Der geopolitische Konflikt um Strategische Mineralien - Chinas Werk, Trumps Beitrag und Europas Spielraum

Haus der Bildung / VHS, Montag, 13. April um 19:00 MESZ

Im Rahmen des bilateralen Handels- und Zollkonflikts zwischen den USA und der VR China hat Peking im April 2025 den Export von Kritischen Rohstoffen, insbesondere Seltenen Erden, gestoppt und diesen von einem neuen Genehmigungsprozess sowie politischen Auflagen abhängig gemacht. Während China in Richtung USA die Lieferung Seltener Erden zumindest für ein Jahr wieder aufgenommen hat, gilt dies nicht automatisch für die EU, die weiterhin mit Peking verhandeln muss. Die Auflagen Chinas für europäische Unternehmen zur Wiederaufnahme der Rohstoff-Lieferungen sind jedoch eine Bedrohung sowohl für die europäische Zivilwirtschaft als auch die künftige Verteidigungsfähigkeit Europas. Gleichzeitig sind dieser Rohstoffkonflikt und die existentielle Importabhängigkeit von China nicht wirklich neu, sondern Politik und Wirtschaft müssen sich den Vorwurf einer Schlafmützigkeit, strategischer Fehlentscheidungen und mangelndes strategisches Denken gefallen lassen.

Dr. Frank Umbach, der seit mehr als 25 Jahren zu internationalen Energie- und Rohstoffragen arbeitet und ein international renommierter Experte sowie NATO-Consultant ist, hat bereits seit 15 Jahren vor einer zu großen Rohstoffimportabhängigkeit von China gewarnt und die gegenwärtige Entwicklung vorausgesehen.

In Kooperation mit der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, der IHK Bonn/Rhein-Sieg und dem Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS) der Universität Bonn.

Vortrag mit Diskussion, Eintritt: frei

https://bonn.jetzt/event/der-geopolitische-konflikt-um-strategische-mineralien-chinas-werk-trumps-beitrag-und-europas-spielraum

EU gas prices edge up 2% amid Hormuz reopening doubts

(Montel) European gas prices rose 2.2% on Thursday amid renewed uncertainty over the practicalities surrounding the reopening the Strait of Hormuz despite a US-Iran ceasefire agreement.

MONTEL
250 Jahre westliche Ordnung. 1776. 1789. 1791. Aufklärung, Demokratie, Freihandel, universelle Menschenrechte. Und jetzt?
Dieter Schnaas schreibt im #Tauchsieder der #WiWo, dass 2025 und 2026 als Todesjahre dessen in die Geschichte eingehen werden, was wir 250 Jahre lang unter dem „freien Westen" verstanden haben. Der transatlantische Pakt, der Europa nach 1945 stabilisiert hat, zerbricht nicht langsam – er zerbricht gerade. #Geopolitik #Zeitenwende #Europa #Transatlantik https://www.wiwo.de/politik/deutschland/dieses-ostern-ist-ein-andauernder-karfreitag-viel-bangen-und-wenig-hoffnung/100213999.html

TACO, Kreuzzug und das Ende des freien Westens — kuratiert und eingeordnet. Und nein, die Hoffnung stirbt nicht. Aber die demokratischen Politikerinnen und Politiker müssen endlich aufwachen. #Trump #USA #Demokratie #Geopolitik

http://stefanpfeiffer.blog/2026/04/09/trump/?utm_source=mastodon&utm_medium=jetpack_social

Der Kneifer, der Messias und das Ende des Westens

Trump kneift, betet und zerstört den Westen — in drei Texten eingeordnet: Das TACO-Prinzip und seine gefährliche Kehrseite, Trumps neue Staatsreligion mit MAGA-Lizenz und das Ende des transatlantis…

StefanPfeiffer.Blog

Der Kneifer, der Messias und das Ende des Westens

Täglich halte ich morgens den Atem an, wenn ich das Frühstücksfernsehen einschalte und die Nachrichten lese. Was hat Trump wieder von sich gegeben? Eigentlich möchte ich diese Artikel gar nicht mehr lesen — sie machen schlechte Laune. Aber die Autoren bringen es auf den Punkt. Deshalb möchte ich sie hier kuratieren und dokumentieren.

TACO Tuesday: Der Kneifer, der trotzdem gefährlich bleibt

Florian Harms bringt es im Tagesanbruch auf den Punkt: Der US-Präsident – selbsternannter größter Staatschef aller Zeiten – habe sich in eine Sackgasse manövriert, und die ganze Welt könne es sehen. Unter Druck keife, fauche und schimpfe er wie ein ungezogener Teenager, ein Bild, das uns jämmerlich und lächerlich erscheint. Aber leider ist die Situation ernst. Dieter Schnaas bezeichnet ihn im Tauchsieder der Wirtschaftswoche als „Prahlhans-Hegemon mit chauvinistischer Agenda und nackten Geschäftsinteressen“, der den Zenit seiner Macht überschritten habe. Doch Trump macht mir weiterhin Angst.

