Iranische Anarchisten: Der Aufstand ist „echte Selbstorganisation durch einfache Menschen“

Iranische Anarchisten: Der Aufstand ist „echte Selbstorganisation durch einfache Menschen“

Interview mit Mitgliedern der Anarchist Front, einem Kollektiv, das Informationen über Ereignisse im Iran, in #Afghanistan und #Tadschikistan verbreitet

Der Aufstand im Iran dauert nun schon über eine Woche an. Es ist nicht nur ein wirtschaftlicher Protest, sondern auch eine praktische Revolte gegen die gesamte Logik der Staatsmacht. Die Menschen haben die Kontrolle über die Straßen gestört, die Symbole der Unterdrückung zerstört und sich den Kugeln entgegen gestellt. Das ist genau #Anarchie in Aktion: Lähmung der Regierungsmaschinerie von unten, ohne dass eine sofortige Ablösung durch eine neue Macht nötig ist.

Das Regime reagierte mit direkten Schüssen, #Razzien in Krankenhäusern und #Massenverhaftungen, doch die #Niederschlagung ist bisher gescheitert. Sporadische und flexible Taktiken (Autos anzünden, Kameras zerstören und Einsatzwege blockieren) haben die Macht vom Zentrum an den Rand verlagert und Raum für echte Selbstverwaltung geschaffen: #Massenspenden, Verteidigung von Krankenhäusern und direkte #Informationsverbreitung ohne Zwischenhändler.

Um mehr zu erfahren, haben wir einige Fragen an die Anarchist Front geschickt, ein Kollektiv, das Informationen über Ereignisse im #Iran, in Afghanistan und Tadschikistan verbreitet.

Wie groß ist die Unterstützung für die Streiks in der Bevölkerung?

Die Unterstützung für radikale #Streiks und #Proteste im Iran ist extrem weit verbreitet. Von den zweiunddreißig Provinzen des Iran haben nur zwei oder drei nicht an diesen Streiks und Protesten teilgenommen.

Wie würdest du den aktuellen #Generalstreik im Iran charakterisieren? Was hat den #Streik ausgelöst?

Derzeit finden Streiks und Proteste gleichzeitig statt, und die Situation eskaliert rasch. Was als friedliche Schließung des Großen Basars von Teheran durch Ladenbesitzer begann, wurde gewalttätig, nachdem Sicherheitskräfte eingriffen. Von dort aus breiteten sich die Proteste schnell auf Städte im ganzen Land aus.

Im Zentrum dieser Unruhen stehen unerträglicher wirtschaftlicher Druck und eine galoppierende Inflation, die das tägliche Leben für große Teile der Gesellschaft unmöglich gemacht haben. Die ersten Streiks entstanden unter Handyverkäufern, ausgelöst durch das Chaos schwankender Wechselkurse und die explodierenden Kosten für importierte Waren.

Diese Proteste sind vollkommen spontan und selbstorganisiert. Es gibt keine Führung, keine politische Fraktion, die sie lenkt, und kein zentrales Kommando, das Befehle erteilt. Das ist Wut, die direkt von der Basis kommt.

Gleichzeitig versucht der Sohn des ehemaligen iranischen Königs erneut, aus der Situation Kapital zu schlagen. Wann immer im Iran Proteste ausbrechen, beeilt er sich, sie als seine eigenen zu beanspruchen. Zwar hat er einige Anhänger im Land, doch der Großteil seiner Anhängerschaft lebt im Ausland. Abgesehen von den #Royalisten haben Jahrzehnte der Unterdrückung durch die Islamische Republik die Möglichkeit, dass andere organisierte Oppositionskräfte im Land entstehen, praktisch zunichte gemacht.

Wie werden die Proteste organisiert und welche Gruppen versuchen, davon zu profitieren?

Diese Welle begann mit der Schließung von Märkten als Reaktion auf den katastrophalen Zusammenbruch des Rial, extreme Inflation, steigende Steuern und die völlige Unfähigkeit des Regimes, die Wirtschaftskrise zu bewältigen. Sie verwandelte sich rasch in aufgestaute Wut gegen die gesamte Machtstruktur. Slogans wie „Tod für #Khamenei“ und „Basij, Sepah, ISIS – ihr seid alle gleich“ spiegeln die Tiefe dieser Wut wider.

