Wusste gar nicht das man Pickel wichsen kann, ich dachte die drückt man aus ? 🤦‍♂️🧠💩

Kinder werden nicht als #Nazis #geboren, #sondern zu Nazis #erzogen!
#Rechten & #Nazi #Eltern #umgehend die #Kinder #entziehen!
Sonst werden wir die Nazis nie Los!

#AfDVerbotJetzt ❗️

(Luxemburger Wort) “Die Pride ist keine Folklore, sondern Ausdruck unserer Existenz”

Equality March, Dragshows und klare Worte: Bei der Luxembourg Pride in Esch wurde nicht nur gefeiert, sondern auch für queere Rechte laut und sichtbar demonstriert.

Direktlink

#ausdruck #folklore #keine #luxemburger #pride #sondern #unserer

Wenn Firmen zu schlecht bezahlen und Menschen #aufstocken müssen, ist das NICHT die Schuld der Arbeitenden #sondern des ArbeitsGEBERS.
Könnten wir also statt über böse #Bürgergeld -Empfänger:innen über üble Firmen reden,
die den Staat ausbeuten?
Bitte?
Danke?
https://www.radiohochstift.de/index.php?id=292&L=flapvdigdtxth&tx_news_pi1%5Bnews%5D=978979&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b4f456d74f958711ac05f353e344d4a6
Berlin | 826.000 «Aufstocker»: Staat zahlt sieben Milliarden Euro

Bürgergeld trotz ErwerbsarbeitBerlin (dpa) - Der Staat hat...

Archivfoto dokumentiert keine Misshandlung einer Deutschen, sondern ein Pogrom in der Sowjetunion

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Faktencheck

Archivfoto dokumentiert keine Misshandlung einer Deutschen, sondern ein Pogrom in der Sowjetunion

Der 8. Mai 1945 gilt als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus. Im Netz kursiert in diesem Kontext das Foto einer Frau, die offenbar öffentlich misshandelt wird. Entstand es nach dem Einmarsch der Alliierten in Deutschland? Nein, das Foto zeigt eine jüdische Frau im Jahr 1941 in der damaligen Sowjetunion.

von Sarah Thust

07. Mai 2025

Am 8. Mai 2025 begeht Berlin den 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus mit einem öffentlichen Feiertag (Foto: Sylvio Dittrich / ImageBroker / Picture Alliance) Behauptung

Ein Bild zeige eine deutsche Frau, die von Soldaten der Alliierten misshandelt worden sei.

Aufgestellt von: Beiträgen in Sozialen Netzwerken Datum:
23.03.2025

Quelle

Bewertung

Falsch
Über diese Bewertung

Falsch. Das Foto zeigt eine jüdische Frau, die im Juli 1941 in Lemberg (Lwiw) in der damaligen Sowjetunion öffentlich gedemütigt wurde. Das Gebiet wurde Ende Juni 1941 durch Truppen der Wehrmacht besetzt, im Anschluss fanden Pogrome gegen die dortige jüdische Bevölkerung statt.

Hinweis: Dieser Beitrag beinhaltet Bilder, die Gewalt zeigen, und thematisiert Verbrechen während des Nationalsozialismus.

Ein Schwarz-Weiß-Foto wird in Sozialen Netzwerken mit dem Satz verbreitet: „Die Welt weiß alles, was die Deutschen getan haben sollen. Die Welt weiß nichts von dem, was den Deutschen angetan wurde.“ Es zeigt eine ausgemergelte Frau auf einem Bürgersteig, umringt von Menschen. Ihr Gesichtsausdruck wirkt verzweifelt und geschockt.

Das Foto wird seit Jahren in Sozialen Netzwerken genutzt, um auf Vergewaltigungen deutscher Frauen im Zweiten Weltkrieg durch alliierte Soldaten anzuspielen. Zum Beispiel schrieb ein Blogger, das Foto würde „eine von Millionen“ deutschen Frauen in den Ostgebieten zeigen. Auf der Webseite DeBeste hieß es zu dem Bild, der 8. Mai 1945 sei für Deutsche unter sowjetischer Besatzung „kein Tag der Befreiung“ gewesen.

Zu den Alliierten, die damals gemeinsam gegen Deutschland unter Adolf Hitler und den Nationalsozialisten kämpften, gehörten die USA, Großbritannien, Frankreich und die damalige Sowjetunion. Laut der Historikerin Miriam Gebhardt wurden mindestens 860.000 deutsche Frauen durch alliierte Truppen vergewaltigt. Schätzungen dazu gehen jedoch auseinander.

