@ninjagurke @monika_deinbeck @tazgetroete Na doch. Ich finde es zum Beispiel nicht okay, die #Sowjetunion mit #Stalin gleichzusetzen. Es gab eine Sowjetunion davor u danach. Es gab eine Entstalinisierung kurz nach Stalins Tod. Die #Krim wurde der UkrSSR zugeordnet. #Gorbatschow beendete den Kalten Krieg mit Politik des Nachgebens und der Demut, obwohl er militärisch machtvoll war, viel machtvoller als #Putin heute. Das alles war die Sowjetunion. Von Sozialpolitik, Frauenpolitik ganz zu schweigen
2. Gab es 1990 eine Zusage der #USA an Russland, die NATO werde sich nicht ostwärts ausdehnen? #Gorbatschow & Baker sprachen über die dt. Wiedervereinigung. Das Gespräch hat gewisse Ambivalenzen, Unschärfen, doch Zusagen gab es NICHT & Baker war dazu NICHT befugt. nsarchive.gwu.edu/document/161...

Record of conversation between...
Record of conversation between Mikhail Gorbachev and James Baker in Moscow. (Excerpts) | National Security Archive

@kuketzblog

.. Nur dass #Trump 2026 nicht #Gorbatschow 1989/90 ist - und der Kollaps des jetzt kranken West-Systems vermutlich ganz anders verlaufen wird.

Das ist bizarr - eine vollkommene Umkehrung der Situation von damals:

Der Souverän - damals im Ostblock unterdrückt - wickelt das autoritäre Ost-System unblutig ab, erzeugt den "unipolaren Moment", in Folge dessen sich der Westen samt un-unterdrücktem Souverän erst neoliberal feudalisiert, dann faschistisiert .. und dabei Kriege anzettelt.

Zitate | Psychotherapie und Psychologische Beratung Hamburg

Zitate Archive | Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologische Beratung in Hamburg

Psychologische Praxis Jan Göritz
@taz_de @gesellschaft-und-kultur-taz_de Die #Wende 1989 ist halt schon eine Zeit her. Ich habe diese Zeit als damals 19 jähriger Wehrdienstleistender in Westdeutschland erlebt. Selbst wenn die Hütte lichterloh brennt, ist der Erfolg eines Volksaufstandes nicht garantiert. Ohne #Gorbatschow in Moskau hätte es keine Wende, sondern ein Blutbad gegeben. Daran sollte jeder denken, der über #Revolution redet.
Die #Sowjetunion sollte durch Reformen gerettet werden, doch stattdessen wurde ihr Zerfall beschleunigt. Mehr zu Michail #Gorbatschow im Artikel des Tages https://www.dwds.de/wb/sich%20die%20Zügel%20aus%20der%20Hand%20nehmen%20lassen

Für mich fühlt sich das echt so an wie der Fall der Mauer inkl. gleich geschalteter Medien, deren Nachrichten sich wie #AktuelleKamera anfühlen.

Dumm nur, dass heute "wir Westen" auf der falschen Seite der Geschichte stehen und ..

.. dass #Trump mit seinen Vasallen in #Europa und die feudalen Cliquen unseren Heimatplaneten lieber in Flammen aufgehen lassen, als dem Beispiel von #Gorbatschow zu folgen und den "abgewirtschafteten Westblock" friedlich in eine demokratische Welt zu integrieren.

15/ Habe gerade mal nach dem #Milliardenkredit von #Strauß an die #DDR geguckt, die sie noch ein paar Jährchen länger am Leben gelassen hat.

Dabei habe ich das hier gefunden:

Strauß flog am 28. Dezember 1987 zusammen mit Parteifreunden mit einer Cessna Citation II 151 zu einem öffentlich nicht angekündigten Besuch nach Moskau[89], redete zweieinhalb Stunden mit Michail #Gorbatschow und zeigte sich von dessen Reformvorstellungen tief beeindruckt.[95] Gorbatschow fragte ihn bei diesem Treffen, ob er das erste Mal in der #Sowjetunion sei. Strauß antwortete: „Das zweite Mal, aber das erste Mal kam ich nur bis #Stalingrad.“

1/ „Die DDR in ihrem Endstadium war ein Land, dessen Müdigkeit und Verfall auf die in ihm lebenden Menschen abfärbte, die ihrerseits müde und verfallen durch den Tag schwappten, der ein Tag war, dessen Ende man herbeisehnte, aber niemals wirklich erwartete.“