Jonas Stephan analysiert in seinem Gastbeitrag beim Publizisten Jan Skudlarek das sogenannte TACO-Prinzip: Trump Always Chickens Out. Das Meme, entstanden im Mai 2025, als Trump Zölle ankündigte und dann Runde für Runde zurückruderte, hat sich als geopolitische Deutungsfolie etabliert. Gerade zog er im Iran-Konflikt nach wortgewaltigen Ultimaten und martialischen Vernichtungsdrohungen mehrmals in letzter Minute die Reißleine. „Taco Tuesday“ nennt das Bastian Brauns bei t-online.

Die Befürchtung: Irgendwann kneift er nicht mehr

Das Tückische an der TACO-Erzählung ist, was sie verdeckt. Die Rückzieher waren kein spontaner Sinneswandel, sondern das Ergebnis von wirtschaftlichem Druck, politischem Widerstand im eigenen Kabinett und schlichter strategischer Planlosigkeit. Trump kneift nicht aus Klugheit, sondern weil ihm die Kontrolle entgleitet.

Wer ihn als ewigen Kneifer belächelt, übersieht, dass andere den Preis zahlen: Europäer über Energiekosten, Ukrainer über Kriegsleid, vielleicht bald Taiwanesen über etwas noch Schlimmeres. TACO ist kein Trost. TACO ist eine Ablenkung. Und ich habe die Befürchtung, dass er irgendwann einmal nicht mehr zurückzieht. Zuzutrauen ist es ihm. Oder wie es Michael Seemann schreibt: „Und dann wird er irgendwann nicht daran vorbei kommen, ein Exempel zu statuieren, um seine Glaubwürdigkeit wieder herzustellen.“

Erlöser, Kreuzzug und Hofprediger: Die neue Staatsreligion

Erst König- und Kaiser-Fantasien, jetzt göttlicher Auftrag: Donald Trumps Selbstinszenierung hat die nächste Stufe erreicht. Beim Oster-Dinner im Weißen Haus zog er offen Parallelen zu Jesus und sich — und seine evangelikalen Hofprediger beeilen sich, diese Vorlage theologisch zu veredeln. Prediger Franklin Graham betete vor laufenden Kameras, Gott habe Trump „erweckt wie die biblische Esther“, um den Iran zu besiegen. Schon nach dem Attentat auf Trump wurde eine Erlösererzählung inszeniert — wer den Schuss überlebt, den schützt offenbar eine höhere Macht.

Was dabei entsteht, ist eine Staatsreligion mit MAGA-Lizenz. Kriegsminister und Kreuzfahrer-Tattoo-Träger Pete Hegseth hält Pentagon-Gottesdienste ab und nennt den Iran-Krieg eine heilige Pflicht. Beraterin Paula White-Cain vergleicht Trumps „Leiden“ — gemeint sind seine juristischen Verfahren — mit dem Kreuzweg Jesu. Die Trennung von Kirche und Staat, eines der Gründungsprinzipien der USA, wird nicht nur aufgeweicht, sondern aktiv umgekehrt.

Bastian Brauns analysiert das bei t-online präzise. Die angeblich christlichste US-Regierung aller Zeiten betreibt eine durch und durch unchristliche Agenda. Und bringt Papst Leo XIV. und rund 400 Bischöfe, Priester und Nonnen gegen sich auf. Arnd Henze, Theologe und Publizist, hat den christlichen Nationalismus im Interview mit der SZ (€) bereits als „eine der gefährlichsten Ideologien der Welt“ bezeichnet, und er hat recht. Wir Europäer empfinden diese Inszenierungen als lächerlich. Trump ist das offensichtlich egal, solange ihm seine Hofprediger in die Hände spielen.

Das ist nicht mehr Innenpolitik. Das ist Außenpolitik — denn ein Präsident, der sich als Werkzeug Gottes versteht, verhandelt nicht. Er verkündet.

Das Ende des freien Westens – und die Chance danach

250 Jahre westliche Ordnung. 1776. 1789. 1791. Aufklärung, Demokratie, Freihandel, universelle Menschenrechte. Friedliches Europa? Aus der Traum. Nach 80 Jahren. Und jetzt?

