband im Insolvenzverfahren unterstützt. 

Auf telefonische Nachfrage erklärt der Vorstand des Verbandes, dass noch nicht absehbar sei, wie es nach der Umstrukturierung weitergehe. Bisher können alle Mitarbeitenden weiter für das DRK Braunschweig-Salzgitter arbeiten. 

Karlsruhe Insider hat auf eine Bitte um Stellungnahme bis Redaktionsschluss nicht reagiert.

Redigatur: Steffen Kutzner, Gabriele Scherndl

Die wichtigsten, öffentlichen Quellen für diesen Faktencheck:

  • DRK Kreisverband Braunschweig-Salzgitter e.V. wird saniert (Pressemitteilung), Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Braunschweig-Salzgitter e.V., 18. Juni 2025: Link (archiviert)

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Author: Bianca Poersch

#angemeldet #deutsche #gesamte #insolvenz #kreisverband #kreuz #nicht

#Zusammenstellung, wie sehr die #FDP die #gesamte #Gesellschaft #hasst.

(Bild: heutejournal)

Dr. Maximillian Krah ist Spitzenkandidat der rechtsextremen AfD zur EU-Wahl und Mitglied im Bundesvorstand der Partei. Der Verfassungsschutz hat seine Äußerungen als völkisch-nationalistisch, islamfeindlich, fremdenfeindlich und verfassungsfeindlich eingestuft. In diesem deep dive analysieren wir sein gesamtes rechtsextremes Netzwerk zu Russland, China, Steve Bannon, Holocaustleugnern, der Pius-Bruderschaft und mehr. So extrem ist Krah.

Die vorliegende Recherche nimmt uns auf eine tiefgehende Analyse des Mitgliedes des Bundesvorstandes (Beisitzer) der AfD Maximilian Krah mit. Gerade seine Verstrickungen in diverse LGBTQAI+ feindliche, religiös fundamentalistische bis klar rechtsextreme Netzwerke sind bisher weitestgehend unbekannt.

Wir werden umfassend alle Netzwerke dazu offenlegen, wir werden Fragen stellen, wir werden aufzeigen, welche Netzwerke und Strukturen auch hinter einem Maximilian Krah stehen. Maximilian Krah, der eben Teil des AfD Bundesvorstandes ist, und somit in einer hohen und ausführenden Position in der rechtsextremen Partei ist.

Recherche zu Maximilian Krah:#NoAfD #AfD pic.twitter.com/tZeMaCG3PR

— Gegen die AfD (@Gegen_die_AfD) October 13, 2023

Recherche-Strang

Diese Recherche beruht auf einer früheren Recherche bei Foisresearch und wurde durch uns noch massiv erweitert und aktualisiert. Die Recherche wurde bis auf aktuelle Themenbereiche bis 2023 angepasst. Sowie durch einige Eckpunktte erweitert. Wir bedanken uns beim Team von Foiaresearch für die Grundlage dieser Recherche.

Quelle Bundesvorstand der AfD

Als Unternehmensanwalt und Politiker der rechtsextremen Alternative für Deutschland hat Krah eine bemerkenswerte politische Reise hinter sich.

Quelle

Ursprüngliches Mitglied der Christlich Demokratischen Union (CDU), wechselte er im Jahr 2016 zur AfD und erlangte schnell Einfluss in der Partei.

Quelle – Maximilian Krah 2012 Facebook

Ab 2018 bekleidete er die Position des stellvertretenden Landesvorsitzenden der AfD im Bundesland Sachsen und wurde 2019 einer von elf AfD-Abgeordneten im Europäischen Parlament.

Eine der auffälligsten Entwicklungen in Krahs politischer Laufbahn war sein Beitritt zum lautstark pro-russischen Flügel der AfD nach dem Wechsel von der CDU zur AfD im Jahr 2016. Dies führte zu Zitaten in Russia Today (RT)-Artikeln und zahlreichen Auftritten als „Experte“ in RT-Videos, in denen er pro-russische Standpunkte vertrat. In einer besonders kontroversen Aussage im Jahr 2017 sprach er sich offen für Racial Profiling aus, was für Aufsehen sorgte.

Krah genießt eine starke Anhängerschaft in der deutschen extremen Rechten, insbesondere in den sozialen Medien wie Twitter und Facebook.

nationalistisch, islamophob, xenophob und verfassungswidrig

Seine öffentlichen Äußerungen wurden im Verfassungsschutzbericht von 2019 als ethnisch nationalistisch, islamophob, xenophob und verfassungswidrig eingestuft. Er wird oft mit rassistischen Positionen in Verbindung gebracht und ist in neurechten Kreisen aktiv, darunter das ‚Institut für Staatspolitik‘ (IfS).

Holocaustleugner, Piusbruderschaft

Ferner hat Krah in seiner Funktion als Anwalt kontroverse rechtliche Unterstützung für Angeklagte aus dem extremen rechten Spektrum angeboten, darunter der Holocaustleugner Bischof Richard Williamson.

Seine Verbindungen erstrecken sich auch in ultra-katholische Kreise, wo er enge Kontakte zur Führungsspitze der katholisch-fundamentalistischen Priesterbruderschaft St. Pius X (SSPX) unterhält.

Quelle – Der Holocaustleugner Kardinal Burke.und Maximilian Krah

Diese Beziehungen reichen bis in höchste Kreise des Vatikans und schließen hochrangige Persönlichkeiten wie Kardinal Raymond Burke ein, der oft als de facto Führer des konservativen Flügels im Vatikan angesehen wird.

Der rechtskatholische AfD-Europaabgeordnete Maximilian Krah aus Dresden traf sich Anfang Juli 2023 mit hohen katholischen Würdenträgern im „Institutum Christi Regis Summi Sacerdotis“ in Pontassieve (Toskana, Italien) und nannte den Ort „Zentrum der Gegenrevolution“. – Quelle

Zu seinen politischen Verbindungen zählen auch hochrangige Persönlichkeiten, darunter der stellvertretende Ministerpräsident Italiens, Matteo Salvini.

In jüngster Zeit hat Krah seine Kontakte in den Vereinigten Staaten intensiviert. Im Jahr 2022 reiste er mindestens dreimal in die USA und traf dort auf prominente Vertreter der rechtsextremen Szene, darunter Steve Bannon, Ted Cruz und Kellyanne Conway.

LGBTQAI+ Feindliche Organisationen und rechtsextreme Vox-Partei

Bereits im Jahr 2019 tauchte Maximilian Krahs Name im Zusammenhang mit der spanischen rechtsextremen Vox-Partei und der verbundenen Petitionsplattform CitizenGo auf. Er wurde von Ignacio Arsuaga Rato, einer der wichtigsten Figuren in Europas christlich-fundamentalistischen Anti-Abtreibungs- und Anti-LGBTIQ-Netzwerken und langjähriger Freund des Vox-Führers Santiago Abascal, als Verbindung zur AfD identifiziert.

Diese Recherche wird euch helfen, ein umfassendes Bild von Maximilian Krahs politischer Karriere, seinen Standpunkten und seinen Verbindungen zu zeichnen, und Einblicke in die tiefgehenden Kontroversen bieten, die seine Person umgeben.

Maximilian Krah wurde in der Gemeinde Räckelwitz in der ehemaligen DDR geboren. Im Jahr 1991, als er noch ein Teenager war, trat er der Junge Union bei, der Jugendorganisation der Christlich Demokratischen Union (CDU). Laut Krahs LinkedIn-Konto „arbeitete er im Büro von Christa Reichard, Mitglied des Bundestages [sic], um einen Einblick in das Parlament zu bekommen.

Quelle – Linkedin

Im Jahr 1996 schrieb sich Maximilian Krah an der juristischen Fakultät der Technischen Universität Dresden ein und legte dort im Jahr 2002 seine erste juristische Staatsprüfung ab. Zwischen 2002 und 2004 absolvierte Krah sein Referendariat am Amtsgericht Dresden.

Quelle – Linkedin

Im Januar 2005 trat er der Anwaltskanzlei Fetsch Rechtsanwälte bei, die auf Gesellschaftsrecht spezialisiert ist, und blieb dort bis Juni 2015, wobei er schließlich zum Juniorpartner aufstieg. Im selben Jahr begann er mit der Vorbereitung auf seine Promotion, die er im Jahr 2011 abschloss. Während seines Studiums war er aktiv im Verband der Christlich Demokratischen Studenten tätig und politisch der CDU nahe.

Quelle – Linkedin

Zwischen 2006 und 2007 arbeitete er nach seinen Angaben auf seinem LinkedIn-Profil für Faass AS, „ein Unternehmen mit Sitz in Riga, Lettland, das sich auf Industriebodenbau in Deutschland, Polen und Russland spezialisiert hat.

2008–2009

Gesellschaft des Heiligen Pius X.

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX), oft als Piusbruderschaft oder Piusbrüder bekannt, wurde 1970 von Erzbischof Marcel Lefebvre gegründet. Ihr Hauptziel besteht darin, katholische Priester im traditionellen Ritus auszubilden.

Im Laufe der Zeit gründete die Bruderschaft in verschiedenen Teilen der Welt Seelsorgezentren, die sie als Priorate bezeichnet. In diesen Prioraten leben mehrere Priester gemeinschaftlich und betreuen die Gläubigen in den dazugehörigen Kapellen oder unterrichten an angeschlossenen Schulen. Die Piusbrüder verwenden die Liturgie von 1962.

