@AwetTesfaiesus Der japanische Staat funktioniert vor allen Dingen trotz Null-Wachstum sehr gut, während bei uns die Infrastruktur verrottet und der Faschismus anklopft, ob er mal übernehmen soll.
Der Unterschied liegt in der Geldpolitik. Japan kennt nicht nur keine "Schuldenbremse", sondern pulvert Geld in den Markt, als ob es kein Morgen gäbe.
Und siehe da, es stellt sich wie durch eine "magische Hand" ein Gleichgewicht ein, weil dieses Geld ganz von alleine durch Steuern wieder aus dem Geldkreislauf verschwindet.
Die Katastrophe, die die neoliberale Geldmengentheorie vorhersagt, tritt einfach nicht ein.
Das entwertet nicht durchaus angemessene Kritik an deren Wirtschaftspolitik, zeigt aber, dass das Fundament des Neoliberalismus ungefähr so weit von Fakten entfernt ist, wie die Flat-Earth-Theorie.
Wir könnten auch funktionierende Schultoiletten haben und effizienten, pünktlichen ÖPNV, wenn wir etwas mehr nach Japan schauten, statt uns an überkommenen Märchenerzählungen festzuklammern.