#news ⚡ SPD-Fraktionschef: „Diese Koalition wird durchhalten“: SPD-Fraktionschef Matthias Miersch tritt Spekulationen über ein vorzeitiges Platzen der schwarz-roten Bundesregierung entschieden entg... https://hubu.de/?p=302362 | #diese #koalition #spdfraktionschef #hubu
SPD-Fraktionschef: "Diese Koalition wird durchhalten" - Hubu.de - News & FreeMail

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch tritt Spekulationen über ein vorzeitiges Platzen der schwarz-roten Bundesregierung entschieden entgegen.

Hubu.de - News & FreeMail
Karten für lange Winterabende? => So machst DU DEINE Stadt rad-sicherer für 2026

Kostenfrei ...

#news ⚡ Ukrainischer Botschafter: „Diese Bundesregierung ist anders“: Der ukrainische Botschafter in Berlin, Oleksij Makejew, hat der Bundesregierung eine Führungsrolle im internationalen Bemühen um ein E... https://hubu.de/?p=300526 | #botschafter #bundesregierung #diese #u
Ukrainischer Botschafter: "Diese Bundesregierung ist anders" - Hubu.de - News & FreeMail

Der ukrainische Botschafter in Berlin, Oleksij Makejew, hat der Bundesregierung eine Führungsrolle im internationalen Bemühen um ein Ende des russischen Angriffskriegs zugemessen. "Die letzten Tage haben erneut gezeigt, dass diese Bundesregierung anders ist.

Hubu.de - News & FreeMail

Badeverbot im Rhein: Diese Regeln gelten jetzt in Köln

Der Rhein gehört zu Köln – doch baden darf man darin künftig nicht mehr. Der Stadtrat hat am 4. September 2025 eine Änderung der Kölner Stadtordnung beschlossen, die ein Badeverbot im Fluss festschreibt. Hintergrund sind die immer wieder auftretenden Badeunfälle, zum Teil mit tödlichem Ausgang, und die besonderen Gefahren, die von der Strömung des Rheins […] Der Beitrag Badeverbot im Rhein: Diese Regeln gelten jetzt in Köln erschien zuerst auf Verliebt in Köln.

https://www.lindweiler.de/badeverbot-im-rhein-diese-regeln-gelten-jetzt-in-koeln/

(Apotheken Umschau) “Diese Ignoranz hat mich mitgenommen” – Wie queere Menschen im Gesundheitswesen diskriminiert werden

Queere Personen berichten, welche Diskriminierung sie im Gesundheitswesen erleben und was sich ändern müsste.

Direktlink

#apotheken #diese #ignoranz #menschen #mitgenommen #queere #umschau

Diskriminierung im Gesundheitswesen: Warum queere Menschen oft benachteiligt werden

Queere Personen berichten, welche Diskriminierung sie im Gesundheitswesen erleben und was sich ändern müsste.

Apotheken Umschau

(taz) Politik gegen queere Menschen in den USA: “Ich finde diese Besessenheit wirklich obszön”

Anwalt Chase Strangio versucht, Trumps Macht durch Unterlassungsklagen einzudämmen. Sein Schwerpunkt: die Rechte von trans Menschen.

Direktlink

#besessenheit #diese #finde #gegen #menschen #politik #queere

Politik gegen queere Menschen in den USA: „Ich finde diese Besessenheit wirklich obszön“

Anwalt Chase Strangio versucht, Trumps Macht durch Unterlassungsklagen einzudämmen. Sein Schwerpunkt: die Rechte von trans Menschen.

TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH

Fahrkarten für 2,35 Euro in Aachen? Warum diese Facebook-Anzeige nicht seriös ist

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

Faktencheck

Fahrkarten für 2,35 Euro in Aachen? Warum diese Facebook-Anzeige nicht seriös ist

Ein Facebook-Beitrag wirbt für eine Fahrkarte für nur 2,35 Euro, die sechs Monate in Aachen und Umgebung gelten soll. Das Angebot ist ein Trick, dahinter steckt eine internationale Betrugsmasche.

von Sarah Thust

24. Juli 2025

Die billige Monatskarte gibt es nicht, die Werbeanzeige zielt auf Datenklau ab (Quelle: Facebook; Screenshot und Collage: CORRECTIV.Faktencheck) Behauptung

Zum 25. Jubiläum der ASEAG in Aachen würden 500 Karten für nur je 2,35 Euro verkauft, mit denen man sechs Monate den öffentlichen Nahverkehr nutzen könne.