Obwohl die Bruderschaft sich selbst als Teil der römisch-katholischen Kirche betrachtet, lehnt sie die Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962–1965) ab, insbesondere hinsichtlich Ökumene, Religionsfreiheit, Kollegialität der Bischöfe, die Haltung der Kirche zu nichtchristlichen Religionen (Erklärung Nostra Aetate) und die Liturgiereform, die aufgrund des Konzils durchgeführt wurde. Diese Konzilslehren werden von der Bruderschaft als „modernistisch“ und als Bruch mit der bisherigen katholischen Lehre betrachtet. Ihr Ziel ist die Wiederherstellung der authentischen katholischen Lehre und die Erneuerung des Priestertums. Seit 2018 ist Davide Pagliarani aus Italien der Generalobere der Bruderschaft, und sie finanziert sich hauptsächlich durch Spenden.

Seit 1975 hat die Piusbruderschaft keinen kanonischen Status in der römisch-katholischen Kirche und betreibt ihre Einrichtungen wie Priesterseminare, Priorate und Kapellen ohne die Zustimmung oder Kontrolle der kirchlichen Behörden der römischen Kurie oder der jeweiligen Diözesanbischöfe. 1988 weihte Erzbischof Lefebvre vier Mitglieder der Bruderschaft zu Bischöfen, was zur Exkommunikation nach katholischem Kirchenrecht führte.

Diese Exkommunikation wurde am 21. Januar 2009 von Papst Benedikt XVI. aufgehoben, was den Beginn eines kurzzeitigen Verhandlungsprozesses darstellte, der auf eine vollständige Wiedereingliederung der Bruderschaft abzielte. Trotz weitreichender Zugeständnisse seitens des Papstes und der Unterstützung durch den damaligen Generalobere Fellay scheiterte dieser Prozess im Jahr 2011 aufgrund der Verweigerungshaltung einflussreicher Mitglieder der Bruderschaft und ihrer finanziellen Unterstützer.

In der Vergangenheit gab es öffentliche Äußerungen von Priestern und Anhängern der Bruderschaft, die als antisemitisch kritisiert wurden. Insbesondere ein Fernsehinterview im Januar 2009 mit dem ausgeschlossenen Bischof Richard Williamson, der den Holocaust leugnete, führte zu seiner Verurteilung wegen Volksverhetzung und verursachte eine ernsthafte Krise im Pontifikat von Papst Benedikt XVI. Dies geschah kurz nach der Aufhebung der Exkommunikation von Williamson durch den Papst und führte zu Verwirrung und Kritik an der Entscheidung des Papstes.

Die FSSPX und der Rechtsextremismus

In den 1970er-Jahren wurden Aussagen von Erzbischof Marcel Lefebvre bekannt, in denen er lobende Worte für bestimmte autoritäre Regierungen und Persönlichkeiten äußerte. Er lobte die Militärjunta in Argentinien und die Diktatur unter Augusto Pinochet in Chile. Auch Francisco Franco, António de Oliveira Salazar und Philippe Pétain, deren Regime in Verbindung mit dem Nationalsozialismus standen, fanden Anerkennung von ihm.

Erzbischof Lefebvre wurde von reaktionären Aristokraten unterstützt, die die Wiederherstellung der Monarchie befürworteten, sowie von autoritären und republikfeindlichen Kreisen des Großbürgertums finanziell unterstützt. Die Piusbruderschaft nahm an Pilgerfahrten zum Grab von Philippe Pétain teil. Dabei verglich der französische Leiter des Distrikts der Bruderschaft, Abbé Regis de Cacqueray, im Jahr 2007 den „Kampf von Pétain für Frankreich“ mit dem „Kampf Lefebvres für die katholische Kirche“.

Die Pariser Kirche Saint-Nicolas-du-Chardonnet, die seit 1977 von Anhängern der Piusbruderschaft genutzt wird, entwickelte sich zu einem Zentrum der extremen Rechten. Prominente Vertreter wie Jean-Marie Le Pen, der Gründer des Front National, besuchten die Kirche häufig, und für andere wurden Gedenkmessen nach ihrem Tod abgehalten.

Philippe Laguérie, der von 1979 bis zu seinem Ausschluss im Jahr 2004 Mitglied der Piusbruderschaft war, erklärte 1991, dass der Front National die Partei sei, die am wenigsten vom Naturrecht abweiche. Im Jahr 1996 zelebrierte er ein Requiem für den verurteilten Kriegsverbrecher Paul Touvier und erklärte sich zum Anwalt Touviers vor Gott.

Der deutsche Leiter des Distrikts, Markus Heggenberger (1997–2006), war auch Referent des inzwischen aufgelösten Cannstatter Kreises der Stuttgarter FDP, den der Verfassungsschutz als rechtsextrem einstufte. Im Jahr 2008 sollte der österreichische Rechtsextremist Richard Melisch in einer Kirche des Priorats St. Athanasius in Stuttgart einen Vortrag halten, der von Verschwörungstheorien geprägt war. Die Veranstaltung wurde kurz vor Beginn abgesagt.

Im Jahr 2010 sollte bei der Piusbruderschaft in Stuttgart der Rechtsextremist Walter Marinovic Vorträge über „Überfremdung und Islamisierung Europas“ halten. Nach Berichten im Fernsehmagazin „Report Mainz“ wurde die Veranstaltung abgesagt.

Im Oktober 2013 stellte die Bruderschaft ihre Niederlassung in Albano Laziale, Italien, für eine Trauerfeier für den nationalsozialistischen Kriegsverbrecher Erich Priebke zur Verfügung. Die Totenmesse wurde jedoch abgebrochen, nachdem es zu Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und Neonazis gekommen war. Die Behörden ordneten an, Priebke an einem geheimen Ort zu bestatten. Pater Marco Bongi, der Leiter der Piusbruderschaft in Italien, begründete die Beerdigung damit, dass Priebke in den Nachkriegsjahren zum Katholizismus konvertiert sei und seine Kriegsverbrechen öffentlich bereut habe.

Maximilian Krah und die Gesellschaft St. Pius X. (SSPX)

Krah trat 2008 mindestens zwei Unternehmen bei, die mit der Gesellschaft St. Pius X. (SSPX), einer katholischen fundamentalistischen Sekte des lateinischen Ritus, verbunden sind

Im Jahr 2009 trat er als Geschäftsführer in eine andere Firma mit Sitz in Zug ein, die Laetitia AG, „ein Unternehmen mit Schwerpunkt Consulting und Private Equity Management“. Es ist jedoch nicht bekannt, ob diese Firma Verbindungen zu den SSPX-Unternehmungen hat.

Jaidhof Privatstiftung

Die Jaidhof-Privatstiftung diente der Finanzierung der SSPX-Distriktzentrale in Österreich, die sich auf dem großen Jaidhof-Anwesen befindet.

Quelle – Northdata

In einem Interview mit dem The Remnant-Kolumnisten Robert Siscoe aus dem Jahr 2012 gibt Krah einige Details zu seiner Beteiligung an der Jaidhof-Stiftung an:

Quelle – Krahgate
An Interview with Maximilian Krah

Siscoe: Ein weiterer Firmenname, der erwähnt wurde, ist die Jaidhofer-Stiftung. Können Sie über dieses Unternehmen sprechen?

Krah: Ja, sie ist mit der SSPX verbunden, und das ist absolut kein Geheimnis. Es gibt eine Familie in Österreich, die an die SSPX spenden wollte, aber nicht direkt spenden wollte. Sie wollten eine Stiftung gründen, die die SSPX unterstützen sollte. Und in jeder Stiftung braucht man einige Treuhänder. Es ist eine Art Treuhandgesellschaft, und ich bin einer der Treuhänder. Ich wurde von der Familie, die die Stiftung gegründet hat, ausgewählt, weil ich erstens ein traditionell katholischer Anwalt mit Verbindungen zur SSPX bin und zweitens wegen meiner beruflichen Leistungen. Diese Stiftung unterstützt die SSPX und verwendet das Geld, das von dieser Familie gespendet wurde. So unterstützt sie zum Beispiel das Projekt des neuen Priesterseminars in Virginia.

Quelle

Quelle – Krahgate
An Interview with Maximilian Krah

Laut einer Website(Antisemiten/Rechtsextremisten?), die eine Art Rachefeldzug gegen Krah führt, handelt es sich bei dem Erbe, von dem Krah spricht, um die Rosa und Wolfgang von Gutmann von Liechtenstein-Stiftung:

… Max Krah … ist Treuhänder einer 90 Millionen Euro (123 Millionen US Dollar) schweren Stiftung. Diese Stiftung wurde von Frau Rosa von Gutmann ins Leben gerufen, die ihren 30-prozentigen Anteil am Vermögen der Rosa und Wolfgang von Gutmann von Liechtenstein-Stiftung dem österreichischen Distrikt der FSSPX in Form einer Stiftung vermachte … Krah unterstützt Fellay dabei, dieses Vermögen in die direkte Kontrolle der FSSPX zu überführen …

Quelle

Obwohl diese Zahlen nicht überprüft werden konnten, deuten die verfügbaren Beweise darauf hin, dass die Jaidhof-Stiftung das Erbe an die SSPX weiterleitete. In einem Nachruf aus dem Jahr 2003 auf Rosa von Gutmann, die in die österreichische Adelsfamilie von Gutmann eingeheiratet hatte, heißt es:

Rosa von Gutmann, Inhaberin der Forstverwaltung Gutmann, Gföhl [Österreich], starb am 24. November im Alter von 92 Jahren in Genf/CH. Sie wurde 1912 geboren und heiratete am 12. Februar 1938 Wolfgang von Gutmann, Sohn von Baron Max von Gutmann, einem der größten Industriellen der Monarchie. Während der Kriegsjahre ging das Paar nach Brasilien und kaufte nach dem Krieg [1947 ] mit Unterstützung der Familie Liechtenstein den Forstbetrieb von den russischen Besatzungsbehörden zurück. Wolfgang von Gutmann starb 1964. Heute erstreckt sich der verkleinerte Betrieb von Jaidhof bis Kamp … Auf 200 Hektar Urwald werden Forschungsprojekte durchgeführt. Rosa von Gutmann verbrachte die Sommer auf Schloss Jaidhof und war eine leidenschaftliche Jägerin von Hirschen. Unter der Leitung des Großneffen Dr. Guntard Gutmann wird der Forstbetrieb weitergeführt.

