@AwetTesfaiesus Aber halt auch
https://en.wikipedia.org/wiki/National_debt_of_Japan#/media/File:Japan_govt_debt_percent_gdp_1980_2025.png
Ohne Wachstum können Staatsschulden nicht zurückgezahlt werden und während die *absoluten* Schulden ~egal sind, sind die relativen halt schon wichtig (weil der Anteil des Haushaltes, der an Zinszahlung geht entsprechend wächst).
Insgesamt ist das glaub ich gerade nicht super gut bestellt um die japanische Wirtschaft, oder?
Also, man kann vielleicht ein System bauen ohne Wachstum, aber Japan gerade ist glaub ich kein gutes Beispiel.
@oneiros @AwetTesfaiesus @Merovius
Aber es wird höchste Zeit, das mal ernsthaft und sachlich drüber zu diskutieren und vor allem auszuprobieren.
Es ist ja ganz richtig: Wir leben schon so lange im "klassischen" Kapitalismus, dass wir kaum eine Vorstellung von Alternativen haben und noch weniger den Mut, sie auszuprobieren.
Mir ist auch bewusst, dass dieser Mut einer ganzen Gesellschaft inne wohnen muss - nicht bloß "den Entscheidern" - damit wir besonnen damit umgehen.
Schau, ich bin da entspannt: ~2080 hat die Welt, was Japan schon seit 2010 hat.
Die Frage ist doch nur: wie gestalten?
https://ourworldindata.org/grapher/population-long-run-with-projections?country=~OWID_WRL
Kann man das eigentlich human gestalten?
Ich denke, nicht wirklich.
@Saupreiss
... doch schon. Eigentlich "nur".
Für wen machen wir das eigentlich?
(Ich runzel jedesmal die Stirn, wenn es wieder um "die Wirtschaft" geht. Als sei sie ein eigenständiges und sehr verletzliches Wesen und wir Menschen müssen bitte Rücksicht üben.)
@AwetTesfaiesus @oneiros @Merovius
Sehe ich nüchterner. Wir haben eine Menge Konsumenten X und eine Menge, die das (monetär/mit tatsächlicher Arbeit) leisten müssen. Wie finanziert, ob Umlage oder Traumanlage, ist letztlich für die große Frage Wurscht, nur für die Feinverteilung womöglich nicht.
Gerät dieses Verhältnis zu sehr daneben, wirds sehr unbequem für alle.
@Saupreiss Warum sollte das prinzipiell nicht möglich sein?
Es gibt dann „nur“ ein paar Jahrzehnte sehr viel mehr sehr alte als junge Menschen. Das stellt „interessante“ Verteilungsfragen sowohl für Geld, Güter und Dienstleistungen als auch für die dafür notwendigen Arbeiten. Aber es gibt kein Naturgesetz, dass man nicht in einer hochtechnologischen Gesellschaft genug für alle produzieren kann, auch wenn sie eine etwas ungewöhnliche Altersverteilung haben.
Schwierig wird das erst durch kapitalistisch-marktwirtschaftliche „Regeln“ gemacht, die behaupten von den Alten dürften nur diejenigen würdig leben, die in irgendwas investiert haben und deren „notwendige“ Profite würden leider den Einkommen der Jungen enge Grenzen setzen. @AwetTesfaiesus @alikatze @oneiros @Merovius
Mir geht es um diese paar Jahrzehnte. Und was die Verteilung angeht, habe ich „volles Vertrauen“ in die Demokratie und das bewährte „wir müssen sparen, aber nicht bei mir“ und bitte schon gar keine Zuwanderung.
Alleine, was das Gesundheits- und Pflegesystem bei (ehemals…) gewohnter Qualität leisten müsste, kann ich mir nicht vorstellen, wie das gehen soll.
@oneiros @alikatze @AwetTesfaiesus Sorry, aber ein bisschen regt mich das doch auf, der talking point. So ein Unterhaltungs-Ender.
Die Transformation passiert, indem wir uns darüber unterhalten, was wir wollen und wie wir dahin kommen und wählen. "Wie geht die Transformation" in einem politischen Gespräch ist gleichzeitig Tautologie und Oxymoron.
Immer wenn man sagt, wie die Welt aussehen soll, heißt es "aber wie dahin?" und immer wenn man sagt, wie dahin, heißt es "aber will man das?" 🙄