Aufgestellt von: Beiträgen auf Facebook Datum:
02.06.2025

Quelle

Bewertung

Falsch
Über diese Bewertung

Falsch. Das angebliche Angebot der ASEAG ist erfunden, eine Fahrkarte für 2,35 Euro für sechs Monate gibt es nicht. Hinter den Beiträgen steckt eine internationale Betrugsmasche, durch die Kontodaten erbeutet werden sollen.

Diese Facebook-Anzeigen sollen Nutzerinnen und Nutzer in eine Falle locken: Angeblich feiert die Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs-AG (ASEAG) ein Jubiläum, indem sie eine Nahverkehrs-Fahrkarte für sechs Monate für nur 2,35 Euro anbietet. Eine Nutzerin kommentiert: „Der Service funktioniert wirklich! Ich habe online bestellt und das Ticket schon am nächsten Tag erhalten.“ Doch stimmt das wirklich?

Die ASEAG hat laut ihrer Webseite aktuell kein Facebook-Profil. Die Facebook-Seite mit dem Namen „ÖPNV Aachen“, die hinter den Werbeanzeigen steckt, wirkt unseriös: Sie hat nur 13 Follower und wurde erst am 15. Mai 2025 erstellt, zunächst unter dem Namen „Shop Online 29“. Wenige Wochen später wurde sie umbenannt und veröffentlichte daraufhin nur die dubiosen Werbeanzeigen. Bei Anruf unter der auf Facebook angegebenen Nummer kommt die Durchsage: „Die gewählte Rufnummer ist uns nicht bekannt.“ 

CORRECTIV.Faktencheck hat bereits über ähnliche Anzeigen berichtet, etwa aus Chemnitz, Berlin oder Düsseldorf. Sie alle bewerben Webseiten, die zwar Verkehrsbetriebe imitieren, aber nichts damit zu tun haben. Klickt man zum Beispiel im Fall Aachen auf die Fake-Seite, steht die Adresse „buildzeniply“ in der Adresszeile (URL).

Fake-Verkehrsseiten schicken Zahlungsaufforderungen

Fake-Webseiten wie diese fordern dazu auf, persönliche Daten wie die Kreditkartennummer anzugeben. Nutzerinnen und Nutzer sollten in diese Falle auf keinen Fall tappen. Die „Safe Browsing Advisory“ von Google warnt Nutzerinnen und Nutzer vor der Website, wenn sie auf den Link auf Facebook klicken: 

Einige Browser warnen vor Internetseiten, die Nutzerinnen und Nutzern schaden können – im Fall Aachen erscheint in Chrome diese Warnung (Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Hinter den gefälschten Profilen steckt ein internationales Betrugsnetzwerk, über das die berichtete. Die Fakes passen alle in ein Muster: Maldita enttarnte mehr als 1.000 Facebook-Seiten, die örtliche Verkehrsdienstleister in mehr als 60 Ländern weltweit imitierten. Sie alle gehen nach demselben Prinzip vor und verwenden nahezu identische Beitragstexte. Ziel ist es, Kontodaten zu erbeuten.

Betroffene berichteten Maldita von weiteren Zahlungsaufforderungen, die sie nach Angabe ihrer Daten auf solchen Fake-Seiten erhalten hätten. Ein Ticket erhielten sie nicht. 

Auf Nachfrage von CORRECTIV.Faktencheck bei der ASEAG in Aachen, ob es ein Ticket zu so einem Preis überhaupt gibt, antwortete ein Sprecher: „Ein solches Ticket hat es auch nicht gegeben. Uns war der Beitrag Anfang Juni aufgefallen. Wir haben Facebook darauf hingewiesen.“ Die Adresse der verlinkten Fake-Webseite sei anonym registriert und verwende Designelemente der ASEAG, „um einen seriösen Eindruck zu erwecken“. 

An diesen Merkmalen erkennen Sie gefälschte Gewinnspiele auf Facebook

Falls Sie bei Verlosungen auf Facebook unsicher sind, schauen Sie direkt auf der Webseite des Unternehmens nach, ob es das Gewinnspiel dort gibt. Oder Sie suchen im Internet nach dem betreffenden Unternehmen, verbunden mit den Begriffen „Gewinnspiel“ oder „Verlosung“. 