Quelle

Nur einen Tag vor Krahs Ernennung zum Treuhänder der Jaidhof-Stiftung, am 13. Januar 2009, wurde die Dello Sarto AG in Zug, Schweiz, mit einem Startkapital von 100.000 Schweizer Franken eingetragen.

Quelle – Handelsregisterauszug Kanton Zug

Zu ihrem Vorstand gehörten Krah (Vorstandsmitglied, Geschäftsführer), Bischof Bernard Fellay (Vorsitzender), Niklaus Pfluger (stellvertretender Vorsitzender) und Emeric Baudot (Schatzmeister). Dello Sarto wurde im September 2014 liquidiert.

Quelle – Handelsregisterauszug Kanton Zug

In dem Interview mit Sicoe brachte Krah selbst die Dello Sarto AG mit der SSPX in Verbindung:

Siscoe: Lassen Sie uns über einige der Internetgerüchte sprechen. Können Sie uns etwas über das Unternehmen Dello Sarto AG erzählen? Was war Ihre Verbindung zu dieser Firma und wie ist der Status dieser Firma heute?

Krah: Ja, das erste, was man wissen muss, ist, dass eine Aktiengesellschaft die Haftung verhindert. Das ist etwas, das allgemein bekannt ist und für die SSPX eine gängige Praxis ist, insbesondere in den USA. Dello Sarto wurde gegründet, um eine große Erbschaft zu erhalten, die erwartet wurde, aber nie eintraf. Jetzt haben wir also ein völlig leeres Unternehmen, das wir schließen werden. Die Gerüchte waren völliger Unsinn. Aber was vielleicht wichtig ist, sind die Gerüchte über meine Vollmacht. Sie sagen, ich hätte zu viel Macht, aber Anwälte haben immer eine sehr weitreichende Vollmacht. Er kann sie nur nutzen, wenn der Mandant sie akzeptiert, aber formell gibt es immer eine weitreichende Vollmacht. Die Gerüchte über Dello Sarto zeigen, dass diejenigen, die diese Kampagne im Internet verbreiten, absolut keine Ahnung haben, wovon sie reden.

Bernard Fellay

Bernard Fellay wurde in der Schweiz am 12. April 1958 geboren und begann im Oktober 1977 seine Ausbildung zum Priester im Priesterseminar der FSSPX in Ecône. Er wurde am 29. Juni 1982 von Erzbischof Marcel Lefebvre, dem Gründer der FSSPX, zum Priester geweiht.

Im Verlauf seiner Karriere übernahm Fellay verschiedene pastorale Aufgaben und diente als Ökonom im Generalhaus der FSSPX. Ab 1988 war er auch für die Finanzen des Schweizer Distrikts seines Ordens verantwortlich und führte zahlreiche apostolische Reisen durch, darunter in Entwicklungsländer.

Am 30. Juni 1988 wurde Bernard Fellay zusammen mit drei anderen Priestern von Erzbischof Marcel Lefebvre zum Bischof geweiht. Diese Weihe erfolgte ohne die Zustimmung des Papstes, was zur Exkommunikation von Lefebvre und den vier geweihten Bischöfen führte. Papst Johannes Paul II. erließ ein Dekret, das diese Exkommunikation feststellte.

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. bestritt jedoch die Gültigkeit der Exkommunikation und argumentierte, dass sie aufgrund eines vermeintlichen Kirchennotstands weiterhin Sakramente, einschließlich Firmungen und Weihen, spenden könnten.

Im Jahr 1994 wurde Bernard Fellay zum Generaloberen der Priesterbruderschaft St. Pius X. ernannt und im Juli 2006 durch das Generalkapitel der Bruderschaft für weitere zwölf Jahre in diesem Amt bestätigt.

Im Jahr 2009 äußerte Fellay Bedenken über eine vermeintliche Allianz von Linken und Progressiven im Vatikan. Er führte dies auf die Aufhebung der Exkommunikation der vier Traditionalisten-Bischöfe zusammen mit einem umstrittenen Interview mit einem dieser Bischöfe, Richard Williamson, zurück, in dem dieser den Holocaust geleugnet hatte.

Eine weitere umstrittene Äußerung von Bernard Fellay erfolgte 2012 während einer Rede an der Our Lady of Mount Carmel Academy in Ontario, Kanada, als er „die Juden, die Freimaurer, die Modernisten“ als „die Feinde der Kirche“ bezeichnete. Diese Aussagen wurden von Vatikansprecher Federico Lombardi zurückgewiesen.

Im Juli 2018 wurde Bernard Fellay beim Generalkapitel der Piusbruderschaft nicht wiedergewählt, und sein Nachfolger als Generaloberer der Priesterbruderschaft St. Pius X. wurde Davide Pagliarani. Dies markierte eine Veränderung in der Führung der FSSPX.

Richard Williamson (Holocaustleugner)

Der Holocaustleugner Richard Williamson – Quelle (Screenshot Youtube Video)

Krahs Zugehörigkeit zur Gesellschaft St. Pius X. wurde weithin bekannt, als er im Januar 2009 der Anwalt von Richard Williamson wurde, „einem notorischen Holocaust-Leugner und einem der vier Bischöfe, deren Exkommunikation vom [ehemaligen] Papst Benedikt XVI. aufgehoben wurde“, sowie von anderen deutschen SSPX-Mitgliedern. Der Spiegel berichtete:

Die Leugnung des Holocaust ist in Deutschland gesetzlich verboten, und am 23. Januar leitete die bayerische Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen Williamson wegen Verhetzung ein … Krah verteidigt ihn und stützt sich dabei auf die Bedingungen, unter denen das berühmt-berüchtigte Interview geführt wurde, in dem Williamson einem schwedischen Fernsehsender sagte, er glaube nicht, dass Juden in den Gaskammern der Nazis getötet wurden.

„Wenn man einem schwedischen Fernsehsender ein Interview auf Englisch gibt, kann man nicht automatisch davon ausgehen, dass es auch in Deutschland ausgestrahlt wird“, so Krah gegenüber SPIEGEL ONLINE. Krah sagt auch, dass die beiden Journalisten, die das Interview führten, sagten, dass es keine Pläne gab, das Interview in Deutschland auszustrahlen. Die Journalisten – Göran Svensson und Ali Fegan – sind da anderer Meinung. „Es gab keine Vereinbarung mit Williamson darüber, wann und wo das Interview ausgestrahlt werden sollte“, sagen sie.

Quelle

2010

Infolgedessen wurde Williamson in einem Urteil von 2010 zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt. An der letzten Sitzung des Gerichts, in der das Urteil verkündet wurde, nahm auch die mehrfach verurteilte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck teil.

Im Jahr 2010 begann Krah ein duales Studium an der London Business School und der Columbia Business School in New York, das er 2012 mit einem MBA abschloss. In seiner Alumni-Biografie auf der Website der London Business School wird erwähnt, dass Krah Spanisch, Englisch und Russisch spricht.

Quelle – Blog von Maximilian Krah

2012

Im Mai 2012 tauchte ein Bild auf, das Krah mit Nachkommen der Familie von Gutmann auf dem Jaidhof bei der Einweihung einer neuen SSPX-Kapelle zeigt. Der Bau der Kapelle war ein „langjähriges Anliegen und Wunsch von Bischof Fellay und Pater [Helmut] Trutt“, so ein lokaler Pressebericht

Während er Antisemiten und Holocaustleugner wie Richard Williamson rechtlich verteidigt, scheint Krah gute Kontakte nach Israel zu haben. Im Juni 2012 berichtete das obskure „Traditional Roman Catholic Network“ über eine Reise von Krah nach Israel im April 2012.

Dem Artikel zufolge „wurde Krah in einem jüdischen Militärlager fotografiert, wo er sich einer Gruppe von Studierenden der Universität Tel Aviv zu einer ‚talmudischen Pilgerfahrt‘ anschloss“, die angeblich von einem Mossad-Agenten, Oren Hieman, organisiert wurde, „der angeblich Krahs eMBA-Klassenkamerad ist„.

Quelle – „Traditional Roman Catholic Network“

Der Autor hatte offenbar ein Hühnchen mit Krah zu rupfen, und die SSPX scheint jedoch gut über Krahs Hintergrund informiert zu sein. In dem Artikel heißt es unter anderem, dass Krahs Abschluss von der SSPX gesponsert wurde und dass „Krah auch Fellays Geschäftspartner ist (sie sitzen zusammen in verschiedenen Aufsichtsräten für Unternehmensinvestitionen) „ Der Artikel fährt wie folgt fort und stellt einige sensationelle Behauptungen über Krah auf:

Der Mann, mit dem Fellay und seine Neo-SSPX in Verbindung gebracht werden, erhielt seine Ausbildung an einer von nur sechs „religiösen“ Schulen, die im kommunistischen Ostdeutschland betrieben werden durften. Fellay war sich sehr wohl bewusst, was in diesen Schulen vor sich ging. Fellay erklärte auf einer Konferenz in der Kirche St. Vincent de Paul in Kansas City, Missouri, am 7. Januar 1999:

„In einem Interview vor drei Jahren prahlte ein Freimaurer aus Mexiko mit vier Freimaurerlogen des schottischen Ritus im Vatikan. In weiteren Erklärungen behauptete er, die Freimaurer hätten die Macht, kooperierende Priester mit dem Episkopat zu belohnen. Ein NATO-Bericht [1974] über die Aktivitäten des kommunistischen Geheimdienstes in den Ostblockstaaten innerhalb der Hierarchie der katholischen Kirche schätzt, dass 3000 Agenten die katholische Hierarchie erfolgreich infiltriert haben. 1984, kurz vor der Wiedervereinigung Deutschlands, wurde bekannt, dass der Geheimdienst der DDR die Zahl seiner Agenten drastisch erhöhte, um die katholischen und protestantischen Kirchen zu unterwandern.“

Quelle

Katholische Deutsche Studierendenverbindung Chursachsen

Am 16. Juni 2012 postete Krah ein Bild auf Facebook, das seine Studentenverbindung als Katholische Deutsche Studentenverbindung Chursachsen ausweist.