Foto zeigt Frau in Lemberg in der damaligen Sowjetunion nach Einmarsch der Wehrmacht im Juli 1941

Das Foto hat damit aber nichts zu tun, es entstand auch nicht in Deutschland. Über eine Bilderrückwärtssuche findet es sich bei zwei Bildagenturen: BPK von der Staatsbibliothek Berlin und AKG. Laut Bildbeschreibung zeigt es eine jüdische Frau im Juli 1941 nach Einmarsch der Wehrmacht in Lemberg (Lwiw), in der damaligen Sowjetunion. Damals kam es zu einem Pogrom gegen die jüdischen Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die auf dem Gebiet der heutigen Ukraine liegt.

Ausschnitt des Bildes mit Bildbeschreibung in der Datenbank der Bildagentur BPK (Quelle: BPK; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Was war das Pogrom von Lemberg? 

CORRECTIV.Faktencheck hat das US-amerikanische Holocaust-Gedenkmuseum 2018 kontaktiert, um mehr Informationen über das Bild zu bekommen. Die Chefkuratorin für Akquisitionen Judith Cohen antwortete: „Das besagte Foto ist Teil einer bekannten Reihe, bei der wir fast sicher sind, dass sie das Pogrom von Lemberg darstellen. Die Fotos dieser Serie befinden sich in verschiedenen Archiven, darunter Yad Vashem, die Archive von Emanuel Ringelblum vom Jüdischen Historischen Institut in Warschau und die BPK in Deutschland.“ 

Als Pogrom bezeichnet man gewaltsame Ausschreitungen gegen Mitglieder einer Minderheit – im Fall Lemberg beteiligten sich daran auch ukrainische Nationalisten. Im Archiv des Holocaust Memorial Museums steht: „Ukrainische Partisanen, die von deutschen Behörden unterstützt wurden, töteten während dieses Pogroms etwa 4.000 Juden in Lemberg.“

Zahlreiche Bilder von Pogromen zwischen 1939 und 1945 belegen das Leid, das das nationalsozialistische Regime und dessen Unterstützer in Deutschland und den Nachbarländern verursachte. Auch bei Pogromen in Deutschland, Polen und Tschechien wurden etliche Menschen aus der jüdischen Bevölkerung ermordet. 

Der 8. Mai 1945 markierte mit der Kapitulation Deutschlands das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa. Ein Krieg, der laut Angaben der Bundeszentrale für Politische Bildung 60 Millionen Menschenleben kostete. 

Redigatur: Steffen Kutzner, Max Bernhard

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Author: Sarah Thust

#archivfoto #deutschen #dokumentiert #einer #keine #misshandlung #sondern

Archivfoto dokumentiert keine Misshandlung einer Deutschen, sondern ein Pogrom in der Sowjetunion

Faktencheck zum 8. Mai 1945: Das Foto einer Frau soll angeblich die Misshandlung Deutscher durch die Alliierten zeigen. Das stimmt so nicht.

correctiv.org

“after words: visual and experimental poetry in little mags and small presses, 1960-2025”: exhibition and book

After Words: Visual and Experimental Poetry in Little Magazines and Small Presses, 1960-2025, (catalogue and exhibition), Curated by Steve Clay and M. C. Kinniburgh of Granary Press, The Grolier Club, New York, NY, April 23 – July 26, 2025
[from garadinervi & Granary Books]

Clay, Steve and M.C. Kinniburgh:

AFTER WORDS: VISUAL AND EXPERIMENTAL POETRY IN LITTLE MAGAZINES AND SMALL PRESSES, 1960–2025

Granary Books, 2025. Item #3913

click to enlarge

10.75 x 8.25 in., 232 pp. smyth-sewn in wrappers. Printed full color.

This book offers a visual and thematic journey through avant-garde, concrete, visual, and experimental poetics as they appeared in ephemeral little magazines and small press publications from the 1960s onward. This book serves as an exhibition catalog for After Words: Visual and Experimental Poetry in Little Magazines and Small Presses, 1960–2025 from April 23rd to July 26, 2025, at The Grolier Club exhibition in New York City. [«The exhibition presents a wide range of international works with approximately 150 publications, including Assembling, Kontexts, Poor.Old.Tired.Horse., blewointment, Rhinozeros, The Marrahwanna Quarterly, Granary Books, Something Else Press, Edition Hansjörg Mayer, Ou, and Stereo Headphones. Poets presented include Cecilia Vicuña, bpNichol, Johanna Drucker, Tom Phillips, Emily McVarish, d.a. levy, Mirtha Dermisache, and Philip Gallo among many others»]