Die Verbraucherzentrale listet auf ihrer Webseite typische Merkmale gefälschter Gewinnspiele auf Facebook. 

  • Sie existieren erst seit kurzer Zeit.
  • Sie haben wenige Beiträge.
  • Sie rufen zum Liken und Teilen auf. 
  • Sie nutzen Logos und Namen bekannter Firmen, aber es gibt kein richtiges Impressum.
  • Es gibt keine Teilnahmebedingungen.
  • Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme fehlen.

Weitere Tipps, um zu erkennen, ob eine Webseite seriös ist, haben wir hier zusammengestellt.

Transparenzhinweis: CORRECTIV ist seit 2017 in einer Kooperation mit dem Facebook-Konzern Meta, um Desinformation auf dem Sozialen Netzwerk zu bekämpfen. Mehr Informationen zu der Kooperation erhalten Sie hier.

Redigatur: Steffen Kutzner, Johannes Gille

Die wichtigsten, öffentlichen Quellen für diesen Faktencheck:

  • Recherche zum weltweiten Netzwerk aus Betrugsseiten, Maldita, 16. Juli 2025: Link (Englisch)

Zur Quelle wechseln
Author: Sarah Thust

#aachen #anzeige #diese #facebook #fahrkarten #nicht #warum

ÖPNV in Essen: Diese Betrugsmasche steckt hinter dem Sechs-Monats-Ticket für 2,35 Euro

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

Faktencheck

ÖPNV in Essen: Diese Betrugsmasche steckt hinter dem Sechs-Monats-Ticket für 2,35 Euro

Eine Fahrkarte für sechs Monate, die nur 2,35 Euro kosten soll: Dafür wirbt ein Facebook-Beitrag der Seite „ÖPNV Essen“. Hinter dem angeblichen Angebot steckt eine internationale Betrugsmasche, bei der es um Datendiebstahl geht.

von Sara Pichireddu

24. Juli 2025

Mit diesem Ticket des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr kann man nicht sechs Monate fahren – hinter dem Angebot steckt Phishing. Damit sollen persönliche Daten abgegriffen werden. (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck) Behauptung

Zum Jubiläum des Verkehrsverbandes Rhein-Ruhr (VRR) würden 500 Karten für nur je 2,35 Euro verkauft, mit denen man sechs Monate den öffentlichen Nahverkehr nutzen könne.

Aufgestellt von: Beiträgen auf Facebook Datum:
07.07.2025

Quelle

Bewertung

Falsch
Über diese Bewertung

Falsch. Das angebliche Angebot des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr ist erfunden, eine Fahrkarte für 2,35 Euro für sechs Monate gibt es nicht. Hinter den Beiträgen steckt eine internationale Betrugsmasche, durch die Daten gestohlen werden sollen.

„VRR feiert sein Jubiläum mit einer besonderen Chipkarte“: Sechs Monate sollen 500 „Einwohner von Essen und Umgebung“ den Nahverkehr kostenlos nutzen können. Das behauptet eine Facebook-Beitrag, der Nutzerinnen und Nutzer in eine Falle locken soll: Angeblich feiert der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) Jubiläum und bietet dafür eine Nahverkehrs-Fahrkarte für nur 2,35 Euro an. Der Facebook-Beitrag selbst ist zwar nicht viral, doch er wurde mehrfach als Werbeanzeige verbreitet und erreichte auf diesem Weg mehr als 4.400 Ansichten.

In dem Beitrag sind Fotos von Bussen und Bahnen der Essener Ruhrbahn zu sehen, sowie ein grün-weißes „Chipticket“ mit dem VRR-Logo und der Aufschrift „6 Monate kostenlos“. Eine Nutzerin kommentiert: „Alles offiziell, die Website ist seriös, Chipkarte erhalten“ und veröffentlicht selbst nochmal ein Foto der Fahrkarte. Doch das macht so einen Beitrag nicht automatisch glaubwürdig.

Das Bild der Karte geht auf ein sechs Jahre altes Design des VRR zurück. Eine solche Karte ist nicht in Umlauf. (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Mehrere Details wecken Zweifel: Das Profil, von dem der Kommentar stammt, enthält neben einem Beschreibungstext auf Französisch keine Informationen, folgt aber hunderten Seiten, zum Großteil Verkehrsunternehmen – es ist also wahrscheinlich gefälscht.

