Google programmiert schneller, aber weniger liebevoll als ich

Seit ich vor einem Jahr zum ersten Mal über das AI Studio von Google schrieb, ist dort jede Menge passiert. Die wichtigste Neuerung ist der App-Bereich: Hier entsteht mit Geminis Hilfe Software, ohne dass wir selbst Programmcode fabrizieren müssten. Diese Methode nennt sich Vibe Coding, und wenn wir der New York Times glauben dürfen, machte sie in den letzten Monaten enorme Fortschritte.

Stimmt das? Und wie gut ist Gemini als Softwareentwickler? Ein Test soll Klarheit schaffen!

0) Die Ausgangslage

Die zu lösende Aufgabe ist an dieser Stelle keine riesige Überraschung. Die KI soll auf den Spuren jenes Games wandeln, das dieser Website  hier den Namen gab. Sie muss eine «Clickomania»-Version herstellen, die nicht nur die simple Spielmechanik abbildet, sondern folgende Extras aufweist:

  • Gewonnen ist das Spiel nur dann, wenn das Spielfeld am Ende leer ist. Falls Steine übrig bleiben, ist es verloren.
  • In den Einstellungen wählen Nutzerinnen und Nutzer die Anzahl Farben (zwischen zwei und sechs).
  • Sie können mit oder ohne Spezialsteine spielen.
  • Zu den Spezialsteinen zählen die Rakete, die Bombe und der Felsbrocken.
  • Ausserdem soll die Bewegung der Kacheln auf dem Spielfeld animiert dargestellt werden.
Aus zwei beschreibenden Abschnitten fabriziert Google ein lauffähiges Spiel. Das falsche Raketensymbol (Spalte links) ist Gemini in mehreren Anläufen nicht auszutreiben.

1) Alpha-Version 0.1

Google liefert prompt. Bei der Beurteilung dieses KI-Werks muss ich differenzieren:

Erstens ist neidlos zu anerkennen, dass die grundlegenden Vorgaben erfüllt sind. Das von Gemini «Color Blast – Clickomania Reimagined» genannte Programm weist alle geforderten Funktionen auf: Google verdient sich eine genügende Note.

Das ist fraglos eine beeindruckende Leistung. Selbst als Weltmeister in der Programmierkunst wäre ein menschlicher Entwickler nicht in der Lage, in dieser Geschwindigkeit einen Prototypen herzustellen.

Zweitens erkennen wir auf den ersten Blick, dass ein lauffähiges Programm bloss die halbe Miete ist. Damit ein Game Spass macht, muss jedes Detail stimmig sein – und das ist nicht der Fall. Drei Ungereimtheiten stechen ins Auge:

Die Felsbrocken können nicht direkt weggeklickt werden, sondern müssen mit einer Rakete oder Bombe weggesprengt werden. Doch Gemini platziert im Modus mit den Spezialsteinen so viele von den Felsbrocken, dass die Partien kaum je lösbar wären. Die einfache Lösung für dieses Problem wäre, die Zahl der Felsbrocken niedrig zu halten. Eine etwas ausgeklügeltere Methode könnte darin bestehen, dass das Feld beim Spielstart nicht nach einer reinen Zufallsmethode befüllt wird. Stattdessen soll der Algorithmus darauf achten, zu jedem Felsbrocken strategisch geschickt eine Rakete oder eine Bombe zu platzieren, sodass zumindest die Chance besteht, das Hindernis damit wegzuräumen.

Die Animationen haben nicht nur dekorativen Charakter, sondern helfen dem Spieler oder der Spielerin, die Spielmechanik intuitiv zu erfassen. Dazu müssen sie die durch einen Spielzug ausgelösten Veränderungen auf dem Feld so darstellen, dass die verschwindenden, fallenden und rutschenden Elemente als solche erkennbar sind. Dies ist nicht gegeben. Die Animationen lenken eher ab, als dass sie helfen.

An den ein- und ausblendbaren Spieloptionen ist nichts auszusetzen.

Ohne eine Nachbesserung sind die Raketen nicht vernünftig einsetzbar. Sie fliegen von ihrem Ursprungspunkt entweder horizontal nach rechts oder links oder vertikal nach oben oder unten. Damit der Spieler oder die Spielerin sie gezielt einsetzen kann, muss er die Flugrichtung kennen. Das Raketensymbol auf den Steinen zeigt jedoch in einem 45°-Winkel in eine der vier Ecken der Kachel.

2) Alpha-Version 0.2

Die Anforderungen fürs Update lauten also:

  • Darauf achten, dass das Spiel potenziell lösbar ist und es pro Felsbrocken genügend Bomben oder Raketen gibt.
  • Die Animationen verbessern oder zumindest etwas verlangsamen.
  • Das Symbol auf den Raketen muss die Flugrichtung angeben.
  • Und ausserdem hätte ich gern einen Undo-Knopf.
  • Die erste Vorgabe erfüllt Google halbwegs; die Zahl der Felsbrocken wird gegenüber der Raketen und Bomben verringert und tauchen in der Nähe der Hindernisse auf, aber auf einen ausgeklügelten Algorithmus zur Spielfeldbefüllung hoffte ich vergeblich. Und die Icons auf den Spielsteinen sind genauso missverständlich wie vorher.