Small presses include: 7 Flowers Press, Agentzia, Anabasis, Asylum’s Press, Ayizan Press, Beach Books Texts & Documents, Beau Geste Press, blewointmentpress, Burning Press, C Press, Chax Press, Coach House Press, Edition Hansjörg Mayer, Edizioni Geiger, Expanded Media Editions, Fleye Press, Goliard Press, Grabhorn-Hoyem, Granary Books, Druckwerk, Hawk’s Well Press, Heiner Friedrich, The Hermetic Press, Hermetic Gallery, John Martin, Joseph Melzer Verlag, Kickshaws, Kontexts Publications, Letter Edged in Black Press, Luna Bisonte Productions, Membrane Press, Milano: East 128, New Wilderness Foundation, Nietzsche’s Brolly, Nova News, Open Book, Openings Press, PANic Press, Phenomenon Press, Poltroon Press, Renegade Press, Roaring Fork Press, Scorribanda Productions, Seedorn Verlag, Seripress, Siglio Press, Station Hill, Tarasque Press, Tetrad Press, Visual Poetry Workshop National Poetry Society of London, Wild Hawthorn Press, and Xexoxial Editions.

Little magazines include: “before your very eyes!”, A: An Envelope Magazine of Visual Poetry, Abracadabra, Alcheringa, Anti-Isolation, Approches, AQ, Assembling, Blank Tape, Bulletin From Nothing, Cenizas, Diagonal Cero, E pod, Fruit Cup, Ganglia, Geiger, Gnaoua, Industrial Sabotage, Interstate, Journeyman, Kaldron, Klacto 23, Kontakte, Kontexts, Kroklok, L=A=N=G=U=A=G=E, Libellus, Life Begins with Love, Lines, Lost and Found Times, Lost Paper, Mini, New Wilderness Letter, Pages, Poor.Old.Tired.Horse., Rawz, Revue OU, Rhinozeros, Sammelband Futura, Schmuck, Shi Shi: Concrete & Visual Poetry, Signal, Soft Need, Sondern, Spanish Fleye, Stereo Headphones, Taproot Reviews, The Acts: The Shelf Life, The Difficulties, The Improbable, The Insect Trust Gazette, The Marrahwanna Quarterly, The San Francisco Earthquake, The Subtle Journal of Raw Coinage, Toothpick Lisbon & the Orcas Islands, Unarmed: Adventurous Poetry Journal, UNI/vers(;), WhiteWalls, Xerolage, and xtant.

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Upcoming - The Grolier Club

The Grolier Club

Video zeigt keine Explosion in Syrien, sondern einen israelischen Luftangriff im Libanon

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Inmitten von Gefechten zwischen Truppen der neuen syrischen Übergangsregierung und Anhängern der Assad-Diktatur kursiert am 7. März 2025 das Video einer großen Explosion in Sozialen Netzwerken. Laut dem X-Profil „Militär News“ soll es angeblich zeigen, wie die Übergangsregierung Fassbomben auf zivile Wohnviertel in den westlichen Küstenstädten geworfen habe. Teils wird dazu behauptet, die islamistische Miliz Hay’at Tahrir al-Sham (HTS) greife aus religiösen Motiven Minderheiten an. 

Die Behauptung verbreitete sich in deutscher Sprache auch auf Facebook und Telegram – manche Medien in Italien oder dem Iran griffen das Video ebenfalls auf. Wer das Video zuerst im Kontext der Kämpfe in Syrien teilte, ist unklar.

Doch die Aufnahme hat mit Syrien nichts zu tun, sie ist älter und entstand im Libanon. 

Eine Bilder-Rückwärtssuche zeigt: Ein Bild aus dem Video führt zu einem X-Beitrag, laut dem das Video schon am 26. November 2024 auf X geteilt wurde. Der gezeigte Beitrag von damals von Al Jadeed News, einem libanesischen TV-Sender enthält das Video und ist nach wie vor abrufbar. Auf Instagram teilte LBCI Lebanon News das Video ebenfalls am 26. November 2024.