Maximilian Krah mit seinen Mitstreitern der Katholischen Deutschen Studentenverbindung Chursachsen im Jahr 2012. – Quelle Facebook

2014

Mordechay Lewy

Im März 2014 postete Krah ein Bild auf Facebook, das ihn zusammen mit dem ehemaligen israelischen Botschafter beim Heiligen Stuhl, Mordechay Lewy, zeigt. Das Bild trug den Untertitel „Habe uns [sic] seit mehr als zwei Jahren nicht mehr gesehen: mit dem ehemaligen israelischen Botschafter beim Heiligen Stuhl, Mordechay Lewy, der an unserer Podiumsdiskussion über Jerusalem teilnahm“ im Hyperion Hotel in Dresden.

Maximilian Krah mit dem ehemaligen israelischen Botschafter beim Heiligen Stuhl, Mordechay Lewy, im Jahr 2014. – Quelle Facebook

Bundeswehr

Im April 2014 postete Krah auf Facebook ein Bild, das ihn in militärischer Kleidung vor der Offiziersschule des Heeres in Dresden zeigt. Das Bild trägt den Untertitel: „Major Max an der Offiziersschule des Heeres“.

Das Bild trägt den Untertitel: „Major Max an der Offiziersschule des Heeres“. – Quelle

2015

Im Jahr 2015 postete er erneut Bilder von einem militärischen Lehrgang. Der Untertitel lautet: „Einwöchige militärische Ausbildung für CIMIC am Zentrum für zivil-militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr“.

Die Bildunterschrift lautet „Eine Woche Ausbildung bei der Bundeswehr im Zentrum für zivil-militärische Zusammenarbeit – one week military training for CIMIC.“ – Quelle

2016

Alternative für Deutschland

2016 trat Krah aus der CDU aus und schloss sich im selben Jahr der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland (AfD) an. Laut der Zeitung Saechsische gehörte er damals „zum Kreis um den zurückgetretenen PEGIDA-Mitbegründer René Jahn, der hinter den Bürgerversammlungen in der Kreuzkirche stand“ in Krahs Heimatstadt Dresden.

2017

Russia Today

In einem im Juni 2017 ausgestrahlten Video von RT Deutsch mit dem Titel „Krah on terrorism: Racial Profiling, Abschottung Europas und Spaltung der Gesellschaft sind die Lösung“, spricht sich Krah offen für Racial Profiling aus.

Zwei Tage später trat er auf RT International auf, wo er im Einklang mit der AfD-Rhetorik behauptete, dass Deutschland und Europa in einem Strudel der Gewalt untergehen, der durch die „tödliche politische Korrektheit“ gegenüber Migranten verursacht werde, die die Hauptschuld an einem angeblichen „Mangel an Sicherheit“ trügen.

Quelle

Obwohl die Kriminalitätsstatistiken zu diesem Zeitpunkt einen erheblichen Rückgang der Straftaten um insgesamt fast 10 % zeigten, versucht die AfD systematisch, die Gewalt durch Ausländer in Deutschland zu übertreiben, um für ihre Anti-Einwanderungspolitik zu werben.

Quelle

2018

Am 12. Januar 2018 forderte Krah bei einer AfD-Veranstaltung in Sachsen, Schützenvereine als bewaffnete „Hilfspolizei“ einzusetzen.

Eine „Hilfspolizei“ (HiPO) gab es in Deutschland schon einmal, von Februar bis August 1933. Sie diente vor allem als Instrument zur Stärkung der Macht der NSDAP.

Im Februar 2018 wurde Krah zum stellvertretenden Vorsitzenden der AfD Sachsen gewählt.

Im September 2018 wurde Maximilian Krah beim Lügen erwischt; er hatte in Bezug zu Sexualstraftäter mit Migrationshintergrund gelogen. Er behauptete, von 60 weiblichen Vergewaltigungsopfern in Chemnitz seien 56 von Ausländern begangen worden.

Die sächsische Polizei antwortete Krah auf Twitter und nannte die wahren Zahlen: von 14 gemeldeten Vergewaltigungen in Chemnitz im Jahr 2018 wurden drei von Personen nicht-deutscher Herkunft verübt.

So frech lügt die AfD über Kriminalität in Chemnitz

2019

Institut für Staatspolitik

Am 19. Januar 2019 waren Krah und Alexander Gauland Referenten bei der Winterakademie des rechtsextremen Think Tanks „Institut für Staatspolitik“, der von Götz Kubitschek und Erik Lehnert geleitet wird.

Das IfS gilt als der wichtigste Think Tank der Neuen Rechten in Deutschland, der unter anderem als Kaderschmiede für rechtsextreme Influencer dient. Kubitschek leitet auch den Antaios-Verlag, einen der wichtigsten Verlage der Neuen Rechten in Deutschland. Krah kehrte im September 2019 als Referent an das IfS zurück, wie ein Bild auf seinem Facebook-Profil zeigt.

Facebook Eintrag vom 20. September 2019 – Maximilian Krah beim IfS ·

World Congress of Families

Im März 2019 trat Krah auf dem Weltkongress der Familien in Verona, Italien, auf, einer international tätigen Organisation der christlichen Rechten, die sich vorwiegend gegen LGBTIQ-Rechte und Abtreibungen wendet. Ein Bild zeigt ihn zusammen mit dem damaligen stellvertretenden Ministerpräsidenten und Innenminister Italiens, Matteo Salvini, der David Bendels, einem engen Vertrauten Krahs, die Hand schüttelt.

Bendels ist Vorsitzender des AfD-nahen „Vereins zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und bürgerlichen Freiheiten“ und Chefredakteur des Deutschland-Kuriers, einem Sprachrohr der AfD. Der Verein steht im Fokus der laufenden Ermittlungen wegen illegaler Parteienfinanzierung und unerlaubter Wahlwerbung.

Ach das ist ja interessant. David Bendels (Aktion #GruenerMist ) hat dann mal alle seine Fotos auf der Facebookseite gelöscht die eine Verbindung zur #AfD herstellen. Kein Problem Herr Bendels wir waren so frei und haben alles gesichert 😉 #NoAfD pic.twitter.com/OHyxeMnzey

— Gegen die AfD (@Gegen_die_AfD) August 17, 2021

Im Mai 2019 wurde Krah für die AfD, ein Mitglied der rechtsextremen Fraktion Identität und Demokratie (I&D), in das Europäische Parlament gewählt. Krah war Delegierter für die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten, stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für internationalen Handel (INTA) und stellvertretendes Mitglied der Delegation in der Parlamentarischen Versammlung Euronest. Von 2019 bis 2022 war er stellvertretender Vorsitzender der AfD-Delegation im Europäischen Parlament.

Guillaume Pradoura

Nach Krahs Wahl ernannte er den Franzosen Guillaume Pradoura zu seinem Assistenten.

Quelle – Times of Israel

Guillaume Pradoura war seit 2014 Assistent des ehemaligen ENF-Fraktionsvorsitzenden Nicolas Bay, wurde aber schließlich am 17. März 2019 entlassen, als bekannt wurde, dass er ein antisemitisches Bild auf Twitter gepostet hatte, auf dem er als orthodoxer Jude verkleidet war und versuchte, bedrohlich auszusehen. Nach Angaben von Belltower News:

Die Existenz des Bildes wurde von Sophie Montel, der ehemaligen Europaabgeordneten des Rassemblement National (RN), die inzwischen aus der Partei ausgetreten ist, öffentlich gemacht. Sie hatte das Bild veröffentlicht und darauf hingewiesen, dass Pradoura, der damals Assistent von Nicolas Bay, ebenfalls RN-Abgeordneter, war, sowohl mit der „Identitären Bewegung (IB)“ als auch mit dem Ku-Klux-Klan in Kontakt stand.

Quelle

Pradoura hat verschiedene Verbindungen zur französischen Neonazi-Szene, die erstmals 2016 vom französischen Rechercheportal Mediapart aufgedeckt wurden.

Laut Belltower News:

Als junger Mann war Guillaume Pradoura in die rechtsextreme Szene Frankreichs eingebunden und hatte Kontakte zur Gruppe Unité Radicale, d. h. zu der Gruppe, von der ein Mitglied für den Attentatsversuch auf Jacques Chirac im Jahr 2002 verantwortlich war. Die Gruppe wurde daraufhin verboten. Einige ehemalige Mitglieder gründeten daraufhin den Bloc Identitaire, die Keimzelle der Identitären Bewegung in Europa. Guillaume Pradoura gründete 2007 die Sektion der Identitären Bewegung in Marseille.

Quelle

In dieser Zeit freundete sich Pradoura mit einem jungen, kampfsportaffinen Skinhead namens Jérémy Racagno an, der 2008/09 wegen mehrerer rassistischer Gewalttaten zu zwei Jahren Haft verurteilt wurde. Laut Le Point „hatte er 2008 eine Frau nordafrikanischer Abstammung angegriffen und 2009 einen kommunistischen Aktivisten angegriffen, bevor er zwei Monate später einen Aktivisten von SOS Rassismus verprügelte“.