    Der Undo-Knopf ist ein Klacks, doch beim zweiten und dritten Punkt versagt Google: Die Animation ist zwar etwas langsamer, jedoch weiterhin nicht sonderlich hilfreich bei der Abbildung der Spielmechanik. Es ist offensichtlich, dass die KI von allein keine sinnvolle Verbesserung erzielt. Wir müssten die Anforderungen als explizit beschriebene Sequenz vorgeben: Animiere zuerst das Verschwinden der angeklickten Elemente, dann das Herabfallen der Elemente, die die Lücke füllen, und schliesslich ein allfälliges Nachrutschen der Spalten in einen frei werdenden Bereich.

    Doch ich priorisiere vorerst ein anderes Feature, nämlich die Kettenreaktion bei den Power-ups. Das sind die beiden Feature-Wünsche:

    • Für eindeutige Icons beschreibe ich alle vier Varianten der Raketen detailliert.
    • Und die Power-ups sollen kaskadieren. Das heisst: Falls Raketen in ihrem Flug auf Bomben oder andere Raketen treffen, lösen sie diese aus. Das gleiche gilt für Bomben, wenn ein anderes Power-up in ihrem Explosionsbereich zu finden ist.

    3) Alpha-Version 0.3

    Die Kettenreaktion der Bomben und Raketen funktioniert. Doch die Raketensymbole sind genauso missverständlich wie vorher. Damit ist Zeit für ein erstes Resümee.

    👉 Bevor ihr das lest, hier noch der Hinweis, dass mir natürlich klar ist, dass ihr euch selbst ein Bild machen wollt. Mein Projekt – das inzwischen «Clickomania 2026» heisst – ist inzwischen ungefähr bei der Version 0.5 angelangt, und sie steht euch für einen eigenen Augenschein hier zur Verfügung:
    clickomania.ch/c2026/

    Ein zwischenzeitliches Fazit

    An dieser Stelle kann ich konstatieren, dass Google einen schnellen ersten Anfangserfolg erzielt. Vergleichen wir das Resultat mit meinem ersten Versuch mit Claude von Mitte 2024, dann sehen wir einen gewaltigen Fortschritt.

    Doch bis dieses Spiel in den Details so stimmig wäre, bräuchte es noch diverse Verbesserungen. Ich zähle hier exemplarisch drei weitere Baustellen auf:

    • Der zähe Ablauf
      Das Spiel heisst «Clickomania», weil man wild drauflosklicken kann. Statt strategisch kann man gleichermassen spontan-rasant spielen. Dafür muss die Software flink reagieren. Ich habe viel Energie in die Animationen investiert. Sie sollen nett anzusehen sein, die Mechanik illustrieren, aber den Spielverlauf nicht über Gebühr bremsen. Das ist bei Googles Variante nicht gewährleistet; dieses Game fühlt sich zu träge an.
    • Die unausgereifte Zählweise
      Bei Googles Clickomania-Variante gibt es für eine gewonnene Partie – also bei einem leeren Spielfeld – genau 1200 Punkte. Damit wäre es sinnlos, eine Online-Rangliste anzubieten, weil Tausende von Leuten auf dem ersten Platz zu finden wären. Bei meinem Clickomania Next Generation steigt die Zahl der Punkte exponentiell anhand der Anzahl der Elemente an, die mit einem Zug entfernt werden. Ausserdem verringert sich die Punktzahl anhand der Zeit, die zum Lösen benötigt wird. Daraus ergibt sich ein aussagekräftiges Ranking.
    • Abwechslung
      Bei Clickomania Next Generation gibt es sechs Varianten mit verschiedenen Layouts und Looks für die Elemente. Heute würden wir stattdessen mit Levels arbeiten wollen.

    Es ist keine gewagte Prognose, dass diese Detailarbeit sich lange hinziehen würde. Der letzte Punkt allein ist komplex: Wir müssten entweder eine Methode einbauen, um handgefertigte Level zu hinterlegen. Oder es wäre eine Logik für einen Levelgenerator zu entwickeln, der diversen Kriterien Rechnung trägt: Lösbarkeit, zunehmende Schwierigkeitsgrade, Vielfalt bei der Ausgestaltung, etc.

    Ich bin überzeugt, dass wir relativ zügig an einem Punkt anlangen würden, an dem das Vibe-Code-Verfahren gegenüber der menschlichen Code-Entwicklung langsamer und frustrierender verlaufen würde. Und je nach Projekt und Komplexität ist nicht garantiert, dass in einem reinen Vibe-Coding-Verfahren überhaupt eine vorzeigbare Version entsteht.

    Im Terra incognita wird es beschwerlich

    Denn: Mit Clickomania setzen wir eine altbekannte Spielidee um. Im Internet findet sich ausgereifter, menschlich hergestellter Quellcode für diverse Programmiersprachen. Offensichtlich ist er ins Trainingsmaterial eingeflossen, denn wir müssen Gemini die Spielidee nicht im Detail beschreiben. Würden wir hingegen eine neue, undokumentierte Mechanik implementieren wollen, kämen wir nicht umhin, diese in allen Facetten zu beschreiben. Diese Vorgaben natürlichsprachlich zu machen, ist weniger effizient, als sie in Programmcode zu fassen.