Mit einem Standbild aus dem Video lässt sich durch eine Bilder-Rückwärtssuche prüfen, ob die Aufnahme schon älter ist (Quelle: X; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Video zeigt einen Angriff im Libanon im November 2024

Mehrere Faktenchecks liefern weiteren Kontext. Laut dem US-amerikanischen Sender CNN, der französische Nachrichtenagentur AFP und der arabische Faktencheck-Organisation Misbar, zeigt das Video einen israelischen Angriff im Gebiet Qousaya in der Bekaa-Ebene im Libanon. Einen Tag später trat ein vorübergehendes Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und der im Libanon aktiven Hisbollah in Kraft. Dass dabei eine Fassbombe explodiert sei, steht in den Berichten nicht.

Einer der Medienberichte: Demnach zeigt das Video einen Luftangriff auf eine Stadt im Libanon im November 2024 (Quelle: Instagram; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Fassbomben sind improvisierte Sprengsätze, die viel Sprengstoff enthalten und teils mit Metallteilen gefüllt werden – in dicht besiedelten Regionen richten sie große Schäden an. Bekannt für deren Einsatz war laut Berichten der Vereinten Nationen und von Menschenrechtsorganisationen das Militär des ehemaligen syrischen Diktators Baschar al-Assad – sie wurden demnach regelmäßig gegen die eigene Zivilbevölkerung eingesetzt.

Syrisches Netzwerk für Menschenrechte: Mehr als 1.000 Tote bei Zusammenstößen in Syrien im März 2025

Der ehemalige Präsident Baschar al-Assad, der der alawitischen Minderheit in Syrien angehörte, ist zwar nicht mehr im Land, doch seine Anhänger sind in einigen Regionen Syriens noch bewaffnet und aktiv. Am 6. März kam es, wie unter anderem ZDF und einordneten, zu Zusammenstößen dieser Gruppen mit syrischen Sicherheitskräften in der Region um Tartus und Latakia an der syrischen Küste. Die Übergangsregierung entsendete Truppen und verhängte Ausgangssperren, um die Lage unter Kontrolle zu bekommen.

Laut der Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die in Großbritannien sitzt und den Konflikt über ein Netzwerk aus Informanten verfolgt, kamen bei den Zusammenstößen hunderte Menschen ums Leben. Darunter auch viele Zivilisten, die der alawitischen Minderheit angehören. Laut Medienberichten hat die syrische Übergangsregierung daraufhin eine Untersuchungskommission angekündigt, die die Gewalt untersuchen soll. Menschenrechtsorganisationen fordern weitere Ermittlungen. 

Redigatur: Gabriele Scherndl, Max Bernhard

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Author: Sarah Thust

#einen #explosion #keine #sondern #syrien #video #zeigt

Video zeigt keine Explosion in Syrien, sondern einen israelischen Luftangriff im Libanon

Nach Kämpfen in Syrien kursiert ein Video, das angeblich die Explosion einer Fassbombe zeigen soll. Das stimmt nicht, die Aufnahme entstand im Libanon.

correctiv.org

Video zeigt keine US-Panzer auf dem Weg nach Mexiko, sondern eine Militärparade in Polen

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„Das ist Texas“, heißt es zu einem viralen Video, das allein auf Tiktok rund zehn Millionen Aufrufe hat. Es zeigt eine lange Kolonne mit Militärfahrzeugen zu sehen, darunter mehrere Panzer, Menschenmengen stehen am Straßenrand und auf einer Brücke, von der jemand das Video filmt. 

Das Video soll angeblich zeigen, dass Trump seine Versprechen einlöse. Er entsende das Militär zur Grenze nach Texas, schreibt etwa ein X-Nutzer auf Deutsch. Auch auf Telegram und Facebook interpretieren Menschen das Video ähnlich. 

Tatsächlich hat Trump kurz nach seiner Amtseinführung Truppen zur südlichen Grenze der USA geschickt. Er hat dort einen nationalen Notstand ausgerufen. Doch das virale Video ist schon Monate davor entstanden – und zeigt nicht einmal die USA.

Trump mache Ernst mit seinem Versprechen, heißt es auf X zu dem Video. Doch anders als behauptet, hat das Video keinen Bezug zu den USA. (Quelle: X; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

Das Video ist in Polen entstanden, nicht in den USA

Mit einer Bilder-Rückwärtssuche stoßen wir auf mehrere Hinweise, dass das Video nicht die USA, sondern die polnische Hauptstadt Warschau zeigt. In einem Artikel auf Chinesisch finden wir mögliche Koordinaten vom Ort des Videos. Ein Abgleich zwischen diesen Koordinaten auf Google Maps und der Umgebung aus dem Video zeigt, dass es sich um denselben Ort handelt: eine Straße mit dem Namen Czerniakowska. Sogar die Werbetafeln am Straßenrand zeigen dieselben Anzeigen.

