Das kommt nach einem kĂŒrzlichen Schuldspruch eines US-Gerichts in Los Angeles gegen Meta und Youtube wegen ungenĂŒgendem Schutz von MinderjĂ€hrigen und absichtlich eingebauten, psychisch abhĂ€ngig machenden Mechanismen auf diesen Plattformen.

=> weitere Verfahren sind natĂŒrlich absolut gefĂ€hrlich fĂŒr das GeschĂ€ftsmodell, und somit sperrt Meta diese Anzeigen đŸ„·.

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#USA #gerichtsverfahren #plattformregulierung

RE: https://eupolicy.social/@alderik/116387297935346408

Alderik (@[email protected])

“Meta on Thursday began removing advertisements from attorneys who were seeking clients that claim to have been harmed by social media while under the age of 18.” https://www.axios.com/2026/04/09/meta-social-media-addiction-ads

EUpolicy.social - A Mastodon server for the EU bubble

đŸ€” Nur fĂŒr Erwachsene oder Personen ab 14 Jahren und trotzdem sind Kinder da?

Wenn eine Plattform von Kindern und Jugendlichen genutzt wird oder wenn es wahrscheinlich ist, dass sie darauf zugreifen können, muss die Plattform die Regeln des Gesetzes ĂŒber digitale Dienste und die Leitlinien zum Schutz MinderjĂ€hriger befolgen.

📌 Der Digital Services Act #DSA gilt nicht fĂŒr private Messaging-Dienste oder -Funktionen.

#Jugendmedienschutz #Plattformregulierung #FediEltern

Hype um Prediction Markets

Wetten, dass Jesus vor 2027 zurĂŒckkehren wird

Prediction Markets sind in vielen LĂ€ndern illegal. Das Wetten auf zukĂŒnftige politische und gesellschaftliche Ereignisse wird aber immer populĂ€rer. Dabei sind die Wetten manipulationsanfĂ€llig und ethisch teilweise höchst fragwĂŒrdig.

„Die langfristige Vision ist, alles zu finanzialisieren und aus jeder Meinungsverschiedenheit ein Handelsgut zu machen“, sagt Tarek Mansour, MitbegrĂŒnder und GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Kalshi. Plattformen wie Polymarket und Kalshi ermöglichen potenziell das Wetten auf jedes zukĂŒnftige Ereignis.

Laut SchÀtzungen von Similarweb verzeichnete Polymarket im MÀrz 2026 etwa 45,3 Millionen Besuche. Die zunehmende PopularitÀt gilt mitunter den Ereigniswetten, also dem Wetten auf den Eintritt oder eben das Ausbleiben jener Ereignisse.

Die Nutzer:innen entscheiden selbst, auf welche Ereignisse sie wetten möchten. „Wird Jesus Christus vor 2027 zurĂŒckkehren?“ – die Chance steht laut Polymarket bei vier Prozent.

„Dystopischer Todesmarkt“

In letzter Zeit hĂ€ufen sich jedoch Berichte ĂŒber weniger harmlose Wettangebote. Ereigniswetten betreffen beispielsweise auch den Beginn und das Ende von Kriegen – oder sogar den detaillierten Verlauf und konkrete Menschenleben.

„Ekelhaft“ nennt dies Seth Moulton, US-Kongressabgeordneter der Demokratischen Partei: Nachdem Iran ein US-Kampfflugzeug abgeschossen hatte und die Suche nach dem zweiten Piloten anhielt, hatten Nutzer:innen von Polymarket Wetten auf den genauen Tag seiner Bergung abgeschlossen. Polymarket hat das Wettangebot wenig spĂ€ter aufgrund von „IntegritĂ€tsstandards“ zwar deaktiviert, doch Moulton konterte, es seien auf der Plattform weiterhin Hunderte solcher „Kriegswetten“ aktiv und Polymarket sei ein „dystopischer Todesmarkt“.

Das Wetten auf RaketeneinschlĂ€ge ist ein Routine-Angebot auf Polymarket. Mitunter geht es um hohe BetrĂ€ge. Die Wettenden gewinnen oder verlieren, wenn eine Rakete nicht abgefangen wird oder eben trifft. Das ist die definitorische Voraussetzung in der Rubrik „MilitĂ€rschlĂ€ge“: Es muss ein Treffer sein. Als Basis der ÜberprĂŒfung dient, was in der Presse steht.