    Wer hier selbst Hand anlegen kann, ist im Vorteil.

    Besonders schwer sprachlich zu kontrollieren sind jene Aspekte, die die Spielwirkung prägen. Ich denke an Animationen, an Effekte und das Timing des Programms. Derlei Parameter lassen sich nicht am Reissbrett festlegen. Stattdessen finden wir sie durch Tüfteln und Ausprobieren. Wenn wir selbst programmieren, ist es ein Leichtes, die entsprechenden Konstanten im Programmcode so lange zu verändern, bis sie passen. Wenn wir die KI jedes Mal eine neue Variante erzeugen lassen, sind wir am Sankt-Nimmerleins-Tag nicht fertig. Natürlich können wir einen Prototypen bauen lassen, bei dem wir die Parameter über entsprechende Entwicklereinstellungen steuern. Aber das macht die Entwicklung nicht eben effizienter.

    Fazit: Vibe Coding ist toll für simple Apps oder Prototypen. Und es ist richtiggehend grossartig für Leute, die genug von der Syntax verstehen, um die oben dargestellten Grenzen zu überwinden, indem sie selbst Hand anlegen.

    Die wichtigste Erkenntnis zum Schluss: Sollten Unternehmen heute das Gefühl haben, sie könnten sich dank Werkzeugen wie dem AI Studio von Google teure Entwickler sparen, dann unterliegen sie einem fatalen Irrtum, der sich brutal rächen wird.

    Beitragsbild: Der Vorteil eines menschlichen Entwicklers besteht darin, dass sich seine Leistung durch ein koffeinhaltiges Süssgetränk positiv beeinflussen lässt (Mohammad Rahmani, Unsplash-Lizenz).

    #Clickomania #KI #Longread #Programmieren #VibeCoding

    Erbarmen!

    Ist es eine dum­me, eitle Idee? Oder im Ge­gen­teil der Schlüs­sel fürs Über­le­ben? Es geht um die Frage, ob man als in­ter­net­ak­ti­ver Mensch eine Seite auf Wi­ki­pe­dia braucht

    „Der schlüssel fürs überleben“. Hat der seinen tannenbaum geraucht? 🤭️

    Wozu soll man sein eigenes lemma in der wicked pedia brauchen? Für den pähjtschränk bei scheißguhgell, damit die reklameplatzvermarktung im blog wieder geld reinbringt, denn das ist doch die hauptsache? Um in die elite der arschgesichter aufgenommen zu werden? Um sich in der wichteligkeit durch auflistung in lustugen listen sonnen zu können? Um sich den wicked-pedia-link auf die visitenkarte drucken zu lassen, wo man ihn nicht einmal anklicken kann — so viel wertvoller fürs scheinsein als die eigene hohmpähjtsch?

    (Produktidee: gibt es eigentlich schon handliche, lütte und taschenflache visitenkartenschredder mit knopf, batterie und motor, wo man in demonstrativer geste oben die karte reingibt, den knopf drückt und unter abgabe eines mechanisch surrenden geräuschs kommt unten der schredderkram im feinschnitt raus, den man datenschützend in den aschenbecher, ins klo oder in den müll schmeißen kann, um so einem wichtigtuerhonk auf der stelle zu zeigen, was man von ihm hält? Ich sehe da durchaus einen markt für… und eine kurze suche war ohne ergebnis.)

    Personal Branding sei heutzutage nicht nur gestattet und erwünscht, sondern geradezu eine Bürgerpflicht

    Mach dich zur marke! Mach dich zum horst! Drück dir ein brandzeichen durch dein gefräßiges fleisch hindurch direkt in die seele! Das riecht so gut beim brennen, es riecht leckerlich wie schweinebraten. Verkauf dich, du produkt! Stell dich wohldressiert ins schaufenster und mach die beine breit! Besonders…

    Besonders für Journalisten […]

    …als jornalist! 😁️

    An dem tag, an dem ich als lemma in der wicked pedia aufscheine, weiß ich, dass ich sofort aufhören muss. Weil ich auf der falschen seite stehe. Weil ich auf der seite der arschlöcher, feinde, lügner, psychenstubser und menschenherzenfresser stehe, deren gesamter lebensweg von leichen und dem elend anderer leute markiert wird, die sie karrjerebewusst zertreten haben. Denn die relevanzkriterjen der wicked pedia sind die relevanzkriterjen des p’litisch-jornalistischen komplexes und der BRD-parteienoligarchie, und armenhass, männerhass, kinderhass und gewaltsame massenverdummung zur besseren menschenverherdung sind ihre allerheiligsten heiligtümer, herrg’ttswahr und unhinterfragbar. Es sind die relevanzkriterjen eines apparates, der mindestens neunzig prozent der menschen in der BRD professjonell belügt und ihre intelligenz verachtet und der alles dafür tut, dass sie ihr leben lang dumm, stumm, ausbeutbar und verwirtschaftbar bleiben.