Ein Vergleich zwischen dem Video (oben) und der Czerniakowska Straße in Warschau auf Google Maps (unten) zeigt, dass es sich um denselben Ort handelt. Die Werbetafeln (rot und gelb markiert) zeigen dieselben Anzeigen, auch ein Zaun in der Mitte der Straße ist identisch. (Quellen: Tiktok / Google Maps; Screenshot, Collage und Markierungen: CORRECTIV.Faktencheck)

Im Video ist auch die andere Straßenseite von der Brücke aus zu sehen. Ein Vergleich dieser Perspektive zeigt ebenfalls mehrere Übereinstimmungen mit der Straße Czerniakowska.

Auch der Blick auf die andere Straßenseite belegt, dass das Video in Warschau aufgenommen wurde. Die schwarze Tafel am rechten Wegrand (blau) und ein Gebäude im Hintergrund (gelb) sind identisch. (Quellen: Tiktok / Google Maps; Screenshot, Collage und Markierungen: CORRECTIV.Faktencheck)

Video zeigt eine Militärparade in Warschau Mitte August 2024

Mit dem Namen der Straße und dem Stichwort Warschau finden wir online mehrere Aufnahmen von einer Kolonne mit Militärfahrzeugen. Sie war Teil einer Militärparade am 15. August 2024. An diesem Tag feiert Polen den Sieg gegen das damalige Sowjetrussland im Jahr 1920 bei der sogenannten Schlacht bei Warschau

Die Parade und ihre Route waren auf mehreren Seiten angekündigt: Die Militärfahrzeuge fuhren demnach auf der sogenannten Wisłostrada-Route, einer Strecke auf der linken Seite des Flusses Weichsel. Zu dieser Strecke gehört auch die Straße Czerniakowska. Die identischen Werbeanzeigen sprechen dafür, dass es sich um die Parade im Jahr 2024 handelt.

Wir konfrontierten den Tiktok-Nutzer, der mit dem Video rund zehn Millionen Aufrufe erreicht hat, mit dieser Recherche. Auf unsere Anfrage antwortete er: „Ich werde das Video entfernen“ und tat es umgehend.

Redigatur: Paulina Thom, Gabriele Scherndl

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Author: Viktor Marinov

#keine #mexiko #militarparade #panzer #sondern #video #zeigt

schwäbische zum Fall Liebich: Selbstbestimmungsgesetz ist nicht das Problem – sondern die Provokation

Unser Autor meint: Der Fall Liebich zeigt kein Scheitern des Selbstbestimmungsgesetzes. Liebichs Provokation wird vielmehr schnell abklingen.

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#liebich #nicht #problem #provokation #schwabische #selbstbestimmungsgesetz #sondern

Fall Liebich: Selbstbestimmungsgesetz ist nicht das Problem – sondern die Provokation

Unser Autor meint: Der Fall Liebich zeigt kein Scheitern des Selbstbestimmungsgesetzes. Liebichs Provokation wird vielmehr schnell abklingen.

Dieses Fahrrad-Gewinnspiel ist nicht von Zweirad Hackmann, sondern fake

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Faktencheck

Dieses Fahrrad-Gewinnspiel ist nicht von Zweirad Hackmann, sondern fake

Eine Facebook-Seite lockt mit Fotos des Unternehmens Zweirad Hackmann für einen vermeintlichen Fahrrad-Gewinn. Doch dahinter steckt Betrug.

von Faktencheck-Redaktion

05. Dezember 2024

Die Fotos in diesem Facebook-Beitrag sind irreführend, denn hinter der vermeintlichen Gewinnspiel steckt nicht Zweirad Hackmann, sondern eine Facebook-Seite, für die sich keiner verantwortlich zeigt (Quelle: Facebook; Screenshot und Collage: CORRECTIV.Faktencheck) Behauptung

Eine Facebook-Seite verschenke 150 Fahrräder nach dem Zufallsprinzip an alle, die „dankeschön“ kommentieren.

Aufgestellt von: Datum:
02.12.2024 Bewertung

Falsch
Über diese Bewertung

Falsch. Das Gewinnspiel ist gefälscht und stammt nicht von Zweirad Hackmann.