„Diese #Müdigkeit war keine individuelle, keine psychologische, sondern eine strukturelle Müdigkeit. Sie war nicht Ausdruck von Faulheit oder Trägheit, sondern das Ergebnis eines jahrzehntelangen Umgangs mit Forderungen, die ihrerseits entweder aus Unter- oder Überforderungen bestanden; eines Lebens unter Bedingungen, die jedes Versprechen auf Zukunft entwerteten, ehe es ausgesprochen war. Vielleicht, so könnte man sagen, war diese Gesellschaft eine, die das Prinzip Hoffnung durch das Prinzip Erschöpfung ersetzt hatte. Der Mensch, dieser geschundene, vom Produktionsplan genormte Organismus, war im Grunde nichts anderes als eine wandelnde Sollgröße. Seine Funktion bestand darin, zu funktionieren.“

Jetzt also Müdigkeit. Eine neue These über den #Osten. Der Autor Lars Reyer ist 1977 bei #Zwickau geboren, war zur Wende also 12 Jahre alt. Er schreibt über seinen Vater.

Mir ist ja beim Lesen von #KatjaHoyer klar geworden, dass man nicht von DER DDR sprechen darf. Es gab viele DDRen. Einmal zeitlich mit der entsprechende ausgerichteten Politik. Phasen der Entspannung und Anspannung und dann gab es individuell ganz unterschiedliche Erfahrungen. Und es gab lokale Unterschiede.

Mit diesem Vorwort kann ich nun sagen, dass ich mit dem Autor überhaupt nicht übereinstimme. Das ist sicher auf den Altersunterschied zurückzuführen. Lars Reyer berichtet über seinen Vater, der müde und vielleicht resigniert war.

Für mich und viele andere war die Zeit in den 80er Jahren eine Zeit der Empörung aber auch der Hoffnung. In der #Sowjetunion hatte #Gorbatschow übernommen. #Glasnost und #Perestroika zogen ein. Das war auch in den Medien dort wahrnehmbar und schwappt zum Teil auch in die kleine DDR. In der sowjetischen Politzeitschrift Neue Zeit, die es auch in der DDR gab, standen unerhörte Dinge. Der Sputnik wurde verboten, Nummern der Neuen Zeit nicht ausgeliefert. In den Studiokinos der DDR waren Filme wie Vogelscheuche zu sehen, die der sowjetischen Gesellschaft ihr Bild vor Augen hielten in Form vom Umgang von Kindern untereinander. Unglaublich! Jadup und Böl kam in die Kinos. Ein sehr kritischer Film, der jahrelang im Eisschrank gelegen hatte.

Die Menschen äußerten ihren Unmut immer offener. Der Wahlbetrug bei den Kommunalwahlen wurde 1989 von kirchlich organisierten Gruppen zum ersten Mal nachgewiesen. Meine Schwester war bei Auszählungen in Wahllokalen dabei.

Es gab geduldete Untergrundmusik mit kritischen Texten. (#Punk, #dieAnderenBands) Theaterstücke, in denen man Kritik am Staat finden konnte, wenn man genauer hinschaute als die Zensur.

Die ganze Untergrundkunst in Dresden und Berlin (und sicher auch anderswo). Ausstellungen in Wohnzimmern.

Es brodelte und blubberte überall. Es stank, aber das war Teil vom Ganzen.

Es war klar, dass etwas passieren würde, nur nicht genau was. Bei der Armee mussten wir im Juni alle die chinesischen Propaganda-Filme sehen. Meine Kumpels waren dann auch im Oktober mit Schlagstöcken in Dresden. Ich war zum Glück schon raus.

Wir glaubten, dass wir den weiteren Verlauf würden steuern können, wenn sich die chinesische Lösung vermeiden ließe.

Wir lagen falsch.

Wir waren … wir waren alles, nur nicht müde.

Wir waren naiv.

https://www.taz.de/!6152741

Irgendwannkommtwas

Eine große Müdigkeit prägte die letzten Jahre der DDR. Sie schrieb sich in die Körper ein, in die Blicke, Gesichter und Hände. Diese kollektive Erschöpfung ist bis heute zu spüren – und hat auch politische Folgen. Ein Essay

TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH

@Loopy Von Schliemkeim und Rotzkotz hatte mir dann erst ein Thüringer bei der Armee berichtet. Die kannte ich noch nicht.

Was noch fehlte war #Gefahrenzone aus #Saalfeld. Die waren echter Untergrund und hatten auch einen Vorgang bei der #Stasi.

Haben sich in einem Lied direkt an #Gorbatschow gewendet:

https://www.youtube.com/watch?v=i9vm_YbU_Ck

#Punk #DDR

Gefahrenzone - Öffentlichkeit

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