    Wer da hin will, strebe dahin! Als jornalist. Oder als sonstiger menschenfeind. Da wäxt nämlich zusammen, was zusammen gehört! Genau so wie unterm donnerbalken.

    #Blah #Clickomania #Journalismus #MatthiasSchüssler #Narzissmus #Selbstbezüglichkeit #Wikipedia

    Eine Wikipedia-Seite für einen dahergelaufenen Blogger?

    Ist es eine dum­me, eitle Idee? Oder im Ge­gen­teil der Schlüs­sel fürs Über­le­ben? Es geht um die Frage, ob man als in­ter­net­ak­ti­ver Mensch eine Seite

    Clickomania
    Ich habe #ChatGPTCodex getestet und gefragt, was die KI von meinen Programmierkünsten hält – anhand meines Blockbuster-Games #Clickomania. Und was soll ich sagen? Man darf die Frage nicht stellen, wenn man die Antwort nicht hören möchte.
    https://blog.clickomania.ch/2025/11/11/chatgpt-codex-review/ #clickomaniach
    Eins in die Fresse von ChatGPT

    Ist es an der Zeit für ein neues, tolles Pro­gram­mier­pro­jekt? Um das he­raus­zu­fin­den, bitte ich Codex, den Soft­wa­re-Ent­wick­lungs-Agent von OpenAI um ein Urteil. Er findet,

    Clickomania

    Bei Meta ist fast alles erlaubt – ausser Kritik an Meta, schreibt #Clickomania

    Stimmt, hab ich gestern auch wieder erfahren. Die Aufforderung, der Nutzung deiner Daten auf Instagram und Facebook in der Meta KI durch Meta zu widersprechen, führte zur Entfernung des entsprechenden Beitrags ...
    Vollkommen klar und eindeutig, wie Herr Zuckerberg handelt ... #Meta #KI #Widerspruch

    https://blog.clickomania.ch/2025/05/20/zensur-bei-facebook-und-threads/

    Bei Meta ist fast alles erlaubt – ausser Kritik an Meta – Clickomania

    Mit einer hane­bü­che­nen Be­grün­dung löschte Meta einen meiner Posts auf Threads, in dem ich Kritik an Meta übte. Ich kom­me des­we­gen nicht darum herum, das Of­fen­sicht­liche zu kon­sta­tieren.

    Welche #KI für welchen Zweck? Gute Übersicht von #Clickomania über bewährte Tools: Perplexity (Recherche), Deepl (Übersetzung), Stable Diffusion (Bilder), Claude (Code) und mehr. Ein praktischer Guide durch die wachsende KI-Landschaft! https://blog.clickomania.ch/2025/02/26/uebersicht-ueber-ki-anwendung-in-zwoelf-bereichen/
    Welches ist die beste KI? Tipps für zwölf Einsatzgebiete – Clickomania

    Das Angebot KI-Lö­sungen wird immer grös­ser und un­über­sicht­li­cher. Beim Durch­blick hilft diese Gesamt­schau, die für Recher­che, Texten, Über­setzen, Pro­jekt­ver­wal­tung und Daten­ana­lyse, Bild-, Ton- und Vi­deo­er­zeu­gung die be­währ­ten Pro­duk­te nennt.

    Ja, ich bin ein alter Egogoogler. Ich führe aus Neugierde und auch Eitelkeit derlei Websuchen durch. Und weil ich manchmal interessante Entdeckungen mache.

    Wie neulich, als ich auf das Buch «Rancho Estate 9: Rachel’s Sweet Surrender» gestossen bin. Es hat neunzig Besprechungen bei Goodreads und wird durchschnittlich mit soliden 4,41 Sternen bewertet. Die Autorin heisst Sonia Francesca, und sie zeichnet sich durch einen bemerkenswerten Schaffensdrang aus: 126 Werke von ihr sind bei Goodreads gelistet. Eine Wikipedia-Seite hat sie jedoch nicht.

    Auch in den hiesigen Buchhandlungen sucht man sie vergeblich und kein deutschsprachiges Medium hat, soweit ich das herausgefunden habe, jemals eine Rezension eines ihrer Werke veröffentlicht. Dafür gibt es Gründe: Keines der Bücher gibt es auf Deutsch, und das Genre der Liebesschnulze gilt auf den Redaktionen als einer Besprechung unwürdig.

    Ein Doppelleben? Ein romantisches gar?

    Natürlich weiss ich, welche Frage euch auf der Zunge liegt: Ihr wollt wissen, was zum Teufel ich mit Rachels süsser Hingabe zu tun habe. Bin ich als Protagonist in diese Geschichte reingerutscht – und falls ja, warum? Führe ich ein Doppelleben, von dem ihr all die Jahre, in denen ihr nun schon mein Blog lest, nichts erfahren habt?

    «Nachgedruckt wegen andauerndem öffentlichem Interesse!»

