35% of the tax revenue go to pay off the debt
https://www.mof.go.jp/english/policy/budget/budget/fy2025/01.pdf
The largest lender is Bank of Japan which is not exactly citizens.
https://en.wikipedia.org/wiki/National_debt_of_Japan seems to have nice history of this.
Pretty weird setup, I agree... Japan is known to have the largest public debt by far among the rich countries.
@AwetTesfaiesus not sure if this could be related: their public debt is 234.9% of their GDP.
Source: https://www.imf.org/external/datamapper/GGXWDG_NGDP@WEO/JPN?year=2025
@AwetTesfaiesus I think it is, we would need to look more closely at the tax base and inflation there.
Guessing here: Society needs to spend more, but the tax money isn't growing, so we have to finance the rest with the debt.
As some economists would say, the citizens no longer pay for the govt directly. The rich investors borrow the money and take interest.
Maybe at some point the taxes will be spent only to pay off the investors... We'll see
@saper Is there a magical number where it all breaks down? Germany is extremely cautious with gov. spending and the debt is 60% of GDP. The number itself does not invalidate the point @AwetTesfaiesus is making.
IMHO: We are living below our standards because the german government is afraid of a big numbers on the budget plan.
I find the question pointed by @AwetTesfaiesus very interesting to analyze, with no "easy" answers.
What worries me personally: who is going to be a decision maker in such a country - the taxpayers or the investors :(
@AwetTesfaiesus Yes, very much indeed
There are many who can give an easy answer to the question who is really in charge. #conspiracy
@AwetTesfaiesus Aber halt auch
https://en.wikipedia.org/wiki/National_debt_of_Japan#/media/File:Japan_govt_debt_percent_gdp_1980_2025.png
Ohne Wachstum können Staatsschulden nicht zurückgezahlt werden und während die *absoluten* Schulden ~egal sind, sind die relativen halt schon wichtig (weil der Anteil des Haushaltes, der an Zinszahlung geht entsprechend wächst).
Insgesamt ist das glaub ich gerade nicht super gut bestellt um die japanische Wirtschaft, oder?
Also, man kann vielleicht ein System bauen ohne Wachstum, aber Japan gerade ist glaub ich kein gutes Beispiel.
@oneiros @AwetTesfaiesus @Merovius
Aber es wird höchste Zeit, das mal ernsthaft und sachlich drüber zu diskutieren und vor allem auszuprobieren.
Es ist ja ganz richtig: Wir leben schon so lange im "klassischen" Kapitalismus, dass wir kaum eine Vorstellung von Alternativen haben und noch weniger den Mut, sie auszuprobieren.
Mir ist auch bewusst, dass dieser Mut einer ganzen Gesellschaft inne wohnen muss - nicht bloß "den Entscheidern" - damit wir besonnen damit umgehen.
Schau, ich bin da entspannt: ~2080 hat die Welt, was Japan schon seit 2010 hat.
Die Frage ist doch nur: wie gestalten?
https://ourworldindata.org/grapher/population-long-run-with-projections?country=~OWID_WRL
Kann man das eigentlich human gestalten?
Ich denke, nicht wirklich.
@Saupreiss
... doch schon. Eigentlich "nur".
Für wen machen wir das eigentlich?
(Ich runzel jedesmal die Stirn, wenn es wieder um "die Wirtschaft" geht. Als sei sie ein eigenständiges und sehr verletzliches Wesen und wir Menschen müssen bitte Rücksicht üben.)
@AwetTesfaiesus @oneiros @Merovius
Sehe ich nüchterner. Wir haben eine Menge Konsumenten X und eine Menge, die das (monetär/mit tatsächlicher Arbeit) leisten müssen. Wie finanziert, ob Umlage oder Traumanlage, ist letztlich für die große Frage Wurscht, nur für die Feinverteilung womöglich nicht.
Gerät dieses Verhältnis zu sehr daneben, wirds sehr unbequem für alle.
@Saupreiss Warum sollte das prinzipiell nicht möglich sein?
Es gibt dann „nur“ ein paar Jahrzehnte sehr viel mehr sehr alte als junge Menschen. Das stellt „interessante“ Verteilungsfragen sowohl für Geld, Güter und Dienstleistungen als auch für die dafür notwendigen Arbeiten. Aber es gibt kein Naturgesetz, dass man nicht in einer hochtechnologischen Gesellschaft genug für alle produzieren kann, auch wenn sie eine etwas ungewöhnliche Altersverteilung haben.