Im Jahr 2010 konnte Racagno aus dem Gefängnis fliehen, als er die Erlaubnis erhielt, für einen Tag auszureisen, und floh in die USA, wo er Kontakt zum Ku-Klux-Klan von Arkansas und anderen einschlägigen Gruppen suchte. Während der Zeit, in der Racagno in den USA Unterschlupf gefunden hatte, blieb Pradoura in Kontakt mit ihm.

Mediapart hatte 2016 über ein Gespräch zwischen Pradoura und Recagno berichtet, in dem sich Pradoura erfreut über die Flucht zeigt und seinen Freund um seine Kontakte zum KKK beneidet, den er für aufgelöst hielt.

Als Racagno schließlich nach Europa zurückkehrte, ließ er sich zunächst in Bulgarien nieder und bat Pradoura um Hilfe. Nach Angaben von Belltower News:

Er [Pradoura] riet ihm, nachdem er Borislav Prangov, einen rechtsextremen bulgarischen Maler, der hauptsächlich Porträts berühmter nationaler Persönlichkeiten wie Ferdinand Céline und Julius Evola malte, konsultiert hatte, nicht dort zu bleiben, da Bulgarien zur EU gehöre. Er verwies ihn an Boyan Rasate, Parteichef der bulgarischen rechtsextremen BNU, Anton Rachev und Dimitar Nikolov, Bürgermeister von Burgas.

Quelle

Doch alle Bemühungen schienen vergeblich zu sein, denn Racagno wurde 2011 in Frankreich unter unbekannten Umständen verhaftet. Auf die Frage von Mediapart, warum Pradoura Racagno geholfen habe, antwortete er, es sei „eine Art paternalistischer Reflex“ gewesen.

Vox & CitizenGo

Ab 2019 taucht Krahs Name im Umfeld der spanischen rechtsextremen Partei Vox und der angeschlossenen Petitionsplattform CitizenGo als Verbindungsmann zur AfD auf. Er wurde von Ignacio Arsuaga Rato, einer der wichtigsten Figuren in Europas Anti-Abtreibungs- und Anti-LGBTIQ-Netzwerken und langjähriger Freund des Vox-Führers Santiago Abascal, selbst als solcher identifiziert.

Raymond Burke

Im September 2019 traf sich Krah mit Kardinal Raymond Burke zu einem „Gedankenaustausch“, wie es in einem Facebook-Post heißt.

Burke wird häufig als faktischer Anführer des rechten Flügels des Vatikans dargestellt. Außerdem war Burke Präfekt des höchsten Gerichts des Vatikans, der Apostolischen Signatura, von Juni 2008 bis November 2014, als Papst Franziskus Burke als Leiter absetzte und ihn zum Schirmherrn eines „weitgehend zeremoniellen Postens“ beim Souveränen Malteserorden ernannte, den er bis 2017 innehatte.

Burke ist als scharfer Kritiker von Papst Franziskus bekannt, dem er vorwirft, gegenüber Homosexualität und Abtreibung zu nachsichtig zu sein. Die Washington Post nannte Burke den „Rebellenfürsten“ der katholischen Kirche, der „Franziskus‘ reformorientiertes, mitfühlendes Papsttum und die Lehre des Evangeliums untergräbt […], indem er seine Position […] nutzt, um extremistische Kräfte zu legitimieren, die die westliche liberale Demokratie im Stil von Stephen K. Bannon zu Fall bringen wollen“.

Matteo Salvini

Im Oktober 2019 traf sich Krah erneut mit Matteo Salvini, wie ein Bild auf Facebook zeigt – zwei Monate nach Salvinis gescheitertem Misstrauensantrag gegen Premierminister Conte, der ihn seinen Posten als Innenminister und stellvertretender Premierminister kostete.

Maximilian Krah und Matteo Salvini in Rom. Bild gepostet auf Facebook am 19. Oktober 2019. Quelle

2020

Deutschland-Kurier

Im Jahr 2020 startete Krah eine Videokolumne „Hier kräht der Krah“ für den AfD-nahen Deutschland-Kurier, der von seinem Landsmann David Bendels herausgegeben wird.

Ach das ist ja interessant. David Bendels (Aktion #GruenerMist ) hat dann mal alle seine Fotos auf der Facebookseite gelöscht die eine Verbindung zur #AfD herstellen. Kein Problem Herr Bendels wir waren so frei und haben alles gesichert 😉 #NoAfD pic.twitter.com/OHyxeMnzey

— Gegen die AfD (@Gegen_die_AfD) August 17, 2021

Darin rezitiert er rechtsextreme Klatschpappen des Tages, gemischt mit Lobpreisungen rechter Galionsfiguren, wie Viktor Orbán.

2021

Gleb Nikitin

Im September 2021 besuchte Krah Russland. Auf Facebook postete er ein Bild aus Nizhni Novgorod mit dem Untertitel: „Klassentreffen mit Gleb Nikitin, dem Gouverneur von Nizhny Novgorod. Auf unsere Freundschaft!“. Nach Angaben von Krah hatten die beiden zusammen in den USA studiert.

Gleb Nikitin ist ein echter Schwergewichtler, der von 2004 bis 2012 bei der Föderalen Agentur für die Verwaltung des Staatseigentums tätig war und die Agentur von Dezember 2011 bis Juni 2012 leitete. Auf seiner Wikipedia-Seite heißt es: „Als Vorstandsmitglied vertrat er die Interessen des Staates in großen russischen Unternehmen wie Rosneft, Transneft, RAO UES, OJSC Aeroflot, OJSC НПК, Uralvagonzavod, OJSC Concern VKO, Almaz-Antey, Energia, OJSC Sovcomflot und OJSC Alrosa.“ Im Juli 2012 wurde Nikitin zum stellvertretenden Minister für Industrie und Handel der Russischen Föderation ernannt, im Juni 2013 wurde er der erste Stellvertreter von Denis Manturow. Nikitin, der der Partei „Einiges Russland“ angehört, wurde am 26. September 2018 durch einen Erlass von Wladimir Putin zum Gouverneur der Region Nischni Nowgorod ernannt.

Von links nach rechts: Unbekannt, Maximilian Krah, Gelb Nikitin und Valery Doronin, in Nizhni Novgorod. Das Bild wurde am 19. September 2021 auf Facebook veröffentlicht. – Quelle

Es gibt Hinweise darauf, dass er enge Beziehungen zu weiteren russischen Hardlinern pflegt, die den russischen Überfall auf die Ukraine unterstützen und die von Sanktionen betroffen sind. In seinen Äußerungen betont Krah wiederholt, dass die EU nicht in der Pflicht ist, der Ukraine zu helfen, und er argumentiert, dass der Konflikt in der Ukraine nicht als „dein Krieg“ betrachtet werden sollte. In einem TikTok-Video äußerte er, dass man sich stattdessen an die „Ostfront“ erinnern sollte, wo „dein Großvater seine Brüder und Cousins verloren hat“.

Im November 2021 besuchte Krah zusammen mit dem AfD-Abgeordneten Petr Bystron und dem AfD-Mitglied des bayerischen Landtags, Ulrich Singer, Kiew. In einem Facebook-Post heißt es:

Die Ukraine ist ein wunderbares Land, das in die Fänge von Räubern geraten ist. Sie ist derzeit das größte Hindernis für die Normalisierung der Beziehungen zu Russland. Mit meinen Kollegen Petr Bystron aus dem Bundestag und Uli Singer aus dem Bayerischen Landtag haben wir uns informiert: gestern als Wahlbeobachter in Charkow, heute bei einem bedrohten oppositionellen Fernsehsender und schließlich bei einem Solidaritätsbesuch beim berühmtesten politischen Gefangenen des Landes, dem unter Hausarrest stehenden Oppositionsführer [Viktor] Medwetschuk. Die EU und die USA finanzieren ein repressives, korruptes Regime und dessen Krieg. Eine neue Ukraine-Politik ist nötig!

Quelle

Bystron ist seit der Gründung der Partei im Jahr 2013 Mitglied und wird beschuldigt, die bayerische AfD-Sektion, deren Vorsitzender er von Oktober 2015 bis November 2017 war, deutlich nach rechts gerückt zu haben. In den vergangenen Jahren hat sich Bystron zu einem veritablen Powerplayer in der Partei entwickelt, der sich mit hochrangigen Politikern an der Spitze des rechtsextremen Aufschwungs in Europa trifft, darunter der Präsident der Tschechischen Republik, Miloš Zeman (bis 2023), und der ungarische Präsident Viktor Orbán sowie prominente internationale Rechtsaußen-Galionsfiguren wie Steve Bannon.

Von links nach rechts: Maximilian Krah, Viktor Medvechuk und Petr Bystron. Das Bild wurde am 1. November 2021 auf Facebook veröffentlicht. – Quelle

Bystron scheint sich nicht darum zu kümmern, wie es aussieht, wenn er offen in neonazistischen Zusammenhängen auftritt. So reiste er im Mai 2016 nach Prag, um sich mit Vertretern der islamfeindlichen und rassistischen Gruppen PEGIDA und Festung Europa zu treffen.

Anfang September 2018 reiste er auf Kosten des Bundestages nach Südafrika, um eine Kampagne gegen „weißen Rassismus“ zu unterstützen. Im Zuge dieser Reise nahm er an einem Schießtraining mit der umstrittenen Organisation Suidlanders teil, einer rechtsextremen und rassistischen paramilitärischen Gruppe, die sich auf einen „unvermeidlichen Rassenkrieg in Südafrika“ vorbereitet.