    Und ehrlich, ich bin versucht, euch ein bisschen was vorzulügen. Allein deswegen, damit die Spannungskurve an dieser Stelle nicht zu dramatisch absackt. Aber ich bin der Wahrheit verpflichtet. Darum hier also das Geständnis, dass es bei der Egogooglerei nicht um mich, sondern um den Namen dieses Blogs und um mein Mitte der 1990er-Jahre entwickeltes Computerspiel geht. Im Buch «Rachel’s Sweet Surrender» habe ich via Google Books folgende Stelle gefunden¹:

    «Obvious naman, ’no? Sino pa, eh, di si Sakuragi—Ay!» Inis na pinitik niya ang computer screen. Naubusan na siya ng oras nang hindi nasasagot ang pinakamahabang salita sa Text Twist, ang paborito niyang word game sa computer. «’Ayan, talo na ako. Ni hindi ko man lang na-beat ang all-time record ko sa Text Twist. Magki-Clickomania na nga lang ako.» «Hoy, Rachel! Nakikinig ka pa ba sa akin? Kanina pa ako nagdadadaldal dito.»

    Falls ihr euch fragt, was für eine lustige Sprache das sein könnte, bei der man nichts versteht ausser die englischen Einsprengsel, dann geht es euch wie mir.

    Um das Rätsel zu lüften, habe ich gemacht, was man heute in so einem Fall tut: Ich habe ChatGPT gefragt. Der Text sei, abgesehen von den englischen Begriffen, in Tagalog verfasst, lautete die Auskunft. Das ist die am weitesten verbreitete Sprache auf den Philippinen, die sich in der Hörprobe bei Wikipedia durch eine tolle plätschernde Artikulation auszeichnet.

    Was Rachel spielt, wenn sie sich trösten muss

    Ich habe ChatGPT natürlich auch um eine Übersetzung gebeten und sie umgehend erhalten. Und weil es so schön ist, zitiere ich eine etwas längere Passage:

    Die abgelegten Akten waren auf beiden Seiten des Schreibtisches von Rachel aufgestapelt. Lose Papiere, Kugelschreiber, Bleistifte, Leuchtmarker und Büroklammern waren über ihren Tisch verstreut. Wenn jemand sie jetzt sehen würde, würde er denken, dass sie sehr beschäftigt ist und auf keinen Fall gestört werden sollte. Sie hatte sogar ein paar Blätter Papier in der Hand, während sie telefonierte und gleichzeitig auf ihrer Computertastatur tippte.
    «Ja, schade, dass ich die Folge gestern nicht gesehen habe. War das schon der Kampf zwischen Naruto und Neji?»
    «Ja,» antwortete ihre Freundin Jade am anderen Ende der Leitung. «Rate mal, wer gewonnen hat.»
    «Das ist doch offensichtlich, oder? Wer sonst, ausser Sakuragi — Oh!» Sie schlug ärgerlich auf den Computerbildschirm. Sie hatte die Zeit überschritten, ohne das längste Wort bei Text Twist zu lösen, ihrem Lieblingswortspiel auf dem Computer. «Da, jetzt habe ich verloren. Ich habe nicht mal meinen Allzeit-Rekord bei Text Twist gebrochen. Ich werde einfach Clickomania spielen.»
    «Hey, Rachel! Hörst du mir überhaupt noch zu? Ich rede hier schon eine ganze Weile.»
    «Ja, ja, rede einfach weiter.» Sie wechselte das Spiel auf ihrem Computer. «Also, wer ist jetzt der nächste Gegner von Sakuragi?»
    «Dummkopf! Wir reden hier über Naruto, nicht über Slam Dunk.» «Oh, stimmt. Wegen dieser blöden Überstunden habe ich die Folge nicht gesehen.»

    Hach, ist das nicht wunder-, wunderschön? Zugegeben, «Clickomania» ist nur die zweite Wahl bei den Spielen, mit denen sich Rachel die Zeit vertreibt. Aber immerhin – es hilft gegen den Frust bei Text Twist, das übrigens z.B. hier gespielt werden kann.

    Meine Neugierde ist geweckt. Was erlebt Rachel sonst so? Würde auch ich mich diesen Abenteuern hingeben wollen? Diese Frage kann ich derzeit leider nicht beantworten. Ich hatte keine Lust, das Buch Seite für Seite zu kopieren und durch ChatGPT zu schleusen – und eben: Wir befinden uns bereits bei Folge neun einer epischen Liebessaga. Aber sollte es irgendwann dazu kommen, dass ich mich vertieft mit den Geschehnissen in Rancho Estate beschäftige, dann erfahrt ihr es hier zuerst.

    Fussnoten

    1) Es gibt noch weitere Stellen. Das sind sie:

    «Hay, naku, basta ang utang ay utang. ’Ayan!» Pinalakpakan niya ang sarili habang pinagmamasdan niya ang kanyang pinakamataas na score sa Clickomania. «Magkita tayo mamaya sa Megamall, ha?»
    «00 na.»

    In der Übersetzung:

    «Ach je, aber Schulden sind Schulden. Da!» Sie applaudierte sich selbst, während sie ihre höchste Punktzahl in Clickomania betrachtete. «Wir sehen uns später im Megamall, okay?»
    «Ja, alles klar.»

