130 km/h
25%
120 km/h
35.8%
110 km/h
8.6%
100 km/h
21.5%
90 km/h
2.3%
80 km/h
1.9%
70 km/h
0%
60 km/h
0.4%
50 km/h
0%
30 km/h
4.6%
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Nehmen Sie an der Umfrage teil: Sind Sie für ein Tempolimit auf der Autobahn?

In der aktuellen politischen Lage flammt die Debatte um ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen erneut auf. Verraten Sie uns Ihre Meinung dazu und lesen Sie als Dankeschön den Tagesspiegel 6 Wochen für nur 1 Euro.

@blechterror

Der @vcoe_mobilitaet_mit_zukunft erklärt hier sehr gut, warum 100 km/h besser für die #Umwelt und die #Gesundheit ist als 130 km/h:

https://vcoe.at/service/fragen-und-antworten/welche-wirkung-hat-tempo-100-statt-130

1. Höhere #Sicherheit
2. Höhere Kapazität der #Autobahn — weniger Erweiterungen "notwendig"
3. Ca. ein Viertel weniger #Energie nötig
4. Im Fall von #Verbrennern deutlich weniger Abgase
5. Halbierter #Verkehrslärm

Ich füge hinzu:

6. Ein #Auto, was für max. #Tempo100 gebaut, ist potentiell auch kleiner und leichter als eines, was für 130 oder mehr gebaut ist. Es werden weniger Resourcen gebraucht.

7. Die #Bahn kann so auf längere Strecken eher konkurrenzfähig zum Auto bleiben.

Alle Punkte außer 4. gelten für das #EAuto genauso.

#Verkehrswende #Tempolimit

Welche Wirkung hat Tempo 100 statt 130? - Mobilität mit Zukunft

@lerk @blechterror @vcoe_mobilitaet_mit_zukunft

Ein paar Anmerkungen:

6.
Leider ist dieser Zusammenhang nur sehr bedingt gegeben: Ein Blick ins tempolimitierte Ausland zeigt keineswegs eine Neigung zu kleineren/leichteren Fahrzeugen.

Aus der Verachtfachung des Luftwiderstands bei doppeltem Tempo ergibt sich das auch sehr schwach motorisisierte Fahrzeuge erstaunliche Höchstgeschwindigkeiten haben... "der 45 PS Corsa rennt trotzdem 170"

Man kann die Leistung aus Gründen der Praktikalität (Beladung, bergauf fahren, Beschleunigung) nicht unbegrenzt reduzieren. Dementsprechend ist das Einparotential zwar vorhanden (reale Übermotorisierung) aber leider nicht besonders groß, da vor allem die sinkende Effizienz stärkerer Motoren in Teillast den Verbrauchsunterschied verursacht.

👇

@lerk @blechterror @vcoe_mobilitaet_mit_zukunft

(vereinfacht gesagt ist ein 150 PS Motor der 30 PS Leistung abgeben muss meist weniger effizient als ein 100 PS Motor der 30 PS Leistung abgeben muss)

Elektromotoren büssen gegenüber Verbrennern auch bei niedriger Last kaum Effizienz ein was mögliche Verbrauchseinsparungen sehr gering ausfallen lässt, nach dazu weil man ja immerhin so viel "Leistung" haben möchte, dass die Bremsen weitgehend generatorisch sind (was Bremsstaub reduziert)

Ein relativ geringes #Tempolimit verschiebt außerdem Angebot und Nachfrage beim Fahrzeugbau.... man kann das ganz gut in den USA (Tempolimit meist ca. 110 kmh) sehen wo Fahrzeuge schon seit langem mehr als "rollendes Wohnzimmer" als als "sportlich" entwickelt werden.

Je geringer die "Auslegungsgeschwindigkeit" desto geringer auch der Anreiz den Luftwiderstand zu optimieren. Es gibt viele Gründe für die Zuneigung der Amerikaner zu ihren PickUps und SUVS.... aber es ist zumindest nicht hilfreich, dass bei 110 kmh der 👇

@lerk @blechterror @vcoe_mobilitaet_mit_zukunft

Verbrauchsunterschied zwischen einem PickUp und einem "normalen" PKW deutlich geringer ist, als bei 130 kmh. Je höher das Tempo, desto stärker steigen die Kosten der "Schrankwand".

Das zieht sich auch durch die gesamte Fahrzeugpalette durch. Auch in Deutschland haben viele Kleinwagen keine Unterbodenverkleidung, dabei reduziert diese den Luftwiderstand = Verbrauch deutlich. Aber warum knappes Budget ausgeben, wenn das Fahrzeug doch vorwiegend in der Stadt unterwegs ist, wo die Vorteile gering sind?

Einer von vielen Gründen, warum kleinere billigere Autos nicht umbedingt verbrauchsgünstiger sein müssen. Ein zu knappes Budget limitiert technische Möglichkeiten zur Verbrauchsminimierung und kann den Unterschied zwischen unterschiedlichen Fahrzeugklassen minimieren.

Es ist ein sehr komplexes Thema mit zahllosen Faktoren, daher ist die Annahme

Geringeres Tempolimit = leichtere und kleinere Autos = leider nur bedingt korrekt.