Die Anzeigen selbst verlinken nicht auf die Ruhrbahn oder den VRR, sondern auf eine Webseite mit völlig anderem Namen und anderer Adresse (URL). Auch die Facebook-Seite „ÖPNV Essen“, von der die Anzeige stammt, wirkt unseriös: Sie hat nur drei Follower, wurde am selben Tag erstellt wie der Beitrag, und hat keine anderen Beiträge veröffentlicht. Zudem haben weder die E-Mail-Adresse noch die Telefonnummer etwas mit der Essener Ruhrbahn oder dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr zu tun. Die Telefon-Vorwahl gehört zu einem Ort in Ostfriesland (Niedersachsen).

Ähnliche Anzeigen wurden auch in Berlin, Chemnitz und Düsseldorf geschaltet. Sie gleichen sich im Wortlaut und greifen auf dieselbe IT-Infrastruktur zurück.

Dahinter steckt eine internationale Betrugsmasche, die regionale Verkehrsbetriebe imitiert

Das Muster hinter den Fakes ist bekannt: Die spanische Faktencheck-Organisation Maldita berichtete darüber bereits. Sie deckte mehr als 1.000 Facebook-Seiten auf, die örtliche Verkehrsdienstleister in mehr als 60 Ländern weltweit imitierten. Die Phishing-Masche, also Betrug mit dem Ziel, Zahlungsdaten zu erbeuten, geht immer nach einem ähnlichen Prinzip vor. Das geht so:

  • Immer geht es in den Beiträgen um ein regionales Verkehrsunternehmen, das zu seinem Jubiläum sehr günstige Tickets vergibt. Genutzt werden alte Bilder von unterschiedlichen Webseiten.
  • Nutzerinnen und Nutzer werden beim Klick auf die Anzeige auf eine Webseite geleitet, die mit dem Verkehrsunternehmen nichts zu tun hat. Dort werden drei einfache Quizfragen gestellt.
  • Anschließend erscheinen sechs Geschenkboxen, von denen der Nutzer drei auswählen soll. Nach dem zweiten Klick gewinnt man das vermeintliche „Deutschlandticket – 6 Monate kostenlos“.
  • Danach folgt ein Formular zur Eingabe personenbezogener Daten (Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail).
  • Im Anschluss wird zur Eingabe von Kreditkartendaten aufgefordert.
  • Ein weiteres Detail ist auffällig: Wie auch viele der Fake-Webseiten, über die Maldita berichtete, läuft die Webseite mit dem Fake-Angebot aus Essen über den russischen Hosting-Anbieter JSC Selectel.

    Die Webseite läuft über einen Hosting-Dienstleister in Russland (Quelle: Domaintools; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

    Fake-Verkehrsseiten schicken Zahlungsaufforderungen

    So gehen die Betrüger vor: Betroffene berichten laut Maldita, dass sie, nachdem sie die ersten 2,35 Euro gezahlt haben, weitere und immer größere Zahlungsaufforderungen erhielten. Ein Ticket bekamen sie nie. Sie werden aber von den Webseiten dazu aufgefordert, persönliche Daten wie Name, Adresse und Kreditkartennummer zu hinterlegen. Wer diese Daten schließlich erhält, ist unklar.

    Bei Phishing versuchen Betrüger Geld oder Identität von Nutzern zu stehlen, indem sie sie dazu bewegen, persönliche Informationen wie Kontodaten oder Kennwörter auf Webseiten einzugeben, die sich als seriös ausgeben. Phishing ist in Deutschland strafbar.

    Wie uns ein Sprecher der Ruhrbahn bestätigte, sind die Seiten und Angebote nicht echt. „Wir haben die Seiten seinerzeit bei Facebook gemeldet und unsere Kunden via Facebook auf die Betrugsmasche aufmerksam gemacht“, so ein Sprecher. Bereits im Januar 2025 sei dem Verkehrsbetrieb eine Masche dieser Art aufgefallen. Ein entsprechendes Angebot zum Jubiläum habe es nicht gegeben.

    Die Facebook-Seite sowie das Angebot sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung am 23. Juli noch online. Aktuell hat die Seite aber laut der Werbebibliothek von Meta keine aktiven Anzeigen geschaltet.

    Transparenzhinweis: CORRECTIV ist seit 2017 in einer Kooperation mit dem Facebook-Konzern Meta, um Desinformation auf dem Sozialen Netzwerk zu bekämpfen. Mehr Informationen zu der Kooperation erhalten Sie hier.