Wenige Wochen vor Weihnachten heißt es in einem Facebook-Beitrag: Wer „dankeschön“ kommentiert, könne eines von 150 Fahrrädern gewinnen. Diese Chance nutzten offenbar mehr als 500 Personen. Ein Nutzer schreibt: „Nette Initiative.“ Jemand anderes: „Super Aktion.“ Doch das angebliche Gewinnspiel ist fake. Dahinter steckt die gleiche Masche wie bei einem Betrugsversuch, über den wir bereits im vergangenen Monat berichteten.

Hinter diesem Fake-Gewinnspiel steckt nicht „Zweirad Hackmann“, sondern eine dubiose Facebook-Seite, die kein Impressum hat (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Unternehmen Zweirad Hackmann warnt vor Fake-Gewinnspielen

Die Facebook-Seite, die das Fake-Gewinnspiel veröffentlichte, heißt „E-Bike“. Sie wurde erst am 30. Oktober 2024 erstellt und hat nur wenige Follower. Obwohl in den Fotos des Facebook-Beitrags der Name „Zweirad Hackmann“ steht, taucht dieser nicht auf der Facebook-Seite auf. Im Reiter „Seitentransparenz“ ist niemand eintragen, der für die Inhalte der Seite verantwortlich wäre. 

Eine Google-Suche nach dem Unternehmen „Zweirad Hackmann“ zeigt: Weder auf dessen Webseite noch auf der offiziellen Facebook-Seite gibt es ein solches Gewinnspiel. Das Unternehmen warnte bereits im September 2024 vor Fakes, bei denen der Name des Unternehmens fälschlich genutzt wird.

Eine Facebook-Nutzerin erkannte den Betrug und veröffentlichte eine Bewertung auf der gefälschten Facebook-Seite. Sie schreibt: Das Gewinnspiel sei fake, die Seite dahinter „dubios“.

Eine Facebook-Nutzerin warnt in den Bewertungen vor dem Fake-Gewinnspiel (Quelle: Facebook; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

Gefälschtes Gewinnspiel hat keine Teilnahmebedingungen

Auffällig ist auch, dass der Facebook-Beitrag keine Teilnahmebedingungen enthält. Diese sind jedoch der „rechtliche Kern“ eines Gewinnspiels, wie die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main auf ihrer Webseite erklärt.

Wer das Fake-Gewinnspiel kommentiert, erhält eine Nachricht des Seitenbetreibers. Darin heißt es unter anderem: Um zu gewinnen, soll der Nutzer den Facebook-Beitrag in fünf Facebook-Gruppen teilen. Das ist eine typische Masche von Betrügern, über die wir schon häufig berichteten. Sie führt dazu, dass mehr Personen von dem betrügerischen Gewinnspiel erfahren und potenziell daran teilnehmen.

Die Facebook-Seite antwortet wenige Minuten nachdem ein Nutzer das Fake-Gewinnspiel kommentiert hat (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

In der Regel folgt eine weitere Nachricht mit Links, die häufig zu einer externen Webseite führen. Wenn Nutzerinnen und Nutzer dort ihre Daten eingeben, werden diese für Phishing-Versuche genutzt. Das heißt, es können Werbeanrufe oder E-Mails mit Spam folgen. Davor warnt nicht nur die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, sondern auch Facebook. Trotz der Warnungen existieren betrügerische Inhalte wie diese jedoch weiter auf der Plattform. 

Daran kann man unseriöse Facebook-Seiten erkennen: 

  • Ist das Facebook-Profil mit einem blauen Haken verifiziert?
  • Gibt es ein Impressum?
  • Liegt die Follower-Anzahl in einer glaubwürdigen Größenordnung für die Bekanntheit einer Marke oder Person?
  • Welche Art von Beiträgen werden auf dem Facebook-Profil veröffentlicht?
  • Wann wurde die Seite erstellt?

Redigatur: Matthias Bau, Viktor Marinov

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Author: Kimberly Nicolaus

#dieses #fahrrad #gewinnspiel #hackmann #nicht #sondern #zweirad

Dieses Fahrrad-Gewinnspiel ist nicht von Zweirad Hackmann, sondern fake

Eine Facebook-Seite lockt mit Fotos des Unternehmens Zweirad Hackmann für einen vermeintlichen Fahrrad-Gewinn. Doch dahinter steckt Betrug.

correctiv.org

Ultraschall-Video einer Abtreibung ist nicht echt, sondern aus einem Film

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Faktencheck

Ultraschall-Video einer Abtreibung ist nicht echt, sondern aus einem Film

Online kursiert ein Video von einem Ultraschall, das angeblich eine Abtreibung „unter Qualen“ für den Fötus zeigen soll. Doch das Material ist nicht authentisch, es stammt aus einem umstrittenen Film einer Abtreibungsgegnerin.

von Paulina Thom

04. Dezember 2024

Mit diesem Video eines Ultraschalls wird online gegen Abtreibungen argumentiert, doch es handelt sich um keine echte Aufnahme, sondern eine Filmszene (Quelle: X; Screenshot und Collage: CORRECTIV.Faktencheck)
Behauptung

Ein Video eines Ultraschalls zeige, wie ein „Baby unter Qualen“ gegen die Pinzette oder Zange eines Abtreibungsarztes kämpfe.