Das rechtsextreme Netzwerk des AfD Abgeordneten Petr Bystron

Aufgrund seiner Nähe zur Identitären Bewegung, die er als „Tarnorganisation“ der AfD bezeichnete, wurde er 2017 von deutschen Behörden auf die Überwachungsliste gesetzt und verlor daraufhin seinen Posten als Vorsitzender der bayerischen AfD.

2022

Steve Bannon

Laut Belltower News hatte Krah „im April 2022 einen anderen AfD-Kollegen, Severin Köhler, zu einem Treffen mit Stephen Bannon und dem GETTR-Chef Jason Miller in den Vereinigten Staaten mitgenommen“.

Maximilian Krah und Steve Bannon im April 2022 – Quelle

Im selben Monat wurde Krahs Mitgliedschaft in der EU-Parlamentsfraktion Identität und Demokratie für sechs Monate, von April bis September 2022, wegen rufschädigenden Verhaltens ausgesetzt.

Suspendierung von Maximilian Krah – Quelle

Im Juni 2022 kandidierte Krah für die Wahl zum Oberbürgermeister von Dresden, unterlag aber dem amtierenden Oberbürgermeister Dirk Hilbert.

Quelle – Wahlstatitistiken

Im selben Monat wurde er auf dem 13. Bundesparteitag der AfD zum vierten Beisitzer des Bundesvorstandes gewählt.

Mitte November besuchte Krah ein weiteres Mal die USA. Am 14. November postete er auf Facebook ein Bild von sich neben Kellyanne Conway und Staatssenator Dick Black aus Virginia.

Mitte November besuchte Krah ein weiteres Mal die USA. Am 14. November postete er auf Facebook ein Bild von sich neben Kellyanne Conway und Staatssenator Dick Black aus Virginia. – Quelle

Einen Tag später postete er Bilder, die ihn zusammen mit dem Kongressabgeordneten Pat Fallon und Senator Ted Cruz aus Texas zeigen.

Maximilian Krah mit dem texanischen Kongressabgeordneten Pat Fallon im November 2022. – Quelle Maximilian Krah mit Ted Cruz im November 2022.- Quelle

Am 29. November 2022 postete die katarische Vertretung bei der Europäischen Union auf Twitter ein Bild von Krah neben Abdulaziz bin Ahmed Al-Malki, dem Botschafter des Staates Katar bei der Europäischen Union und der NATO, auf dem zu lesen war, dass „sie freundschaftliche Gespräche und Möglichkeiten der gemeinsamen Zusammenarbeit austauschten“.

Kaum zwei Wochen später erschütterte ein Bestechungsskandal die EU, als bekannt wurde, dass Katar EU-Parlamentariern Koffer voller Bargeld als Anreiz für eine positive Berichterstattung über das Land ausgehändigt hatte.

Obwohl Krah nicht darin verwickelt ist, sollte darauf hingewiesen werden, dass er sich während des Fifa Cup 2022, der im Scheichtum stattfand, mit katarischen Beamten traf.

Abdulaziz bin Ahmed Al-Malki, Botschafter des Staates Katar bei der Europäischen Union und der NATO, neben Maximilian Krah, Mitglied des Europäischen Parlaments für die AfD. – Quelle

Das China Netzwerk des Bundesvorstandes der AfD Krah

Im November 2022 führte die Global Times, die Parteizeitung der Kommunistischen Partei Chinas, ein ausführliches Interview mit Maximilian Krah. In diesem Interview äußerte Krah seine Ansichten zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Er betonte, dass es nicht im Interesse Deutschlands und auch nicht im Interesse der Ukrainer sei, die Kriege im Auftrag der USA zu führen.

Stattdessen erklärte er, dass eine Zusammenarbeit zwischen Russland, China, Brasilien und der EU attraktiver sei als ein neuer Kalter Krieg unter der Führung der USA. Diese Äußerungen werfen Fragen hinsichtlich Krahs geopolitischer Positionen und seiner Sicht auf internationale Beziehungen auf.
Maximilian Krah äußerte in einem Video seine Glückwünsche an die chinesische Staatsführung anlässlich des 70. Geburtstags der Volksrepublik China. Ferner gratulierte er auch zum 70. Jahrestag der chinesischen Besetzung Tibets und äußerte Verständnis für diese Entwicklung, indem er erklärte, dass die autonome Region Tibet in den vergangenen 70 Jahren erreicht habe, worauf sie stolz sein könne.

Es ist erwähnenswert, dass es im Umfeld von Maximilian Krah Verbindungen zu China gibt, da sein Vertrauter Torsten Voss im Vorstand des Vereins „Neue Seidenstraße e.V.“ sitzt, was auf Interessen und Beziehungen im Zusammenhang mit Chinas geopolitischer Initiative hinweist.

Schon 2021 und auch davor zeigte Krah sehr offen, wie er den Staat China unterstützt.

Quelle Twitter

Die „EU-China Friendship Group“

Eine besondere Quelle des Unbehagens war die informelle Vereinigung „EU-China Friendship Group“, deren stellvertretender Vorsitzender Maximilian Krah bereits nach kurzer Zeit in Brüssel wurde. Gleichzeitig gehörte er dem Ausschuss für internationalen Handel an, der die Verhandlungen über das EU-Investitionsabkommen mit China begleitete.

Die Freundschaftsgruppe EU-China ist eine inoffizielle Vereinigung von Mitgliedern des Europäischen Parlaments, die die Beziehungen zwischen der EU und China fördert. Obwohl diese Gruppen keine formelle Rolle in der Institution haben, haben sie in der Vergangenheit Bedenken hinsichtlich ihres Einflusses, ihrer Finanzierung und ihrer Aktivitäten aufgeworfen.

Das Europäische Parlament führt derzeit eine einjährige Überprüfung der Einflussaktivitäten ausländischer Staaten in europäischen Demokratien durch. Forscher haben die Freundschaftsgruppe EU-China bei einer Anhörung als Beispiel dafür angeführt, wie der chinesische Staat versucht, sich in die europäische Politik einzumischen.

NYYRC und Ted Crusz

Im Dezember 2022 reiste Krah zusammen mit Nicolaus Fest, AfD-Politiker im Europäischen Parlament, und David Bendels von der AfD-nahen Zeitung Deutschland-Kurier in die USA. Fest war von 2001 bis 2013 bei der zum Springer-Medienkonzern gehörenden Bild-Zeitung tätig, zuletzt als Leiter des Kulturressorts.

Von 2013 bis 2014 war er kurzzeitig stellvertretender Chefredakteur von Springers Boulevardzeitung Bild am Sonntag, wo ihn seine islamfeindlichen Äußerungen schließlich seinen Job kosteten. Anschließend trat Fest der AfD bei und zog 2018 für die Partei in das Europäische Parlament ein.

Am 9. Dezember 2022 postete Krah ein Bild von sich, Bendels und William Happer auf Facebook. Happer ist ein ehemaliger Trump-Berater, der laut The Guardian „die Klimaleugnung im Weißen Haus vorantrieb“.

Am 10. Dezember geriet Krah in die internationalen Nachrichten, als er bei einer Galaveranstaltung des New Yorker Young Republican Club bei einer rechtsextremen Versammlung auftrat. Die Veranstaltung wurde mit einer feurigen Rede von Marjorie Taylor Greene eingeleitet, die erklärte, der Aufstand vom 6. Januar wäre erfolgreich gewesen, wenn die Demonstranten bewaffnet gewesen wären. Es wurde spekuliert, dass Krah der Organisator der Reise war, da er zumindest einen der Gala-Teilnehmer, Steve Bannon, bereits im April 2022 getroffen hatte.

Von links nach rechts: David Bendels, William Happer und Maximilian Krah vor dem Haus von Albert Einstein auf dem Princeton Campus. – Quelle

Anwesend waren auch zwei österreichische Politiker

Anwesend waren auch zwei österreichische Politiker, Gerald Grosz und Harald Vilimsky (FPÖ). Vilimsky ist für seine Freundlichkeit gegenüber Russland bekannt. Im Jahr 2016 war er Teil einer Reise nach Moskau mit dem damaligen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, Norbert Hofer und Johann Gudenus. Wenig später verschwanden Strache und Gudenus nach der berüchtigten Ibiza-Affäre, die die Regierung Kurz zu Fall brachte, weitgehend von der Bildfläche. Gerald Grosz war lange Zeit in einer rechten österreichischen Minderheitenpartei, der Allianz für die Zukunft Österreichs, aktiv und kandidierte 2022 als Unabhängiger für das Präsidentenamt.

Das NYYRC organisierte einen Vor-Gala-Empfang mit den ausländischen Gästen, der von Vilimsky geleitet wurde.

Event-Posting auf der Website des New Yorker Young Republican Club für den „Pre-Gala-Empfang“ der ausländischen Delegation unter der Leitung von Harald Vilimsky von der FPÖ. Quelle

2023

Ende Juli wurde Maximilian Krah als Spitzenkandidat der AfD für die Europawahl 2024 wiedergewählt. Zu dieser Zeit ging ein TikTok-Video des Politikers in den sozialen Netzwerken viral, in dem der 46-jährige Krah äußerst chauvinistische Dating-Tipps gibt:

Einer von drei jungen Männern hat noch nie eine Freundin gehabt. Gehören Sie zu ihnen? Schauen Sie keine Pornos, wählen Sie nicht grün, gehen Sie an die frische Luft, stehen Sie zu sich selbst, seien Sie selbstbewusst, schauen Sie geradeaus. … Echte Männer sind rechts, echte Männer haben Ideale, echte Männer sind Patrioten, dann klappt es auch mit der Freundin.

Quelle

IfS und Götz Kubitschek

Maximilian Krah war wiederholt als Vortragsredner bei Veranstaltungen des „Instituts für Staatspolitik“ (IfS) aufgetreten, welches vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wird.