Emanuel Fabian, Journalist der Times of Israel, erfuhr dies auf unangenehme Weise. Er hatte im Laufe des 10. MĂ€rz 2026 ein „relativ unwichtiges Update“ zu einem bestĂ€tigten Raketentreffer veröffentlicht, sagt er dem Guardian. Kurz darauf erhielt er etliche Drohungen: „Dir bleiben noch 90 Minuten die LĂŒge zu korrigieren.“ Eine andere Person drohte laut dem Bericht: „Nachdem du uns 900.000 Dollar Verlust beschert hast, werden wir mindestens denselben Betrag investieren, um dich fertigzumachen.“

Die Spur der Drohungen fĂŒhrt auf Polymarket: Die WetteinsĂ€tze fĂŒr RaketeneinschlĂ€ge, ĂŒber die Fabian berichtete, beliefen sich am 10. MĂ€rz auf rund 23 Millionen US-Dollar. Drohungen dieser Art lassen laut Fabian die Prognose zu, dass Journalist:innen bald hĂ€ufiger unter dem Druck stehen könnten, ihre Berichterstattung an das gewĂŒnschte Ergebnis von Wetten anzupassen. Denkbar ist, dass eine Beteiligung an Wetten eine falsche oder verzerrende Berichterstattung befördern könnte.

Manipulation und Insiderhandel schwer verhinderbar

„Gesellschaftswetten“ haben analog zum klassischen Finanzmarkt aber nicht nur das Problem ethischer GrundsĂ€tze, sondern auch von Insiderhandel. Darunter versteht man, dass Menschen mit Vor- oder Insiderwissen dieses am Markt gezielt ausnutzen, um Gewinne zu machen.

Am Tag vor den ersten Angriffen der USA und Israels auf den Iran platzieren mehr als 150 Polymarket-Accounts hohe Wetten, mit denen sie den Angriff noch wenige Stunden vorher richtig „vorhersagen“. Ein besonders auffĂ€lliger Account konnte ĂŒber den Verlauf mehrerer Wetten 93 Prozent der unangekĂŒndigten US-MilitĂ€rschlĂ€ge korrekt prognostizieren. Kurz vor Beginn des Waffenstillstandes zwischen den USA und Iran wiederholte sich das Muster: Mindestens 50 neu erstellte Polymarket-Accounts wetteten mit hohen EinsĂ€tzen, nur wenige Stunden davor. Ein Ă€hnlicher Vorgang hatte sich bereits im Januar kurz vor der US-MilitĂ€raktion in Venezuela zugetragen. Ein Account „antizipierte“ die Gefangennahme Maduros und konnte damit innerhalb weniger Stunden mehr als 400.000 US-Dollar Gewinn einfahren.

In einem anders gelagerten Fall hat ein Account eine Million US-Dollar durch das Wetten auf Googles „Year in Search 2025“ gewonnen. Die Erfolgsrate dabei: 22 von 23 Malen richtig „geraten“. Auf die Wallet dieses Accounts wurden vorher drei Millionen US-Dollar eingezahlt und sofort hohe Wettsummen platziert. Auch Googles Freigabedatum von Gemini 3.0 Flash hatte derselbe Account zuvor richtig prognostiziert.

Wer diese mutmaßlichen Insider:innen sind, ist nur schwer nachverfolgbar. Alle Polymarket-Accounts können anonym betrieben werden. Zudem laufen sĂ€mtliche Trades ĂŒber die Plattform-eigene KryptowĂ€hrung. GeldflĂŒsse lassen sich auf diese Weise offenbar leicht verschleiern. Dennoch sah sich die Trump-Regierung dazu genötigt, eigene Mitarbeiter:innen vor Insider Trading zu warnen, berichtet das Wall Street Journal.

Wir haben sowohl Polymarket als auch Kalshi Presseanfragen geschickt, auf die beide Unternehmen allerdings nicht reagiert haben.