👇

@lerk @blechterror @vcoe_mobilitaet_mit_zukunft

Deutsche Autotester kritisieren oft das "schwammige" Fahrverhalten amerikanischer Autos.... eine Konsequenz einer auf Komfort optimierten weichen Fahrwerksabstimmung welche - physikalisch bedingt - mit fahrdynamischen Nachteilen behaftet ist, welche im Grenzbereich (Vollbremsung, schnelle Ausweichmanöver, mögliche Kurvengeschwindigkeiten sinken allgemein) mit Nachteilen behaftet ist.

7.

Ich kenne die Studie des Umweltamtes zum Tempolimit und halte die indirekten Effekte (Bahn und ÖPNV attraktiver) für äußerst optimistisch.

Wenn dann dürfte der Effekt vor allem psychologischer Natur sein.

Tatsache ist... Rasen bringt zeitlich fast nichts. Daraus ergibt sich aber leider auch der umgekehrte Effekt, dass nämlich selbst ein niedriges Tempolimit immer noch nur relativ geringen Einfluss auf die Reisezeiten hat. Relevant dafür ist nämlich alleine die Durchschnittsgeschwindigkeit Tür zu Tür... und die lässt sich jenseits der #130aufDerAutobahn kaum noch👇

@lerk @blechterror @vcoe_mobilitaet_mit_zukunft

steigern. Salopp gesagt, der reale Unterschied in der Reisezeit zwischen unbegrenzt und 130 kmh ist sehr überschaubar. Bei 120 kmh sieht es minimal besser aus, bei 110 noch etwas besser aber selbst bei #100AufDerAutobahn verlängern sich die Reisezeiten nur verhältnismäßig gering. Was ja eigentlich für ein #Tempolimit spricht, allerdings halt auch nichts daran ändert, dass ich ca. 100 kmh Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Autobahn erzielen lassen.

Und jetzt werfen wir mal einen Blick auf die Durchschnittsgeschwindigkeiten von #bahn und #ÖPNV:

Auh weiha.... da sieht es auf vielen Strecken garnicht gut aus. Die Bahn kann - rein die Strecke Bahnhof zu Bahnhof betrachtet - sich noch einigermaßen halten (stark abhängig von der Strecke) aber in dem Moment, wo man ÖPNV nutz/en muss, bricht die Durchschnittsgeschwindigkeit (einzige relevante Größe für die Gesamtreisezeit) massiv ein.

👇

@lerk @blechterror @vcoe_mobilitaet_mit_zukunft

Zur Haltestelle laufen... Wartezeiten... Umstiegezeiten.... und wirklich schnell ist ÖPNV eigentlich ja auch so gut wie nie.... beist sich halt auch grundsätzlich mit "halte alle 500 Meter an und fahre vorrangig im dicht besiedelten Gebiet"... da kommt man schnell auf Durchschnittsgeschwindigkeiten die auch von einem untrainierten Fahrradfahrer schnell überschritten werden können.

ÖPNV auf meinem Arbeitsweg kommt auf überschaubare 14,4 kmh.

Dabei sind die 50 Minuten Reisezeit schon auf Teufel komm raus optimiert.... Starthaltestellen werden hart "Just in Time" (3 mal die Woche rennen) angesteuert und die Tram verkehrt außerhalb der Innenstadt auf einer separaten Trasse welcher ihr relativ hohe Geschwindigkeiten (für eine Tram) erlaubt. Ach ja, und nur ein einziger Umstieg, was ja auch eher die Ausnahme als die Regel ist.

Kommt man mit dem ICE am Hauptbahnhof an, so muss man ca. 1 Stunde weitere Reisezeit rechnen bis man wirklich daheim ist.... 👇

@lerk @blechterror @vcoe_mobilitaet_mit_zukunft

Kommt man außerhalb der Hauptverkehrszeiten an können es auch schnell 1,5 Stunden werden.

Von einem Ende der Republik ans andere also nicht in 4,5 Stunden (ICE) sondern eher 4,5 + 1 (Hinfahrt kann besser getaktet werden) + 1,5 ´= 7 Stunden.

Diese 7 Stunden sind im Zweifel die reale Reisezeit.... und anhand dieser 7 Stunden bewertet sich das Preisnivau welches die Bahn und der ÖPNV kosten darf. Also nicht viel.

Der Komfort im ICE ist seit Jahren gefühlsmäßig eher rückläufig (immer engere Bestuhlung, erhebliche Komforteinbußen aber einer Auslastung von ca. 50 %.) und entspricht großzügig betrachtet der unteren Mittelklasse im Auto.

Der Komfort im ÖPNV ist bestenfalls ausreichend....die Sitze unbequem, das Gepäck musst du schleppen (statt es im Kofferraum die nächsten 600 km ignorieren zu können), Heizung ist mäßig, Klimatisierung mangelhaft (wenn es überhaupt eine gibt) und ich habe noch kein Wort über Mitfahrgäste verloren, welche jede Menge Potential👇

@lerk @blechterror @vcoe_mobilitaet_mit_zukunft

für weitere Verschlechterung bieten.

Und all das für Preise je km für welche sich kostentechnisch nahe an 7,5 Litern auf 100 km bewegen. Bei aktuellen Spritpreisen.... bei den Spritpreisen von vor garnicht so langer Zeit, reden wir über km Kosten bei der Bahn, für die Du einen 12 Liter saufenden Ami fahren kannst.

So wird das nichts mit #Verkehrswende. 😒