Die eigentlichen Ursachen sind der totale wirtschaftliche Zusammenbruch des Regimes, der auf systemische #Korruption, massive #Militärausgaben und ausländische #Sanktionen zurückzuführen ist. Sanktionen sind jedoch lediglich ein Vorwand, den das Regime nutzt, um #Unterdrückung zu rechtfertigen.

Die Organisation ist weitgehend horizontal und dezentral: über soziale Netzwerke, lokale Aufrufe von Basarhändlern und die organische Ausbreitung der Wut auf der Straße – ohne zentralen Anführer oder leitende #Partei. Genau darin liegt ihre Stärke: echte #Selbstorganisation von einfachen Menschen gegen die Herrschaft.

Doch genau hier liegt die Gefahr. Exilierte Oppositionsgruppen – insbesondere Royalisten, die mit Reza #Pahlavi verbündet sind – sind auf den Plan getreten und versuchen, diesen Volksaufstand zu kapern. Durch Aufrufe aus dem Ausland streuen sie Slogans wie „Lang lebe der Schah“ ein, um die Proteste in Richtung der Wiederherstellung einer weiteren Erbmonarchie zu lenken – einer, die früher das Volk durch die #SAVAK und blutige Unterdrückung zermalmte und nun versucht, die Macht durch diplomatisches Lächeln und leere Versprechungen zurückzugewinnen.

Neben diesen Gruppen unterstützen auch #Anarchisten, Teile der #Kommunisten, Teile der #Liberalen und #Republikaner diese Bewegung und hoffen, vom Sturz der Islamischen #Republik zu profitieren.

Unterdessen versuchen Teile der Islamischen Republik selbst, diesen #Aufstand als interne reformistische Bewegung darzustellen, um das Regime in abgewandelter Form zu erhalten.

Weiterlesen in meiner Übersetzung des Interviews von Gabriel Fonten mit Mitgliedern der Anarchist Front vom 05. Januar 2026.

#Anarchismus #Anarchism #Freedom #jinjiyanazadi

Vortrag über den #Bauernkrieg
Thomas Adam spricht zum 500. Jahrestag der #Niederschlagung des Aufstands

>"Der Bauernführer Anton Eisenhut, der Wochen zuvor den Kraichgauer Haufen aufständischer Bauern zusammengerufen hatte, stirbt mit mehreren Mitstreitern unter dem Henkersschwert. Sein gewaltsamer Tod fällt in die blutigsten Wochen des Bauernkriegs, während denen die Adelsheere nach und nach die einzelnen Bauernhaufen aufreiben und ihre Anführer exekutieren konnten."

https://phenixxenia.org/wiki/Bruchsal_25.5.2025

Bruchsal 25.5.2025 – phenixxenia.org

Heute jährt sich zum 35. Mal die Entscheidung der sogenannten kommunistischen Führung Chinas, in Peking mit der Ausrufung des Kriegsrechts, die bis dahin weitgehend friedlichen Forderungen nach mehr Demokratie, blutig niederzuschlagen.

Das auch als "Massaker vom Platz des Himmlischen Friedens" (Tiananmen-Massaker") bekannte Ereignis, dem Hunderte von Zivilisten zum Opfer fielen und das von großem Mut und Opferbereitschaft auf Seiten der Demonstranten zeugt und auch die Feigheit und Verachtung der politischen Führung dem eigenen Volke gegenüber, ist im Alltag Chinas nicht existent.

Es gibt kaum ein Tabuthema in China, welches noch stärker unterdrückt wird.

Entsprechend wütend reagiert Rot-China auf Gedenkfeiern im abtrünnigen China, weltweit als Taiwan bekannt.

Aber klar ist, die Wahrheit läßt sich nicht auf ewig vertuschen. Und Geheimnisse haben um so mehr den Willen an die Öffentlichkeit zu gelangen, je stärker man sie unterdrücken will.