    Mitarbeit: Johannes Gille
    Redigatur: Steffen Kutzner, Sarah Thust

    Die wichtigsten, öffentlichen Quellen für diesen Faktencheck:

    • Recherche zum weltweiten Netzwerk aus Betrugsseiten, Maldita, 16. Juli 2025: Link (Englisch)

    Zur Quelle wechseln
    Author: Sara Pichireddu

    #betrugsmasche #diese #essen #hinter #monats #sechs #steckt

    ÖPNV in Essen: Diese Betrugsmasche steckt hinter dem Sechs-Monats-Ticket für 2,35 Euro

    In einem Beitrag wirbt eine betrügerische Seite mit einer ÖPNV-Fahrkarte für nur 2,35 Euro für Essen und die Region. Hinter dem Angebot steckt eine internationale Masche.

    correctiv.org

    Nein, diese Aufnahmen zeigen nicht, wie Menschen im Iran israelische Angriffe feiern

    Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

    Faktencheck

    Nein, diese Aufnahmen zeigen nicht, wie Menschen im Iran israelische Angriffe feiern

    Durch israelische Angriffe auf den Iran wurden dort hunderte Menschen getötet. Mehrere Aufnahmen in Sozialen Netzwerken sollen zeigen, wie die Menschen im Iran diese Angriffe feiern. Doch die Videos zeigen nicht, was behauptet wird.

    von Max Bernhard

    25. Juni 2025

    Anders als online behauptet zeigt keines dieser Videos, wie Menschen im Iran israelische Angriffe auf das Land feiern (Quelle: X, Tiktok; Screenshots und Collage: CORRECTIV.Faktencheck)

    Israel begann am 13. Juni 2025 einen Angriff auf den Iran. Teheran reagierte mit Gegenschlägen. Inzwischen sind auch die USA involviert: Am 22. Juni griffen sie iranische Atomanlagen an. Durch die israelischen Angriffe wurden im Iran bisher hunderte Menschen getötet, darunter viele Zivilistinnen und Zivilisten.

    In diesem Kontext verbreiten sich aktuell mehrere Aufnahmen, die angeblich feiernde Menschen im Iran zeigen sollen. Doch die Videos haben nichts mit den aktuellen Angriffen zu tun und sind teilweise schon Jahre alt.

    Video von tanzenden Menschen in einem Tunnel ist Jahre alt 

    In einem X-Beitrag vom 15. Juni heißt es: „Iraner, die auf dem Weg nach Irans Norden im Stau stecken, beginnen in einem Tunnel zu singen und zu tanzen, um die israelischen Angriffe auf das #Mullahregime zu feiern“. Im Video dazu sind tanzende Menschen zu sehen, laute Musik ist zu hören. Es hat mehr als 275.000 Aufrufe und tausende Likes.

    Diese Aufnahme ist mehrere Jahre alt und zeigt nicht wie behauptet Menschen im Iran, die die israelischen Angriffe auf das Land feiern (Quelle: X; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

    In einem Hinweis („Community Note“) unter dem Beitrag und in mehreren Kommentaren weisen Nutzerinnen und Nutzer darauf hin, dass die Aufnahme alt ist. Das ist richtig.

    Wie eine Bilderrückwärtssuche zeigt, wurde das Video schon im September 2023 auf Instagram verbreitet. In einem Beitrag von damals heißt es: „Nur ein Iraner kann tanzen und auch im Verkehr fröhlich sein. Bemerkenswert, Freunde, derzeit wird starker Verkehr auf der Chalus Road gemeldet.“ Der älteste Instagram-Beitrag, der sich finden lässt, ist vom 9. September 2023 – auch dort ist von „Chalus“ die Rede.

    Die Chalus Road ist eine der meistbefahrenen Straßen im Iran, mit einem Tunnelabschitt. Auch die Kennzeichen der Autos im Video deuten daraufhin, dass es im Iran aufgenommen wurde. Einen Hinweis auf israelische Angriffe oder das iranische Regime enthalten die Beiträge dagegen nicht. Das Video hat also nichts mit den aktuellen Angriffen Israels zu tun.

    Aufnahme von tanzender Frau stammt nicht aus dem Iran, sondern aus Straßburg in Frankreich

    In Sozialen Netzwerken kursiert außerdem ein Video mit mehr als sieben Millionen Aufrufen, in dem eine im Regen tanzende Frau auf einer Straße zu sehen ist. Auch hier wird ein Kontext zu den aktuellen Angriffen hergestellt, den es aber nicht gibt. Beiträge mit dem Video kursieren schon seit 2023 im Internet, wie eine Bilderrückwärtssuche zeigt.