Schwierig wird das erst durch kapitalistisch-marktwirtschaftliche „Regeln“ gemacht, die behaupten von den Alten dürften nur diejenigen würdig leben, die in irgendwas investiert haben und deren „notwendige“ Profite würden leider den Einkommen der Jungen enge Grenzen setzen. @AwetTesfaiesus @alikatze @oneiros @Merovius
Mir geht es um diese paar Jahrzehnte. Und was die Verteilung angeht, habe ich „volles Vertrauen“ in die Demokratie und das bewährte „wir müssen sparen, aber nicht bei mir“ und bitte schon gar keine Zuwanderung.
Alleine, was das Gesundheits- und Pflegesystem bei (ehemals…) gewohnter Qualität leisten müsste, kann ich mir nicht vorstellen, wie das gehen soll.
@oneiros @alikatze @AwetTesfaiesus Sorry, aber ein bisschen regt mich das doch auf, der talking point. So ein Unterhaltungs-Ender.
Die Transformation passiert, indem wir uns darüber unterhalten, was wir wollen und wie wir dahin kommen und wählen. "Wie geht die Transformation" in einem politischen Gespräch ist gleichzeitig Tautologie und Oxymoron.
Immer wenn man sagt, wie die Welt aussehen soll, heißt es "aber wie dahin?" und immer wenn man sagt, wie dahin, heißt es "aber will man das?" 🙄
@AwetTesfaiesus "and society hasn’t collapsed" - not sure to which part this applies, but at least here in media we get to hear that's partly "because of so much investments from other countries" due to the weak Yen.
Weak Yen is leading to many tourists (to a degree word "overtourism" gets used here), that's also an uptick for economy.
I compared Japan and Germany by the factors important to me at https://blog.fluxcoil.net/posts/2025/02/living-abroad-in-japan/ .

With the right wing parties in Germany getting stronger, my Mastodon timeline gets posts from people considering to move to other countries, temporarily or forever. Japan is known for being peaceful, rich of culture, and is often called out as potential destination - so as a German living in Japan since 8 years, I will try to look at the relevant aspects. Maybe this sparks also others living in foreign countries to report?\n
@AwetTesfaiesus
Let's see🧐
- GDP per capita vs. total GDP
- Creditors of the world
- National debt
- Robotik
Just a few bullet points.
We'll see...
Und das mit einer konservativen Regierung, eine andere gabs auch quasi nie.
Übrigens lassen sich die die Zivilrechtsordnungen im D-A-CH-Raum als #zerogrowth-Manifest lesen:
#Zinseszins ist grundsätzlich unzulässig (soweit nicht zulässig per Vertrag vereinbart):
- § 818 APL (Preußen, 1794)
- Art. 105 Abs. 3 OR (Schweiz)
- § 679 Sächsisches BGB (v. 1865)
- § 248 BGB (v. 1896)
(Österreich ist da zwischenzeitlich allerdings umgekippt und begrenzt Zinseszinsen nunmehr nur noch § 1335 ABGB)
@AwetTesfaiesus Der japanische Staat funktioniert vor allen Dingen trotz Null-Wachstum sehr gut, während bei uns die Infrastruktur verrottet und der Faschismus anklopft, ob er mal übernehmen soll.
Der Unterschied liegt in der Geldpolitik. Japan kennt nicht nur keine "Schuldenbremse", sondern pulvert Geld in den Markt, als ob es kein Morgen gäbe.
Und siehe da, es stellt sich wie durch eine "magische Hand" ein Gleichgewicht ein, weil dieses Geld ganz von alleine durch Steuern wieder aus dem Geldkreislauf verschwindet.
Die Katastrophe, die die neoliberale Geldmengentheorie vorhersagt, tritt einfach nicht ein.
Das entwertet nicht durchaus angemessene Kritik an deren Wirtschaftspolitik, zeigt aber, dass das Fundament des Neoliberalismus ungefähr so weit von Fakten entfernt ist, wie die Flat-Earth-Theorie.
Wir könnten auch funktionierende Schultoiletten haben und effizienten, pünktlichen ÖPNV, wenn wir etwas mehr nach Japan schauten, statt uns an überkommenen Märchenerzählungen festzuklammern.