In Deutschland verboten, in den USA Graubereich

In Deutschland sind sogenannte Gesellschaftswetten prinzipiell verboten, die Gemeinsame GlĂŒckspielbehörde der LĂ€nder (GGL) warnt vor der Teilnahme. In einer Mitteilung der Behörde heißt es:

Aufgrund der hohen Manipulationsgefahr sind solche Wetten laut § 3 Abs. 1 Satz 4 in Verbindung mit § 4 Abs. 5 des GlĂŒcksspielstaatsvertrags 2021 (GlĂŒStV 2021) nicht genehmigungsfĂ€hig.

Wer bei Polymarket oder anderen Plattformen wettet, macht sich somit strafbar. Polymarket bietet ein deutsches User-Interface an, mit einer deutschen IP-Adresse lassen sich dort keine Wetten platzieren. Solches Geoblocking lÀsst sich allerdings technisch recht einfach umgehen.

In den USA ist die Rechtslage unĂŒbersichtlich. Die US-Aufsichtsbehörde „Commodity Futures Trading Commission“ (CFTC) untersagt im Prinzip das Wetten in Bezug auf Krieg, Terror und Attentate. Die US-basierte Plattform Kalshi hĂ€lt sich daran, bei Polymarket zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Die Wetten auf Kriegsereignisse laufen dort nicht ĂŒber das US-GeschĂ€ft, sondern ĂŒber die internationale Sparte des Anbieters. Sogenanntes „Offshore Trading“ macht es möglich.

Indes haben US-Kongressabgeordnete, darunter Chris Murphy (Demokratische Partei), neue GesetzesvorschlĂ€ge eingebracht. Das Wetten auf Regierungshandeln, Krieg, Terror und Ă€hnliche Ereignisse soll demnach auf gesetzlicher Ebene verboten werden. Auch Ereignisse, die sich von Einzelnen leicht manipulieren lassen, sollen darunter fallen – beispielsweise, ob Trump im April das Wort „RINO“ verwenden wird.

Prinzipiell soll das gesetzliche Verbot von Insider Trading auf die Prediction Markets ausgeweitet werden. Eine Abgeordnetengruppe forderte die CFTC zudem dazu auf, bis zum 15. April eine Reihe von Fragen zu ihrer Aufsichtsrolle zu beantworten. Darunter auch, warum die Behörde nicht gegen kriegsbezogene Wetten vorgeht und ob es Interessenkonflikte zwischen Finanzmarkt-Akteuren und hochrangigen Regierungsmitgliedern gibt.

Aktuell ist jedoch mit wenig Gegenwind von US-Behörden zu rechnen. WĂ€hrend die Biden-Administration gerichtlich gegen Prediction Markets vorging, hat die Trump-Regierung die Untersuchungen gegen Polymarket einstellen lassen. Michael Selig, Vorsitzender der CFTC, sagte gar, unter seiner Leitung sei es den Predictions Markets möglich, in den USA „aufzublĂŒhen“.

Familie Trump will mitmischen

Indes hat die Familie Trump PlĂ€ne fĂŒr eine eigene Prognoseplattform: „Truth Predict“. Donald Trump Jr. ist zudem nicht nur als Berater fĂŒr Polymarket und Kalshi tĂ€tig, sondern hat mit seiner Investmentfirma 1789 Capital auch direkt in Polymarket investiert.

Da die neuen Online-Plattformen auch im SportwettengeschĂ€ft regulĂ€rer Wettanbieter mitmischen und wenig reguliert sind, seien klassische Sportwettenanbieter laut CNNbesorgt. Eine anonym bleibende Person aus der Branche sagte demnach, die Beteiligung der Familie Trump an PrognosemĂ€rkten sei ein „entscheidender Faktor in dieser politischen Angelegenheit“.

Abgeordnete der Republikanischen Partei zögerten offenbar, sich in Washington in einen Streit einzumischen, der dem GeschÀft der Familie Trump schaden könnte.

Denis Glismann ist von April bis Juni 2026 Praktikant bei netzpolitik.org. Er schließt aktuell seinen Master in Politikwissenschaft an der FU Berlin ab. Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemĂ€ss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

Hype um Prediction Markets – Beueler-Extradienst

Hype um Prediction Markets: Wetten, dass Jesus vor 2027 zurĂŒckkehren wird

https://netzpolitik.org/2026/hype-um-prediction-markets-wetten-dass-jesus-vor-2027-zurueckkehren-wird/

Prediction Markets sind in vielen LĂ€ndern illegal. Das Wetten auf zukĂŒnftige politische und gesellschaftliche Ereignisse wird aber immer populĂ€rer. Dabei sind die Wetten manipulationsanfĂ€llig und ethisch teilweise höchst fragwĂŒrdig.