Krah 2019 beim IfS – Quelle

Dieses Institut wird vom neurechten Verleger Götz Kubitschek geleitet. Des Weiteren veröffentlichte Krah sein Buch „Politik von rechts. Ein Manifest“ im rechtsextremen Verlag „Antaios“ von Kubitschek im Jahr 2023.

Quelle

Dieses Buch wurde ausdrücklich als „anti-rechtsstaatlich, anti-völkerrechtlich, anti-ethisch“ charakterisiert, wie von Norbert Kleinwächter, einem AfD-Bundestagsabgeordneten, festgestellt wurde. Diese Verbindungen zu rechtsextremen Strukturen werfen Fragen hinsichtlich Krahs ideologischer Ausrichtung und politischer Positionen auf.

Maximilian Krah, hat im Laufe seiner politischen Karriere eine Vielzahl kontroverser Positionen und Aussagen vertreten. Seine politische Reise führte ihn von der CDU zur AfD, wo er schnell eine führende Rolle übernahm. Die Bundesbehörden für Verfassungsschutz haben seine Äußerungen als völkisch-nationalistisch, islamfeindlich, fremdenfeindlich und verfassungsfeindlich eingestuft.

Krahs politische Ansichten sind geprägt von einem starken Widerstand gegen die Europäische Union, den er als Vasall der Vereinigten Staaten betrachtet. Er plädiert für einen „Reset und Neustart“ der EU und betont die Idee eines Europas der Nationalstaaten, anstelle einer EU-Bürokratie.

Seine Verbindungen zu rechten Gruppen und Neuen Rechten haben für Kontroversen gesorgt. Krah ist auch für die Beschäftigung eines umstrittenen Mitarbeiters mit rechtsextremer Vergangenheit bekannt.

In seinen Schriften und Äußerungen zeigt er eine klare Abneigung gegenüber Immigration, Islam und LGBTQ+ Rechten. Er wurde für islamfeindliche und fremdenfeindliche Aussagen kritisiert.

Maximilian Krah wurde zum Spitzenkandidaten der AfD für die Europawahl 2024 gewählt und hat somit eine wichtige Rolle in der politischen Landschaft Deutschlands inne. Seine Positionen und Ansichten werden weiterhin Gegenstand von öffentlicher Debatte und Diskussion sein. Seine Rolle und vor allem die Verbindungen zur Piusbruderschaft sind zu hinterfragen!

Artikelbild: Carsten Koall/dpa

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https://www.bachhausen.de/das-gesamte-rechtsextreme-netzwerk-um-maximilian-krah-afd/

#gesamte #maximilian #netzwerk #rechtsextreme

GASTBEITRAG GUNNAR HAMANN

Der 27. September 2022. Nach langem hin und her wird der Deal zwischen Elon Musk und Twitter besiegelt. Der reichste Mensch der Welt übernimmt eine der wichtigsten Social-Media-Plattformen des Planeten. Die Zeit dazwischen ist von Chaos bestimmt. Viele treibt nach Musks Zustimmung zu einem antisemitischen Tweet in den vergangenen Tagen eine Frage immer mehr um: Hegt das vermeintlicheGenie“ antisemitische Einstellungen? Dabei fällt Musk nicht zum ersten mal mit Grenzüberschreitungen in diesem Zusammenhang auf. Dieser Beitrag enthält eine erste deutschsprachige Chronologie über Musk, sein Verhältnis zum Antisemitismus und das Scheitern seiner Plattform im Kampf gegen den Menschenhass. Über die dunkle Seite von Musk, die viele verdrängt haben und weiter verdrängen.

Hier kann man sich durch die Chronologie von ELon Musk und Antisemitismus klicken:


Die Einordnung:

Weißes Haus wirft Musk Verbreitung von Antisemitismus vor

Am Mittwoch des 15. November 2023 bekundete Elon Musk seine Zustimmung zu einem Tweet, in dem eine antisemitische sowie rassistische Verschwörungserzählung verbreitet wird. Musk wurde dafür teilweise noch am gleichen Tag von zahlreichen jüdischen Organisationen kritisiert.

Katharina Wilhelm erwähnte in einem Artikel auf Tagesschau.de, dass Musk seine Äußerung später relativierte, da er sich nach eigener Angabe „nur“ auf die jüdische US-amerikanische Organisation Anti-Defamation League (ADL) bezogen habe. Etwas anders stellt sich die Geschichte für Yair Rosenberg in The Atlantic dar. Musk relativierte schließlich in einem weiteren Tweet noch einmal die vorherige Relativierung und antwortete einem Nutzer:

Sie haben Recht, dass dies nicht für alle jüdischen Gemeinden gilt, aber es ist auch nicht nur auf ADL beschränkt.

Zustimmung zu einem Neonazi-Märchen

Eine Distanzierung Musks zur sogenannten „Great Replacement“-Verschwörungszerzählung blieb bislang aus. Seine Tweets dazu hat er bisher ebenfalls nicht gelöscht.

Das US-amerikanische IT- und Beratungsunternehmen IBM kündigte am Donnerstag an, vorläufig keine weitere Werbung auf Musks Plattform Twitter zu schalten. Die den Demokraten nahestehende Organisation Media Matters hatte zuvor noch am gleichen Tag entdeckt, dass auf Twitter Werbung von Großwerbetreibenden neben teils antisemitischen Inhalten erscheint. Am Freitag folgten Apple, Disney, Warner Bros Discovery, Paramount Global, Lions Gate Entertainment und Comcast. Die EU-Kommission möchte ebenfalls vorerst nicht auf Twitter werben. Mittlerweile sind zehn Großkunden von Twitter abgerückt. Das Weiße Haus warf Musk noch am Freitag die „abscheuliche Förderung antisemitischen und rassistischen Hasses“ vor.

Laut ADL habe die Organisation seit dem Angriff der Terrorgorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober einen Anstieg antisemitischer Inhalte auf Twitter von 900% festgestellt. Expert:innen die die Plattform und Elon Musk genau beobachten führen diesen Anstieg auch auf sein Wirken zurück, so die Washington Post.

Großvaterparadoxon: Bemerkenswerte Parallelen

Am 28. Juni 1971 wird Elon Reeve Musk im südafrikanischen Pretoria geboren. Sein Großvater ist Joshua Haldeman. Joshua Benton schreibt für The Atlantic, dass Musk-Biograph Walter Isaacson dem Großvater nur anderthalb Seiten in seinem Buch einräumt. Dabei ist Haldeman eine interessante Figur.

Hannah Getahun ging für Business Insider im September dieses Jahres ins Detail. Haldeman war Mitglied der Gruppe „Technocracy Incorporated“. Die Bewegung glaubte das die Erde von einem totalitären Regime von Wissenschaftlern und Ingenieuren beherrscht werden sollte. Mitglieder wurden mit Nummern angesprochen. Einige fügten ihren Namen auch den Buchstaben X an. Später gründete die Bewegung eine eigene Partei, die jedoch von der kanadischen Regierung – dort lebte Haldeman zu dieser Zeit – verboten wurde.

Anschließend trat Haldeman der „Social Credity Party” bei. Die Partei galt als offen judenfeindlich und publizierte die antisemitischen Schriften der Protokolle der Weisen von Zion. Haldeman nahm seine Partei nicht nur vor dem Vorwurf des Antisemitismus in Schutz, sondern verteidigte auch die Veröffentlichung der Protokolle.

Judenfeindlichkeit auch in der Familie?

Später zog Haldeman nach Südafrika, um seinen Traum einer „weißen Zivilisation“, so Haldeman wörtlich, zu realisieren und das Apartheidssystem zu unterstützen. Musks Großvater soll mit Vorliebe verschiedene Verschwörungsnarrative geteilt haben. Er starb 1974, als Musk noch ein Kleinkind war.

Unstrittig ist, dass Elon Musk nur wenig Zeit mit seinem Großvater verbrachte. Könnten dessen Ansichten sich aber auch in Teilen der Kernfamilie von Musk gehalten haben? Es gibt zumindest einige auffallende Parallelen zwischen Musk und seinem Großvater. Beide abenteuerlustig und vernarrt in Technologie, aber auch mit einer ungesunden Faszination für Verschwörungserzählungen. Ob die kreative Namensgebung von Musks Kindern auch mit der Vergangenheit seines Großvaters zu tun hat, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen.

Dass Musks zunehmende Radikalisierung mit der Pandemie zusammenhängt, scheint nicht unwahrscheinlich. Er teilte mehrfach Desinformationen sowie Verschwörungserzählungen in dieser Zeit.

Musk versprach Freiheit – wir bekamen nur extrem rechte Propaganda

Ein Zeitstrahl der Radikalisierung

Die erste Erwähnung zu Musk in Bezug auf Antisemitismus reicht einige Jahre zurück. Ende Mai 2018 schrieb er auf Twitter an den US-amerikanischen Journalisten Ben Collins gerichtet: „Wer glaubst du *besitzt* die Presse. Hallo.“ Unter seinem Beitrag ergoss sich eine Vielzahl von antisemitischen Tweets.

Der nächste Vorfall fand – ebenfalls im Mai – 2020 statt. Musk verwendete auf Twitter ein Sprachbild, was aus Kreisen der teils antisemitischen QAnon-Bewegung bekannt ist. Im Februar 2022 verglich er Kanadas Premierminister Justin Trudeau mit Adolf Hitler, löschte seinen Tweet nach Kritik aber wieder. Seit Oktober 2022 gab es immer wieder ähnliche Vorfälle. Einige davon bezogen sich auch auf den unzureichenden Umgang von Musks Plattform mit antisemitischen Inhalten. So stellte die ADL in einen Bericht vom 28. Oktober 2022 einen Anstieg von Antisemitismus auf Twitter fest.

