Suleyken, ein fiktives masurisches Dorf und seine eigenwilligen Bewohner, präsentiert in kurzen, lose verbundenen Geschichten, die weniger von Handlung als von Beobachtung und Ton leben.
Die Episoden wirken auf den ersten Blick unspektakulär, entwickeln aber bei längerer Betrachtung eine eigene Kraft, weil Lenz genau hinschaut und seine Figuren ernst nimmt.
In meiner Schulzeit wurde daraus gelegentlich vorgelesen und wir haben uns über die lustigen Dorfgeschichten amüsiert.
Beim Wiederlesen nach so vielen Jahren gewinnen die Episoden deutlich an Tiefe und die Geschichten wirken weniger wie skurrile Anekdoten, sondern zeigen eine präzise erzählte Welt, in der Humor und Nachdenklichkeit eng beieinander liegen.
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