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Wer sich noch irgendwelche Illusionen über den Umbau des #Bildungssystems gemacht hat – und immer noch meint, dass es so schlimm wohl nicht kommen wird – der sollte einen Blick in das #Regierungsprogramm der #AfD werfen. Das hat die #Partei am Wochenende in #Sachsen-Anhalt auf dem #Parteitag verabschiedet. Eines ist sicher: Wenn die Partei, die derzeit dort in den Umfragen bei knapp 40 Prozent liegt, im September Teil der
#Landesregierung wird, wird sie als erstes gezielt auf das #Kultusministerium zugreifen.

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Die Gründe liegen auf der Hand: Weil Schule #Ländersache ist, hat sie dort den größten #Gestaltungsspielraum. Außerdem bekommt die AfD darüber unmittelbar Zugriff auf das Denken und Fühlen der jungen Generation. Das Programm legt schonungslos offen, was blüht: Täglich vor Schulbeginn wird die #Bundesflagge gehisst und die #Nationalhymne abgesungen. #Disziplin und #Frontalunterricht.

Schule solle fortan kein „Übungsraum für #Demokratie“ mehr sein, ist da zu lesen. #Sexualkundeunterricht wird abgeschafft, damit nicht weiter „abseitige sexuelle Vorlieben beworben werden“, Kinder mit Beeinträchtigung werden in #Förderschulen „separiert“, geflüchtete Kinder in „#Sonderklassen“ unterrichtet. Die #Schulsozialarbeit wird abgeschafft, weil „funktionierende Familien“ diese überflüssig machen. Es werden von oben vorgegebene einheitliche #Lehrmaterialien eingesetzt. Der #Schwerpunkt im #Geschichtsunterricht soll dann auf #Nationalismus und „1813 und 1871“ liegen.