    Auch dieses Video hat nichts mit dem Konflikt zwischen Iran und Israel zu tun – das Video der tanzenden Frau stammt aus Frankreich (Quelle: X; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

    Wie die Faktencheck-Redaktion Lead Stories berichtet, stammt das Video von einer in Frankreich lebenden georgischen Influencerin, die es im Juli 2023 auf Tiktok veröffentlichte. Ein Vergleich mit Bildern auf Google Maps bestätigt, dass im Hintergrund die Nikolai-Kirche in Straßburg zu sehen ist. Auch dieses Video hat also keinen Bezug zum Iran oder zum aktuellen Konflikt.

    Bei der Kirche im Hintergrund des Videos handelt es sich um die Nikolai-Kirche in Straßburg, Frankreich, wo das Video 2023 aufgenommen wurde. Das lässt sich an einzelnen Details, wie den Fenstern (rot und orange) und dem Strommast (grün) erkennen. (Quelle: Tiktok, Google Maps; Screenshots, Collage und Markierungen: CORRECTIV.Faktencheck)

    Video von feiernder Menge entstand vor Beginn der israelischen Angriffe 

    Eine weitere Aufnahme in Sozialen Netzwerken zeigt eine tanzende Menge auf einem öffentlichen Platz. Zu erkennen ist ein DJ, der vor der Menschenmenge Musik auflegt. Im Hintergrund ist ein mehrstöckiger Wohnblock zu sehen. Der gleicht einem Gebäude in Ekbātān, einem Stadtteil der iranischen Hauptstadt Teheran.

    Dieses Video, mit hunderttausenden Aufrufen, soll Menschen im Iran zeigen, die aktuell die israelischen Bombenangriffe auf Teheran feiern. Es entstand jedoch schon im März 2025, vor Beginn der Angriffe (Quelle: Tiktok; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

    Auch bei diesem Video bestätigt eine Bilderrückwärtssuche: Es ist nicht aktuell, sondern verbreitete sich schon im März 2025 in Sozialen Netzwerken. Laut den Beiträgen von damals zeigte es eine Party in Ekbātān, ein Stadtteil im Westen der iranischen Hauptstadt Teheran. Der Konflikt zwischen Israel und dem Iran eskalierte erst Monate später.

    Fazit: Keine der Aufnahmen zeigt Menschen im Iran, die die israelischen Angriffe öffentlich feiern. Laut Medienberichten stehen die Menschen im Iran dem aktuellen Konflikt mit gemischten Gefühlen gegenüber: Zum einen würden einige Iraner die Angriffe begrüßen, andere hätten Angst vor den unvorhersehbaren Folgen des Krieges, zitiert die Washington Post eine Iranerin.

    Die CORRECTIV-Redaktion sprach vor kurzem mit einem Oppositionellen im Exil über die politische Zukunft des Iran.

    Redigatur: Sarah Thust, Matthias Bau

    Zur Quelle wechseln
    Author: Max Bernhard

    #angriffe #aufnahmen #diese #israelische #menschen #Mullahregime #nicht #zeigen

    (RND) Mehr als nur die Regenbogenfahne: Diese Pride-Flaggen gibt es in der LGBTQ-Community

    Genauso vielfältig wie die Menschen in der LGBTQ-Community sind auch ihre Pride-Flaggen. Die wohl bekannteste ist die Regenbogenfahne, die Vielfalt, Stolz und Selbstbehauptung symbolisiert. Doch das ist nicht die einzige. 15 Pride-Flaggen und ihre Bedeutungen im Überblick.

    Direktlink

    #community #diese #flaggen #lgbtq #pride #regenbogenfahne

    Mehr als nur die Regenbogenfahne: Diese Pride-Flaggen gibt es in der LGBTQ-Community

    Genauso vielfältig wie die Menschen in der LGBTQ-Community sind auch ihre Pride-Flaggen. Die wohl bekannteste ist die Regenbogenfahne, die Vielfalt, Stolz und Selbstbehauptung symbolisiert. Doch das ist nicht die einzige. 15 Pride-Flaggen und ihre Bedeutungen im Überblick.

    RedaktionsNetzwerk Deutschland