4/ „Die brütende Ratlosigkeit der politischen Klasse, die flüchtige Hoffnung, dass es schon nicht so schlimm kommen wird und der lähmende Attentismus, mag an die Endzeit der DDR erinnern. Die SED-Führung befand sich nach 1985 in einem Dilemma. Einerseits ahnte sie, dass Michail Gorbatschow eine Revolution anzettelte, die die Nachkriegsordnung zum Einsturz bringen konnte. Andererseits verdankte die DDR der Sowjetunion, der Siegermacht des Zweiten Weltkrieges, ihre Existenz und es war Staatsraison der DDR, Moskau zu gehorchen.“
Ja, es war schlimm. #Sandow hatte ja den Song Born in the GDR:
Wir bauen auf und tapeziern nicht mit,
Wir sind sehr stolz auf Katarina Witt.
Das mit dem Tapezieren bezog sich auf einen Spruch von Honecker: Wenn der Nachbar seine Wohnung renoviert, müssen wir das ja nicht auch machen.
„Vielleicht werden erst Jüngere kühl, ohne Affekte und bohrenden Abschiedsschmerz die transatlantische Trennung vollziehen und erkennen, was die USA sind – ein unberechenbarer Konkurrent in der neuen, gewalttätigen Weltordnung.“
Wusch.