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Credits: Gemeinfrei-Ă€hnlich freigegeben durch unsplash.com Jose Manuel Esp

Meta und Google wurden verurteilt – wegen Suchtarchitektur.
Nicht wegen Datenmissbrauch.
Weil ihre Plattformen AbhÀngigkeit bauen.

Konrad Rennert legt offen, wie dieser unsichtbare Faden funktioniert – und warum wir jetzt eine Inventur unseres digitalen Kontrollverlusts brauchen.

👉 Details im Original‑Beitrag: https://konrad-rennert.de/vom-sucht-urteil-zur-daten-inventur-der-unsichtbare-faden-des-tc-strings/

#DigitaleSouverÀnitÀt #Datenschutz #TCString #Aufmerksamkeitsökonomie #Fediverse #Digitalpolitik #Ethik #Plattformregulierung #DigitalesGemeinwohl

Viele fragen jetzt: »Was denn stattdessen?« Na ja: Plattformen endlich in die Verantwortung nehmen. Dark Patterns verbieten, bestehende Gesetze durchsetzen, VerstĂ¶ĂŸe sanktionieren. Aber ein Social-Media-Verbot fĂŒr Jugendliche ist fĂŒr die Politik natĂŒrlich bequemer, als Regeln, die es lĂ€ngst gibt, konsequent anzuwenden.

#Jugendschutz #Digitalpolitik #Plattformregulierung

/kuk

DIGITAL SERVICES ACT

Die EU informiert europaweit ĂŒber Inhalte und Ziele des DSA.
Was regelt das Gesetz konkret?

Überblick hier:
https://www.klicksafe.de/news/europaweite-kampagne-erklaert-den-digital-services-act

#DSA #EURecht #Plattformregulierung

RE: https://mastodon.social/@ifun/116165233633651612

VerbraucherschĂŒtzer bemĂ€ngeln, dass Meldefunktionen in iOS‑Apps von Amazon, Zalando, TikTok, Instagram, YouTube und weiteren Plattformen schwer auffindbar, unnötig kompliziert und teils nicht rechtskonform umgesetzt sind.

#iPhone #iOS #Apple #DigitaleDienste #DigitalServicesAct #Verbraucherschutz #Plattformregulierung
#ContentModeration #OnlinePlattformen #Meldewege #Beschwerdeverfahren #Jugendschutz #EURecht #TikTok #Instagram #YouTube #Amazon #Zalando

Discord fĂŒhrt „Teen-by-Default“-Einstellungen weltweit ein – AltersprĂŒfung wird Standard
Discord rollt ab Anfang MĂ€rz 2026 weltweit neue Jugendschutzmechanismen aus. KĂŒnftig werden alle neuen und bestehenden Accounts standard
https://xboxdev.com/discord-fuehrt-teen-by-default-einstellungen-weltweit-ein-alterspruefung-wird-standard/
#News #Altersverifikation #ContentFilter #Datenschutz #Discord #FacialAgeEstimation #Jugendschutz #KIAltersmodell #Plattformregulierung #TeenbyDefault
Die SPD entdeckt plötzlich oder endlich (?) Digitalpolitik: Open Source statt Microsoft-AbhÀngigkeit, gesetzliche Pflichten statt Plattform-Freiwilligkeit, Digitalsteuer statt PR-Fotos mit Google.
Vieles davon richtig. Nur sollte man dann auch dort entscheiden, wo man es noch kann, z.B. in Niedersachsen und Microsoft Teams rausschmeißen. Sonst ist es nur heiße Luft
#Digitalpolitik #SPD #Plattformregulierung #Altpapier | https://www.mdr.de/altpapier/das-altpapier-4512.html
Kolumne: Das Altpapier am 27. Januar 2026 – Was tun zwischen Pest und Cholera?

Bald dĂŒrfte es drei Tiktok-Versionen geben, die zwar Ă€hnlich aussehen, aber unter den Displays unterschiedlich funktionieren. Fließen dann noch mehr europĂ€ische Daten nach China und in die USA?

MDR