    Und die nächste Stelle …

    «Tapos na kaming mag-meeting saibaba kaya libre na uli ang oras namin ngayon.»
    «I see.» Shit! Tumatakbo ang oras ko sa Clickomania! «Sige, magwo-work na muna ako. Marami pa kasi akong ihahandang mga deed of sales.»
    «Okay. Siyanga pala, kumain ka na »Pakakainin mo ako?«
    Tumawa lang ito, saka inilapag sa gabundok na mga files sa kanyang table ang isang box ng Pizza. «Kung hindi ka pa kumakain, yayayain sana kitang saluhan ako.»

    … in der Übersetzung:

    «Wir haben das Meeting unten abgeschlossen, also haben wir jetzt wieder freie Zeit.»
    «Verstehe.» Mist! Meine Zeit in Clickomania läuft! «Okay, ich werde jetzt ein bisschen arbeiten. Ich muss noch viele Kaufverträge vorbereiten.»
    «Alles klar. Übrigens, hast du schon gegessen?»
    «Willst du mich einladen?»
    Sie lachte nur und legte eine Schachtel Pizza auf den Stapel Akten auf ihrem Tisch. «Wenn du noch nicht gegessen hast, hätte ich dich eingeladen, mit mir zu essen.»

    Ferner gibt es eine Erwähnung im Vorwort, die ich hier aber nicht wiedergeben kann, weil mir Google die Stelle in der Leseprobe vorenthalten hat. ↩

    Beitragsbild: Wie Dall-e 3 die erste Szene interpretierte.

    https://blog.clickomania.ch/2024/09/30/ueberraschende-entdeckungen-beim-egogoogeln/

    #Clickomania #WennIchEinmalZeitHabe

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    Das iPad als vielseitigen Monitor nutzen – Clickomania

    Mit der Orion-App lässt sich Apples Tab­let als ex­ter­ner Bild­schirm ein­setzen. Das ist vor allem, aber nicht nur, für Foto­gra­fen und Video­filmeri­nnen nützlich.

    Mit Claude 3.5 ist der Spass am Programmieren dahin

    Meine Güte, wie grossartig ist das denn! Und wie schrecklich gleichzeitig!

    Claude 3.5 Sonnet: Das ist das neue Sprachmodell, das Anthropic Ende letzter Woche lancierte¹. Da ich auf Twitter hohes Lob über die Code-Generierung gelesen hatte, wollte ich genau das ausprobieren. Wird Claude dieses Mal den Erwartungen gerecht, nachdem ich beim letzten Update eher enttäuscht war²?

    Im Test, der diese Frage klären soll, will ich eine Javascript-Variante meines Spiels Clickomania. Ich gebe Claude keinerlei Vorgaben oder Hinweise zu den Spielregeln. Die Instruktionen umfassen lediglich diese zwei Sätze: «Do you know the game Clickomania? Can you provide me the javascript code to play it in the browser?»

    Claude liefert zum Quellcode die Erklärung gleich mit

    Claude legt sofort los und erzeugt um die 130 Zeilen Javascript-Code. Er ergänzt auch zwei CSS-Anweisungen, mit denen das Spielfeld und die einzelnen Spielsteine (Tiles) formatiert werden.

    Und er liefert eine Erklärung, was der Code tut: Er erzeugt erstens das Spielfeld und zeigt es an. Er reagiert zweitens auf Klicks und stellt fest, welche Steine eine Gruppe bilden. Beim Klick entfernt er die Gruppe mit den gleichfarbigen Steinen und ordnet die restlichen neu an. Und der Code merkt, wenn das Spiel zu Ende ist.

    Jetzt bin ich natürlich sehr gespannt. Ich bastle eine HTML-Seite mit Code und Javascript und öffne sie im Browser. Ich sehe ein Spielfeld und den Knopf New Game, aber keine Spielsteine. Also kopiere ich meinen HTML-Code ins Eingabefenster und frage, ob das in Ordnung sei.

    Claude klopft mir auf die Schulter

    Claude lobt mich: «Du hast das Clickomania-Spiel mit dem von mir zur Verfügung gestellten Code hervorragend umgesetzt!» Er nimmt aber auch die Gelegenheit wahr, mich dezent auf ein Versäumnis hinzuweisen: «Die wichtigste Änderung, die ich vorgenommen habe, besteht darin, den Initialisierungscode in einen DOMContentLoaded-Ereignis-Listener zu verpacken. Dadurch wird sichergestellt, dass das DOM vollständig geladen ist, bevor wir versuchen, auf Elemente zuzugreifen und das Spiel zu starten.»

    Und siehe da: Mit dieser Änderung funktioniert es. Ihr könnt euch hier gern selbst davon überzeugen:

    Alles in allem dauert diese Arbeit kaum eine halbe Stunde. Sie könnte noch viel schneller erledigt sein, wenn ich auswendig wüsste, wo und wie im HTML-Code die Style-Deklaration und der Scriptcode platziere.

    Jetzt fehlen mir in der Tat die Worte. Ich fühle mich zurückversetzt ins Jahr 1997, als ich versuchte, die allererste, rudimentäre Version von Clickomania zum Laufen zu bringen. Es war ein Feiertagsprojekt, das ich zwischen Weihnachten und Neujahr 1997 in Angriff genommen hatte, um mich mit der Delphi-Programmierumgebung vertraut zu machen. Ich weiss nicht mehr, wie lange ich gebraucht habe, bis es funktionierte. Aber ein, zwei Tage waren es sicherlich.

