Der Kaufvertrag.
Zwei bedruckte Seiten DIN A4. Blau unterzeichnet.
Der bürokratische Schlussstrich unter meiner Jugend.
Dieses Blech begleitete mich seit meinem achtzehnten Lebensjahr.
Ein stummer, zuverlässiger Zeuge.
Es kannte die hakelige Synchronisation des zweiten Gangs. Die ausbleichenden Armaturen aus Hartplastik. Den vertrauten Geruch nach feuchtem Gebläse und Vergänglichkeit.
Jetzt sitzt ein Fremder auf meinem durchgesessenen Fahrersitz.
Er hat das Profil der Allwetterreifen geprüft und bar bezahlt.
Ein völlig emotionsloser Akt der Eigentumsübertragung.
Die roten Rücklichter biegen ab. Der Auspuff röchelt ein letztes Mal in der Distanz.
Zurück bleibt eine gähnende Leere auf dem rechteckigen Verbundpflaster.
Und ein kleiner, dunkler Fleck. Ein letzter, melancholischer Gruß der Ölwanne.
Ich stehe in der Einfahrt. Halte einen Umschlag mit Banknoten.
Ich fühle mich nicht reicher.
Nur plötzlich sehr unmotorisiert. Und spürbar älter.








