@chpietsch
Ich glaube, ich bin inzwischen so voreingenommen, dass ich mich auch dann nicht begeistern kann, wenn ich dort viel Kluges höre. Ich hatte damals auch viele Interviews von ihr gehört. Die waren nicht besser als das Buch.
Sie hat die DDR nicht erlebt und verbreitet einfach ein durch und durch negatives Bild. Zum Beispiel behauptet sie es habe keine Waschmaschinen gegeben. Meine Eltern hatten seit meiner Geburt 1968 eine und ich hatte als Student auch eine. Die konnte man gebraucht kaufen. Für die Finanzierung der Waschmaschinen gab es Ehekredite usw. usf. Das ist hier aufgeschrieben:
https://so-isser-der-ossi.de/2024/04/08/waschmaschinen-und-schwule-in-der-ddr-und-lesben-natuerlich-auch/
Mir ist beim Lesen von #Hoyer aufgegangen, dass es DIE DDR gar nicht gab, sondern viele verschiedene. Verschiedene Phasen und vielleicht auch verschiedene Orte in der DDR. Berlin war garantiert anders, das ist klar. Aber die Ehekredite gab es sicher für das ganze Land.
Für Fragen wie Umgang mit Homosexualität spielt der Stadt-Land-Unterschied eine Rolle. Das ist ja heutzutage auch noch so. Aber die zentralen Vorgaben, die Bücher, die man kaufen konnte, und die Erziehung war eben relativ einheitlich.
@kattascha