    Ich brauchte zwei Tage, Claude ein paar Sekunden

    Wie wäre es gewesen, wenn ich damals Claude 3.5 zur Verfügung gehabt hätte? Ich wäre viel schneller zum Ziel gekommen und es wäre mir erspart geblieben, mich durch dicke Bücher zu kämpfen, die mir die Syntax von Pascal, die Merkmale von Delphi und die Grundlagen der Windows-Programmierung erklären. Aber garantiert wäre auch die Begeisterung nicht so gross gewesen, als mein Programm irgendwann tatsächlich das machte, was ich mir vorgestellt hatte!

    Das war ein Aha-Erlebnis. Es hat meine Begeisterung für Computer nicht geprägt, aber verfestigt.

    So sieht es aus, wenn Claude auf eine kurze Frage gleich ein fixfertiges Game liefert. Gut zu erkennen hier das «Artifact» rechts mit dem Programmcode.

    Es war erst im Februar, als ich mich hier im Blog mit der Frage beschäftigt habe, ob dank ChatGPT nun jeder ein Programmierer sein wird. Nach diesem Erlebnis stellt sich die Frage jetzt umgekehrt: Ist bald keiner mehr ein Programmierer? Weil Claude 3.5 den Job für uns macht?

    Vermutlich wird es sein wie immer, wenn die KI sich eine neue Fähigkeit aneignet, die vorher das besondere Merkmal einer bestimmten Berufsgruppe war: Es wird sich zeigen, dass die menschliche Erfahrung nicht so leicht durch die KI zu ersetzen ist.

    Die Profis werden Haare in der Suppe finden

    Das wird bei der Softwareentwicklung sicherlich nicht anders sein: Wer die Entwicklung nicht bloss als Hobby betreibt, sondern zum Broterwerb, der wird Claude schnell an seine Grenzen bringen. Auch in diesem Feld wird sich zeigen, dass der KI die Rolle des Helfers und des Assistenten zusteht und für die kreative Leistung, die Liebe und das Feuer die menschlichen Cracks zuständig sind.

    Und auch für mich ist es nicht unmöglich, Claudes Leistung zu relativieren. Es braucht nämlich nur eine einzige Google-Suche, um auf Javascript-Implementationen von Clickomania bzw. Same Game zu stossen.

    Ein fieser Spielverderber!

    Trotzdem fühle ich mich, als hätte mir Claude etwas weggenommen. Ich war nie ein grossartiger Programmierer, sondern eher Spaghetticode-Fabrikant. Trotzdem war das etwas, worauf ich mir etwas eingebildet habe.

    Aber egal: Der wichtige Punkt ist doch, was dieser Entwicklungsschritt mit dem heutigen Nachwuchs macht. Hat der noch Spass daran, selbst Erfahrungen zu sammeln, sich auszuprobieren und in die Abgründe des Code-Schreibens und Debuggens abzutauchen, wenn Claude jegliche Einsteiger-Projekte schnell und nonchalant erledigt? Und ihnen auf die Schultern klopft, während er ihnen gnadenlos ihre Anfängerfehler aufdröselt?

    Eben. Claude ist ein fieser Spielverderber.

    Fussnoten

    1) Dieses jüngste Update folgt dicht auf das vorherige. Claude 3 ist anfangs März erschienen und hat mich seinerzeit nicht überwältigt. Im Vergleich zu ChatGPT hat es mir meine Fragen durchs Band weg weniger präzis beantwortet und unverzeihliche Patzer fabriziert. ↩

    2) Längere Quellcode-Sequenzen und andere umfangreiche, eigenständige Inhalte erscheinen als sogenannte Artifacts. Das sind Informationen, die ausserhalb der Konversation in einem eigenen Bereich erscheinen. ↩

    Beitragsbild: Claude, wie er leibt und lebt (Jalal Ahmed, Pexels-Lizenz).

    #Clickomania #KI #LLMs #Programmieren

    Mit Claude 3.5 ist der Spass am Programmieren dahin
    Die neue KI von An­thropic rotzt ohne mit der Wimper zu zucken den Quell­code für ein Com­puter­spiel hin, an dem ich stun­den­lang ge­tüf­telt habe. Ich bin be­geistert – und traurig, so brutal in den Schat­ten ge­stellt wor­den zu sein.
    https://blog.clickomania.ch/2024/06/25/anthropic-claude-sonnet-artifacts-review/
    #Web #Clickomania #KI #Programmieren #clickomaniablog
    Mit Claude 3.5 ist der Spass am Programmieren dahin – Clickomania

    Die neue KI von An­thropic rotzt ohne mit der Wimper zu zucken den Quell­code für ein Com­puter­spiel hin, an dem ich stun­den­lang ge­tüf­telt habe. Ich bin be­geistert – und traurig, so brutal in den Schat­ten ge­stellt wor­den zu sein.