Aufgestellt von: Beiträgen in Sozialen Netzwerken Datum:
16.11.2024

Quelle

Bewertung

Falsch
Über diese Bewertung

Falsch. Die Ultraschall-Aufnahme stammt aus dem Film „Unplanned“ von 2019, für den eine Abtreibung an einem Fötus in der 13. Woche nachgestellt wurde. Bei dem Instrument handelt es sich nicht um eine Pinzette oder Zange, sondern um ein Saugröhrchen. Laut Fachleuten stellt die Filmszene einen Schwangerschaftsabbruch teils falsch dar.

Seit Mitte November kursiert in Sozialen Netzwerken eine angebliche Ultraschall-Aufnahme einer Abtreibung. Das Video verbreitete sich international – mehr als 250.000 Ansichten erreichte es in deutschen Beiträgen auf Telegram und X. In der kurzen Sequenz ist ein Fötus zu sehen, der sich mehrfach ruckartig bewegt. Dazu heißt es, das Video zeige, wie ein „Baby unter Qualen“ gegen die „Pinzette“ oder „Zange“ eines Abtreibungsarztes kämpfe. Das Video sei „das stärkste Argument, das jemals gegen eine Abtreibung vorgebracht wurde“, heißt es in vielen Beiträgen. 

Doch die angebliche Ultraschall-Aufnahme ist nicht echt. Sie stammt aus einem umstrittenen Film einer Abtreibungsgegnerin. Die Aufnahme ist laut mehreren Fachärztinnen nicht realistisch – ein Fötus kann in dem gezeigten Stadium keinen Schmerz empfinden. 

Das Video in Sozialen Netzwerken tauchte zeitgleich zu einer Mitte November in den Bundestag eingebrachten Initiative auf. Abgeordnete der SPD und Grünen stellten einen Gesetzentwurf vor, der vorsieht, den Paragraph 218 des Strafgesetzbuches zu streichen und Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland bis zur 12. Woche zu legalisieren. Derzeit sind Abtreibungen eine Straftat. Abtreibungen bis zur 12. Woche sind jedoch straffrei, sofern die Schwangere sich zuvor beraten lässt oder der Abbruch aufgrund einer Vergewaltigung durchgeführt wird. Nach der 12. Woche ist eine Abtreibung nur legal, wenn eine medizinische Indikation vorliegt – also Lebensgefahr oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes der Schwangeren besteht.

Dutzende Nutzerinnen und Nutzer auf X verbreiteten diese angebliche Ultraschall-Aufnahme mit der Behauptung, sie zeige eine Abtreibung. Doch die Aufnahme ist weder echt noch realistisch. (Quelle: X; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

Angebliche Ultraschall-Aufnahme stammt aus dem Film „Unplanned“ von 2019

Eine Bilder-Rückwärtssuche zeigt: Die angebliche Ultraschall-Aufnahme kursierte in einem englischsprachigen Tiktok-Beitrag schon im Dezember 2022. Darunter kommentierten mehrere Nutzerinnen und Nutzer, dass die Aufnahme fake und aus dem Film „Unplanned” sei.

Mit diesen Hinweisen finden wir die entsprechende Filmszene auf Youtube. Eine Frau liegt bei Bewusstsein und mit Schmerzen auf einem OP-Tisch. Zwischendurch kommt es zu Dialogen zwischen dem medizinischen Personal, immer wieder schwenkt die Kamera auf einen Monitor mit Ultraschall-Aufnahmen. Dort ist ein Fötus zu sehen, der tritt und sich zu wehren scheint, als ein Objekt in den Uterus eingeführt wird. Das Video in Sozialen Netzwerken ist ein Zusammenschnitt aus dem Film. Der Ausschnitt wurde vergrößert und beschleunigt, doch die Bewegungen des Fötus sind identisch. 

