Ich finde ja dieses "und wenn es deine Tochter wäre" falsch, weil Frauen eigenständige Menschen sind.
Aber selbst unter dieser Prämisse:
Menners posaunen rum, dass sie sonstwas tun würden, wenn man ihre Tochter anfasst, zweifeln aber regelmäßig an den Aussagen anderer Töchter.
Immer wieder, wenn es zum Gespräch über sexuelle Gewalt kommt, bin ich schockiert, wie viel Verantwortung den Opfern gegeben wird.
"Sie wusste doch, worauf sie sich einlässt, sie ist doch mitgegangen".
Nein, ein Ja zum Mitgehen ist kein Ja zu allem.
Wir haben noch viel zu tun!
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Das ist nicht konkret auf den Fall Ulmen bezogen, eher hab ich das nur als Aufhänger genutzt.
Denn leider passiert sexuelle Gewalt hinter verschlossenen Türen öfter als man denkt. Wir kriegen es nur nicht mit.
@kuketzblog Ich denke, das ist irgendwie ein generelles Problem der progressiv-liberalen Ecke, das du gut beschrieben hast.
Ein Comedian hat es hier sehr gut humoristisch und pointiert verarbeitet:
https://youtube.com/shorts/vHfbUIQeW_A

Nur damit später ein Teilnehmer sagt: schön, was die Wissenschaft sagt, ich [ohne jegliche Expertise, sondern als Podcaster, der jede noch so abwegige Person einlädt und weitestgehend unkommentiert erzählen lässt] sehe das anders.
Well done!