Im Januar 2023 forderten über 100 jüdische Organisationen Musk in einem offen Brief zu mehr Engagement gegen Antisemitismus auf Twitter auf. Seitdem haben mehrere Organisationen wie das Institute für Stategic Dialogue (ISD), das Center for Countering Digital Hate (CCDH) als auch die ADL teils wiederholt berichtet, dass die Plattform zu wenig gegen Hatespeech sowie antisemitische und rassistische Inhalte unternimmt.

Musk drohte in der Vergangenheit sowohl der ADL als auch dem CCDH mit Klagen. Zur Begründung gab er an: Beide Organisationen sollen Werbepartner von seiner Plattform vertreiben. Miles Klee schrieb dazu vor wenigen Tagen für den Rolling Stone, dass diese Behauptung unbegründet sei und viele Marken Elon Musks eigenes Verhalten als Grund für den Rückzug angeben.

Musk kündigte für den 20. November eine Klage gegen Media Matters an. In dem beigefügten Schreiben wirft Musk der Organisation ebenfalls vor, Werbetreibende von der Plattform zu vertreiben. Der Inhaber von X sprach zudem in einem Tweet davon, dass es hunderte Berichte in Medien gebe, die ihm Antisemitismus vorwerfen. Belege dafür lieferte er bislang nicht. Der republikanische Generalstaatsanwalt des US-amerikanischen Bundesstaats Missouri, Andrew Bailey, kündigte auf Twitter derweil an, dass sein Team der Sache um Media Matter ebenfalls nachgehe. Der Rechtsanwalt Max Kennerly bezeichnete dies auf Twitter als „einen Missbrauch von Regierungsmacht, der genuin die Redefreiheit bedroht“.

98% der gemeldeten Tweets bleiben ungelöscht

Am 18. September 2023 traf Elon Musk sich mit Israels Premierminister Benjamin Netanyahu. Netanyahu forderte Musk dazu auf mehr gegen antisemitische Inhalte auf der in der Zwischenzeit von Twitter zu „X“ umbenannten Plattform zu unternehmen, nahm diesen aber auch indirekt gegen den Vorwurf des Antisemitismus in Schutz. Musk behauptete auf dieser Veranstaltung, wie auch in der Vergangenheit immer wieder, sich gegen Antisemitismus einzusetzen. Doch was folgte daraus?

Statt Löschungen und Sperren setzt Elon Musk auf »Gegenrede« und Gegenargumente“, so Michael Thaidigsmann für die Jüdische Allgemeine im Oktober über eine Gesprächsrunde mit Musk auf dessen Plattform. In dem Gespräch drehte sich alles es um die Antisemitismusvorwürfe gegen ihn und Twitter .

Ein weiterer Bericht des CCDH stellte am 14. November fest, dass Twitter während des Kriegs zwischen Israel und der Hamas dabei versagte 98% von 200 für Hass und Extremismus gemeldeten Tweets zu löschen. Darunter antisemitische und muslimfeindliche Beiträge. Den gesamten Zeitablauf von 2018 bis heute – mit zahlreichen weiteren Vorkommnissen – kann man sich hier in der Einbettung einsehen und in der Chronologie oben. Alles andere würde den Rahmen sprengen.

Musk unterwegs in den Abgrund, doch wer folgt ihm dorthin?

Interessant ist zu beobachten wie das Medium WELT mit Musks jüngstem Verhalten umgeht. Oder eben nicht umgeht. Zwar findet sich eine Meldung zum Werbestopp durch IBM und die aktuelle Kritik des CCDH wieder, aber beide Berichte wurden lediglich direkt von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen. Stattdessen ein Meinungsbeitrag vom 16. November – also einen Tag nach Musks Zustimmung zu einem antisemitischen Tweet –, in dem man sich die Scheinfrage stellt, warum „deutsche Medien lieber auf Elon Musk schimpfen statt auf Amazon“.

Erst am 18. November erschienen erste eigene Beiträge zur Sache auf der Seite der WELT. Schwesterblatt BILD berichtete einen Tag zuvor.

Daraus ließen sich interessante Fragen ableiten. Etwa über WELT-Chefredakteur Ulf Poschardt, der Musk noch bis zuletzt in Schutz nahm und – ebenso wie beispielsweise die WELT-Kolumnistin Anna Schneider – zum Multimilliardär in den vergangenen Tagen kein kritisches Wort verloren hat. Auch andere Journalist:innen aus dem Hause Springer verhalten sich erstaunlich zurückhaltend beim Thema Musk. Das gleiche gilt für NIUS-Journalisten wie Julian Reichelt und Julius Böhm.

Bei WELT wird Musk in Schutz genommen

Ebenso Bari Weiss. Musk hatte die Journalistin ins Team der sogenannten Twitter Files geholt. Die Beziehung zwischen Weiss und Musk ist sehr ambivalent. Einerseits unterstützte sie Musks laxen Umgang mit der Moderation von Inhalten auf Twitter , andererseits kritisierte sie Musk deutlich, nachdem dieser mehrere Journalist:innen sperrte, die in der Vergangenheit kritisch über seine Plattform berichteten.

Musk lügt über Gründe seiner Sperrung von Journalisten – Faktencheck

Vor wenigen Wochen interviewte sie Musk-Biographen Walter Isaacson. Über die Berichte der ADL zu Twitter verlieren dabei weder Weiss noch Isaacson ein Wort. Weiss arbeitete in der Vergangenheit für die ADL, wurde aber später zu einer lautstarken Kritikerin der Organisation. Auf ihrem Account auf Twitter schreibt Bari Weiss gerne und viel über „Wokeness“, aber erwähnt Musk seit Mai dieses Jahres nicht mehr.

Eine weitere Gemeinsamkeit mit Ulf Poschardt, der Texte von Weiss in der WELT in deutscher Übersetzung publizieren lässt. Zuletzt am 17. November über die „woke Ideologie“ der DEI. Nur wenige Tage nach der Zustimmung Musks für den vielfach kritisierten antisemitischen Tweet. Für Weiss‘ Zurückhaltung kann es jedoch derzeit auch sehr gute Gründe geben. So berichtete sie kürzlich von Bombendrohungen gegen die Synagogen von zwei Mitarbeiter des von Weiss gegründeten Mediums „The Free Press“.

Umfassender Kampf gegen Antisemitismus notwendig

Es besteht gegenwärtig eine Gefahr darin, dass die Extremisierung im Netz, auf der Straße und im Bekanntenkreis dazu führen könnte das Verhalten von Elon Musk zu beschönigen oder wegzuschauen, weil er vergleichsweise weniger extrem wirkt. Elon Musk ist vermutlich einer der einflussreichsten Personen auf diesem Planeten. Wenn er anfängt derlei menschenverachtenden Verschwörungserzählungen nicht nur Reichweite zu verschaffen, sondern diesen auch noch zustimmt, wird es ernst.

Ulf Poschardt und die WELT haben sich den Kampf gegen den Antisemitismus und für die freie Rede auf die Fahnen geschrieben haben. Dass er keine Worte für das findet was gegenwärtig mit Musk und Twitter geschieht, ist bedenklich und eine interessante Spiegelbildlichkeit. Schließlich bedroht der sich auf Twitter dank Musk den Weg freibahnende Menschenhass auch gegenwärtig Menschen auf den Straßen Deutschlands.

WELT prangert Promis an – doch vergaß, davor zu recherchieren

Irgendwann drehen wir uns dann nur noch um die eigene Achse beim Kampf gegen Antisemitismus. Große Medien haben die entsprechenden Kapazitäten und müssen sich wirklich kritisch mit jedweder Spielart des Antisemitismus auseinanderzusetzen. Letzteres wäre wichtig und zwar völlig unabhängig davon aus welcher Richtung dieser kommt. Denn Ignoranz ist der wahre Feind guter Vorsätze.

Insofern möchte ich das hier nicht als „Forderung“ verstanden wissen, sondern als Wunsch die integrative Aufgabe des Journalismus in der kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Zielgruppe wieder mehr in den Blickpunkt zu nehmen. Auch auf Social-Media und erst recht auf Twitter.

Volksverpetzer kann hingegen Personen wie Greta Thunberg sehr wohl deutlich kritisieren:

Nächster Greta-Skandal: Wann zieht die Klimabewegung endlich die Reißleine?

Artikelbild: Frederic Legrand – COMEO

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https://www.bachhausen.de/elon-musk-antisemit-die-gesamte-chronologie-seiner-aussagen/

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Elon Musk: Giftige Genies

Der Geniemythos hält sich hartnäckig in der Populärkultur unserer Gegenwart – auch in Medienfiguren wie Elon Musk. Aber warum bloß?

ZEIT ONLINE
Juve-Präsident Andrea Agnelli wollte mit der Super League den europäischen Fußball verändern. Nun ist er im Zuge von Ermittlungen wegen Bilanzfälschung zurückgetreten – und mit ihm gleich der komplette Juve-Vorstand. Wie geht es beim italienischen Rekordmeister jetzt weiter?
Juventus Ruin
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Wie es bei der Alten Dame weitergeht

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@[email protected]:#Lernprogramme #Schulfernsehen #Telekolleg und co.. Willkommen in 2020 oder so.. ;) *kchichichi*

#Programmänderungen wegen #Schulausfall

Die #Maus grüßt ab #Mittwoch #täglich

Vom #Tigerenten #Club #spezial bis zu diversen #Lernformaten: #Öffentlich-rechtliche #Sender reagieren mit #Programmänderungen auf den #Corona-Schulausfall.

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Corona und Schulausfall: So stellen die öffentlich-rechtlichen Sender ihr Programm um - DER SPIEGEL - Kultur
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