Die Bewegungen des Fötus in der Filmszene entsprechen denen im Video in Sozialen Netzwerken. Anders als behauptet, ist die Ultraschall-Aufnahme nicht authentisch. (Quelle: Youtube; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Ultraschall-Aufnahme der Abtreibung laut Expertinnen nicht realistisch

Wir wandten uns mit der Filmszene an Gynäkologen und Gynäkologinnen, die operative Abtreibungen durchführen. Jana Maeffert, Gynäkologin aus Berlin, antwortete uns, dass es sich – anders als online beschrieben – bei dem zur Abtreibung verwendeten Instrument nicht um eine „Pinzette“ oder „Zange“ handele, sondern um ein Saugröhrchen. Den im Film gezeigten Fötus schätzt Maeffert auf die 14. bis 16. Woche.

Prinzipiell könne eine Absaugung so aussehen, schrieb Maeffert, allerdings sei die Ultraschall-Aufnahme nicht echt und „dramaturgisch überspitzt“. „Völlig falsch dargestellt“ sei die „‚leere‘ schwarze Uterushöhle“ nach der Absaugung. Zudem „wehre“ sich ein Fötus nicht und auch das gezeigte „Zappeln“ sei komisch und untypisch, schrieb Maeffert. In diesem Stadium der Schwangerschaft habe ein Fötus weder ein Bewusstsein noch ein Schmerzempfinden. 

Das American College of Obstetricians and Gynaecologists, schreibt auf seiner Webseite, dass die Wissenschaft sich einig sei, dass ein menschlicher Fötus erst nach mindestens 24 bis 25 Wochen in der Lage ist, Schmerzen zu empfinden. Maeffert verwies auf eine Auswertung des Royal College of Obstetricians and Gynaecologists von 2022, nach der es unwahrscheinlich sei, dass Föten vor der 28. Woche Schmerz empfinden können. 

Ähnlich äußerten sich weitere Ärztinnen nach Erscheinen des Films 2019, etwa gegenüber dem Magazin Glamour und der New York Times. Föten hätten in diesem Stadium der Schwangerschaft keine Reflexe, würden nicht mit den Beinen strampeln und vor einem Objekt zurückschrecken. Der Teil des Gehirns, der Gefahren wahrnehme, sei noch nicht ausgebildet.

Anders als in den USA und in der Filmszene wird eine Schwangerschaftsabbruch mittels Absaugung in Deutschland laut Maeffert meistens in Vollnarkose durchgeführt.

Abtreibungsszene basiert auf zweifelhaften Memoiren einer Abtreibungsgegnerin 

Der Film „Unplanned“ von 2019 basiert auf den Memoiren von Abby Johnson, die bis 2009 eine Abtreibungsklinik im US-Bundesstaat Texas leitete, sich aber später der Pro-Life-Bewegung anschloss und sich gegen Abtreibungen und Verhütungsmethoden engagierte. Schlüsselmoment für ihren Wandel war laut eigener Aussage ebenjene Situation einer Abtreibung, die in der Filmszene zu sehen ist. 

Doch daran gibt es Zweifel und faktische Ungereimtheiten. Die Abtreibungsklinik bestritt die beschriebene Abtreibung, wie das Magazin Texas Monthly 2010 berichtete. Johnson behauptete, die Abtreibung sei am 26. September 2009 an einer Schwarzen Patientin in der 13. Woche vorgenommen worden. Doch Daten, die Texas Monthly einsah, belegen: Es gab an dem Tag keine einzige Abtreibung in diesem Stadium und die einzige an dem Tag durchgeführte Abtreibung an einer Schwarzen Patientin betraf die 6. Woche, bei der kein Ultraschall eingesetzt wurde. Laut diensthabendem Arzt assistierte Johnson zudem bei keiner Abtreibung am 26. September. Dass sie sich im Datum geirrt haben könnte, ist unwahrscheinlich, weil die Klinik sonst nur noch am 12. September operative Abtreibungen durchführte, heißt es bei Texas Monthly.

Redigatur: Steffen Kutzner, Matthias Bau

Die wichtigsten, öffentlichen Quellen für diesen Faktencheck:

  • Fetal Awareness Evidence Review, Royal College of Obstetricians and Gynaecologists, Dezember 2022: Link (Englisch, archiviert)
  • Gestational Development and Capacity for Pain, American College of Obstetricians and Gynaecologists: Link (Englisch)
  • The Convert, Texas Monthly, Februar 2010: Link (Englisch, archiviert)

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Author: Paulina Thom

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