    Vor knapp einem Jahr habe ich dargelegt, was mir an Apple Arcade gefällt und was noch besser werden kann. Mein Hauptkritikpunkt lautete damals, dass mir das Angebot zu elitär sei: Apple kaprizierte sich auf die Spiele mit hohem künstlerischem Anspruch, vernachlässigte aber die simplen Titel für zwischendurch. Doch so toll die Vorzeigetitel auch sind: Es gibt auch ein Bedürfnis nach dem etwas weniger anspruchsvollen Zeitvertreib. Denn wir gehen auch nicht immer ins Fünfsternelokal zum Dinieren, sondern drücken und gelegentlich auch einfach mal ein Sandwich rein.

    Apple ist offensichtlich zur selben Erkenntnis gelangt: Anfang April gab der Konzern die bislang grösste Erweiterung bekannt. 30 Titel kamen dazu, plus die zwei neuen Kategorien, die «zeitlose Klassiker» und «legendäre Spiele» heissen.

    Keine Werbung, kein In-App-Nepp

    Man kann sich natürlich fragen, wie sich die genau unterscheiden sollen, bzw. ob das nicht zweimal das Gleiche ist. Aber ich verstehe es so, dass unter den legendären Spielen Titel auftauchen, die im App-Store für Furore gesorgt haben und nun zum Abopreis, ohne Werbung und In-App-Käufe noch einmal neu aufgelegt werden. Das ist in der Tat ein starkes Argument für den Arcade-Dienst, für den man bekanntlich 6 Franken im Monat berappt.

    Zu den legendären Spielen gehören folgende: Blek (Das Spiel der reinen Geometrie), Chameleon Run (Rennen wie ein Chamäleon), Don’t Starve (Verhungere nicht. (Und zünde dich nicht an.)), Mini Metro (Ein Herz für U-Bahn-Bauer) und Threes (Zwei schlechte und eine gute Alternative zu Threes!), sowie Monument Valley.

    Bei den Klassikern ihrerseits werden die Genres einsortiert, die man in einem ernsthaften Videospieleladen allein schon der Vollständigkeit halber anbieten muss: Sudoku, Schach, Backgammon und natürlich Solitär. Dass sich Apple überhaupt getraut hat, Arcade im September 2019 ohne eine Solitär-Variante zu lancieren, ist eine fragwürdige Angelegenheit.

    Alles, was der Casual-Gamer braucht

    Aber jetzt hat Apple diese und andere Scharten ausgewetzt und die Kategorie der zeitlosen Klassiker mit folgenden Titeln alimentiert:

    • Solitaire by MobilityWare+, eine Solitär-Variante, die natürlich noch extra zu besprechen sein wird.
    • Star Trek: Legends, ein Strategiespiel, das im Star-Trek-Franchise-Universum angesiedelt ist.
    • Backgammon+: Der Brettspielklassiker digitalisiert.
    • Sudoku Simple+ von Mobilityware, für Leute wie mich, die gerne Zahlenrätsel lösen
    • Und was fehlt noch? Genau, ein Kreuzworträtsel. Das gibt es auch, nämlich Tiny Crossword+.

    Ausserdem gehört in diese Kategorie das Spiel Simon’s Cat – Story Time, das nach dem Prinzip der Farbrätsel funktioniert. Es ist verwandt mit den Match-3-Puzzles, die ich im Beitrag Ein banales Spielprinzip, das in den App-Stores Milliarden generiert ausführlich besprochen habe.

    Das kommt uns doch bekannt vor

    Aber die Mechanik funktioniert bei «Simon’s Cat» etwas anders, indem Spielsteine nicht ausgetauscht werden müssen, um gleichfarbige Gruppen zu bilden: Man muss sie einfach antippen, damit sie verschwinden und Steine nachrutschen – was dann dem Samegame-Prinzip entspricht, das hier im Blog auch als Clickomania bekannt ist.

    Fast wie «Clickomania» – nur ein bisschen ausgeklügelter.

    «Simon’s Cat» ist eine tolle Umsetzung der Spielidee, die grafisch überzeugt und die altbewährte, simple Mechanik auf vielfältige Weise aufwertet: Man spielt keine Zufallspartien, sondern Levelbasiert, erhält Powerups, wenn man Gruppen bestimmter Grösse bildet und bekommt es auch mit Hindernissen wie dem wuchernden Unkraut, Kastanien, Steinen und Spinnweben zu tun.

    «Homescapes»: Das Spielprinzip ist etwas anders – aber ansonsten sind die Ähnlichkeiten unverkennbar.

    Und noch etwas fand ich verblüffend: Vom Look & Feel her ist «Simon’s Cat» ein weiterer Zwilling der hier besprochenen Titel von Playrix und Rovio.

    Das geht so weit, dass sogar die Animation mit den sich auffächernden Blättern, die bei «Simon’s Cat» vor einem Level zu sehen sind, sich in «Homescapes» wiederfindet. Der grosse Unterschied ist, dass es bei diesem Titel keine In-App-Käufe gibt.

    Beitragsbild: Nicht ganz so elitär ist auch okay (Jordan Bauer, Unsplash-Lizenz).

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