Dieter Schnaas schreibt im Tauchsieder der WirtschaftsWoche, dass die Jahre 2025 und 2026 als Todesjahre dessen in die Geschichte eingehen werden, was wir 250 Jahre lang unter dem „freien Westen“ verstanden haben. Der transatlantische Pakt, der Europa nach 1945 stabilisiert hat, zerbricht gerade. Trump zieht die USA aus ihrer Rolle als Ordnungsmacht zurück: „America first and America ever, in full power und splendid isolation.“

Für Deutschland und Europa bedeutet das die größte sicherheitspolitische und wirtschaftliche Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg. Russland nutzt das Vakuum. China beobachtet. Und in Berlin? Die Bundesregierung scheint auf Wunder zu hoffen, statt entschlossen europäisch zu handeln. „Aussitzen ist keine politische Strategie“, schreibt Schnaas.

Schnaas endet nicht in der Resignation. Das Ende des transatlantischen Zeitalters berge – wie nach 1945 – die Chance zur Neugründung Europas. Aus der Krise könnte ein souveränes, strategisch handlungsfähiges Europa entstehen. Die Voraussetzung: politischer Mut, doch wo ist er bisher? Stattdessen lauern allenthalben die rechtsextremen Nationalisten und hoffen auf gute Wahlergebnisse.

„Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ – Aber sie stirbt nicht. Doch müssen die demokratischen europäischen Politikerinnen und Politiker endlich aufwachen und entschlossen handeln.

Quellen

Florian Harms: Tagesanbruch, t-online https://www.t-online.de/nachrichten/tagesanbruch/id_101127282/iran-gegen-usa-waffenruhe-wackelt-europa-sucht-ausweg-aus-der-krise.html

Dieter Schnaas: Tauchsieder, WirtschaftsWoche https://www.wiwo.de/politik/deutschland/dieses-ostern-ist-ein-andauernder-karfreitag-viel-bangen-und-wenig-hoffnung/100213999.html

Jonas Stephan: Gastbeitrag beim Publizisten Jan Skudlarek, Steady (€)https://steady.page/de/janskudlarek/posts/bf24cc53-e2c0-42b4-86e1-402d59f0363b

Bastian Brauns: Trumps Iran-Rückzug, t-online https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_101203388/trump-ruderte-im-iran-zurueck-was-hinter-seinem-rueckzug-steckt.html

Bastian Brauns: Christen schlagen Alarm, t-online https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/usa/id_101199554/donald-trump-darum-schlagen-immer-mehr-christen-in-den-usa-alarm.html

Arnd Henze: Interview über christlichen Nationalismus, Süddeutsche Zeitung (€) https://www.sueddeutsche.de/politik/donald-trump-religion-christentum-rechte-demokratie-li.3452561

Michael Seemann: Krasse Links No.81 https://mspr0.de/krasse-links-no-81/

#ChristlicherNationalismus #Demokratie #Deutschland #EU #Geopolitik #NoAfD #Trump #USA
Hormus-Deal nützt ohne Neustart in Katar wenig – Analysten

(Montel) Die Waffenruhe im Nahen Osten und Irans Zusage, die Straße von Hormus zu öffnen, bringen Hoffnung für den LNG-Markt. Gleichzeitig bleiben viele Fragen offen und ein Neustart der katarischen Produktion nötig, sagten Analysten zu Montel.

MONTEL
Iran-Waffenstillstand: Unsicherheit auf Gasmärkten bleibt hoch

Die USA und der Iran haben sich auf eine Waffenruhe geeinigt. Was das für den Gasmarkt und die Stadtwerke bedeutet.

ZFK – Zeitung für kommunale Wirtschaft
🇮🇷💥🛢🇦🇪🇮🇱🇺🇸 #Erdöl #Iran #Krieg #VAE #USA #Geopolitik Ölanlagen der Ölraffinerie in Al-Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wurden heute Nachmittag in Vergeltung für den Angriff auf die iranische Ölraffinerie "Lavan" angegriffen. 👉 🦬🛠🐻 Bullen & Bären
Krieg in Nahost: Trump will gemeinsam mit Iran Maut kassieren

Die Fahrt durch die Straße von Hormus könnte dauerhaft kostenpflichtig bleiben – und das Geld an Iran und die USA gehen. Saudi-Arabiens Ost-West-Pipeline wurde offenbar bei einem Drohnenangriff getroffen. Und: Welche Rolle die Bundeswehr spielen könnte. Die Liveanalyse.

DER SPIEGEL

Aus aktuellen Anlass: #GeoPolitik
Film Tipp

Der Untergang (2004) | Ganzer Film German/Deutsch
https://youtube.com/watch?v=aaHwAnPScUU&is=5LkL-9El12Hf5EiF

Der Untergang (2004) | Ganzer Film German/Deutsch

YouTube