Gedenken wir heute der Opfer der chinesischen Vertuschung, der chinesischen Gewalt:

**FREIHEIT FÜR CHINA!**

#china #niederschlagung #Tiananmen #panzer #helden #demokratie #peking #massaker

Apropos zum Thema "gerechter" #Krieg, wie es #Abgeordnete der #Knesset formulieren: Bei der #Niederschlagung des dritten Reiches wurden Städte wie #Dresden grundlos dem #Erdboden gleichgemacht. Es gibt KEINE gerechten Kriege. Auch diese #Haftbefehle jetzt als puren #Antisemitismus darzustellen ist eine maßlose #Unverschämtheit. Das zeigt nur, inwieweit #Teile der #Regierung wirklich total von der Rolle sind. Keinerlei #Augenmaß mehr. Vielleicht kein #Wunder bei all diesem #Wahnsinn.

#nahost

@fri @baiern und aktuell im #Lenbachhaus in dieser #Installation zum #Leopard-#Panzer, ursprünglich gebaut zur #Niederschlagung von #Bürger-#Aufständen ... Nun Schlager im #Rüstungsexport aus #muenchen
Vor 40 Jahren wurden im polnischen Bergwerk Wujek neun Bergleute getötet. Polizist Jan P. gab acht Schüsse ab. Obwohl Polens Staatsanwaltschaft seine Auslieferung fordert, führt er heute ein ruhiges Leben in Deutschland.
Wer erschoss die Arbeiter von Wujek? | DW | 29.12.2021
#Kriegsrecht #Solidarnosc #Bergwerk #Streik #Niederschlagung #EuropäischerHaftbefehl
Wer erschoss die Arbeiter von Wujek? | DW | 29.12.2021

Vor 40 Jahren wurden im polnischen Bergwerk Wujek neun Bergleute getötet. Polizist Jan P. gab acht Schüsse ab. Obwohl Polens Staatsanwaltschaft seine Auslieferung fordert, führt er heute ein ruhiges Leben in Deutschland.

DW.COM
Acht führende Vertreter der Sicherheitsbehörden im Iran sind neu auf der EU-Sanktionsliste. Sie waren nach europäischer Überzeugung maßgeblich an den Menschenrechtsverletzungen 2019 beteiligt. EU weitet Sanktionen gegen Iran aus | DW | 12.04.2021 #EU #Sanktionen #Strafmaßnahmen #Iran #Menschenrechtsverletzungen #Niederschlagung #Proteste #2019
EU weitet Sanktionen gegen Iran aus | DW | 12.04.2021

Acht führende Vertreter der Sicherheitsbehörden im Iran sind neu auf der EU-Sanktionsliste. Sie waren nach europäischer Überzeugung maßgeblich an den Menschenrechtsverletzungen 2019 beteiligt.

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Berlin und der Putsch (II)


18.11.2019

#LA-PAZ/ #BERLIN (Eigener Bericht) - Die #selbsternannte #Putschpräsidentin #Boliviens, Jeanine #Áñez, bedankt sich bei der Bundesregierung für ihre Anerkennung und stellt den Streitkräften des Landes eine Lizenz zum Töten bei der #Niederschlagung von #Protesten aus. Bei Operationen "zur Wiederherstellung der inneren Ordnung" seien die #bolivianischen #Militärs "von strafrechtlicher Verantwortung befreit", heißt es in einem Dekret, das Áñez am Freitag unterzeichnete. Am selben Tag wurden bei Protesten in Cochabamba gegen den Putsch mindestens neun Demonstranten erschossen. Zuvor hatte das Auswärtige Amt in Berlin Áñez offiziell als "Interimspräsidentin von Bolivien" bezeichnet. Während Beobachter vor einer Eskalation der Gewalt bis hinein in einen #Bürgerkrieg warnen, haben die neuen Machthaber in La Paz - weit davon entfernt, sich auf Neuwahlen zu konzentrieren - umgehend angefangen, Bolivien außenpolitisch vollständig neu zu positionieren. Mit faktischer Billigung Berlins treiben sie #Kuba und #Venezuela noch mehr in die Isolation. Der Sturz der Regierungen beider Länder ist erklärtes Ziel #Washingtons.
Anerkennung via #Twitter

Die selbsternannte bolivianische #Putschpräsidentin Jeanine Áñez bedankt sich bei der deutschen Regierung für ihre Anerkennung. Das Auswärtige Amt hatte bereits am Donnerstag via Twitter erklärt, man "begrüße", dass Áñez "als

#german-foreign-policy #politik www.german-foreign-policy.com/…
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